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  1. #101
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard 5. Kapitel: Der erkämpfte Rückweg nach Skaerbaek

    Wir verabschieden uns von Hans und seiner Familie und verlassen, unter den erwartungsvollen Augen unseres fachkundigen Molen- Publikums den schützenden Hafen. Sollte der Probeschlag zeigen, dass es zu heftig ist, um aufzukreuzen, wollen wir zurückkehren. Die Böen haben in Spitzen immer noch über 35 Knoten und ich schätze die höchsten Wellen auf bis zu 4 m. Unwillkürlich muss ich an die Klugscheißer denken, die die Ostsee gerne als überschwemmte Wiese verspotten.
    Ich bin neugierig, wie sich die DF28 bei diesen Hard- Core Bedingungen an der Kreuz verhalten wird. Als wir mit zwei Reffs und 50% eingerollter Fock aus dem Wellenschatten der Hafenmole kommen, beginnt das Rodeo. Die Berg- und Talfahrten in den steilen teilweise brechenden Wellen sind beeindruckend aber unproblematisch. Weil wir immer noch zuviel Segelfläche haben, müssen wir uns jedoch darauf konzentrieren, das Boot an der Windkante zu halten. Sobald ich auch nur minimal abfalle, schnellt die Anzeige der Logge sofort in den zweistelligen Bereich. Dann wird es ungemütlich, weil der leichte Tri über den nächsten Wellenberg schießt und dahinter förmlich ins Wellental fällt. Mit max. Vorliekspannung und gefiertem Groß geht es hart an der Windkante mit 6-8 Knoten nach Luv. Nun segelt der Tri sogar erstaunlich trocken. Das tolle Wellenverhalten in Verbindung mit der extrem steifen Struktur, lassen vergessen, dass man auf einem nur 28’ langen Multihull sitzt. Durch das leichte direkte Steuergefühl lässt er sich dabei wie ein Dingi in den brechenden Wellen zwischen Samsø und Tunø steuern. Erst als die Wellen später im Wellenschatten von Fyn kleiner werden, können wir von der Bremse gehen, indem wir einige Grad abfallen. Mit zweistelligen Ziffern auf der Logge verschwinden bald die wenigen Segelyachten, die sich herausgetraut haben, am Horizont.

    Müde erreichen wir nach einer Kreuz von 78 SM unser Ziel Skaerbaek. Am nächsten Morgen geht’s mit dreistelligen Ziffern auf dem Tacho und minimalen Bodenwellen auf der Autobahn nach Hause.

  2. #102
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    Hallo Großer Fliegender Drachen.
    Alles Gute für Euch im Neuem Jahr, und immer genug Zeit zum Segeln

    Schön das du Zeit hattest, den Bericht fertig zu machen.
    Mal wieder sehr interessant zu lesen.

    Gruß
    Bernhard

  3. #103
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    Danke fuer den Bericht und die Fotos! PRIMA!

    Micha

  4. #104
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    Auch eine sehr interessante Variante, einen Pinnenausleger zu bedienen: Rechte Hand hält ein Trinkgefäß, linke Hand hängt lässig herunter; womit zum Teufel steuert die Dame nur?

    http://img827.imageshack.us/i/p72609072ver.jpg/

  5. #105
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    Ich danke ganz besonders und ausdrücklich dem sich Makis E. nennenen Herrn für diesen wirklich lesenswerten Hinweis.

    Zitat Zitat von Makis Enefrega Beitrag anzeigen
    Ernst,
    wenn Sie diesen sehr gut bebilderten Bericht mit 105 Mitglieder-Beiträgen gelesen
    haben, werden Sie vermutlich keine Fragen mehr haben - viel Spaß bei der Lektüre:
    Solche wertvollen Hinweise relativieren doch ein wenig die kitische Selbsteinschätzung dieses Herrn:

    Zitat Zitat von Makis Enefrega Beitrag anzeigen
    ...
    Auf der Stufe der Inkompetenz bin ich selbst, deshalb kann ich so freimütig darüber sprechen.
    ...
    Eule
    Geändert von eule10 (16.08.2012 um 08:12 Uhr)

  6. #106
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    Zitat Zitat von eule10 Beitrag anzeigen
    Ich danke ganz besonders und ausdrücklich dem sich Makis E. nennenden
    Herrn für diesen wirkich lesenswerten Verweis. Solche wertvollen Hinweise
    relativieren doch ein wenig die kitische Selbsteinschätzung: ... Eule
    Aus den USA kam in den 70er Jahren das Buch eines Psychologie-Professors
    mit dem Titel "The Peter Principle". Ich las das damals und behielt nur ein Frag-
    ment. Wikipedia: Das Peter-Prinzip wurde mit Notizen von Laurence J. Peter
    durch Raymond Hull in seinem Buch The Peter Principle (1969, William Morrow,
    New York City) formuliert:

    „In a hierarchy every employee tends to rise to his level of incompetence.“

  7. #107
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    Perfekt. Kiten und Dragonflyen.
    Im näxten Leben bin ich auch dabei.

    mehr Bilder, bitte.

  8. #108
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    Zitat Zitat von Dragon-Fly Beitrag anzeigen
    ......Dann wird es ungemütlich, weil der leichte Tri über den nächsten Wellenberg schießt und dahinter förmlich ins Wellental fällt. Mit max. Vorliekspannung und gefiertem Groß geht es hart an der Windkante mit 6-8 Knoten nach Luv. ....l.
    Klar, nur 28 Fuß! Aber bei dem Wind bedarf es keines Tris um 6. - 8 kn zu segeln. Da steuert der AP und ich koche Tee.
    Dieser Urlaub war fast nur so! Allerdings war die Welle bei Tuno bedeutend kleiner! Und auch wenn der Spruch nicht von mir stammt, kann ich ihn bestätigen: Die Ostsee ist eine überschwemmte Wiese. Über 30 Fuß machen einem die Wellen nur noch selten was aus!
    Geändert von Nelson (16.08.2012 um 20:59 Uhr)

  9. #109
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    06.06.2005
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    2.372

    Standard

    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Klar, nur 28 Fuß! Aber bei dem Wind bedarf es keines Tris um 6. - 8 kn zu segeln. Da steuert der AP und ich koche Tee.
    Dieser Urlaub war fast nur so! Allerdings war die Welle bei Tuno bedeutend kleiner! Und auch wenn der Spruch nicht von mir stammt, kann ich ihn bestätigen: Die Ostsee ist eine überschwemmte Wiese. Über 30 Fuß machen einem die Wellen nur noch selten was aus!
    Wenn ich das richtig gelesen habe, war von 35 Knoten Böen die Rede, also an die 30 Knoten Wind. Darüber hinaus war es VMG bergauf an der Windkante mit 6-8 Knoten Fahrt. Daß Dein Boot auch sechs läuft, glaube ich Dir, daß es bei dem Wind auch acht läuft, glaube ich Dir nicht mehr im Falle der VMG Kreuz. Und wenn Du dabei unter Deck Kaffee kochst, dann deutet das darauf hin, daß Dein Boot noch langsamer ist. Wenn man nur 1500 Meilen pro Jahr auf nur einem Boot segelt, dann kann man das vielleicht nicht wissen, aber es ist nicht besonders entscheidend, wie groß ein Boot ist, wenn es um die Härte der Bewegung an der Kreuz geht, sondern um Gewicht und Geschwindigkeit. Je schwerer desto weicher und je schneller desto härter. Dabei hat eine Faurby fürwahr gute Karten in Hinblick auf Bequemlichkeit. Fahr aber mal mit einem 15 Meter langen Leichtbau gegen 30 knoten auf besagter überschwemmter Wiese (vielleicht irgendwo vor Bornholm) - dabei wünsche ich dann viel Spaß beim Kafee kochen.

  10. #110
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    Standard

    Du fällst sicher auch auf die Werbung rein! Sie sparen bis zu 10 % bedeutet meistens, daß man eher noch drauflegt, jedenfalls nicht unbedingt spart. Die gute Aussage wäre: Sie sparen mindestens 10 %. Damit kann man was anfangen!

    Nelson schreibt, mindestens 1500 sm, das können auch 5000 in einem guten Jahr sein, aber nie weniger als 1500.


    OK, VMG gegen den Wind 8 kn wird nicht gehen, downwind dagegen deutlich mehr. Aber darum ging es nicht. VüG über 8 kn wird aber drin sein! Nur 4 m Welle auf 28 Fuß? Und gegenan?

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