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  1. #1
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    Standard Tod eines ARC-Seglers

    https://segelreporter.com/panorama/t...ttungseinsatz/

    Selten gibt es bei der ARC so starken achterlichen Wind. Auf der französischen Yacht Agecanonix gab es bei hohem Wellengang und Wind bis 40kn eine Patenthalse. Ein Segler wurde am Kopf getroffen und starb, ein anderer wurde verletzt. Für die Rettung wurde ein Kreuzfahrschiff umgeleitet. Es gelang, den Toten und die beiden anderen in einer schwierigen Rettungsaktion an Bord zu holen.

    Bei diesem Kurs zum Wind und einem solchen Seegang muss zwingend ein Bullenstander gesetzt werden. Das war wohl nicht der Fall oder der war falsch gesetzt.
    Geändert von Isolde (30.11.2021 um 01:00 Uhr)
    Rüm hart - klaar kiming

  2. #2
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    Nichts genaues weiß man nicht und solche Pauschalvorschläge verbieten sich auch. Es ist ja nicht so, dass die Patenthalse grundsätzlich durch einen Steuerfehler und das Überfliegen des Großbaums ausgelöst wird sondern es kann durchaus sein, dass diese durch den Wellengang induziert wurde und im Sonnenschuß endete.
    Da gibt es dann bei 40kn Wind gleich mehrere Szenarien was mit dem Schiff bei gesetztem Bullenstander passieren könnte - vom Bullenstander ganz abgesehen ...

    Mein Beileid an die Crew und die Familie des Seglers.

    Zitat Zitat von Isolde Beitrag anzeigen
    https://segelreporter.com/panorama/t...ttungseinsatz/

    Bei diesem Kurs zum Wind und einem solchen Seegang muss zwingend ein Bullenstander gesetzt werden. Das war wohl nicht der Fall oder der war falsch gesetzt.
    www.berlin-ocean-racing.com / Pogo Charter/Training/Regatten

  3. #3
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    Bullenstander hin oder her..., ich frage mich warum auf einem Vormwindkurs bei Nacht, 40kn Wind und rauer See überhaupt das Großsegel gesetzt war.
    Ich habe bei 4 ARC-Teinahmen als Skipper überhaupt nie das Groß gesetzt (ausser beim Start und vor dem Zieleinlauf natürlich) sondern hatte stets die Möglichkeit mehrere verschieden Vorsegel zu kombinieren, so wie es in der Passatsegelei schon immer üblich war. Dafür muß das Boot dann allerdings auch ausgerüstet sein (genügend Fallen, 2. Spibaum etc.).
    Und da hapert es. Ich habe oft genug gesehen daß Boote an der ARC teilnehmen die kaum mehr als die standardmäßige Ausrüstung hatten. Und das reicht eben manchmal nicht für eine Ozeanüberquerung auf der Passatroute.
    Bernd

    Denk ich an Deutschland in der Nacht ........

  4. #4
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    Cool - Du warst dann offensichtlich auch nicht in der Racer-Abteilung unterwegs. Die wollten schon so schnell wie möglich über den Atlantik und nicht im Cruiser-Mode ... Dass es zu dem Unfall kam ist tragisch aber nicht davon abhängig, dass sie überhaupt ein Großsegel gesetzt hatten. Die X ist zwar keine Pogo aber es hilft schon, wenn man statt 40kn Wind nur 25..30kn an Deck hat, weil man >10kn Fahrt macht.


    Zitat Zitat von Atair Beitrag anzeigen
    Bullenstander hin oder her..., ich frage mich warum auf einem Vormwindkurs bei Nacht, 40kn Wind und rauer See überhaupt das Großsegel gesetzt war.
    Ich habe bei 4 ARC-Teinahmen als Skipper überhaupt nie das Groß gesetzt (ausser beim Start und vor dem Zieleinlauf natürlich) sondern hatte stets die Möglichkeit mehrere verschieden Vorsegel zu kombinieren, so wie es in der Passatsegelei schon immer üblich war. Dafür muß das Boot dann allerdings auch ausgerüstet sein (genügend Fallen, 2. Spibaum etc.).
    Und da hapert es. Ich habe oft genug gesehen daß Boote an der ARC teilnehmen die kaum mehr als die standardmäßige Ausrüstung hatten. Und das reicht eben manchmal nicht für eine Ozeanüberquerung auf der Passatroute.
    www.berlin-ocean-racing.com / Pogo Charter/Training/Regatten

  5. #5
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    Moin,
    es ist zwar ein Horror, wenn jemand an Bord verletzt wird und/ oder stirbt.
    Aber hier wird dann wieder von Experten, die nicht dabei waren, wild diskutiert und spekuliert und geschlaumeiert. Und nach spätestens drei mal hin und her wild beschimpft. Siehe andere Threads.
    ich hol mal Pop Corn und Cola.
    Gruss Klaus
    Wie glücklich man an Land war, merkt man erst, wenn das Schiff untergeht. (Seneca)

  6. #6
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    Zitat Zitat von jofraja-3 Beitrag anzeigen
    Dass es zu dem Unfall kam ist tragisch aber nicht davon abhängig, dass sie überhaupt ein Großsegel gesetzt hatten.
    Doch, dieser Unfall wäre wohl nicht möglich, wenn sie das Großsegel nicht gesetzt hätten.

    Zitat Zitat von home-of-the-beaer Beitrag anzeigen
    Aber hier wird dann wieder von Experten, die nicht dabei waren, wild diskutiert und spekuliert und geschlaumeiert. Und nach spätestens drei mal hin und her wild beschimpft. Siehe andere Threads.
    Experten - außer den betroffenen Seglern - sind nie dabei und Du fängst gerade damit an, andere zu beschimpfen. Sogar bevor es drei mal hin und her gegangen ist. Möglicherweise geht's in diesem Thread mal ohne weitere Beschimpfungen.
    Geändert von Isolde (30.11.2021 um 15:56 Uhr)
    Rüm hart - klaar kiming

  7. #7
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    und wenn sie nicht raus gefahren wären ... dann wäre der Unfall auch nicht passiert.

    Es fahren jedes Jahr Hunderte Segler mit gesetztem Großsegel sowie großen Spis etc. über den Atlantik ( gerade vorbei : Mini-Transat / TJV ... ) und die wissen schon, was sie tun.
    Das Gegenteil ist so, als wenn man grundsätzlich <50km/h fährt, weil darüber wird es zunehmend tötlicher, wenn ein Unfall passiert.

    Der Unfall ist einfach nur tragisch und bis wirklich Genaueres bekannt wird ... kann man zu den Ursachen nichts sagen ...

    Zitat Zitat von Isolde Beitrag anzeigen
    Doch, dieser Unfall wäre wohl nicht möglich, wenn sie das Großsegel nicht gesetzt hätten.
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  8. #8
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    Bemerkenswert, dass bei Unfällen dieser Art sofort die biedere Seglergemeinschaft da ist und direkt bemerkt, den Finger hebt, anklagt und ohne detaillierte Kenntnis verurteilt. Klar hat man in der Segelschule gelernt, bei achterlichem Wind einen Bullenstander zu setzen. Da hat man noch mehr gelernt, was die Regattacracks so nicht machen.

    Wenn zwei das gleiche tun, ist es nicht dasselbe. Auf einer Jolle setzt niemand einen Bullenstander und die Jollensegler tun das auch auf dem Dickschiff nicht (mit Ausnahmen, z.B. nachts), sie haben die Schalter am Popometer auf Vorsicht und Konzentration gestellt. Die Regattaprofis leisten sich Verhalten die der Normalosegler besser lässt. Der Rallyefahrer fährt auch nicht wie er das in der Fahrschule gelernt hat, kein biederer Autofahrer wirft ihm das vor. Bei Segelern ist das anders, da segelt jeder vermeintlich auf hohem Niveau und ist berechtigt den Daumen nach unten zu senken.

    Bei der ARC besteht der Sonderfall, dass Leute wie du und ich auch mal eine bedeutende Regatta segeln, oft die erste ihres Lebens. Ob sich deren Popometer so scharf stellen lässt? Vielleicht sollten sie auch bei einer Regatta tun was sie können, nämlich auch bei der ARC mal ohne Groß mit gebremstem Schaum segeln.

    Zu dem hier diskutierten Fall möchte ich mich überhaupt nicht äußern! Ich weiß nicht wer was getan oder unterlassen hat und ob er sich das leisten konnte. Der große Tabarly wurde auch über Bord gekickt, und dem wird keiner den Bullenstander erklären wollen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #9
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    RIP ist immer mal besser wie lost at sea.

    Ups, wieder so ein dejavué ...

    ARC , das ist doch
    die
    "baby-fone Regatta" ?
    ARC, das ist segeln fúr Kohle, aber
    in zeiten wo Abenteuer mit plaste Karte gebucht, shuttle service, barbeque und gúldene Knópfe standart sind, sollte man immer bedenken.
    Das Meer gibt
    und
    das Meer nimmt !
    Jeder der sich rauswaagt, warum auch immer muss nicht ankommen, denn der Weg ist das Ziel und der tod das ende der Reise.

    Ich suche seit einem Jahr Antoni, ein kleiner verrúckter Franzose, aufgewachsen im Getto an der Kúste Marseilles boxte er sich durchs leben. Kennengelernt hab ich ihn in súdostasien beim thai boxen, er kam jedes Jahr um sich die hucke wieder und wieder vollhauen zu lassen.

    Ich nahm ihn mit auf den kleinen beachkat, lernte ihm das segeln, die Natur und die eigene winzigkeit des seins beim kentern und mit vollspeed auf einem Rumpf durch Messerscharfe Riffe und Wellen zu reiten.
    Er fand seine neue destination,
    das segeln
    und flog zurúck nach Frankreich, verprúgelte alle bóse buben im Getto und nahm einen job als LKW fahrer an der ihn bis jugoslavien brachte, dort heuerte er auf touri kats an, lernte und verschwand irgendwann ...
    Meine hoffnung, schwindet langsam nach rund 3 jahren, zumindest ist er noch nicht in Asien angekommen,
    also
    lost at sea ?
    Nein, denn die hoffnung ... abba bitte ohne babyfone ... ich wurde erst am baumniederholer gehángt, spáter dann mit Stoffwindeln im Spi fach vorm Mast auf dem Vorschiff rein gestopft.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  10. #10
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Bemerkenswert, dass bei Unfällen dieser Art sofort die biedere Seglergemeinschaft da ist und direkt bemerkt, den Finger hebt, anklagt und ohne detaillierte Kenntnis verurteilt. Klar hat man in der Segelschule gelernt, bei achterlichem Wind einen Bullenstander zu setzen.
    Niemand hat hier die Segler angeklagt oder gar verurteilt. Hier werden Meinungen geäußert und das ist jedermanns gutes Recht. Was kann es denn schaden, wenn bei einem solchen Anlass daran erinnert wird, wie gefährlich der frei bewegliche Baum sein kann.

    Und Du bekommst mal wieder die Gelegenheit, über andere zu schimpfen.
    Rüm hart - klaar kiming

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