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  1. #11
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    Hallo Nextgate,

    Wertverlust wird in der Tat üblicherweise nicht eingerechnet, aber man könnte es natürlich trotzdem tun.
    Bei uns ist er angestrebt null. Tatsächlich habe ich bei zwei älteren Vorgängerbooten den Wert nominal durch Investitionen und Pflege - und weil es sich um etablierte Klassenboote handelte -, sogar steigern können. Beide waren beim Kauf bereits über 10 Jahre alt, wie auch das jetzige. Ob das nochmals gelingen würde - man wird sehen. Bin eher skeptisch.

    Vergleiche aber mal die Zahlen von Hobbit mit meinen. Du wirst enorme Varianzen feststellen, z. B. bei den Liegegebühren.
    Da hilft nur, sich im künftigen Revier vorab über Liegemöglichkeiten und Preise zu informieren und eine eigene Rechnung aufzumachen. Ebenso bei der Versicherung. Du kannst ein altes 35ft Boot auf 40k versichern oder ein neues auf 200k.
    Eine gute Faustregel könnte grob sein, rund 1,2-1,5 % der Versicherungssumme als jährliche Taxe zu kalkulieren (Kasko+Haftpflicht). Über Vereinsmitgliedschaften und langjährige Schadenfreiheit lassen sich erhebliche Abschläge realisieren. Wenn das auf Dich nicht zutrifft, orientiere Dich vorsichtshalber an der oberen Grenze.

    Bei uns "kostet" ein Segeltag (etwa 50-60 pro Saison) an Fixkosten rund 100 € - geteilt durch zwei Eigner. Törnabhängige Kosten, Meldegelder usw. kommen natürlich obendrauf. Damit komme ich gut klar. Winterarbeitszeiten (etwa 5-8 Wochenenden pro Winter je nach Pensum) lassen wir mal außen vor... und auch die Kosten für die An-/Abfahrt zum Boot, denn im Hochsommer liegt es nicht unbedingt am Wohnort.
    Was übrigens dazu führt, dass ein Zeitraum von 6 Wochen an einem Gastplatz die gesamten Saison-Liegekosten für den Wasserplatz mal eben verdoppeln (Hafengelder auf Törns sind darin immer noch nicht enthalten).

    Grüße

    Andreas
    Geändert von Andreas120 (14.06.2011 um 19:16 Uhr)

  2. #12
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    Natürlich ist das eine Frage die immer mal wieder aufkommt und auch ein Bobby Schenk hat da schon mal seinen Senf zu gegeben http://www.yacht.de/schenk/n004/main.html ... Die entscheidende Frage ist wie man mit seinem Schiff umgeht.

    1. Gehört man zur Gattung der PflegerInnen als Selbstzweck, dann reichen 20% nicht.
    2. Nimmt man einen normalen Werterhalt vor und pflegt sein Schiff , dann kommt man langfristig mit 10% nicht aus.
    3. Kauft man ein Schiff und schrubbt es einfach runter ohne Pflege kommt man kaum unter 5% davon.

    Viele Gebrauchtschiffe zählen zur Kategorie 3 und sind seit vielen Jahren ohne ordentlichen Werterhalt betrieben worden. Kauft man so ein Schiff reichen die 20% nicht aus, denn in aller Regel ist der Sanierstau in den ersten Jahren viel größer. Über das gesamte Leben eines Schiffs halte ich die 10-20% Regel für haltbar. Die meisten die meinen es wäre weniger kalkulieren die unregelmässigen großen Posten zum Werterhalt (so Kleinigkeiten wie Segel oder auch mal eine neue Maschine nach 20 Jahren) nicht ein ...

    Auf 8 Jahre gerechnet und 27 Jahre Alter bei Kauf sind wir bei 15% p.a. -> wohlgemerkt bei Werterhalt und ohne das sich der erzielbare Verkaufspreis ändern würde. Merke, dat Geld is wech.

    Nur mal als Denkansatz und Beispiel: eine einzige Segelgarderobe für 4.000 Euro, die 10 Jahre hält auf einem Schiff das 40.000 Euro gebraucht gekostet hat schlägt sich in der Rechnung schon mit 1% nieder.
    Geändert von bajou (15.06.2011 um 12:24 Uhr)

  3. #13
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    Werde mal eine kleine Rechnung aufstellen, vielleicht könnt ihr diese ja korrigieren/ergänzen.

    Marina Marmaris (TR) ca. 2500€
    Versicherung ca. 1500€
    Antifouling/Wartung/Kran ca. 1500€
    Rücklage 3000€

    Nicht berechnet sind natürlich Wertverlust oder ein Kredit oder Verbesserungen/Erweiterungen.
    Ich denke mit 25000 kann man auf 10 Jahre in doch auch einiges erneuern, oder. Also für Motorüberholung/oder ggf. einen Neuen würde ich 10-15TSD ansetzen. Segel etwa 5-7TSD. Ggf. Osmosebehandlung 8.000TSD.

  4. #14
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    Gibt es irgendwo Listen, was bei bestimmten Booten alles gemacht wurde und wie die Kosten sind. Dann hätte ich eine bessere Vorstellung, insbesondere von den "Kleinigkeiten" die sicher auch ins Geld gehen.

  5. #15
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    Hallo,
    wenn Du dir ein Boot anschaffen willst und dann mit jedem Cent rechnen musst...würd ich nicht machen. Dann charter besser, da hast Du kalkulierbare Ausgaben. Jeder Bootsbestitzer, ich eingeschlossen, rechnet sich sein "Hobby" immer schön.
    Wir haben seit über 20 Jahren eigene Boote, von 30-39ft, meiste Zeit im Mittelmeer, da musst Du mit den schon mehrmals erwähnten 10% Jahreskosten rechnen, im Norden, sprich Ostsee kamen wir günstiger hin, da die Jahresplätze nicht so teuer sind.
    Irgendwelche Listen mit Haltbarkeitsdatum von irgendwelchen Ausrüstungsgegenständen gibt's meines Wissens nicht, wie auch, es kommt doch auf den Pflegezustand, das Fahrgebiet, den Anspruch und das eigene Können an, ob und wann irgendwas erneuert werden muss. Wartung von Motor, Rettungsinsel und Rettungswesten natürlich ausgenommen.
    Gruss Marea352

  6. #16
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    Mir ist klar das Chartern im Normalfall deutlich günstiger ist und es ist auch nicht so, dass ich mit jedem Cent rechnen muss. Aber ich will schon in etwa einschätzen können mit welchen Kosten ich bei 35ft rechnen muss und welche Dinge so bei einem Boot anfallen (können). Mir ist schon klar das Segeln ein sehr elitärer Sport ist, - scheint zumindest so, wenn andere Leute sich erst gar keine Gedanken um die zukünftigen Kosten machen.

    Also um die 10% Regel umzusetzen. Eine 20 Jahre alte Moody hatt mal 200000DM gekostet sind etwa 100.000€ entspricht also 10TSD € / Jahr, wenn ich das Boot pflegen will 20-30.000€ im Jahr.

  7. #17
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    Ihre in #13 aufgestellte Kalkulation kann ich schon nachvollziehen. Was fehlt, ist die jährliche Preissteigerung.

    Nicht beeinflussbar ist, wann genau Teile ersetzt werden müssen. Also würde ich schon von Beginn an 20.000,--EUR in Reserve zu den kalkulierten Jahrenkosten wissen wollen um ggf. einen Notverkauf zu verhindern.

    So nebenher, einen Osmoseschutz würde ich von Beginn an machen lassen, sonst kommen Sie mit 8.000,--EUR nicht aus.

  8. #18
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    Hi nextgate,
    dass Segeln ein elitärer Sport ist, stimmt so nicht!!!
    Wenn ich unsere Bekannten anschaue, die jede Menge Geld für Autos, Schiurlaube +-ausrüstungen, Fernreisen etc ausgeben, da sind wir mit unserem 30Jahre altem Kutter(35ft) eigentlich die "Sparfüchse". Man darf halt sonst nicht mehr viel machen,
    außer segeln, segeln, segeln....und der Partner sollte mitmachen.
    Gruss Marea352

  9. #19
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    Zitat Zitat von nextgate Beitrag anzeigen
    . Mir ist schon klar das Segeln ein sehr elitärer Sport ist
    Elitär? Echt, hab ich noch nicht direkt was von gemerkt. Sicher gibt es einige "Großkopferte", die das auch als Statussymbol betreiben, aber die Mehrheit gehen doch häufig eher in Richtung "Otto Normalverbraucher".

    Und je nach dem wo man ist, ist der Liegeplatz teuer. Aber mach mal mit der Familie in den Ferienzeiten einen halbwegs "vernünftigen" Urlaub. Mit meinem "Sommerurlaub" auf dem Boot hab ich die Liegeplatzgebühren so gesehen wieder drin.

    Und es hängt eben davon ab, wie viel man selbst macht. Normalerweise ist der Eigner ja Universalhandwerker, vom Klempner über Putzmann bis zum Elektriker und Farbverteilungstechniker. Wenn man jede durchgebrannte Glühbirne allerdings vom Yachtservice wechseln läßt, tja dann heisst es zahlen und fröhlich sein.

  10. #20
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    Die "Unterhaltungskosten" , aus meiner Erfahrung 5 - 15% variieren jährlich wie der pers. Anspruch zur Bootsausstattung - Pflege - Liegeplatz - Bootsalter - ob Hafenlieger od. sm süchtig usw. Es rentiert sich ohne Kopfschmerzen, je mehr Zeit man für dieses Hobby hat.
    Meine Etap - 35 Füsse kosten auf Sardinien 2.000.-€ /Jahresliegeplatz. Ich habe auch schonmal 4.500.-€ für einen Parasailor ausgegeben und Andere investieren dies halt in die Erneuerung der Navigation usw.. Also stelle dir deinen Katalog selber zusammen!
    @ Paul
    Sollten dich die laufenden Kosten und das Boot aus Belgischer Fertigung näher interessieren, dann bin ich für Verkaufsgespräche aufgeschlossen!
    Gruß Hartmut
    Gruß Hartmut

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