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  1. #1
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    Standard L – Kiel oder T – Kiel, was ist besser?

    Bei meinem Rundgang auf der Boot ist mir aufgefallen, dass es offenbar einen neuen Trend zu T-Kielen gibt.
    So werden jetzt Schiffe, die bisher einen L-Kiel hatten, plötzlich mit T-Kielen ausgestattet. Bbwohl der Rumpf unverändert geblieben ist!
    Bei „X“ ist man offenbar der L-Form treu geblieben, jedenfalls bei den ausgestellten Yachten.

    Ist es nun ein Modetrend oder bringen die“ T´s“ irgendwelche Vorteile?

    Sind sie vielleicht strömungsgünstiger?

    Als Nachteil könnte man anführen, dass eingefangenes Seegras usw. von selbst vermutlich nur noch durch Rückwärtsfahrt entfernt werden kann.

    Ich weiß auch nicht warum, habe aber gerade ein Bild vor Augen (ich weiß nicht mehr wo ich es gesehen habe), dass einen vor dem T-Kiel eines „Open 60er“ festsitzenden Hai zeigt, der aufgrund der bekannt hohen Geschwindigkeit dieser Yachten nicht aus eigener Kraft da weg kam.
    Da stellt sich natürlich die Frage, wäre der (wie auch Seegras) möglicherweise beim L-Kiel nach unten abgewiesen worden?
    besser eine heiße Yacht als eine kalte Wohnung!

  2. #2
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    Ja mit einem T Kiel sollte man sich besser von der Dänischen Südsee fernhalten!

  3. #3
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    Standard L – Kiel oder T – Kiel, was ist besser?

    Kimmkiel!

    (Sorry, ich konnt's mir einfach nicht verkneifen)

    Grüße

    Rüm Hart
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  4. #4
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    Bei T-Kiel kann, wenn entsprechend hochwertig gebaut, an einer sehr schmalen Stahlfinne ein recht opulenter Ballasttorpedo befestigt werden: Bei entsprechender fahrt im Boot also hohe Wendigkeit, wenig Widerstand, viel Ballast, und dennoch kaum Abdrift. Nachteile: empfindlich bei Gundberührung, schwer wieder von Schiet weg zu kommen, viel Abdrift bei wenig Fahrt im Schiff, viel Last auf der Bodengruppe.
    L-Kiel hat da z.T. weniger Nachteile beim AufGrundlaufen, auch ist er nicht so ein Krautfänger. Ob er viel langsamer ist? Weiß Nicht. C.

  5. #5
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Ob er viel langsamer ist? Weiß Nicht. C.
    Meine Behauptung: ist nicht langsamer, jedenfalls nicht für uns auf unseren Booten feststellbar. Xen sind auch so schnell, die können den für Fahrtenyachten praktischeren L Kiel nehmen, Hanse muß die Performance wenn schon nicht durch Deckslayout, dann wenigstens durch den Kiel raushängen lassen und nimmt dementsprechend T Kiele. Um die mögliche Performance auch ja nicht zu hoch werden zu lassen, nimmt man die tollen T Kiele natürlich aus Stahl. Wobei ja Blei auch ungesund sein soll :-)
    http://segelreporter.com/2011/01/27/...htbranche-auf/
    Auf etwas höher gezüchteten Booten ginge irgendwann kaum noch ein L-Kiel, da die Bombe so groß und schwer im Verhältnis zur kurzen schmalen aber tiefen Flosse ist, daß andernfalls der achtere Bereich der Bodengruppe ständig auf Zug belastet wäre, vorn aber auf Druck. Cantingkeellager würden sich auch bedanken, wenn unten kein halbwegs symetrisch angebrachtes Gewicht dranhinge.
    Kraut geht von beiden Kielen gleich gut ab, nämlich ausschließlich durch seitwärtstreiben bzw. Rückwärtsfahren. Hat man aber was fieseres drin (Fischernetz) dann könnte beim L Kiel helfen, runterschieben und drüberfahren. In dem Fall hätte man mit einem T-Kiel die A Karte.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Pogolino Beitrag anzeigen
    Kraut geht von beiden Kielen gleich gut ab, nämlich ausschließlich durch seitwärtstreiben bzw. Rückwärtsfahren. Hat man aber was fieseres drin (Fischernetz) dann könnte beim L Kiel helfen, runterschieben und drüberfahren. In dem Fall hätte man mit einem T-Kiel die A Karte.
    Das sehe ich auch so. Letzten Sommer waren viele Flachwasserbereiche so verkrautet, daß man mit einem T-Kiel keine Chance mehr gehabt hätte.

    Ich sehe aber noch einen anderen Aspekt: Die Kielfinne kann ja aus Balance-Gründen nicht beliebig weit nach vorn geschoben werden, dann wird das Schiff zu luvgierig. Wenn ich aber an einer weiter hinten angebauten Finne das Gewicht in Form eines L-Kieles anhänge, wird der Kahn achtern zu schwer und taucht hinten zu tief ein. Dann braucht er hinten wieder mehr Volumen für Auftrieb u.s.w.

    Meiner Ansicht ist der T-Kiel deshalb nur ein (manchmal) notwendiges Übel. Für Fahrtensegler das Unpraktischste, was man sich denken kann.

    Btw., bei meinen Überlegungen hierzu bin ich dann auf den Tandem-Kiel gekommen. (gibt's ja schon wegen verringertem TG). Der bringt zum Ausbalancieren von Segel- und Lateralschwerpunkt wieder Fläche nach hinten, was zu Leegierigkeit führt und somit die o.g. Luvgierigkeit ausgleichen könnte.

    Das sind aber nur theoretische Überlegungen, praktische Erfahrungen habe ich dazu nicht. Ein T-Kiel wäre jedoch für mich ein no-go!

    LG Thilo

  7. #7
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    T - Kiel, viel Spaß in einer engen Marina mit den Mooringleinen.
    Ob man sowas haben muß ?

    Viele Grüße

    Klaus

  8. #8
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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass L und T-Kiel bei ein und derselben Yacht beliebig austauschbar sind, da die Positionen von Auftriebs- und Gewichtsschwerpunkt verschiedene Positionen haben, von den Voraussetzungen zur Krafteinleitung in den Rumpf mal abgesehen.

    Die Frage "was ist besser,..." ist also vermutlich nicht sehr sinnvoll.
    Die Auslegung und der Zweck des Schiffs entscheidet darüber, welcher Kiel der Richtige ist. Wobei "der Richtige" vermutlich bedeutet: der weniger Schlechte, denn bei der Konstruktion einer Yacht ist jede Entscheidung ein Kompromiss, der eine Eigenschaft des Schiffs zu Lasten einer anderen (hoffentlich) verbessert.

    Uwe

  9. #9
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    Standard

    Ich weiß nicht ob der T-Kiel schneller ist, unpraktischer ist er auf jeden Fall, wenn ich an Aufsetzer denke. Meine Hanse mit serienmäßigem Blei L-Kiel erfuhr kurz nach Auslieferung einen Modellwechsel mit serienmäßigem Stahl T-Kiel, der Blei L-Kiel wurde mit ca. 3.600 EUR zur Option. Hört sich nach Downgrade an, m.E. ist das "T" reine Show, zumindest bei Fahrtenyachten.
    Handbreit - Ralf

  10. #10
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    Ein T-Kiel hat klare hydrodynamische Vorteile über einem L Kiel und man kann logischerweise mehr Gewicht in die Bombe packen. Für IRC Yachten ist das auf jeden Fall Sinnvoll. Bei IMS war das ja früher nicht so vorteilhaft.

    Wir haben bei einer Regattayacht auf der ich segel mal den Kiel ausgewechselt ( von L auf T) die Performance hat sich drastisch verbessert. Man muss aber bedenken, das war ein Einzelbau, der Designer hat den neuen Kiel berechnet.

    Die Finne kann beim T-Kiel auch etwas schmaler und leichter werden (dadurch ist das Gewicht effektiver im Kiel)

    Für Regattasegeler hat ein T-Kiel klare Vorteile. Bezüglich Seegrass ist das wohl bei allen Anhängen gleich schlimm. So wie man sich das vorstellt, dass bei einem glatten Ruder oder Kiel das Gras einfach nach unten rutscht, passiert aus meiner Sicht in der realität nicht.

    Wenn man einen tiefen Kiel hat verfängt sich Seegrass soundso nur im oberen Bereich.

    Haie findet man ja in unseren Gewässenrn eher selten....
    Heizkörper Sailingteam

    - Match Race Academy -

    www.heizkoerper-sailingteam.de

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