Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Registriert seit
    16.03.2011
    Beiträge
    2

    Cool Segelführung bei Starkwind

    Hallo Forumsgemeinde,

    Habe mir eine Ketsch Santorin von Amel zugelegt. Habe dazu eine Frage, vielleicht hat jemand Erfahrung mit Zweimastern.

    Was ist gemäß Segeldruckpunkt bei Starkwind besser ?

    1. Besan weg, Genua u. Groß stufenweise reffen, wie bei einer Slup.
    2. Groß weg u. mit Besan und Genua fahren und bei noch mehr Wind stufenweise Besan und Genua reffen.

    Würde mich auf Aussagekräftige Antworten freuen

  2. #2
    Registriert seit
    04.02.2004
    Alter
    68
    Beiträge
    481

    Standard

    Wir fahren unsere Capella (eine Ketsch) bei Starkwind mit gerefftem Besan und gereffter Genua.
    Wir hatten einmal bei ca 55 Kn Wind nur von beiden Segel ca einen halben qm stehen und fühlten uns gut dabei.
    Damals liefen wir ca 6 Knoten und kamen absolut sicher ans Ziel.
    Der Starkwind überraschte uns damals unterwegs als wir die Adria überquerten. Freiwillig machen wir solche Experimente nämlich nicht.:-)

    Gruß Willi
    www.segelyacht-capella.de

  3. #3
    Registriert seit
    04.07.2003
    Beiträge
    6.412

    Standard

    Mal eine Frage Willi, weisst Du, was die Capella mit solch einer Besegelung an Höhe laufen kann?

  4. #4
    Registriert seit
    28.06.2006
    Ort
    in der Nähe von Freiburg
    Beiträge
    555

    Standard Ketch bei Starkwind

    Hallo Santorin1,

    willkommen im Forum. Nach meinen Erfahrungen im griechischen Meltemi - also 6 bis 7 Bft, in Böen mehr - ist deine zweite Variante eindeutig besser. Also Groß ganz weg und Fock und Besan reffen. Beide Segel schön flach trimmen damit der Bauch durch den Winddruck nicht nach hinten rutscht.

    Wenn man viel Höhe laufen will, lässt man die Maschine langsam mitlaufen. Das hat einen ganz erstaunlichen Effekt, funktioniert aber wahrscheinlich nur mit einem Propeller auf eine Welle (also kein Saildrive). Man kann dann oft sogar die Fock ganz wegnehmen, die Briten nennen das Solent-Rigg.

    Gruß
    Hellmut

  5. #5
    Registriert seit
    26.11.2009
    Beiträge
    1.394

    Standard

    Zitat Zitat von santorin1 Beitrag anzeigen
    Hallo Forumsgemeinde, Habe mir eine Ketsch Santorin von Amel zugelegt...
    Neid, Neid, gelber Neid! Nein im Ernst: Große Gratulation! Ich hatte nie das Vergnügen, auf eine Ketsch mitzusegeln, außer auf dem Ammersee - ja da gibt's eine! Theoretisch würde ich meinen: Groß weg, Genua und Besan, und dann reffen, wie Capella1 schreibt?

    Viel Freude!!!

  6. #6
    Registriert seit
    30.04.2008
    Alter
    81
    Beiträge
    727

    Standard

    Zitat Zitat von santorin1 Beitrag anzeigen
    Hallo Forumsgemeinde,

    Habe mir eine Ketsch Santorin von Amel zugelegt. Habe dazu eine Frage, vielleicht hat jemand Erfahrung mit Zweimastern.

    Was ist gemäß Segeldruckpunkt bei Starkwind besser ?

    1. Besan weg, Genua u. Groß stufenweise reffen, wie bei einer Slup.
    2. Groß weg u. mit Besan und Genua fahren und bei noch mehr Wind stufenweise Besan und Genua reffen.

    Würde mich auf Aussagekräftige Antworten freuen
    Bei der Santorin produziert Version 1 viel zu viel Ruderdruck. Der Weg bei der Ketch ist es die am weitest einferntesten Segel zu nutzen, weil dann der Druckpunkt am sensibelsten justiert werden kann. Mit Genua und Groß wird das Schiff unnötig instabil. Version 2 ist der way-to-go und bei der Santorin gleich die Genua einen Tick bei Bergen des groß wegnehmen.

  7. #7
    Registriert seit
    14.04.2002
    Beiträge
    233

    Standard

    Mit Verlaub - die Wahl der Segel hängt doch ganz entscheidend ab von dem Kurs, den ich laufen will / muss. Und dann natürlich auch von der Windstärke. Aber 6-7 Beaufort wahrer Wind sind ja nun für eine Santorin - außer für Am-Wind-Kurse - noch nicht wirklich Starkwind (ich sage das als Besitzer einer Ketsch AMEL Euros 41 seit gut 15 Jahren, der ganz überwiegend im Umfeld der Strasse von Bonifacio und damit oft genug bei diesen Windstärken unterwegs ist).

    Auf raumen und erst recht auf achterlichen Kursen würde ich eher dazu neigen, alle Segel stehen zu lassen und angemessen zu reffen.

    Gegenan ist doch eine völlig andere Welt !!! Da wird aus 6-7 Beaufort allein durch den Kurs mindestens ein Segelwind von 8 Beaufort. Da bringt mein Besan zum Beispiel rein gar nichts mehr, das gut gereffte Rollgroß hingegen zieht immer noch und wirkt zudem stabilisierend. Am wichtigsten aber ist bei Am-Wind-Kursen unter Starkwind nach meinen Erfahrungen die Art des Vorsegels. Spätestens ab 7 Beaufort Segelwind geht die Genua ganz weg und wird eine Arbeitsfock an Stagreitern gesetzt. Die steht dann wie ein Brett und zieht ohne Luftsäcke zu bilden oder zu schlagen. Aber bei 30 und mehr Knoten Wind gegen Wind und Welle hat sich das mit dem Am-Wind-Kurs sowieso ziemlich schnell erledigt. Die Welle lässt einen solchen Kurs irgendwann gar nicht mehr zu - außer für Nicht-Eigner natürlich, denen das Schiff weitgehend egal sein kann. Da schlägt man sich doch seitwärts in die Büsche statt Mensch und Material zu quälen.

    Gruß
    Rolf

    http://http://www.korsika-toern.de

  8. #8
    Registriert seit
    04.07.2003
    Beiträge
    6.412

    Standard

    Ich stimme Ihnen zu Rolf, nur ist die Amel ein Langkieler, die Santorin mindestens eine gemässigte Version. Da ich bislang nur Langekielversionen gefahren habe, auch meine Frage an Capella1. Würde mich eben interessieren, ob es da relevante Unterschiede gibt.
    Mit der Mariana, die Sie vermutlich auch kennen dürften, teile ich Ihre Erfahrungen.

  9. #9
    Registriert seit
    16.03.2011
    Beiträge
    2

    Standard

    Vielen Dank für die Info!

    Segeln diesen Sommer zu den Kanaren und werde es ausprobieren.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •