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  1. #1
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    Standard Wie gründet man eine Klassenvereinigung?

    uten Abend,
    da ja mein Boot näxte Woche ausgeliefert wird, versuche ich schon so diverse Infos zu sammeln. Unter anderem habe ich versucht, die französische First 30 Klassenvereinigung zu kontaktieren, was aber irgendwie ´n Satz mit X ist...
    Also habe ich die frage nach einer Klassenvereinigung mal auf der www.teamfirst30.com gestellt.
    Darauf bekam ich die Mail, dass die das ganz toll finden, dass ich das in Deutschland gerne machen würde????
    Gut, ich wusste da bisher nix, von, aber ganz so doof ist die Idee ja auch nicht und würde auch anderen was nützen. Vielleicht kann man das ja auch auf andere Firsts ausweiten, so dass da ein paar mehr Nutzen von haben.
    Aber - was genau muss man denn da machen?
    Hat Jemand so etwas schon mal gemacht oder in einer Klassenvereinigung mit gearbeitet? Oder kennt hier jemand jemanden, der mir da weiter helfen könnte?
    Nicht dass ich mit meiner freien Zeit sonst nix anzufangen wüsste, aber die Idee hat für mich einen gewissen Charme.
    Bitte hier also um Rat oder Kommentare.
    Wenn die Kiste fertich ist, gibt es auch eine ordnungsgemäße Vorstellung mit Innenbildern.
    Einige Bilder von der Werft in France gibbs schon mal hier: Klixmich
    Gruß Olaf

  2. #2
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    Deutsche gründen Verein, das ist doch genetisch in uns drin...Erstmal: Adressen anderer Eigner, sollen die Händler rausrücken. Dann die anmailen oder schreiben, ob Interesse.Am Besten, via händlerschaft zu einem 30er Treffen einladen. Da dann kleine Funregatta, Händler schmeißt Freibier und kl. Essen und evtl. Musi? Vorstand gründen, Satzung verabschieden (Entwurf muss es geben, leih Dir doch den der X79er, die haben sowas), und dann gehts los. Wichtig ist: die Händler sollen da mitziehen, du betreibst doch deren Geschäft, du pusht deren Produkt, die sollen dann auch für Events und etwas Geld und Entertainment sorgen, das machen X oder Comfortina auch, nur so kommt da Stetigkeit rein. Wenn die Dich im Regen lassen, dann lass sie ihren Kram ohne dich machen. C.

  3. #3
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    ich denke eine klassenvereinigung sollte auch mit dem DSV besprochen sein. ansonsten wenn es nicht gleich ein verein sein soll, einfach einen Interessengemeinschaft gruenden. dann spart man sich den ganzen Notar und gerichtskram und hat keine Vorschriften (z.B. vom DSV) zu beachten.

  4. #4
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    Olaf, ich glaube, die Antwort von Carsten Sauerberg ist schon ganz richtig.
    Die Frage ist ja: was soll diese Klassenvereinigung bewirken/bezwecken?
    Wenn Du wirklich glaubst, daß die First 30 zu einer Einheitsklasse in Deutschland wird, die auch gut besetzte Regatten abhält, dann kann es sich lohnen, eine beim DSV angemeldete Klassenvereinigung zu gründen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, vor allem nicht jetzt schon. Wenn es um eine Gemeinschaft der Eigner geht, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu treffen etc., wäre das wohl zuviel. Dazu braucht man auch den DSV nicht.
    Der Weg, den wir mit der Expressen-Klasse gegangen sind, ist ein anderer: wir haben Kontakte zu anderen Eignern gesucht und wenn wir im Hafen mal ein Schwesterschiff gesehen haben, die Eigner angesprochen (manchmal auch einen Zettel hinterlassen). Dadurch haben wir - allerdings teilweise auf den Resten einer älteren Gemeinschaft von Expressen-Seglern, die hauptsächlich auf der Elbe aktiv waren (vielen Dank, Jungs!) - eine Liste von Eignern, ihren Booten und den relevanten Kontaktdaten gebildet. Daraus wurde das deutsche Expressen-Register, dass hauptsächlich von meiner Frau geführt wird. Vorteile für alle Beteiligten: kaum Kosten (E-Mail), man kennt in vielen Revieren jede Menge Kontakte, wir sprechen uns zu Regatten ab (damit auch mal Schwesterschiffe dabei sind), wir veranstalten ein jährliches Wintertreffen, man hat Unterstützung bei technischen Problemen, wir sprechen uns über Fragen zum Einheitsklassenstatus ab. Nachteil: es müssen ein paar Leute etwas Arbeit investieren. Wir sind allerdings mittlerweile eine ganze Menge Expressen in Deutschland.
    Wenn Du diesen Weg gehen willst, sparst Du allen Beteiligten zumindest die Gebühren beim DSV, was nach meiner Ansicht ein wichtiger Punkt ist! Die allermeisten Eigner wollen ja nur den Benefit von dieser Gemeinschaft, wenn es aber eine Gebühr kostet, werden es sich viele anders überlegen.
    Was auch eine Rolle spielt, ist Internetpräsenz. Eine Website, über die man sich findet, ist unbezahlbar.
    Ich glaube, die Händler in diese Sache einzubinden (es sind ja derzeit nur Neueigner gesucht) wird wohl Sinn machen und ist letztlich auch im Interesse der Händler.

    Holger

  5. #5
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    Hallo Carsten, Holger und IOM,
    vielen Dank für Eure Tipps. Und für die Ratschläge. Da das Thema völlig neu für mich ist, sind das erst mal gute ANsätze, wie es geht, was zu machen wäre und vor allen Dingen: Was ich überhaupt will.
    Momentan gibt es wohl kaum mehr als sechs Boote in D, so dass alleine der Begriff "Klassenvereinigung" schon eine gute Übertreibung ist. Erst mal möchte ich mit so einer Art Expressen Register für Firsts mal anfangen, eine Homepage kann ich auch bauen. Mal sehen ob die anderen da überhaupt Lust drauf haben oder ob man das eventuell noch auf andere Firsts erweitern kann(30, 31.7, 34.7, 35).
    Und dann mal schauen, was die anderen wollen und ob da überhaupt Interesse besteht. Und wenn kann Beneteau oder einer der Händler ja auch etwas dazu machen.
    Mal sehen.
    Auf Jeden Fall noch mal vielen Dank für Eure Denkanstöße. Näxte Woche ist sie dann fertig, dann gehen wir erst mal segeln...
    *freu*
    Gruß Olaf
    Geändert von hannilein (27.05.2011 um 19:00 Uhr) Grund: fipptehler

  6. #6
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    Zitat Zitat von IOM Beitrag anzeigen
    ich denke eine klassenvereinigung sollte auch mit dem DSV besprochen sein.
    Genau das wäre das letzte, was ich täte.

    Oder differenzierter: Wenn mit der Klassenvereinigung zugleich etwas erreicht werden soll, das nur über die Mitgliedschaft im Dachverband DSV erreicht werden kann (Regatten), dann halt mit DSV. Wenn es aber nur um das Interesse am Boot geht, an der Gemeinschaft der Eigner, Treffen, Austausch und gegenseitige Hilfe, vielleicht Rabatte bei Sammelbestellungen usw., dann würde ich einen Bogen um den DSV machen.

    Ich darf noch auf etwas anderes hinweisen, was die Sache vereinfacht und billiger macht. Man kann eine Klassenvereinigung als Interessengemeinschaft betreiben. Niemand zwingt einen dazu, die Gemeinschaft zu formalisieren. Wenn man dem aber eine Form geben möchte, eine gemeinsame Kasse einrichten und Mitgliedsbeiträge einziehen will oder einfach, weil den Mitgliedern erst richtig warm wird, wenn sie eine Urkunde in der Hand haben, wird in Deutschland immer ein eingetragener Verein gegründet. Unseren täglichen e. V. gib uns heute.

    Das muss nicht sein.

    Der eingetragene Verein hat u. a. den kleinen Nachteil, dass er beim Amtsgericht in das Vereinsregister eingetragen werden muss. Alle Änderungen, die registerpflichtig sind, müssen dem Registergericht mitgeteilt werden. Es wird ganz übersehen, dass man einen Verein gründen kann, so richtig mit Vorstand, Kassenprüfer und Mitgliedern, Mitgliederversammlung und allem, was des Vereinsmeiers Herz begehrt, ohne diesen Verein einzutragen.

    Ich habe das vor drei Jahren mit einigen Leuten gemacht. Verein mit wissenschaftlichem Vereinszweck gegründet, Gründungsversammlung einberufen, Satzung beschlossen, dem Verein einen Namen gegeben, Vorstand gewählt, Konto eröffnet. Das Finanzamt hat sogar die Gemeinnützigkeit bescheinigt und wir haben eine Steuererklärung abgegeben. Die Finanzbeamtin hat zwar immer wieder davon angefangen, die Satzung werde ja noch beim Amtsgericht eingereicht und dann solle die Regiesternummer mitgeteilt werden. Aber irgendwann hat sie es geschluckt, dass der Verein nicht eingetragen wird. Rechtlich ist das kein Problem. Erst recht keins.

    Im Internet findet man viele Seiten mit Tipps für eine Vereinsgründung und Mustersatzungen.

    Sunbeamer

  7. #7
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    Noch eine kleine Info aus eigener Erfahrung: wenn man selbst schwer begeistert ist von einem bestimmten Boot, dann muss dass nicht allen anderen auch so gehen. Oder anders gesagt: die anderen Eigner haben sich das Boot evtl. aus anderen Gründen oder mit anderen Vorstellungen gekauft. Insofern warne ich davor, den eigenen Enthusiasmus bei anderen Eignern zu erwarten. Man muss - wenn man so eine Aufgabe wie ein Bootsregister annimmt - darauf gefasst sein, dass manche Eigner so etwas absolut kalt lässt. Vielleicht finden die diese Art von Gemeinschaft schon viel zuviel.

    Wir haben schon deutsche Expressen unterwegs getroffen, wo die Crew offensichtlich nicht mal erkannt hat, dass wir auch eine Express haben und denen es völlig schnuppe war, dass wir gewunken haben und versucht haben, sie per Fernglas zu identifizieren. Das ist ja auch völlig in Ordnung; man kann ja schliesslich tun, was man will. Wir haben auch schon mit Eignern gesprochen, die augenscheinlich ganz begeistert waren von unserem Register und denen wir auch unsere Mail-Adresse gegeben haben. Wir haben aber nie wieder etwas von denen gehört. Auch in Ordnung, wenn auch schade.

    Die Erfahrung zeigt: 1.) die meisten wollen nur etwas von der Gemeinschaft, wenn sie ein Problem haben; 2.) keiner will etwas bezahlen; 3.) von den meisten Eignern kommt nie Feedback, nachdem sie in der Liste sind; 4.) der harte Kern ist super, weil die Leute ähnliche Auffassungen vom Segeln haben und man sehr viel Spaß mit denen haben kann. Dass letztere sind die Leute, deretwegen wir das ganze so gerne machen!

    Vielleicht ist das bei neuen Booten anders als bei unseren kleinen alten Dingern, aber wenn man so etwas macht, sollte der eigene Spass der Antrieb sein (sonst lohnt es sich nicht, damit anzufangen) und man sollte nicht zu viel erwarten.

    Holger

  8. #8
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    Moin Holger,
    danke für Deine Warnungen. Ich habe das auch durch Deine Anregungen erst mal hintenangestellt. Mal sehen, ob ich in der Saison anderen begegne, dann kann man immer noch sehen. Ein bisschen ehrenamtlich was organisieren wäre ok.
    Gruß Olaf

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