Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Standard Reparatur Sailhorse

    Ich bin neu hier, und relativ neu im Bootssport überhaupt. Daher bitte ich um Verzeihung, falls es hier schon ähnliche Fragen gibt, ich habe jedenfalls nichts passendes gefunden.
    Letztes Jahr habe ich eine sehr alte Sailhorse gekauft, es ist aber noch die alte Variante, ohne Depotverfahren, sondern mit Holzspanten und Schaumkern. Da der Schaum nass war und laut Waage ca. 250 kg wog habe ich mich zu einer Reparatur entschlossen. Der Boden wurde aufgeschnitten und die vollkommen morschen Spanten entnommen. Das ist nun über den Herbst und Winter so gestanden und konnte trocknen. Nun soll es mit dem Laminieren weitergehen.
    Ich dachte zur Versteifung des Rumpfes über die ganze Fläche eine oder zwei LAgen Roving zu laminieren. Hat das überhaupt Sinn oder komplett weglassen?
    Weiters noch einige Lagen im Bereich der Spanten zum Verteilen der Kraft. Muss man die Spanten aus Holz machen? Welche Alternativen gibt es?
    Welches Polyesterharz kann ich nehmen, irgendein Laminierharz?
    Ich würde es gerne bald bestellen, daher bräuchte ich die Antwort bald.
    Danke im Voraus.

  2. #2
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    Moin,

    ich habe da vielleicht einen interessanten Link für dich, ist zwar in holländisch aber hilft dir vielleicht vielleicht trotzdem weiter.
    http://www.xs4all.nl/~jverzijl/sailhorse/

    schönen Gruß und frohe Ostern

    Rainer

  3. #3
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    Danke für die Antwort. Diese TOP-Seite habe ich bereits gekannt, sort bin ich auch zu dem großen Vorhaben ermutigt worden. Ich habe mit Jack auch schon Kontakt aufgenommen. Die dort beschriebene Sailhorse ist aber im Depotverfahren hergestellt worden.

    Mir ging es eher darum, ob ich irgendein Polyesterharz bestellen kann. Und weiters ob es für die Stabilität der Schale etwas bringt eine oder Zwei Lagen Roving zu machen, oder ist es mit den Spanten sowieso getan. Die Frage stellt ob der Rumpf steif genug ist stellt sich deshalb, weil er vorher durch den Schaum doch ein wenig unterstützt wurde und die Last verteilt wurde.
    Geändert von Nikolabob (02.04.2010 um 21:05 Uhr)

  4. #4
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    Ich kann mir das nach der Beschreibung noch nicht 100% vorstellen, aber mal ein Versuch trotzdem auf einige Deiner Fragen zu antworten.

    Gräßere glatte Flächen müssen versteift werden. Entweder hat man einen wirklichen Verbund mit steifem Schaum, oder Spanten. Die Steifigkeit der Konstruktion hängt ab von der Dicke. Eine dünne Glassschicht, wie auch immer konstruiert, aufzubringen, macht die Sache nicht steifer, weil sie nicht aufträgt.

    Man könnte aber ein Hohlprofil aus Glas machen, statt Holzspanten. ZB, indem man über eine Halbröhre aus Karton laminiert. Weil nicht mehr flach, wird so eine Konstruktion sehr steif, aber weil nicht aus Holz rottet sie nicht.

    Warum Polzesterharz? Für Reparaturen würde ich immer Epoxydharz in Betracht ziehen. Klebt besser. Muss man dann aber überstreichen, weil nicht UV fest. Wenn unbedingt Gelcoat drauf muss, dann ist das mit Polyesterharz natürlich einfacher, aber es gibt speziell angemischte Epoxyde oder auch sog. "tie coats" mit denen man das auch hinkriegen soll.

  5. #5
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    selbst einfach zu verarbeitende kunstoffrohre,
    die sich leicht biegsam anpassen helfen der statik
    beim einlaminieren
    vorteil:
    kost kaum geld,
    schablonen anfertigen entfällt
    und du hast holz und gewicht gespart.

    lustige ostern
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    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  6. #6
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    Zitat Zitat von sagnix Beitrag anzeigen
    Ich kann mir das nach der Beschreibung noch nicht 100% vorstellen, aber mal ein Versuch trotzdem auf einige Deiner Fragen zu antworten.

    Gräßere glatte Flächen müssen versteift werden. Entweder hat man einen wirklichen Verbund mit steifem Schaum, oder Spanten. Die Steifigkeit der Konstruktion hängt ab von der Dicke. Eine dünne Glassschicht, wie auch immer konstruiert, aufzubringen, macht die Sache nicht steifer, weil sie nicht aufträgt.

    Man könnte aber ein Hohlprofil aus Glas machen, statt Holzspanten. ZB, indem man über eine Halbröhre aus Karton laminiert. Weil nicht mehr flach, wird so eine Konstruktion sehr steif, aber weil nicht aus Holz rottet sie nicht.

    Warum Polzesterharz? Für Reparaturen würde ich immer Epoxydharz in Betracht ziehen. Klebt besser. Muss man dann aber überstreichen, weil nicht UV fest. Wenn unbedingt Gelcoat drauf muss, dann ist das mit Polyesterharz natürlich einfacher, aber es gibt speziell angemischte Epoxyde oder auch sog. "tie coats" mit denen man das auch hinkriegen soll.

    Polyesterharz nehme ich für die Dinge innerhalb des Rumpfs, an der Außenhaut werde ich Epoxyharz zum Ausbessern von BEschädigungen, etc. nehmen, ist sowieso unter Wasser und keiner direkten UV-Strahlung ausgesetzt.
    Für die Spanten, Verstärkungen,... wäre es zu teuer Epoxy zu nehmen.
    Wie kann man sich eine Halbröhre aus Karton vorstellen? Die Spanten sollen so hoch wie der Hohlraum zum Boden sein, der Boden steht dann auf ihnen. Das sind entlang der Mittellinie stellenweise 30cm oder mehr.
    Eine Lage Rovinggewebe noch unter den Spanten hatte ich mir wegen der Biegesteifigkeit des Materials vorgestellt, z.B beim Rollen auf den Trailer und beim Transport, wo ich Punktbelastungen habe und nicht wie im Wasser eine verteilte Last.
    Im Bereich der Spanten wollte ich mehrere Lagen auftragen, um die Kraft die durch die Schmalen Spanten eingebracht wird etwas zu verteilen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Nikolabob Beitrag anzeigen
    Polyesterharz nehme ich für die Dinge innerhalb des Rumpfs, an der Außenhaut werde ich Epoxyharz zum Ausbessern von BEschädigungen, etc. nehmen, ist sowieso unter Wasser und keiner direkten UV-Strahlung ausgesetzt.
    Das gilt natürlich nur, solange das Boot ununterbrochen im Wasser liegt. Aber ein einfacher Anstrich reicht, um das UV Problem zu bändigen.
    Zitat Zitat von Nikolabob Beitrag anzeigen
    Für die Spanten, Verstärkungen,... wäre es zu teuer Epoxy zu nehmen.
    Der Vorteil von Expoxy ist, dass es, anders als Polyester, wirksam auch eine Wasserdampfsperre bildet. Man kann damit zB Holzteile rundum versiegeln, auch zB Spanten (solange man die Löcher für Nägel/Schrauben/Bolzen auch immer mitversiegelt). Das geht mit Polyester einfach nicht wirksam.
    Zitat Zitat von Nikolabob Beitrag anzeigen
    Wie kann man sich eine Halbröhre aus Karton vorstellen? Die Spanten sollen so hoch wie der Hohlraum zum Boden sein, der Boden steht dann auf ihnen. Das sind entlang der Mittellinie stellenweise 30cm oder mehr.
    Gut, bei den Abmessungen ist ein Halbrund nicht das geeignete Profil. Man kann mit derselben Technik aber ein kastenförmiges Hohlprofil erstellen, wobei das Laminat oft oben etwas stärker ausgeführt wird, als an den Seiten. Kanten müssen relativ rund verlaufen, weil die Glasfasern Knicke oder enge Biegungen nicht vertragen.
    Alternativ bietet sich bei so hohen schmalen Spanten natürlich an, einfach etwa Sperrholz passend auszusägen und mit Epoxy zu versiegeln.
    Zitat Zitat von Nikolabob Beitrag anzeigen
    Eine Lage Rovinggewebe noch unter den Spanten hatte ich mir wegen der Biegesteifigkeit des Materials vorgestellt, z.B beim Rollen auf den Trailer und beim Transport, wo ich Punktbelastungen habe und nicht wie im Wasser eine verteilte Last.
    Im Bereich der Spanten wollte ich mehrere Lagen auftragen, um die Kraft die durch die Schmalen Spanten eingebracht wird etwas zu verteilen.
    Meine Befürchtung wäre, dass lagenweise Gewebe ins Gewicht geht.

    Gibt es denn Anzeichen, dass solche Punktbelastungen bisher zu Schäden geführt haben? Wenn nein, würde ich keinen Handlungsbedarf sehen. Wenn ja, dann gibt es immer noch die Alternative, geziehlt kleine Hohlprofile (5-6cm) zu machen, die die Spanten verbinden, und innen an den Stellen angebracht sind, wo von außen die Belastungen kommen (zB dort wo das Boot auf der Rolle auf dem Trailer aufliegt).

    Wenn es nur um den Krafteintrag von den Spanten gehen soll, dann sollten zwei schmale Streifen Glas reichen, einer breiter als der andere, so dass es eine Art kleine Treppenstufe gibt, die quasi einen Sockel bildet für den Spant.

    Aber ich dachte, der Rumpf ist innen mit Schaum gefüllt. Der sollte doch mit dazu beitragen, dass sich die Schale nicht so biegen kann.

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