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  1. #1
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    Standard Samrtgauge Batteriemonitor

    Kennt jemand diesen Batteriemonitor?
    http://www.smartgauge.co.uk/smartgauge.html

    Er ist ungewöhnlich, weil er nicht mit dem Coulomb-Prinzip arbeitet (Ah zählen) sondern nur die Spannung(en) abgreift. Es muss auch kein Shunt gesetzt werden. Laut einem Test soll er präziser arbeiten als die üblichen auf dem Markt befindlichen Geräte.

    http://www.pbase.com/mainecruising/smart_gauge

    Letztere können zumeist nicht das Altern der Batterie und Effekte wie den Peukert Faktor abbilden. All das soll der Smartgauge durch seinen programmierten Algorithmus können. Kennt jemand das Gerät, kann jemand das Messprinzip erklären?

  2. #2
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    Also für mich klingt das so, als wolle mir jemand erzählen, dass er den Stand des Kilometerzählers genauer aus der Tankuhr berechnen kann, als über einen Radsensor...

    Ohne Details zu kennen, bin ich als Fachmann schon skeptisch, dass das funktioniert. Die erschlagende aber gleichzeitig völlig unkonkrete Darstellung erinnert mich an Batteriepulser.

  3. #3
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    Eigentlich sagt man, dass man von der Spannung jedenfalls der bei uns verbauten Akkus nicht hinreichend genau auf den Ladezustand schließen kann.

    Laut dem Bericht eines kritischen Testers soll es dennoch funktionieren, warum genau weiss er wohl nicht hab den Bericht aber auch nur überflogen.

    Wenns gut funktioniert, prima.
    42!

  4. #4
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    Vom Ladezustand in % alleine habe ich auch noch nichts. Was nützt es mir, wenn das Gerät anzeigt, dass die Batterie halb voll ist, ich aber nicht weiß, ob sie noch ihre 120Ah aus dem Prospekt hat oder schon über die Wupper ist und mir nur noch eine Stunde Beleuchtung bleibt?

  5. #5
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    Umbe, das kann ein Batteriemonitor a la Victron oder Phillipi auch nicht, er rechnet nur mit, eine kleine Ungenauigkeit bei hohen Strömen kann einkalkulieren.

    Nur über die Spannung ist das nicht möglich, denn jeder der einen größeren Verbraucher einschaltet beobachtet ja ein leichten Rückgang der Spannung und sobald er wieder ausgeschaltet wird steigt die Spannung.
    In dem Fall würde ja der smartgauge ein nachladen feststellen.

    Die Messung mit Shunt ist zwar nicht die beste Lösung, aber zur zeit die praktikabelste und relativ genau.

    Zu empfehlen ist der Victron BMV 700 oder 702, preisgünstig, mit 500 A Shunt und sehr genau, passt in ein 52 mm Loch.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  6. #6
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    Es ist wahrscheinlich unmöglich, mit cleveren Algorithmen den Batteriezustand über eine langfristige Beobachtung der Spannung zu berechnen. Aber selbst wenn es in einfachen Standardfällen funktionieren sollte, erscheint es mir vollkommen unnötig, all die Unwägbarkeiten (Batterietyp, Alter, Anzahl der Zyklen, Temperatur, Ladestrom, Entladestrom, Vorgeschichte, Mondzyklus, ... abzuschätzen, wenn eine halbwegs genaue, einfache und zuverlässige Messmöglichkeit existiert.

    Einfacher ausgedrückt: Warum sollte man raten, wenn man genau so gut messen kann?

    Handbreit ...

  7. #7
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    Hallo Ihr, jede Batterie hat neben dem Ladezustand auch eine (elektromotorische) Spannung und auch einen Innenwiderstand. Diese Parameter gehorchen physikalischen Gesetzen, sind in gewissen Grenzen konstant und berechenbar. Mit einem schlauen Algorithmus kann man da allerhand herauslesen.
    Beispiel aus der Praxis: Ich drücke den Vorglühdruckknopf für den Motor. Ich erkenne das Verhalten der Batteriespannung am Voltmeter. Wie weit geht es zu Anfang zurück, wie geht es in den nächsten Sekunden zurück.Wie weit geht es beim Anlassen zurück. Ich erinnere mich entsprechend an die vorherigen Startvorgänge. Nach dem Start beobachte ich das Voltmeter, wenn die Lima aktiv wird, und wie das bei Nenndrehzahl ist, Daraus ziehe ich meine Schlüsse und weiß vieles über meine Batterie.
    Viele Grüße
    nw
    PS: natürlich muß man am Motorpanel ein Voltmeter haben. Wenn nicht ist die Helligkeit der Instrumentenbeleuchtung immer noch aufschlußreich.
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  8. #8
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    Schönes Beispiel!
    Nehmen wir mal den für die Batteriegesundheit und -Leistungsfähigkeit sehr wichtigen Parameter Innenwiderstand. Woher weiß dieser "intelligente", aber Shunt-lose Batteriecontroller, ob die Batteriespannung wegen des Vorglühens eines alten OM361, des Einschaltens des Kühlschrankkompressors oder gar einer LED-Leuchte um, sagen wir, 0,5 Volt einbricht - wenn er denn den zugehörigen Strom nicht mal annähernd messen kann, sondern lediglich auf irgendwelche mehr oder minder schlauen Rate-Algorithmen angewiesen ist. Spätestens hier wird klar, dass die Sache nicht immer so einfach ist, wie sie sich vielleicht bei einer halbwegs neuen und gesunden Batterie darstellt.

    Handbreit ...

  9. #9
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    Ein Voltmeter im Motorpanel ist eine Tendenzanzeige, mehr nicht.
    Eine zuverlässigige Aussage kann nur mit einem Messgerät getroffen werden, welches mit kurzen Messleitungen angeschlossen ist, um so länger, um so ungenauer wird die Messung.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  10. #10
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    Hallo Ihr, ich schätze mal, die Spannungsmessung ist sehr genau, bzw die ÄNDERUNG der Spannung wird sehr genau (bis heran ans Rauschen) erfaßt. Dann kann der Monitor ein sehr langes Gedächtnis haben, so daß viele Lade- und Entladevorgänge erfaßt werden. Was ich mit meinem trüben Auge an der Instrumentenbleuchtung abschätzen kann, sieht der Monitor doch sehr viel genauer, zudem schaut er ständig hin. Ich denke schon, daß das sehr genau ist.
    Viele Grüße
    nw
    PS was ist OM 361 ?
    Geändert von sucher (04.09.2014 um 08:33 Uhr) Grund: Ergänzung
    Πάντα ῥεῖ (*)
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