Seite 7 von 8 ErsteErste ... 5678 LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 73
  1. #61
    Stoerte Gast

    Standard Erfahrungen mit der Reflex - Heizung

    Ich selbst habe seit Jahren eine Webasto 3500 Airtop und bin zufrieden. Schuld am Kauf war ein Kommentar von Chr. Rassy zu einem Heizungstest. Aufgrund der Zuverlässigkeit der Heizungen baut er grundsätzlich nur Webasto in seinen Schiffen ein.

    Dennoch würde ich gerne mehr über die dänischen Reflex- Öfen wissen. Björn Larsson war ja sehr zufrieden damit (Kap Zorn). Meine Fragen:
    a) Wie ist die Heizleistung
    b) Wie ist die Wärmeverteilung unter Deck
    c) Gibt es Möglichkeiten, sich zu verbrennen?
    d) Riecht es unter Deck nach Diesel?
    e) Bleiben die Segelpersennige und die Sprayhood bei Betrieb sauber?

    Vielen Dank für die Antworten schon im Voraus!

    Gruß
    Stoerte

  2. #62
    Registriert seit
    02.08.2009
    Beiträge
    24

    Standard Erfahrungen mit REFLEX Öfen

    Stoerte: siehe mein Bericht über TAYLOR, etwas weiter oben.

    In Kürze die Antworten auf Deine Fragen:

    a) Heizleistung ist stets ausreichend, wenn nicht sogar zu groß, da konstant geheizt wird. Mein damaligen Schiff hatte 12m und der REFLEX hat die Bude stets warm bekommen, sogar bei Schneetreiben im Winter auf Helgoland

    b) Wärmeverteilung: wie ein Ofen das so macht: er strahlt ab, dabei gibt es kältere Ecken und eben heiße. Darum mein Kommentar: so tief wie möglich montieren, damit auch die Füße was abbekommen

    c) Verbrennungsmöglichkeit: jederzeit, man muß nur dumm greifen

    d) Geruch: nur bei falscher Einstellung (zu niedrig eingestellt)

    e) Russ an Deck: das liegt bei Dir, siehe TAYLOR Betrieb

    Das Geheimnis der Zufriedenheit mit Ofenheizung liegt in der richtigen Wahl des Montageplatzes. Wer ein Schiff selbst plant und baut, hat hier jede Option offen für den perfekten Platz:

    - zentral
    - tief im Schiff sogar mit Zugang zur Bilge
    - gut geschützt am besten im Käfig
    - Gefälletank als Tagestank ,it Handpumpe
    - Edelstahl Auffangwanne unter dem Ofen
    - geschützte Ofenrohr führung
    - Schornstein leicht achterlich vom Mast am besten geschützt durch Relingskorb für Mastarbeiten
    - Schornstein mit drehbarer Abszugshaube

    und wers ganz luxuriös will:
    - mit kleiner Umwälzpumpe und Kupferschlange im Ofenkessel
    - Radiatoren in Vor und Achterschiff

    Das ist dann der Traum der Träume.

    Diese Art zu heizen ist keineswegs ein Novum, hingegen seit Jahrzehnten problemlos im Langzeitbetrieb - auf jedem Fischkutter oder Küstenversorger zu finden.

    gruss gusti

  3. #63
    Registriert seit
    03.03.2002
    Beiträge
    9.649

    Standard

    Zitat Zitat von Tralala Beitrag anzeigen
    Danke auch von mir. Ich denke immer mal wieder darüber nach meinen hassgeliebten Feststoffofen durch einen Ölofen zu ersetzen, dabei hast Du mir sehr weitergeholfen.
    Da hast aber dann wohl mehr Probleme damit, oder?

    Wenn, dann Webasto oder Eberspächer.

    Da hast Du in jedem Raum mollig warm, ich lag eienn Winter in Weymouth, Südengland. Auch bei - 5 Grad in der Nacht immer warm. Und die Luftklappen kannst schließen, wenn Du sparen willst oder beim Anheizen erst mal einen Raum schnell warm bekommen willst.

    Durch die Regelung benötigt er auch nur 0,1 bis 0,3 Liter Diesel die Stunde, normalerweise reicht die kleine Stufe, also 2,4 Liter am Tag.
    Geändert von Nelson (29.01.2010 um 21:20 Uhr)

  4. #64
    Registriert seit
    28.10.2002
    Beiträge
    2.098

    Standard

    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Da hast aber dann wohl mehr Probleme damit, oder?

    Wenn, dann Webasto oder Eberspächer.

    Da hast Du in jedem Raum mollig warm, ich lag eienn Winter in Weymouth, Südengland. Auch bei - 5 Grad in der Nacht immer warm. Und die Luftklappen kannst schließen, wenn Du sparen willst oder beim Anheizen erst mal einen Raum schnell warm bekommen willst.

    Durch die Regelung benötigt er auch nur 0,1 bis 0,3 Liter Diesel die Stunde, normalerweise reicht die kleine Stufe, also 2,4 Liter am Tag.
    Naja das Problem mit meinem Ofen ist dass er regelmäßig gefüttert werden möchte. Wenn man in der Nacht nicht aufsteht ist´s am Morgen hundskalt.
    Richtig funktoniert er nur mit Kohle oder Holzkohle, und die in der Bilge zu stapeln - da nimmt Diesel weniger Platz weg (wird auch nicht so leicht feucht).
    Angeschafft habe ich mir den Ofen wegen der Unabhängigkeit . Holz gibt´s überall - dachte ich.
    Und die etwas "rustikalen" Ölöfen gefallen mit weil sie keinen Strom brauchen. Der Stromverbrauch der Webasto´s ist mir zu hoch, außerdem hätte ich gern etwas das möglichst primitiv (ausfallsicher, mit Bordmitteln reparabel) ist. Und ich mag die Behaglichkeit einer Flamme.
    Aber ich habe keine Eile damit, ich denk nur immer mal wieder nach.

  5. #65
    Stoerte Gast

    Standard Besten Dank!

    Zitat Zitat von gusti Beitrag anzeigen
    Stoerte: siehe mein Bericht über TAYLOR, etwas weiter oben.

    In Kürze die Antworten auf Deine Fragen:

    a) Heizleistung ist stets ausreichend, wenn nicht sogar zu groß, da konstant geheizt wird. Mein damaligen Schiff hatte 12m und der REFLEX hat die Bude stets warm bekommen, sogar bei Schneetreiben im Winter auf Helgoland

    b) Wärmeverteilung: wie ein Ofen das so macht: er strahlt ab, dabei gibt es kältere Ecken und eben heiße. Darum mein Kommentar: so tief wie möglich montieren, damit auch die Füße was abbekommen

    c) Verbrennungsmöglichkeit: jederzeit, man muß nur dumm greifen

    d) Geruch: nur bei falscher Einstellung (zu niedrig eingestellt)

    e) Russ an Deck: das liegt bei Dir, siehe TAYLOR Betrieb

    Das Geheimnis der Zufriedenheit mit Ofenheizung liegt in der richtigen Wahl des Montageplatzes. Wer ein Schiff selbst plant und baut, hat hier jede Option offen für den perfekten Platz:

    - zentral
    - tief im Schiff sogar mit Zugang zur Bilge
    - gut geschützt am besten im Käfig
    - Gefälletank als Tagestank ,it Handpumpe
    - Edelstahl Auffangwanne unter dem Ofen
    - geschützte Ofenrohr führung
    - Schornstein leicht achterlich vom Mast am besten geschützt durch Relingskorb für Mastarbeiten
    - Schornstein mit drehbarer Abszugshaube

    und wers ganz luxuriös will:
    - mit kleiner Umwälzpumpe und Kupferschlange im Ofenkessel
    - Radiatoren in Vor und Achterschiff

    Das ist dann der Traum der Träume.

    Diese Art zu heizen ist keineswegs ein Novum, hingegen seit Jahrzehnten problemlos im Langzeitbetrieb - auf jedem Fischkutter oder Küstenversorger zu finden.

    gruss gusti


    Hallo Gusti,
    besten Dank für die ausführliche Antwort. Nun bin ich deutlich schlauer! Du hast meinen Wunsch nach einer Reflex weiter verstärkt. Es ist schon gut, ein zuverlässiges Heizgrät zu haben, das ohne Strom, Ventilatoren und ähnlichen Techniken auskommt.

    Sobald der Schnee nachläßt, werde ich mich mit dem Einbau an Bord näher auseinandersetzen!

    Beste Grüße
    Stoerte

  6. #66
    Registriert seit
    28.09.2001
    Beiträge
    360

    Standard Wie bitte

    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Bordeaux, die Heizung sieht wirklich schiffig aus!

    Probleme sehe ich in der Fußkälte. Um die zu vermeiden, müßte die Heizung am Fußboden installiert werden. Vor- und Achterkojen sowie Toilette sind nicht beheizt. Petroleum als (besonders teuren) Brennstoff und auch extra zu bevorraten. Kamin an ungünstiger Stelle, Ruß und Abgasprobleme??

    Gut natürlich der Luftaustauch, die Heizung saugt immer Innenluft an, daher entfeuchtet sie das Boot. Und stromlos.

    Beim Bild: Ist das ein Drucktank, weil Handgriff dran.

    Mehrere Taylor mit Druckpumpe vom Dieseltank in alle Räumen wäre eine Option - aber teuer und schwer.

    Ich denke, Eberspächer ist die bessere Lösung. Den Strom, den man dafür benötigt, benötigt man im Sommer für den Kühlschrank. Das Stromsystem muß daher nicht mal extra aufgerüstet werden.
    Ihr redet alle von "Gut natürlich der Luftaustauch, die Heizung saugt immer Innenluft an, daher entfeuchtet sie das Boot."
    Physikalisch gesehen ist das Unsinn. Sorry.
    Die feuchte Innenluft wird erwärmt, wärmere Luft kann mehr Feuchte aufnehmen, soweit richtig. Aber die absolute Menge Wasser bleibt die gleiche.
    Nur eine Frischluft Heizung, die kalte Luft von Außen ansaugt, (selbst bei 100% Luftfeuchte ist der absolute Wasserinhalt deutlich weniger als in der wärmeren Luft im Salon), die dann auf XY Grad erwärmte ist förmlich hungrig nach Wasser und entfeuchtet das Boot, das alles unterstützt durch die Tatsache, dass die Menge der von Außen angesaugte Luft auch wieder raus will und so die Feuchte außenbords befördert.
    Nur so wird man die Feuchte los. Alles andere ist nur scheinbar trocken.
    Daher wärmen Umluftheizungen aber entfeuchten nicht.
    beste Grüße aus der kalten Ostsee

  7. #67
    Registriert seit
    02.08.2009
    Beiträge
    24

    Standard Ofen erzeugt trockene Wärme...

    Ofen erzeugt trockene Wärme...

    insbesondere, wenn am Montage Platz ( feuchte! )“Frisch“Luft aus der Bilge angesogen werden kann, d.h. die Bodenbretter entsprechend ausgeschnitten werden. Die Bilge bei traditionellen Schiffen war ( ist ) stets kein hermetisch luftdichter Raum, hingegen besitzt regelmäßig eine Frischluftzufuhr, weil ansonsten nicht einmal der Motor laufen könnte. So gesehen entsteht bei Ofenheizungen eine Zirkulation, die im Ergebnis ein völlig trockenes Schiff samt Bilge bewirken. Spak, Schimmel und feuchte Bettdecken: unbekannt. Mein früheres Stahlschiff Bj 1964 mit stetig leicht tropfender Stopfbuchse hat heute noch ein Bilge, auf der der Farbanstrich wg Trockenheit blättert.

    gruss gusti

  8. #68
    Registriert seit
    28.09.2001
    Beiträge
    360

    Standard auch Du kannst die Physik nicht überlisten

    glaub nur dran, aber auch Du kannst die Physik nicht überlisten
    NOCH EINMAL
    die Menge Wasser in Gramm kann ausschließlich durch eine FRISCHLUFTHEIZUNG reduziert werden.
    aus dem angehängten Feuchtediagramm ersiehtst du, dass bei Temperaturerhöhung die Aufnahmekapazität von Wasser erhöht wird, das nennst du TROCKNEN.
    Aber die gesamte Menge an Wasser bleibt im Schiff - und kondensiert wieder, bei Abkühlung.

    Das ist eben der Unterschied zwischen Absoluter Luftfeuchtigkeit und Relativer Luftfeuchtigkeit

    guckst du hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/Luftfeu...ftfeuchtigkeit
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    beste Grüße aus der kalten Ostsee

  9. #69
    Registriert seit
    26.11.2009
    Beiträge
    1.394

    Standard Heizung ohne Strom

    Ich habe zwar fast alles, was mein Herz begehrt auf meiner Sunbeam 26.1, doch gibt es bisher in unserer Hafenanlage (Binnengewässer) keinen Elektroanschluss. Der Betreiber richtet ihn nur für E-Boote ein.

    Welche Möglichkeiten gibt es zum gelegentlichen stromlosen Heizen am Abend in den kühlen Übergangszeiten? Hat jemand Erfahrung mt den z.B. von AWN angebotenen Geräten, dem spiritusbetriebenen "Heat Pal-5100 - Kocher/Heizer" oder der AWN Petroleum-Heizung?

    Oder sollte ich für diese Frage besser einen neuen Threat beginnen?
    Geändert von Kontrapunkt (30.01.2010 um 14:53 Uhr) Grund: Ergänzung

  10. #70
    Registriert seit
    05.11.2003
    Beiträge
    3.317

    Standard

    So ein kleiner Feststoffofen ist doch ganz nett: http://www.marinestove.com/


Ähnliche Themen

  1. Secumar Bolero 275 - wurde die auch schon getestet?
    Von Sub14060 im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 31.08.2006, 11:12
  2. Top Schwimmbad bei Center Parcs getestet!
    Von chris001 im Forum Klönschnack
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 23.04.2006, 20:29
  3. Ist der Sommer schon vorbei ?
    Von kleinerfisch im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 21.07.2005, 13:07
  4. Fast ist das Jahr vorbei!
    Von dcnac-2007 im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 24.12.2004, 16:59

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •