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  1. #1
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    Standard Mariner 24 Erfahrungen

    Ich interessiere mich für die "Mariner 24", die von Yachthandel Hamburg vertrieben wird. Leider gibt es nirgendwo die Möglichkeit Probe zu segeln oder zu Chartern. Einen Zeitschriften-Test konnte ich auch nicht ergoogeln.
    Hat jemand praktische Erfahrungen mit diesem Typ oder anderen Booten des Herstellers?
    Gruss vom Bodensee, Robert

  2. #2
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    Standard

    Hallo Robert,

    mir geht es genau so, finde das Boot auch ganz chic. Ich weiß leider auch nur das auf der Hanseboot eine steht. Ist zwar nicht das gleiche wie auf dem Wassser aber vielleicht ein Anfang. Ich werde am Mittwoch mal dort vorbeischaun und mir dann auch meinen eigentlichen Traum, eine Sportina 25, ansehen.

    Grüße

  3. #3
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    Standard auf der Hanseboot...

    Habe mir heute eine Mariner 24 angeschaut. Das Neuboote
    mal unangenehm riechen kommt vor, aber dieses stank ganz furchtbar doll.
    Die Püttinge sind auch noch einmal genauer zu betrachten. Aber hauptsache ein Bierdosenhalter(4fach) mittig in der Plicht ;-)

    Gruß und eine kurze Wintersaison!
    Ti..

  4. #4
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    Standard Mariner 24 - Jetzt geht's los

    Am 17.04.2011 wurde die neue MARINER 24 angeliefert und im Hafen Kontsanz ins Wasser gesetzt. Am 18.04.2011 erfolgte die Ausfuhr Verzollung und danach die Einfuhr Verzollung in die Schweiz. Bisher bin ich recht zufrieden mit dem neuen Boot. Werde fortan über meine Erfahrungen berichten:

    Bisher kann ich folgendes sagen:
    - Die Kunsstoffverarbeitung scheint gut
    - Die Holzverarbeitungen sind sehr gut
    - Das Schiff läuft gut bereits bei leichtem Wind
    - Ich bin überrascht über die Stabilität bei Wind um Windstärken 4 und 5, wobei ich festgestellt habe,
    dass bereits ab zirka 15 Knoten Wind ein Reff gesetzt werden sollte.

    Weitere Infos folgen. Anfragen können auch per e-mail an schimi@waterlife.ch gestellt werden.

    Es grüsst Euch Skipper Schimi

  5. #5
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    Standard

    Hallo Schimi,
    ich werde gespannt und interessiert deine weiteren Ausführungen und Erfahrungen verfolgen. Ich habe die Mariner 24 auf der letzten Interboot zum ersten Mal gesehen und war zunächst einfach mal angetan. Ich konnte aber bei Recherchen nicht wirklich sachlich informative Erfahrungsberichte finden. Schön, dass du berichten willst. Ich warte auf deine Berichte. Bin übrigens auf dem gleichen Revier wie du unterwegs ... allerdings hauptsächlich am Untersee.
    Gruß Reinhard

  6. #6
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    Standard Erste Erfahrungen

    Hallo,
    komme gerade vom ersten Törn zurück, das Boot (Kielschwert-Ausführung) segelt gar nicht schlecht, ist untenrum dicht, oben noch nicht ganz.
    Motorhalterung passt nicht besonders gut zum mitgelieferten Motor, Schwert klappert in ausgefahrenem Zustand deutlich, das soll aber normal sein.
    Ab 6 Bft braucht man ein zweites Reff (serienmäßig nicht vorhanden), die mitgelieferten Leinen müssen teilweise ausgetauscht werden. Es kommt nochmal jemand vom Importeur um einige Kleinigkeiten nachzurüsten bzw. zu reparieren, ausführlicher Bericht folgt dann.
    Gruss Robert

  7. #7
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    Standard

    Hi Robert,
    Das Scheertklapperproblem plagt wohl auch so manches Polenboot, auch meine Deltania 27.
    Abhilfe schafft fürs Segeln das Schwert erst ganz runter zu lassen und dann wieder ein kleines Stück aufzuholen. Einfach mal probieren.
    Viel Spass noch.

    Mobil via tapatalk von meinem LGOS
    Immer eine Mütze Wind und me(e)hr...

    Gruß Peter

    www.sy-boundless.net
    Deltania 27DS/Viko 27DS

  8. #8
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    Standard

    lupf ...
    wie sind die Eindrücke inzwischen?
    Gruß Reinhard

  9. #9
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    Standard Meine Eindrücke nach den ersten sechs Wochen

    Also gut, dann fangen wir mal vorne an:
    Der Bugkorb ist eine solide Konstruktion, die Rolle für den Anker war allerdings nicht richtig festgeschraubt und hatte danach auch noch sehr viel Spiel auf der Achse.
    Es gibt eine Aussparung für eine Ankerleine im Ankerkastendeckel, eine Kette passt da nicht durch. Um den Anker festzuhalten, muss eine Klampe "geopfert" werden. Deshalb wird der Anker nur bei Bedarf aus dem Ankerkasten geholt. Der Boden des Ankerkastens ist flach, deshalb steht immer etwas Wasser drin. Eine Möglichkeit zum Sichern der Leine im Kasten fehlt.
    Die vorderen Klampen sind schwer zugänglich, da die Jüteinrichtung direkt darüber liegt. Die vorhandene Aussparung lässt nur wenige Zentimeter über der Klampe frei. Warum hat man die Klampen nicht etwas daneben gesetzt? Oder zwei Klüsen und einen Poller?
    Das Vorsegel macht einen guten Eindruck, das Fockfall läuft nicht am Mast, sondern am Profilstag herunter und wird an einer Mini-Klampe über der Rolle belegt. Die verwendete Leine wurde unter Last so dünn, daß sie aus der Nut rutschte. Ließ sich aber einfach mit einem Kabelbinder beheben.
    Das Vorschiffsluk war mit nicht versenkten Spax-Schrauben eingebaut, weshalb die werkseitig aufgetragene Dichtmasse nicht ausreichend wasserdicht abschloss. Das wurde durch einen ortsansässigen Bootsbaubetrieb im Auftrag des Importeurs kostenlos repariert.
    Der Mast ist klappbar, die Elektroanschlüsse mit "unverwechselbaren" Steckern ausgeführt. Bei Auslieferung fehlte das Toplicht, das inzwischen nachgeschickt aber noch nicht montiert wurde.
    Das durchgelattete Grossegel ist von guter Qualität, hat allerdings nur ein Reff. Das ist bei mehr als 5 Bft. zu wenig. Um das Segel in den Reffhaken einhängen zu können, muss ein Mastrutscher aus der Nut genommen werden.
    Das Achterstag war werkseitig gar nicht befestigt, hierfür vorgesehen sind zwei angeschweisste Ringe am Heckkorb. Ebenfalls nicht vorhanden war eine Heckreling die ein Hinausfallen nach hinten erschweren würde. Vom Bug zum Heck gibt es eine solide Doppelreling.
    Die Plicht ist angenehm geräumig. Es gibt drei grosse Backskisten, eine davon reicht bis unter den Plichtboden, darin befinden sich auch die Tanks. Der Wassertank fasst knapp 50 Liter, ein größerer hätte problemlos Platz gehabt. Beim Putzen läuft immer etwas Wasser in die Backskisten und bleibt auch dort (kein Ablauf). Ein Highlight ist der zentral angebrachte 4-fach Dosenhalter, an dem auch Großschot und Cockpittisch befestigt werden.
    Das Ruder ist mit einer Leinenkonstruktion auf- bzw. niederholbar. Bei viel Wind/Welle bekommt das Ruder Spiel und muß mit der dünnen Leine ordentlich angeknallt werden, damit das Boot steuerbar bleibt. Ich denke darüber nach, eine starre Sperre zu montieren, um das Ruder unten zu halten.
    Als Motor ist ein Suzuki DF8A montiert. An der serienmäßigen Halterung läßt er sich in abgesenkter Stellung nicht lenken. Das muß er aber, bei einem aufholbaren Ruder. Außerdem taucht er meiner Meinung nach nicht tief genug ein, schon bei 4-5 Bft zieht er Luft. Demnächst versuche ich mal, die Halterung tiefer zu montieren. Anspringen tut er bisher immer tadellos, wenn man nach dem Segeln beim Starten genug Gas gibt.
    Zum Innenleben:
    Der Niedergang ist mit einem Schiebeluk (auf dem Regen- und Spritzwasser stehen bleibt) und einem großen Plexiglas-Steckschott verschlossen. D.h. es gibt einen Riegel für ein Vorhängeschluss. Wenn man mal den Schlüssel vergißt, kein Problem, der Riegel und die Führungsleisten des Steckschotts können einfach von außen abgeschraubt werden.
    Wenn man die "Halbtreppe" hinuntergegangen ist, hat man ca. 175cm Stehhöhe. Die Einrichtung ist aus hellem Holz.
    Vor dem Tisch befindet sich unter einer Klappe die "Minibilge" mit ca. 1/2 Liter Fassungsvermögen. Diese ist bei uns normalerweise trocken. Wenn allerdings mal etwas Feuchtigkeit darin steht, kann diese bei Lage von unten an das Holz des Innenausbaus gelangen und dieses "anfärben". Das sieht echt nicht gut aus.
    An Steuerbord befindet sich das WC. In die vorhandene Vertiefung passt exakt ein Porta Potti, welches auch bei Lage an seinem Platz bleibt. Ringsherum ist ordentlich Stauraum für Kleinkram vorhanden. Große Menschen müssen sich vor Betreten des WCs für eine Richtung entscheiden, Umdrehen ist aufgrund der engen Platzverhältnisse beschwerlich. Im Vergleich zum in dieser Größenklasse häufigen Klo unter der Sitzbank jedenfalls eine hochkomfortable Lösung.
    An Backbord ist die Pantry. Serienmäßig ist ein zweiflammiger Origo Spirituskocher montiert, d.h. in eine entsprechend gesägte Aussparung gesteckt. Bei uns war er sogar durch Versiegeln mit Dichtmasse zum reinen Dekoobjekt umgewandelt worden. Nachdem ich die Befestigung modifiziert habe, bin ich mit dem Herd sehr zufrieden. Unter dem Herd gibt es viel Stauraum im Schrank.
    Die Wasserversorgung des Waschbeckens erfolgt wie im WC elektrisch. Serienmäßig geht das Abwasser durch knapp über der Wasserlinie angebrachte Seeventile nach außen. Wir am Bodensee müssen Kanister nehmen, dafür ist unter dem Küchenwaschbecken genug Platz, im WC ist es eng.
    Unter der Plicht ist ein quer angelegtes Doppelbett. Darunter die 55AH Auto-Batterie und das 30A Ladegerät. Beide mit angeschraubten Spanngurten befestigt. Die Enden der Spanngurte fransen aus. Da es keine Belüftung gab, habe ich sicherheitshalber ein Lüftungsgitter nachgerüstet. Neben dem Batteriefach noch ein kleines Staufach, mittendrin ist hier der Geber für´s Echolot montiert. Nicht optimal, beim Segeln zeigt das Gerät öfters nichts an, ich vermute wegen Verwirbelungen. Unter Motor im Flachwasser ist dann alles OK.
    Links und rechts vom Tisch mit beidseitig klappbarer Platte die Sitzbänke und Schränke mit viel Platz für Kleinkram. An Steuerbord die Elektro-Schalttafel, der dazugehörige Hauptschalter ist in der Toilette. Für den Motor gibt es übrigens keinen Hauptschalter, er ist auch bei abgeschlossener Backskiste jederzeit mit Strom versorgt.
    Vorne im Bug eine V-förmige Liegefläche. Umlaufend darüber ebenfalls Stauraum.
    Unter den Liegeflächen gibt es ebenfalls insgesamt 6 Staufächer, diese sind in die Innenschale eingeformt und deutlich kleiner, als der insgesamt zur Verfügung stehende Raum. Viel mehr als eine Feststoffweste kriegt man nicht unter, dafür in den hinteren über 50 Getränkedosen :-)
    Im Moment stinkt der Innenraum noch deutlich nach Kleber und Plastik, ich hoffe das bessert sich im Laufe der Saison. Was mich persönlich ziemlich nervt, sind Knarrgeräusche die vermutlich zwischen (Innen?) Schale und Brettern des Ausbaus entstehen. Der Importeur hält das für "logisch", ich kenne es von den Schiffen, mit denen ich bisher gesegelt bin (und das waren in den letzten 35 Jahren einige) nicht in diesem Ausmaß.
    Wie segelt das Boot?
    Ab 2 bis ca. 5 Windstärken gut, wie es darüber ist werde ich nach Nachrüstung eines zweiten Reffs im Großsegel ausprobieren.
    Unsere Mariner 24 ist die Kielschwertausführung, ist also etwas schwerer als die Normalversion. Der Vorteil ist ein Tiefgang von nur 45cm trotz CE Kat. B . Damit sind auch Häfen mit wenig Wasser (bei uns zu Saisonbeginn gerade mal 50cm) gut anzulaufen, wenn man sich daran gewöhnt hat, daß das Boot bei aufgeholtem Schwert und Ruder je nach Wind teilweise mehr seit- als vorwärts fährt.
    Alles in allem bin ich bis jetzt zufrieden, ich gehe davon aus, daß sich das meiste von dem was nervt, noch beheben läßt.

    Gruss vom Bodensee, Robert

  10. #10
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    Standard

    Hallo Robert,
    ich bin auch an einer Mariner interessiert und würde gerne wissen, ob du deine Mariner 24 von einem Händler am Bodensee hast, oder ich mich an den Händler in Hamburg wenden muß.

    Gruss auch vom Bodensee

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