Diestag, 2. Januar 2011

Im letzten Jahr war es eine Single-Party unten im Indischen Ocean, in die-
sem Jahr beging ich den Jahreswechsel mit Freunden in Brisbane. Wir
standen auf ihrem Hausdach, zählten das neue Jahr an und betrachteten
uns das Feuerwerk von oben. Wir waren ein wenig früh, denn als wir bei
3 – 2 – 1 waren, hörten wir die Nachbarn 23 – 22 – 21 rufen. Es war eine
schöne Nacht, in der wir das alte Revue passieren ließen, ehe auf ein wei-
teres aufregendes anstießen.

Besonders im letzten Jahr, aber auch über die letzten Monate hinweg war
ich viel zum Segeln und Trainieren auf Scott Cavanough’s Yacht „Skippy“,
einem Schiff der Klasse Mini650. Vielleicht erinnert ihr euch an meine Be-
merkung dazu anlässlich meines Frankreich-Besuchs im letzten Jahr. Mini’s
sind sechseinhalb Meter lange, ziemlich radikal geschnittene aber dabei
nicht unschnuckelige Schiffe, gebaut für die Einhand-Regatta „MiniTrans-
at“. Ich werde später in diesem Jahr in Frankreich mit Scott zusammen
Regatta segeln, um so viel wie möglich Praxis zu bekommen. Jedes Mal,
wenn wir zusammen auf dem Wasser waren, lernte ich Etwas von dem
hinzu, was ein Boot schnell macht; aber ich habe in dieser Hinsicht noch
unglaublich viel dazu zu lernen. Unsere Heimat-Zeitung hat zu diesem
Thema einen artigen Artikel geschrieben, garniert mit glänzenden Fotos.
Zieht euch das mal rein:

http://www.sunshinecoastdaily.com.au...unshine-coast/

Und da wir gerade beim neuesten Tratsch sind: Ihr mögt von einem Ge-
rücht gehört haben, dass Wyatt Roy und ich zusammen ausgehen. Also,
ich tue nun mal ein wenig Butter bei die Fische und offenbare Folgendes:
Wyatt ist tatsächlich ein Freund der Familie (und wie viele Mädchen in
meinem Alter, habe auch ich männliche Freunde ! ). Dabei sollte man wis-
sen, dass die Klatsch-Presse in ihren Veröffentlichungen der Realität oft
ein wenig voraus ist. Natürlich bin ich nicht undankbar über die wunderbar
unterstützende Berichterstattung meiner Aktivitäten durch die Medien,
aber glaubt mir, nicht alle Berichte, die man da lesen kann, sind wahr.

Wahr dagegen und wesentlich ernste zu nehmen ist auf der anderen Sei-
te die Berichterstattung über die fürchterliche Flut, die unser Queensland
gerade heimsucht. In den letzten Wochen konnte man eine Menge Berich-
te über die betroffenen Gebiete lesen, aber erst in den letzten Tagen hat
unsere Sunshine Coast davon zu spüren bekommen.

Glücklicherweise steht unser Haus auf einem Hügel, trotzdem haben Mamà
und Papà keine einfache Zeit, denn unglücklicher Weise brachten sie mei-
ne kleine Schwester und eine Reihe ihrer Freunde zum Camping. Seitdem
ist man aber von Zuhause abgeschnitten, denn die Straßen stehen unter
Wasser. Niemand von ihnen ist in Gefahr, aber wie ich die Lage einschät-
ze, ist Niemand darüber begeistert, zusammen mit13-jährigen Gören und
schwindenden Essensvorräten zusammen zu sein.

Also, meine Gedanken sind mit Allen, die ernsthaft betroffen sind von dem
Desaster in verschiedenen Teilen des Landes. Diejenigen, die nach einer
Adresse suchen, an die sie eine Spende fließen lassen können, fand ich
den Aufruf unseres Premier-Ministers für die Queensland Fluthilfe-Opfer-
Unterstützung:

http://www.qld.gov.au/floods/donate.html

Dies ist ein einfacher Weg, auch kleinere Spenden denen zukommen zu
lassen, die nun vor dem Mammut-Job stehen, das Land aus dem Sumpf
zu ziehen. Bitte beteiligt euch daran !

Jess

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