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Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Standard Kentern mit der Ixylon

    Vielleicht weiß jemand Rat: ich habe eine Ixylon, BJ 1975, Rumpf schwarz, Deck orange, Regattaumbau.

    Am WE sind wir gekentert; nachdem wir das Boot wieder aufgestellt und leer gesegelt haben, fiel uns auf, daß wir immer noch 'Tieflage' hatten. An Land dann die Überraschung: es kamen ca. 70-90 l Wasser aus der Öffnung am Spiegel (= aus dem Doppelboden).

    Meine Frage: wie kommt das beim Kentern wohl so schnell da rein?

    Vorpiek ist mit Gfk ordentlich ausgebaut, Seiteninspektionsluken scheinen ebenfalls dicht (wobei vorne noch die alten DDR-Gummis drin sind...). Klappe zum Heckraum schließt ebenfalls dicht. Hat jemand ne Idee? Undichte Schwertkästen?

    p.s. nach stundenlangem Segeln ohne Kentern habe ich kein Wasser im Doppelboden...?!

  2. #2
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    Standard

    Dein 75er Schiff (Baunummer irgendwas zwischen 10xx und 12xx, richtig?) hat ja nun auch schon ein paar Jährchen auf'm Buckel; gehört halt noch zur ersten Generation. Da gibt's letztlich auch mehrere Möglichkeiten des Wassereintritts. Schwertkästen wäre auch meine erste Vermutung. Zweitens dann die Gummi-Tankdeckels, die mit ziemlicher Sicherheit nicht 100% wasserdicht sind.

    Der Vorpiekboden muss auch nich zwangsläufig dicht sein, selbst wenn er irgendwann mal saniert wurde. Allerdings hat er soweit mir bekannt wiederum keine Verbindung zum Doppelboden; genauso wenig wie die Achterpiek. Es sei denn, jemand hat mal ein paar Löchlein reingebohrt...

    Is mit 35 Jahren nu mal nicht mehr der / die Jüngste. Vielleicht einfach bisschen weniger kentern. Wobei das auch nich so wild ist, solange Ihr das Wasser wieder rauskriegt. Problematisch weil gefährlich kann's allerdings werden, wenn Ihr mal richtig absauft, also das Boot nicht mehr aus eigener Kraft aufgerichtet bekommt. Da wärt Ihr nicht die ersten. Aus dem Grund wurden die "neueren" Schiffe (ab Anfang der 80er) nachher in den Seitentanks ausgeschäumt (wogen dann allerdings auch gleich 10-15 Kilo mehr, weshalb die alten Boote wiederum die schnelleren Regattaboote waren...).

    Kentern ist mit'm Ixy allgemein nicht so der ganz große Knaller und macht mit anderen Jollen deutlich mehr Spaß. Einer der wenigen Schwachpunkte in einem bis heute konkurrenzlosen Konzept.
    Geändert von shark bite (07.09.2009 um 22:43 Uhr)

  3. #3
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    Standard Kentern mit XY

    Ist ja schon bemerkenswert,das ihr sie überhaupt so hochbekommen habt.Ich hatte öfters Unerfahrenen Seglern die Dinger geborgen,mit einem Trick auch meist allein.Das die vollaufen hat viele Gründe,es sind mehrere Stellen ,welche Wasser reinlassen.Es sind unsaubere verklebungen vor allen im Vorschiffbereich.Nun zum eigentlichen,Glück ,das die Verschraubung
    im Heck noch drin war. Bei meiner letzten XY war es zugeklebt,nach dem aufbohren kamen etliche liter raus.Beim letzten Kentern vor kurzen ,war auch wieder alles voll.Mogliche Ursachen: Der Mastfuß ist auf dem Stringer verschraubt,sind alle drin und dicht? Traveller,alles dicht noch? Ausreitgurte?Andere alte Beschläge? Alles mal überprüfen!#
    Aber alles in allen ist die XY ein Superboot! Viel Spass damit Dictator

  4. #4
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    Standard

    Wir hatten bei unserem alten Boot ein ähnliches Problem: Ohne Kenterung blieb es innen trocken, wenn es auf der Seite lag, kam richtig viel Wasser rein.
    Ich kann Dir zwar keine "üblichen Verdächtigen" für Deinen Bootstyp nennen, aber die klassische Spüli-Methode hat sich auch bei uns damals bewährt.

    Eine Person bläst die einzelnen Hohlräume nacheinander mit dem Mund etwas auf, z.B. durch die Öffnung für den Lenzstopfen oder durch Einkleben eines Schlauches in eine Inspektionsöffnung.
    Eine zweite Person benetzt alle Verschraubungen, Risse, Beschläge, Klebekanten etc. mit einer Wasser-Spüli-Lösung und kontrolliert ob Bläschen entstehen.

    Dafür braucht es nur sehr wenig Überdruck! Mit dem Mund geht es super schnell und kontrolliert, mit einer Pumpe sprengt man im Zweifelsfall nur den Rumpf.

    So ein Wassereinbruch ist definitiv ein Sicherheitsrisiko, weil das Boot immer instabiler wird. "Weniger Kentern" hört sich da nicht wie ein Plan an...

  5. #5
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    Standard

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Werde alle beschriebenen Möglichkeiten überprüfen...

    @dictator2: was ist denn Dein Trick, um die Ixy alleine wieder aufzustellen?

    Noch ne Frage: seht ihr eine Möglichkeit, den Doppelboden 'leer zu fahren' (z.B. durch Öffnung des Doppelbodens in Richtung der Kuhle für die bei mir vorhandene Lenzklappe?).

  6. #6
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    Standard Xy aufrichten

    Wenn die Xy durchgekentert ist und alle möglichen Versuche zum Aufrichten gescheitert sind(vor allen bei Tiefen um die Mastlänge herum),tauche ich unter das durchgekenterte Boot.Dort habe ich für längere Zeit Luft und auch genug Licht.Dann kann ich das Großfall lösen und berge das Segel,oft hilft das schon,Fock versuchen einzu rollen.Kann man alles ohne Panik machen,wobei natürlich die Luft auch "dicker" wird.Als letztes, wenn das noch nicht hilft; Fock lösen und auch den Vorstag,damit klappt der Mast und der Widerstand beim Aufrichten ist geringer(Ist aber das letzte Mittel).Da muß aber dann aufgepasst werden damit nicht der im gelösten Zustand Schaden macht. Bis jetzt hat fast immer das lösen der Segel geholfen bzw. das lösen der Großschot und Fockschot. Grüße Dictator

  7. #7
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    Standard

    Ich will den thread nochmal aktualisieren:

    Es geht erneut um das Kentern mit der Ixy:

    Ich bekomme die Ixy nach dem Kentern nicht aufgerichtet, insbesondere dann wenn sie schön mit der Mastspitze im Wannsee-Schlamm steckt. Nach meinem Gefühl hat man stehend auf dem unteren Schwert einfach nicht genug Hebelwirkung auf das Boot.

    Was haltet ihr also davon eine Kenterleine anzubringen? Wenn ja, woran festmachen?

    Meine Idee wäre eine Leine, die man nach dem Kentern ans Trapez karabinert (Trapez ist sonst nicht lang genug) - das andere Ende hängt man bei sich in den Haken der Trapezhose. Und dann schön weit rauslehnen...

    Meint ihr das geht? Schonmal ausprobiert?

    Für Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

  8. #8
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    Standard

    Die folgenden Kommentare sind leider eher allgemein für Jollen, aber vielleicht ist etwas für Dich dabei:

    Durchkentern, bis der Mast im Modder steckt, sollte man vermeiden (... leicht gesagt...), denn häufig bekommt man den Mast nur noch mit Motorboothilfe wieder raus. (Leinen an beide Wantenpüttinge und Motorboot genau in Gegenrichtung des Mastes ziehen lassen.)

    In günstigen Fällen dreht der Wind das Boot nach Lee vom Rigg und zieht so den Mast wieder heraus.

    Aufrichtleinen helfen aber auch ohne "Stecker" bei viel Welle beim Aufrichten, wenn man sich sonst gar nicht auf dem Schwert halten könnte.

    Manchmal kann man die Spischoten schon als Aufrichthilfe verwenden. Früher hatten wir mal spezielle Aufrichtleinen durch die Wantenpüttinge gezogen. Beim Segeln wurden sie durch Gummis Richtung Bootsmitte gezogen, bei einer Kenterung hat man sie dann herausgezogen, bis sie durch einen Knoten gestoppt wurden.

    Alternativ kann man die unbenutzten Leinen mit Gummis Richtung Heck straffen und falls vorhanden unter der Klebekante führen.

    Ich würde die Kenterleine immer in die Hand nehmen, statt sie mit dem Trapezgeschirr zu verbinden. Einerseits kann man so besser bei Welle auf dem Schwert balancieren, andererseits entsteht kein Risiko durch die Leine unter Wasser gezogen zu werden, falls die Jolle sich aufrichtet und sofort auf Dich drauf kentert.

    Falls das Revier klein genug ist, um an Land zu schwimmen, falls die gekenterte Jolle zu schnell wegtreibt, sind auch Auftriebskörper im Mast eine gute Sache.

  9. #9
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    Standard Aufrichtend

    Noch eine Aufrichthilfe: Untertauchen. Segel abschlagen. Dann Kugelfender o. Ä. ans Fall, und mit Fall zur Mastspitze (also nach unten) ziehen. Ist zwar nur wenig Auftrieb, aber am langen Hebel.

    Selber noch nicht gemacht, laut einem Kollegen ist das aber die Methode der Wahl in seinem Revier (wo wegen der erheblichen Wassertiefe der Mast allerdings auch nicht irgendwo im Sumpf steckt).

  10. #10
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    Standard Kentern

    Das sind einige wertvolle Tips zum Kentern.
    Aber eigentlich muss man eine Ixylon schon sehr hart rannehmen oder etwas gründlich falsch machen das man baden geht.
    Ich bin nur einmal gekentert, und das ist schon Jahre her , da waren mir der Ausreitgurt gerissen und ich bin über Bord gegangen und alle Schoten waren belegt.. ich war dann froh das das Boot gekippt ist, hat aber gedauert.
    Vorletztes Jahr hatte ich eine miese Bö erwischt und die Großschot hatte sich vertörnt so das ich nur einen beherzten Sprung mit dem Oberkörper über Bord. konnte ein kentern verhindern.
    Das Boot hat auch noch bei 90° ein aufrichtendes Moment, habs getestet.
    allein die Kraft die man benötigt das Boot am Großfall herunter zu ziehen ist recht groß.
    Alledings läuft der seitliche Lufttank sehr schnell voll, wodurch das Aufrichtmoment innerhalb von 5 min sehr schnell abnimmt, wenn man das Boot innerhalb dieser Zeit wieder Hoch bekommt hat man verloren...

    Als Gegenmaßnahmen habe ich für mehr Wind eine Fock und wenn es härter wird ein kleineres Großsegel.
    ich habe aber auch schon auf der Flensburger Förde erlebt das ich nur unter der kleinen Fock ablaufen musste.

    So dann mit Hoffnung auf kenterfreie Saison.. wenn ich das Boot endlich mal ins Wasser bekomme.

    schöne Grüße Felix

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