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  1. #1
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    Standard Umbau Rennyacht Einheitsklasse 11m zur sportlichen Fahrtenyacht

    Hallo!

    Ich würde mir gerne eine sehr sportliche Fahrtenyacht gebraucht zulegen. Leider ist da der Markt sehr eng und diese Klasse erst seit neuerer Zeit verbreiteter (z.B. X-Yachts).

    Daher würde ich am liebsten einen unkonventionellen Weg gehen, um zu einer sportlichen Fahrtenyacht zu kommen:

    Kauf einer gebrauchten Regattayacht z.B. One Design 11 m unter 20 Jahre alt, die recht gepflegt und preisgünstig ist, und dann folgende Umbauten:

    1.) Erhöhung der Kabine zwischen Niedergang bis kurz vor dem Mast auf einer Länge von ca. 1,5 m und Breite von 1,5m auf Stehhöhe durch Einlaminieren von Passstücken und Verstärkung im Bereich der Schnittkante. Im Niedergang ein Passstück einfügen. Dort würde dann Kochmöglichkeit auf Backbord und Nasszelle auf Steuerbord eingebaut werden)
    In allen anderen Bereichen wird keine große Höhe benötigt
    2.) Einbau von Kojenfenstern + Luken(entsprechende Laminatverstärkung im Lukbereich): eine vordere Ausstiegs- und Lüftungsluke sowie mehrere Fenster im Bereich der Erhöhung der Kabine
    3.)Einbau eines Cockpit-Tischs.
    4.)Einbau eines kleinen Raumes für Dusche und Toilette aus Kunstoffplatten
    5.)Einbau eines Kartentisches aus Sperrholz
    6.)Einbau einer Kochmöglichkeit und Kühlmöglichkeit/Spülbecken mittels Sperrholz
    7.)Einbau einer Kabinenbeleuchtung
    8.)Einbau von Wassertanks in der Bilge (manuell über Pumpe zu entnehmen)
    9.) Einbau eines Inverter-Generators im Bugbereich oder Backskiste zur Stromerzeugung, da keiner vorhanden.
    10.) Einbau eines Autopiloten oder Windfahnensteuerung
    11.) Einbau zusätzlicher Boardelektronik: Boardcomputer, Funkgerät, Radio
    12.) Einbau einer ausladenden Sprayhood (hiermit meine ich nicht eine hohe breite Sprayhood, sondern eine, die recht weit nach achtern reicht.


    Wäre das ein sinnloses Unterfangen, da das Gewicht in der Bilge (Benzin+Wasser+Batterie ) um 250 kg erhöht wird und in größerer Entfernung zum Schwerpunkt ca. weitere 200 kg hinzugefügt würden.

    Die Leermasse würde von 1,6 t auf 1,85 t steigen und die vollgetankte Masse auf 2,1 t. Würde das Probleme geben? Das Boot ist sehr schmal (2,55) und daher sind keine großen Auftriebsreserven bei Kränkung vorhanden.

    Meine praktischen Fähigkeiten: alles gut durchführbar bis auf vollkommene Erfahrungslosigkeit bei der Einlaminierung von GfK. Sind eventuell weitere Verstärkungen im Unterwasserschiff nötig (insbesondere im Bereich des Kielanschlusses und der Kielbombe)?

    Beispielbilder:






    Zieldesign soll immer noch "nackt" sein nur die o.g. Einbauten müssten untergebracht werden.
    Geändert von captaincrush (15.06.2009 um 11:35 Uhr)

  2. #2
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    Beispielbild innen:
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  3. #3
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    Wäre mir insgesamt zu viel Aufwand. Hast du dich mal nach Schiffen umgeschaut, die zwar auch für "Sport" entworfen wurden, aber trotzdem eine gewisse Innenausstattung und Stehhöhe bieten, z.B. Jeanneau One Design 35 oder Bene First Class Europe? Pantry, Toilette etc. als Basis ist vorhanden, Schiffe aus Frankreich (und dort findest du diese Modelle überwiegend) sind i.d.R. mit Instrumenten (richtige Segelinstrumente, z.B. NKE, B&G, kein Raycrap) gut ausgestattet, die Preise sind besser als bei ausgesprochenen Fahrtenyachten gleicher Größe, ebenso die Segeleigenschaften. Um ein richtiges Wohnschiff draus zu machen, kannst du innen das eine oder andere vermutlich ohne großen Aufwand ändern/ergänzen. GFK-Arbeiten würdest du bei einer solchen Wahl vermeiden können.

    CU, Dirk
    Und immer schön auf richtigem Kurs bleiben - auch schon vor dem Start ;-)
    www.sailgreece.de

  4. #4
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    Ich meine, da steckst Du enorm Zeit und Geld rein, statt segeln zu gehen.

    Schaue mal Faurby an. Mir ist die sportlich genug. Wenn ich die abmagere, statt für Langfahrten, wie ich es mache lies, herrichte, dürfte das Deinem Geschmack entsprechen. Dabei ausgesprochen wohnlich!

    www.faurby.dk

    Nachtrag: Die Rennboote sind extrem leicht gebaut und vertragen wegen der Festigkeit u.U. kaum erweiterte Zuladung! Ferner werden sich die Eigenschaften mit tieferer Wasserlinie deutlich verschlechtern.

  5. #5
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    Du willst ganz schön viel einbauen. Pantry, Navi und Dusche nebst ein paar Kojen könnte reichlich eng werden. So ein 11mod ist ja reichlich schlank und die Länge des Aufbau wird auch nicht gerade Bavariadimensionen haben. Wenn Du zu dem Typ Mensch gehörst, dem Bauen mehr Spaß als Segeln macht, und der gern mit selbstgeschaffenen Objekten hantiert, dann dürfte so ein Umbau ganz nett werden. Wenn Du aber gern schnell segelst, dann schaff Dir lieber ein ganzes Boot an. Wieviel Geld hast Du denn für Kauf und Umbau veranschlagt?
    Check doch mal, was es dafür gibt. Frankreich ist auf jeden Fall das Land, in dem Du am ehesten fündig wirst. Zu bauen gibt es auch an fertigen Booten noch genug.

  6. #6
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    Zitat Zitat von DirkJ Beitrag anzeigen
    Wäre mir insgesamt zu viel Aufwand. Hast du dich mal nach Schiffen umgeschaut, die zwar auch für "Sport" entworfen wurden, aber trotzdem eine gewisse Innenausstattung und Stehhöhe bieten, z.B. Jeanneau One Design 35 oder Bene First Class Europe? Pantry, Toilette etc. als Basis ist vorhanden, Schiffe aus Frankreich (und dort findest du diese Modelle überwiegend) sind i.d.R. mit Instrumenten (richtige Segelinstrumente, z.B. NKE, B&G, kein Raycrap) gut ausgestattet, die Preise sind besser als bei ausgesprochenen Fahrtenyachten gleicher Größe, ebenso die Segeleigenschaften.
    Ich vergaß: die Yacht ist trailerbar. Ich habe zwar derzeitig kein geeignetes Zugfahrzeug aber den Trailer und kann mir beim nächsten Autokauf einen Allradwagen kaufen oder mir eine alte Zugmaschine zulegen.

    Die schnellen Cruiser sind natürlich was sehr feines. Mit viel Komfort (hiermit eher Raum, Ausstattung denn Holzvertäfelungen) ab Werk. Leider ziemlich teuer in der Größe. 10 m sollten es schon sein.

    Hinzu kommt bei der one design 11 der hervorragend seetüchtige Riss, geringe Masthöhe, sehr leicht bedienbare kurze Fock (wegen des Regelwerkes) und natürlich die ökonomische Betreibbarkeit. Welche Yacht vergleichbarer Geschwindigkeit unter Segeln kann man sonst mit einem Außenborder schieben?

    Die Instrumentierung ist wirklich etwas mager. Da werde ich mich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen.

    Aber ich werde mal genauer nach den von dir genannten Typen schauen und mal etwas unvoreingenommener (Bastelwut!) das ganze Projekt finanziell einschätzen.

    [QUOTE=DirkJ;798487]
    Um ein richtiges Wohnschiff draus zu machen, kannst du innen das eine oder andere vermutlich ohne großen Aufwand ändern/ergänzen. GFK-Arbeiten würdest du bei einer solchen Wahl vermeiden können.

    Ein richtiges Wohnschiff soll es nicht werden. Alles im Plastiklook, keine Türen etc. Nur das Notwendigste für längere Fahrten. in der Nord- und Ostsee. Vielleicht wenn ich einmal ein geeignetes Zugfahrzeug habe auch am Mittelmeer.

    Noch puristischer vom Design (wenn man davon überhaupt reden kann) als eine X-Yacht.

    Das einzige ernsthafte Problem ist für mich die fehlende Stehhöhe zwecks kochen und duschen. Elektronikzusatzgeräte sind wenn nichts verkleidet wird auch sehr schnell und fachgerecht installiert.

  7. #7
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    Wenn Du alle Deine Wünsche einbaust, wird die auch nicht mehr trailerbar sein!

  8. #8
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    Moin Crush,

    Deine handwerklichen und konzeptionellen Fähigkeiten kann ich nicht beurteilen.
    Ich halte aber grundsätzlich wenig davon, ein Schiff völlig umzukrempeln. Die 11mOD ist ein kompromissloser Racer und vom Handling wird sie das auch bleiben. Deshalb ist sie vermutlich auch so günstig: One Design funktioniert nicht (mehr), auf übrigen Regatten chancenlos und sonst zu nichts zu gebrauchen...

    Wenn Du eine kaufst und verbastelst; hast Du gute Chancen, ihren Wert bzw. ihre Wiederverkaufbarkeit vollends gegen Null zu reduzieren.

    Rechne mal Anschaffung und Zusatzausrüstung auf und guck mal, was Du für diese Summe sonst noch am Markt bekommen kannst.
    Deine Arbeitsstunden noch gar nicht mitgerechnet. Ich weiß ja nicht, ob Du lieber frickelst als segelst. Solche Leute gibt es schliesslich auch zu Hauf.
    In diesem Falle empfehle ich jedoch, ein schlecht gepflegtes, aber anerkannt marktgängiges Schiff zu erwerben und mit Eigenleistung wieder aufzubauen. Da hast Du am Ende wenigstens noch eine sichere Wertsteigerung.

    Und dann noch das Revier: Die 11mOD ist m. E. kein entspanntes Tourenboot für ein Seerevier - es sei denn mit einer Freak-Crew.
    Binnen - quasi als aufgebohrter Daysailer - könnte das schon anders aussehen, aber dafür müsstest Du den Dampfer nicht völlig umkrempeln.

    Ein früherer Miteigner fuhr in den frühen 90er Jahren als Crew auf einer 11mOD. Zu der Zeit waren zuweilen so 2-5 von denen bei uns mit auf der Bahn. Auf Regatten waren die schnell, fuhren aber nie ihr Rating heraus. Und was das Handling anging: Bei Wind hielt sich keiner freiwillig in Luv von so einem Teil auf...
    Will heißen: Nach meiner Einschätzung erfordert das Boot eine Crew, die ihr Handwerk versteht. Der Dampfer muss bei Wind permanent aktiv getrimmt werden. Ist das bei Dir so gewollt oder willst Du ne Familienkutsche draus machen...? Da guck ich dann noch skeptischer.

    => Schnapsidee, ganz offen gesagt.

    Grüße

    Andreas

  9. #9
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    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Ich meine, da steckst Du enorm Zeit und Geld rein, statt segeln zu gehen.
    Die Anpassungen würde ich nicht alle vor dem ersten Segelvergnügen durchführen, sondern schrittweise. Am Anfang erst nur Sanitäres. Eher was für lange Winterabende.

    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Schaue mal Faurby an. Mir ist die sportlich genug. Wenn ich die abmagere, statt für Langfahrten, wie ich es mache lies, herrichte, dürfte das Deinem Geschmack entsprechen. Dabei ausgesprochen wohnlich!

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    Schöne Risse aber absulut unbezahlbar für mich. Das ist hervorragende Cruiser-Ästhetik mit traditioneller Schiffigkeit. Würde ich das Geld für ein ab Werk produziertes Serienboot etwas kostenintensiverer Bauart als Bavaria und Co. haben (ich habe nichts gegen die Boote ich will keine Bavaria-Schlägerei beginnen), dann X-Yachts.


    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Nachtrag: Die Rennboote sind extrem leicht gebaut und vertragen wegen der Festigkeit u.U. kaum erweiterte Zuladung! Ferner werden sich die Eigenschaften mit tieferer Wasserlinie deutlich verschlechtern.
    Dadurch, dass es eine one design Yacht ist, konnte bei den Materialstärken nicht sehr viel gespart werden. Anders als bei den offenen Standards, wo man durch noch knappere Bemessung versucht, mehr in die Kielbombe zu bringen als die Konkurrenz. Hier war/ist das verboten.

    Die Wasserlinie wird sich bei 800 kg zusätzlicher Beladung (die nicht angestrebt sind), um ca. 8 cm verschieben. Das Boot ist ja für sehr hohe Belastungen ausgelegt, die ich nicht ausfahren kann (nur zwei Personen-Crew) und will und wohl aufgrund der noch nicht ausreichenden Erfahrung auch nicht ausfahren kann.

    Allerdings hat das Boot Ballasttanks, zusätzliche Massen können also aufgenommen werden. Und die Torsionskräfte bei Wasserballast zwecks Lagereduktion sind nicht vergleichbar mit einer recht gleichmäßigen Verteilung bzw. sogar (bei Benzin und Wasservorrat) im Bilgenbereich.

    Mal eine Frage dazu: Was wiegt das Kasko einer Großserienyacht von etwa 8-9 m? Das dürfte ungefähr bei gleicher Belastbarkeit vergleichbar sein, weil dieses Boot ja extrem flach und schmal ist?

    Das Kasko dieses Bootes müsste nach meinen Schätzungen ca. 700 kg wiegen. (1,6 t- Kiel 0,7 t - Rigg, Beschläge Ruder 0,2 t=700 kg).

    Der Mast ist zudem sehr niedrig, was zu geringen Kräften im Bereich des Mastfußes und der Wanten führt. Die Höhe über Wasserlinie ist unter 12,5m. Das ist ja keine Superrennyachtklasse (wie z.B. open 50 oder 60), sondern eine Amateuereinheitsklasse.

    Das Boot ist ja gar nicht besonders extrem designt.


    Verschlechterung der Eigenschaften bei Lage durch die zusätzliche Beladung: Nur hier wäre sie vorhanden, weil kein Ballastwasser mehr aufgenommen werden kann. Bei einer zwei-Mann-Mannschaft geht das bei dieser Größe nur nicht. Das Boot ist bezogen auf seinen Schwerpunkt ohne Kiel extrem tiefgehend ggü einem Serien-Cruiser Yacht. 1,80 m ist der Tiefgang bei einem Freiboard von unter einem Meter und das ohne Aufbauten. Daher wird auch nur eine solch leichte Kielbombe benötigt ohne viel Lage bei dieser geringen Breite zu schieben.


    Das Boot soll ja nicht mit Holz, Waschmaschine, Sauna, hydraulischen Winschen, Einbaumaschine etc. vollgebaut werden.

    Aber nun die Zusatzfrage:

    Könnten u.U. die 5 PS ausreichen? Lange CWL+gute Hydrodynamik + geringe Windangriffsfläche+geringe Gesammasse mit Crew Pött und Pann von 2,5 t=geringer Widerstand. Der Motor wird aufgrund der hohen Segeltragzahl nur bei totaler Flaute (kommt eigentlich nicht vor) genutzt und zum befahren von Fahrrinnen, Hafen etc. Dann brauch ich keinen großen Kraftstofftank, weil die Maschine ja sehr sparsam ist und muss mir nichts schweres an den Spiegel hängen.
    Geändert von captaincrush (15.06.2009 um 11:50 Uhr)

  10. #10
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    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Moin Crush,

    Deine handwerklichen und konzeptionellen Fähigkeiten kann ich nicht beurteilen.
    Ich halte aber grundsätzlich wenig davon, ein Schiff völlig umzukrempeln.
    Inwiefern? Bis auf die Gfk-Arbeiten, die eine Fläche von 2 m² betreffen, wird die Struktur nicht geändert. Nur ein paar wenige Einbauten vorgenommen.

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Die 11mOD ist ein kompromissloser Racer und vom Handling wird sie das auch bleiben.
    Kostengünstige Amateurklasse. Nur 700 kg Ballast bei 1,6 t Leermasse ohne Technik.

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen

    Deshalb ist sie vermutlich auch so günstig: One Design funktioniert nicht (mehr), auf übrigen Regatten chancenlos und sonst zu nichts zu gebrauchen...
    Klar. Ist ja gerade ein sehr kostengünstiges System gewesen. Daher natürlich hoffnungslos den anspruchsvollen Designs unterlegen. (Top zur Wasserlinie nur unter 12,5m beispielsweise.)
    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen

    Wenn Du eine kaufst und verbastelst; hast Du gute Chancen, ihren Wert bzw. ihre Wiederverkaufbarkeit vollends gegen Null zu reduzieren.
    Die schwer rückbaubare Bastelei würde sich auf ein Luk ein paar Bullaugen und die GfK-Arbeiten auf einer Fläche von 2 m² beschränken.


    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Rechne mal Anschaffung und Zusatzausrüstung auf und guck mal, was Du für diese Summe sonst noch am Markt bekommen kannst.
    Deine Arbeitsstunden noch gar nicht mitgerechnet. Ich weiß ja nicht, ob Du lieber frickelst als segelst.
    Beides. Aber eher Elektronik und weniger GfK. Davon habe ich bisher keine Ahnung.

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Solche Leute gibt es schliesslich auch zu Hauf.
    In diesem Falle empfehle ich jedoch, ein schlecht gepflegtes, aber anerkannt marktgängiges Schiff zu erwerben und mit Eigenleistung wieder aufzubauen. Da hast Du am Ende wenigstens noch eine sichere Wertsteigerung.
    Schlecht gepflegte sehr schnelle Fahrtenyachten? So wie X-Yachts? Gibt es leider nicht. Dafür ist dieser Markt zu jung.


    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Und dann noch das Revier: Die 11mOD ist m. E. kein entspanntes Tourenbo
    ot für ein Seerevier - es sei denn mit einer Freak-Crew.
    Bei entsprechender Reffverspätung sicher.

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Binnen - quasi als aufgebohrter Daysailer - könnte das schon anders aussehen, aber dafür müsstest Du den Dampfer nicht völlig umkrempeln.
    Den Kiel wegwerfen und eine Kentermaschine draus machen? Dafür ist der Tiefgang viel zu groß. (1,8 m leer also mit voller Crew 1,9) bzw. mit 2 Personen+ Einbauten 1,95m)
    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen

    Ein früherer Miteigner fuhr in den frühen 90er Jahren als Crew auf einer 11mOD. Zu der Zeit waren zuweilen so 2-5 von denen bei uns mit auf der Bahn. Auf Regatten waren die schnell, fuhren aber nie ihr Rating heraus. Und was das Handling anging: Bei Wind hielt sich keiner freiwillig in Luv von so einem Teil auf...
    Will heißen: Nach meiner Einschätzung erfordert das Boot eine Crew, die ihr Handwerk versteht. Der Dampfer muss bei Wind permanent aktiv getrimmt werden. Ist das bei Dir so gewollt oder willst Du ne Familienkutsche draus machen...? Da guck ich dann noch skeptischer.
    Nein dann hast du mich falsch verstanden. Keine Familienkutsche, sondern nur eine sehr puristische Fahrtenyacht für längere sehr zügige Touren.
    Da soll ja kein Decksalon drauf ;-)

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    => Schnapsidee, ganz offen gesagt.
    Wenn es so wäre wie du es verstanden hast, dann wäre das in der Tat eine Schnapsidee.

    Oben sind doch sogar die Gewichte der zusätzlichen Einbauten genannt. Der aktive Trimm mit Ballastwasser wird ja nur benötigt, um mit sehr großer Segelfläche mit wenig Lage zu segeln. Bis auf Ballastwasserpumperei bin ich jedoch am sportlichen Segeln interessiert. Ansonsten täte es ja auch eine langsame Fahrtenyacht. Die Verstagung muss nur bei wesentlichen Veränderungen der Verhältnisse angepasst werden.

    Dann würde das Material auch zügiger ermüden, woran ich kein Interesse habe.

    Noch eine Ergänzung zu den Luv-ängstigen Bootsführern. Ich nehme wohl an, dass dies auf fehlerhaften Segeltrimm+fehlerhafte Ballastierung (es zählt nicht nur die Seit, sondern auch die Aufteilung zwischen Bug- Mittschiff- und Heckbereich) + fehlerhafte Verstagung (nach Lee drucklos) + zu viel Lage durch überhöhte Segelfläche zurückzuführen ist. Dann fährt solch ein Boot nicht mehr ansatzweise dahin wo der Skipper hinwill.

    Das Boot hat so gut wie keinen Widerstand gegen Lateralkräfte wie jede andere Rennyacht auch. Das muss durch den Trimm gesichert werden jedenfalls wenn man eine Regatta gewinnen will (nichts für mich). Bei geringer Krängung muss noch nicht einmal beim Kreuzen die Verstaakung angepasst werden. Dieses Bötchen fährt man normalerweise auch lagearm. (sieht dann aber nicht wie in der Fernsehwerbung für Bier etc. aus)

    Daher trimmt man ja auch über den Mast über die Verstaakung. Das ist ja nicht eine spaßige Verstellmöglichkeit für Hyperaktive.
    Geändert von captaincrush (15.06.2009 um 11:38 Uhr)

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