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  1. #1
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    Standard Der Klassik - Kampf

    In der Yacht 2/2011 wurde die Frage erörtert, wann und ob überhaupt sich eine GFK-Yacht "Klassische Yacht" nennen darf. Für Besitzer eines älteren Schiffes keine unwichtige Frage, kann sich so etwas ja durchaus auf die Wertigkeit eines Schiffes auswirken.
    Dass die Besitzer der Schmuckstücke wie z. B. der Hanseat 70, der Baltic 33, der Nicholson 35 und der anderen aufgeführten Schiffe die Frage für ihr Schiff positiv beantworten, ist völlig zu verstehen.
    Dass aber ausgerechnet der Eigner der Vindö 40 ablehnt, sein Schiff klassisch zu nennnen, ist für mich richtig ärgerlich. Gerade die Vindö-Schiffe mit ihrem wunderbaren Mahagoniaufbau, dem tadellos verlegten Teakdeck und dem Langkiel gehören nicht nur meiner Ansicht nach zu der Gruppe von Schiffen, die man als klassisch bezeichnen kann. Dabei habe ich über die enorme Seetüchtigkeit einer Vindö noch nichts gesagt.
    Die wunderbaren "Skalare" aus Arnis sind nicht ohne Grund den Vindös nachempfunden.
    Es würde mich interessieren, wie Besitzer ähnlicher Schiffe, eben auch Vindö-Eigner, diese Einordnung sehen.

    Segelwolf

  2. #2
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    Bei den "Klassikern" zählt eine GFK-Yacht unter Garantie nicht zu den klassischen Yachten. Demnach muss sie aus Holz sein. Stahl geht auch, aber Plastik geht gar nicht. Da hilft auch kein Mahagonieaufbau nichts.
    Möglich, das manche GFK-Yachten klassische Linien haben oder vielleicht ein GFK-Klassiker werden könnten, aber eine klassische Yacht? Niemals.

    PS: Ich habe eine klassische Yacht.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Corvina55 Beitrag anzeigen
    Da hilft auch kein Mahagonieaufbau nichts.
    Ja, was denn nun?
    Zitat Zitat von Corvina55 Beitrag anzeigen
    Ich habe eine klassische Yacht.
    Wenn schon eine Andeutung, dann bitte auch eine Richtige. Also was für eine?
    Grüße von Gurami

  4. #4
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    Zitat Zitat von Corvina55 Beitrag anzeigen
    Da hilft auch kein Mahagonieaufbau nichts.
    Lass mich raten: Du kommst aus Bayern, stimmts? (Doppelte Verneinung)
    Handbreit - Ralf

  5. #5
    Stoerte Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Segelwolf Beitrag anzeigen
    In der Yacht 2/2011 wurde die Frage erörtert, wann und ob überhaupt sich eine GFK-Yacht "Klassische Yacht" nennen darf. Für Besitzer eines älteren Schiffes keine unwichtige Frage, kann sich so etwas ja durchaus auf die Wertigkeit eines Schiffes auswirken.
    Dass die Besitzer der Schmuckstücke wie z. B. der Hanseat 70, der Baltic 33, der Nicholson 35 und der anderen aufgeführten Schiffe die Frage für ihr Schiff positiv beantworten, ist völlig zu verstehen.
    Dass aber ausgerechnet der Eigner der Vindö 40 ablehnt, sein Schiff klassisch zu nennnen, ist für mich richtig ärgerlich. Gerade die Vindö-Schiffe mit ihrem wunderbaren Mahagoniaufbau, dem tadellos verlegten Teakdeck und dem Langkiel gehören nicht nur meiner Ansicht nach zu der Gruppe von Schiffen, die man als klassisch bezeichnen kann. Dabei habe ich über die enorme Seetüchtigkeit einer Vindö noch nichts gesagt.
    Die wunderbaren "Skalare" aus Arnis sind nicht ohne Grund den Vindös nachempfunden.
    Es würde mich interessieren, wie Besitzer ähnlicher Schiffe, eben auch Vindö-Eigner, diese Einordnung sehen.

    Segelwolf
    Moin Segelwolf,
    volle Zustimmung, was die Vindös betrifft! Was vielleicht nicht so bekannt ist: Der GfK-Rumpf ist ausgezeichnet verarbeitet. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten damals im Handauflegeverfahren. Auf alle Fälle eine klassische Yacht: Klassisch in der Linienführung und klassisch in den erlesenen Holzarbeiten!

    Zum Werkstoff:
    Ich bin bis zu meinem 25. Lebensjahr nur Holzschiffe gesegelt. Es waren immer nasse Angelegenheiten. Kein einziges Schiff war dicht, keines!
    Ich schielte damals immer neidisch auf gute klassische Gfk-Yachten (mein Favorit damals war das IF-Boot). Die lagen so ausgeruht in ihren immer trockenen Kojen und mussten die Pumpen nie bedienen.
    Ich bin mir sicher: Hätte man vor 100 Jahren schon den Werkstoff GfK gekannt, keiner hätte sich Holzschiffe bauen lassen. Mir scheint, dass da, was die Holzklassiker betrifft, ein Dogma aufgekommen zu sein! Mit eigentümlich rabiaten Äußerungen gegenüber der GfK Fraktion. Schade, sind wir doch alle begeisterte Segler!

    Ich selbst habe eine 33 Jahre alte Marieholm 32 E ohne jede Alterungserscheinung. Dieses Schiff ist 2002 vom Palstek unter der Rubrik "GfK-Klassiker" getestet worden.

    Gruß

    Störte

  6. #6
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    Hallo,

    ich habe selbst ein Plastikschiff.
    Rumpf 1965 gebaut, aber erst 1972 ins Wasser gekommen.(Najade 900dL)
    Das Boot ist robust, sicher und wir finden es schön.
    Gern tauschen wir uns auch mit Eignern von ähnlich alten Schiffen aus.
    Was für einen Vorteil habe ich aber, ob es ein GFK-Klassiker ist, oder eben nicht.
    Versicherung und Hafengebühren bleiben gleich.

    Klar, die alten Holz- und Stahlklassiker haben was. Sind auch schön anzusehen.
    Haben will ich so ein Schiff aber nicht.

  7. #7
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    Moin,

    meine 2 ct zu dem Thema.

    Es gibt zum einen eine Szene, die sich GFK Klassikern verschrieben hat. Jährlich treffen diese sich Anfang September in Maasholm.

    Zum anderen ist für mich eine klassische Yacht etwas mit Seele, mit Gesicht, etwas unverwechselbares. Die Linien entscheiden, nicht das Baumaterial.

    Für mich ist eine Vindö durchaus zu den modernen Klassikern zu rechnen. Dies zumal deshalb, weil es keine zwei Vindö gibt, die sich in jedem Detail gleichen. Die Werft hat immer auf Kundenwunsch ausgebaut und zum Teil auch äußerlich verändert.

    Ganz abgesehen davon sind alle Vindö irgendwann mal als Holz One off gebaut worden - die letzte bekannte ist die Gaja, die zum Verkauf steht.

    Es gibt auch durchaus Voll GFK Boote, die eine Epoche geprägt haben. Sogar Dehler hat mit der Varianta oder auch der Delanta eine ganze Zeit geprägt. die IOR Beulen der Regattayachten längst vergangener Zeiten bis hin zu Gib Sea, Feeleing der alten Zeiten haben ein "Gesicht" und können durchaus auch zu klassikern werden (wenn sie denn so lange halten).

    Mit den rundgelutschten Einheitsyachten der heutigen Zeit haben diese Boote nichts zu tun. Wir werden sehen ob sich dafür jemals eine Fangemeinde findet.

    Ganz klar, eine Vindö neben einem 5.5er, 6 er oder einem Schärenkreuzer sieht nicht gerade klassisch aus und doch hat sie ihren eigenen Charakter.
    So long -> Tom

  8. #8
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    Klassiker waren irgendwann einmal neue Schiffe, und da waren sie modern, klassisch wurden sie erst, weil sich dann in den Jahrzehnten herausstellte, dass diese Schiffe Klasse besaßen in Anmutung und Qualität und für den Geist einer Epoche standen. Mit dem Material hat das gar nichts zu tun, die Klassiker der Zukunft und z.T. der Jetztzeit werden nat. aus GfK sein, was Anderes baut ja gar keiner mehr - oder nahezu keiner.
    Eine Vindö oder eine Olle Enderlein HR 312 sind sicherlich sehr gut gebaute Yachten, aber keine Klassiker, weil sie schon im Neuzustand eigentlich eher Replikas der 50er Jahre Holzyachten der KR - Periode waren, die Klassiker dieser Zeit sind z.B. die noch recht zahlreich vorhandenen AundR KR Kreuzer.
    Ein Hanseat hingegen ist das Beispielseeschiff der IOR Epoche und somit klassisch, ebenso eine Swan 40 oder C und C 33 oder eine gut erhaltene Carter oder Dehler 34.
    Das Zeug zum Klassiker hat m.E. auch die X 79 oder die X 99, die Boote sind stilprägend für eine neue, dem Herrensegeln nicht mehr verwandte Art des Regattasegelns. Hier hinein gehört auch die Sprintasport.
    Ich hege auch die sicherlich nicht ganz uneigennützige Hoffnung, dass sich die X 332 zum Klassiker mausert als Stilikone des CruiserRacers der IMS Epoche, da sie trotz Serienbau gut war und bis heute noch ist für jeden Pokal auf jedem Niveau, und das mit IceBox und Mahagoni. DIE Fahrtenyacht der IMS Periode ist für mich die Comfortina 35, der würdige Hanseatnachfolger. In diese Linie gehören sicher auch Schiffe wie die Frers HRs, aber nicht die Najad 340, die m.e. doch nur 1 earlysixties Replica mit Edelanmutung ist.
    Andere mögen anderer Meinung sein, Carsten

  9. #9
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    Zitat Zitat von Stoerte Beitrag anzeigen


    Zum Werkstoff:
    Ich bin bis zu meinem 25. Lebensjahr nur Holzschiffe gesegelt. Es waren immer nasse Angelegenheiten. Kein einziges Schiff war dicht, keines!
    Ich schielte damals immer neidisch auf gute klassische Gfk-Yachten (mein Favorit damals war das IF-Boot). Die lagen so ausgeruht in ihren immer trockenen Kojen und mussten die Pumpen nie bedienen.
    Die Aussage halte ich für ziemlich gewagt, ausser die Boote waren vergammelt.
    Ich bin mir sicher: Hätte man vor 100 Jahren schon den Werkstoff GfK gekannt, keiner hätte sich Holzschiffe bauen lassen. Mir scheint, dass da, was die Holzklassiker betrifft, ein Dogma aufgekommen zu sein! Mit eigentümlich rabiaten Äußerungen gegenüber der GfK Fraktion. Schade, sind wir doch alle begeisterte Segler!
    Aha. sicher hätte man das. Nur hat "vor hundert Jahren" Anfang der 60er begonnen. Und dann hat man in der Tat fast ausschliesslich in Plastik gebaut, das war fast der Tod der Holzboote, man machte in manchen Clubs sogar zur Bedingung, sich KEIN Holzboot zu kaufen!
    Welche "rabiaten" Äusserungen hier gemeint sind, bleibt mir verborgen.
    Bei den Klassikern (FKY) kannst Du ja mal nachfragen, was dort als klassische Yacht gilt.
    Plastik jedenfalls nicht.

    Ich selbst habe eine 33 Jahre alte Marieholm 32 E ohne jede Alterungserscheinung. Dieses Schiff ist 2002 vom Palstek unter der Rubrik "GfK-Klassiker" getestet worden.

    Gruß

    Störte

  10. #10
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    Ach, es gibt schon tolle Holzboote, Klassiker meist. Selten sieht man auch wunderschöne moderne Risse aus Holz, schön anzusehen. Aber ich wollte so eine Augenweide nicht haben, für den immensen Pflegeaufwand hätte ich keine Zeit, für die Werftpflege zu wenig Geld. Also würde das Schiff vergammeln. Dann lieber einen Plastikkahn, der ja wegen des Baumaterials nicht automatisch häßlich sein muß.
    Handbreit - Ralf

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