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Thema: ParaSailor

  1. #11
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    Ich habe keine Ahnung von einem Parasailor. Aber ich habe noch nie in irgend einer Regatta so ein Ding gesehen. Das wird Gründe haben.

    Ich segele seit immer mit Spi und bin es gewöhnt diesen auch zu zweit bis 4 Bft aus'm Sack raus zu setzten und zu bergen. Sicher ist, dass bei Booten mit beschränktem Potential, also das typische Fahrtensegelboot, der Spi am meisten leistet. Sicher ist aber auch, dass ein Spi nur dann wirklich zieht, wenn er kurz vor Stall getrimmt ist, also das Vorliek sich kräuselt und schön flattert. Übertrimmt man den Spi zieht er kaum mehr als ein Blister. Möchte man aber +/- 10 Grad rumeiern können, weil der Steuermann nicht so viel Erfahrung hat oder man keine Lust hat sich zu konzentrieren, wird man den Spi übertrimmen müssen, ihn sozusagen nur als Windbremse nutzen. Dann kann man auch das Gross runter nehmen und gleich einen Blister fahren (wie sieht das aus...?).

    Ich hatte letztes Jahr erleben dürfen wie moderne Genacker nach Luv rotieren und ähnliche Leistungen eines Spis entwickeln, also auch bei 140 Grad scheinbar ordentlichen Sog erzeugen und mit einem Spi vergleichbare Leistung erzielen. Fährt man weniger tief, hat der Genacker sogar evtl. Vorteile.

    Aber der Hauptvorteil des Genackers liegt in der Handhabung. Über ein Roller aufgerollt ist ein Genacker in Sekunden gesetzt und wieder geborgen. Man braucht kein Bergeschlauch (das Ding nervt total) oder eine Sack, sondern hat die Blase um ein virtuelles Vorliek aufgerollt. Das funktioniert wie bei Rollgenuas. Alle Round Alone und ähnliche Boote sind so ausgerüstet. Und die wissen warum. Und hat man den Genacker an einem Sprit montiert (bei Selden gibt's prima Genackerbäume für jedes Boot zum Nachrüsten), verfügt man auch über so viel Quadratmeter wie ein Spi sie hätte. Der Sprit hat auch noch den weiteren Vorteil, dass ausreichend Platz zwischen Genacker und Vorstag entsteht der das Halsen stark erleichtert.

    Das nächste Boot bekommt so einen Familiengenacker: Im Hafen aufriggen, losfahren, ausrollen, halsen, einrollen, kreuzen, abfallen, ausrollen, halsen, ankommen, einrollen und nie das Cockpit verlassen müssen. Grossartig.

    Hans

  2. #12
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung von einem Parasailor. Aber ich habe noch nie in irgend einer Regatta so ein Ding gesehen. Das wird Gründe haben.
    Vielleicht ganz simpel, weil es noch keine Vermessungsvorschriften für den Parasailor gibt ?

  3. #13
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    Zitat Zitat von bajou Beitrag anzeigen
    Vielleicht ganz simpel, weil es noch keine Vermessungsvorschriften für den Parasailor gibt ?
    Kann gut sein.

    Hans

  4. #14
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung von einem Parasailor. Aber ich habe noch nie in irgend einer Regatta so ein Ding gesehen. Das wird Gründe haben.
    ...
    ...

    Das nächste Boot bekommt so einen Familiengenacker: Im Hafen aufriggen, losfahren, ausrollen, halsen, einrollen, kreuzen, abfallen, ausrollen, halsen, ankommen, einrollen und nie das Cockpit verlassen müssen. Grossartig.

    Hans
    Ich fahre den Furlström Rollblister von Elvström. Geht wirklich einfach. Aber kreuzen geht nicht. Da ist mir das Tuch zu schade, es vor der Rollgenua durchzuwürgen. Mache ich nie wieder. Vorne rum halsen mag gehen, habe ich noch nicht nötig gehabt.

    Ich habe auch einen Spi, aber Einhand mit AP ist das recht sportlich. auch mit AP-Fernbedienung um den Hals. Es sollten schon 2 Mann sei.

    Nachtrag: Man müßte die Bedienung des Para mit einem gleich schnellen, also deutlich kleineren herkömmlichen Spi vergleichen. Der ist billiger und auch wesentlich einfacher zu bedienen. So vergleicht man 100 m2 mit 100 m2, dabei täten es vielleicht 60 m2 herkömmlichen Spis auch. Das sind dann Welten?

  5. #15
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    Hab nen Parasail getestet... Ergebnis für mich:
    viel zu kompliziert zu handhaben(überall Bändsel und Tuchecken), scheuert an meiner Rollfock, geht nicht vor dem Vorstag zu shiften.
    Habe dann ein Blister gekauft.. Ergebnis:
    leichte Handhabung, scheuert nicht an meiner Rollfock (weil vor der Rollfock angeschlagen) lässt sich vorm Boot leicht shiften.
    Segeln ist eine Philosophie, bei der wir Wind und Wellen überlassen, Worte und Sätze zu formen.
    Mfg

  6. #16
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Aber der Hauptvorteil des Genackers liegt in der Handhabung. Über ein Roller aufgerollt ist ein Genacker in Sekunden gesetzt und wieder geborgen. Man braucht kein Bergeschlauch (das Ding nervt total) oder eine Sack, sondern hat die Blase um ein virtuelles Vorliek aufgerollt. Das funktioniert wie bei Rollgenuas. Alle Round Alone und ähnliche Boote sind so ausgerüstet. Und die wissen warum. Und hat man den Genacker an einem Sprit montiert (bei Selden gibt's prima Genackerbäume für jedes Boot zum Nachrüsten), verfügt man auch über so viel Quadratmeter wie ein Spi sie hätte. Der Sprit hat auch noch den weiteren Vorteil, dass ausreichend Platz zwischen Genacker und Vorstag entsteht der das Halsen stark erleichtert.

    Das nächste Boot bekommt so einen Familiengenacker: Im Hafen aufriggen, losfahren, ausrollen, halsen, einrollen, kreuzen, abfallen, ausrollen, halsen, ankommen, einrollen und nie das Cockpit verlassen müssen. Grossartig.
    Im prinzip stimmt das. Nur wenn der wind unterwegs dann zu stark wird, muß man den gennaker abschlagen, also doch raus aus dem cockpit. D.h., man sollte ihn dann nicht aufgerollt stehen lassen, da er sich (trotz belegter reffleine) etwas auswickeln kann. Das schadet dann dem tuch, macht geräusche & man hat mitunter beim nächsten setzen ein stundenglas.

  7. #17
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    Zitat Zitat von skiplk Beitrag anzeigen
    Hab nen Parasail getestet... Ergebnis für mich:
    ...scheuert an meiner Rollfock, geht nicht vor dem Vorstag zu shiften..
    Oups! Verstehe ich nicht; ist doch auch bloß ein Spi. Nur eben mit Überdruckventil
    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis
    ist in der Praxis größer als in der Theorie

  8. #18
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    Ich habe bis zum letzten Jahr einen Parsailor2 gefahren.

    Alles wunderbar, wenn der Wind achterlich kommt, überhaupt kein Problem.

    Wenn es allerdings etwas böig von der Seite kommt, hat man absolute Probleme, den Trichter über den Tragflügel zu bekommen.

    Im Extremfall, wie bei uns, dreht sich der Trichter um das Vorstag ! Das mag zwar nicht oft vorkommen, bei uns war es so.

    Wir hatten nur die Möglichkeit, weite Kreise zu ziehen und das Ding über das Vorstag aufzurollen. Wir hatten Glück und sehr viel Platz.


    Ich werde mir keinen mehr kaufen.

  9. #19
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    Hallo Bajou,
    wieso soll es eine extra Vermessungformel geben?? Das ist ein Spi und feddisch! Nur weil der anders geschnitten ist?

    Zitat Zitat von bajou Beitrag anzeigen
    Vielleicht ganz simpel, weil es noch keine Vermessungsvorschriften für den Parasailor gibt ?
    Es gibt ja auch keine Vermessungformel für Tapedrive, 3Dl Segel oder Dacron Segel bei ORC.
    Der Grund ist schon, dass die Luftklappe halt Power (und Geld) kostet und das will kein Regattafahrer. Ich mein die Sache mit der Power, Geld ist egal.
    Gruß Norbert

  10. #20
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    Standard ORC Vermesseung

    Hi Norbaer,

    Laminatsegel werden unter ORC mit pauschalen 5sec. bestraft.
    Du wirst also 5 sec schneller als mit Dacron Segeln gerechnet.
    Und was den Parasailer betrifft werde ich mich schlau machen.
    War, glaube ich, letztes Jahr nicht erlaubt.

    LG TH

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