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  1. #21
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    Standard Abdichten der Schrauben

    moin Floin,
    den unteren Beschlag würde ich so lassen, denn er gibt die entscheidende Stabilität im unteren Bereich.
    Ich habe auch ein angehängtes Ruder (Albin Cirrus) das scheint noch größer zu sein als auf deiner Salty Dog- insofern sind die Tipps zur Verlängerung (mehr Tiefgang) durchaus sinnvoll.
    Bei allem solltest du beachten, dass dein Ruder leicht vorballanciert ist. Wenn du die Ruderachse senkrecht nach unten verlängerst, befindet sich ein kleiner Teil des Ruders vor der Achse. Auch dadurch wird der Ruderdruck geringer.
    Dein Ruder ist unter Wasser leicht nach hinten gepfeilt; wenn du diesen Teil senkrecht nach unten ausführst, wird sich der Ruderdruck verringern.
    Aber andere Schreiber haben schon ausführlich erklärt, dass Luvgierigkeit viele Faktoren hat (Sehr bauchiger Rumpf, vielleicht auch den Mast ein paar Zentimeter nach vorn stellen, oder das Groß öffnen oder reffen - dazu musst du selbst viel ausprobieren.
    Zum Abdichten:
    Unser Ruder ist komplett aus Kunststoff gefertigt. Die Bolzen sind durchgesteckt. Sie werden mit Dichtungsmasse eingesetzt. Hält seit 30 Jahren.
    Ich würde das Ruder wie von vielen beschrieben nachbauen und mit Gewebematten überlaminieren.
    Die Bohrungen für den unteren Beschlag zeichnest du nach dem Beschlag an.
    Du führst die Bohrungen jedoch deutlich größer aus - 6mm Bolzen = 10-12mm Bohrung.
    Diese Bohrung füllst du mit einem Gemisch aus Glasfasern und Epoxidharz auf.
    Lässt es gut durchhärten und bohrst dann mit den geforderten 6,5mm auf.
    So hast du eine gute Isolierung aus Epoxi im Unterwasserbereich.
    Du musst sicher einen Kompromiss zwischen verbleibender Holzstärke und Laminat finden. Dein Ruder wird jedoch auch durch den Gewebeüberzug eine deutlich Vergrößerung der Stabilität erfahren.
    Auf dem Foto vom Ruder fiel mir auf, dass der Pinnenbeschlag recht kurz ist, weil dein Ruderkopf sich in geschwungener Form verjüngt. Wenn du beochtet hast, dass sich das Ruder oben verwindet oder der Beschlag jedes Jahr mehr Spiel hat, kannst du dem Beschlag durch einen breiteren Ruderkopf merh Auflagefläche verschaffen und so zu mehr Stabilität beitragen.
    Viel Spaß bei der Arbeit.

  2. #22
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    Standard

    ...sehr gute Tipps vom "Langen" !


    Gruss Wiesel_Schraube

  3. #23
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    Ja, das stimmt! Danke, Langer! Das mit dem Auffüllen der Bohrung leuchtet mir sofort ein. Du schreibst von Bolzen während der alte Beschlag mit Holzschrauben befestigt wurde. Meinst Du, ich soll das beim neuen Blatt ändern und durchbolzen, so wie bei den Beschlägen oberhalb des Wasserpass?
    ...komme gerade zurück aus dem Keller...nee, das geht auch gar nicht mit dem "Durchbolzen" (?), weil die Löcher des Beschlags nicht einander gegenüber liegen (asymmetrisch verteilt), was vielleicht den Vorteil hat, dass sich die Schrauben nicht ins Gehege kommen. Nehme ich dafür normale Holzschrauben?

    Gruß, Kai

  4. #24
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    Standard

    Moin Kai,
    wenn die Schrauben bisher hielten, sehe ich keinen Grund zur Veränderung.
    Orientiere dich beim Schraubenmaß an dem Maß der vorher benutzten. Die EPOXI-Füllung sollte auch bei den verwendeten Holzschrauben eine Abdichtung ermöglichen. In Palstek 06-2009 S. 196 hat ein Leser eine Abhandlung zu geeigneten Schrauben veröffentlicht. Er empfielt für Epoxi Spanplattenschrauben. Um den Stömungswiederstand gering zu halten sollten die Schrauben Senkköpfe besitzen.

    Schönen Gruß von Sönke

  5. #25
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    Hallo Zusammen,

    ja Langer, was Du sagst, ist schon richtig, aber wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich trotzdem durchbolzen. Bei meinem Refit habe ich gerade einen neuen Lukenflansch für die Decksluke aus Epoxy hergestellt, auch stellte sich die Frage mit den Schrauben zum Befestigen der Luke, sicher, durchbolzen ist eigentlich nur an den Scharnieren wichtig bei Luken. Bei dieser Gelegenheit wollte ich natürlich von innen keine Muttern sehen. Mein Plan ist nun der, von innen versenkt Langmuttern einzukleben.
    Das sind diese hier:

    http://www.kleinteileversand.de/shop...p?cPath=36_254

    Ich kann mir vorstellen, genügend "Fleisch" vorausgesetzt, dass sich das auch bei Beschlägen beim Ruder machen läßt.
    Die Muttern sind lang genug mit viel Mantelfläche, ordentlich angeschliffen und mit Microfiber + Epoxy von der Gegenseite eingeklebt.
    Die Schwierigkeit besteht nur darin, zuerst das kleinere Schraubenloch zu bohren und danach von der anderen Seite das grösse für die Langmutter und das eben zentriert zu bekommen.

    Übrigens, der Online-Shop da oben , den kann ich nur empfehlen, sehr gute Ware zu absolut kleinen Preisen.

    Für die Epoxy-Interessierten hier mal ein Link zu dem besagten Refit:
    http://forum.yacht.de/showthread.php?t=107890


    Gruss Wiesel_Schraube
    Geändert von Wiesel_Schraube (28.10.2009 um 12:02 Uhr)

  6. #26
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    Standard

    Danke Sönke und Wiesel_Schraube!

    Man könnte diese Langmuttern doch auch von vorn in die Bohrlöcher einkleben. Wäre interessant herauszufinden, was mehr Zugkraft aushält - die glatte aber geklebte Mutter, die Spanplatten- oder die Holzschraube. Habe auch überhaupt keine Idee, welche Kräfte da eigentlich auf diesen Beschlag einwirken.

    Noch eine Frage zum Kleben der Holzstäbe: Können die direkt nach dem Sägen geklebt werden, oder muss die Oberfläche noch irgendwie vorbehandelt werden (geglättet, aufgerauht...)?

    Beste Grüße Kai

  7. #27
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    Standard

    Ja, könnte man, die Zug bzw. Scherkräfte sollten da nicht allzu gross sein, aber von gegenüber sind sie auf Zug eben besser gesichert.
    Die Langmutter aber unbedingt anschleifen von aussen, damit die richtig hält in Verbindung mit angedicktem Epoxy.

    Die Leisten einfach beim Tischler holen, gehobelt reicht, dann mit klarem Harz kleben, Schraubzwingen nicht vergessen, aber kein zu grosser Druck, eben nur ordentlich fixieren. Falls Du die Abrisskante richtig stabil ausführen willst, kannst Du Dir auch eine Nut einfräsen lassen und dort eine Segellatte einkleben, das ist dann auch ein guter Anhaltspunkt beim Profil schleifen.

    Gruss Wiesel_Schraube

  8. #28
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    Standard es ist vollbracht!

    Habe heute das neue Runderblatt montiert.

    Holzkern aus Oregon-Pine-Stäben, mit Epoxidharz verklebt. Mit drei Lagen +/- 45° Gewebematten laminiert. Nach unten hin etwas schlanker und dafür 20 cm tiefer als das alte. Die Fläche ist etwa konstant geblieben. Das Profil wurde ebenfalls vom alten übernommen, die Abrisskante allerdings schärfer gemacht.

    Jetzt muss es nur noch steuern. Bin gespannt.

    Nochmals vielen Dank für Eure Ratschläge und Informationen!

    Kai

    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  9. #29
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    Standard

    Glückwunsch !

    Gruss Wiesel_Schraube

  10. #30
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    Standard Sieht gut aus

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch.
    Bin gespannt, wie die praktischen Erfahrungen werden.
    Herzlichen Gruß

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