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  1. #1
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    Standard Ruderblätter selber bauen

    Hallo, ich bin neu hier und habe aber schon in einigen Beiträgen gesucht und gestöbert.
    Nun habe ich da mal ne Frage, vielleicht wisst Ihr mehr.
    Ich möchte mir eine neue Ruderanlage (Doppelruder) bauen und dachte da an ein Compsit aus Kiefer verstärkt mit Alustreifen und um Gewicht zu sparen die Ruderfläche aus Hartschaum zu Shapen. Das Ganze dann mit Glas laminieren. Nur was nehme ich für Schaumplatten bzw woher? würden die druckfesten Platten vom Baumarkt gehen? Ich hatte auch an Balsa als Alternative gedacht aber der Holzlieferant hat auf meine Anfrage nicht geantwortet denn die Handelsüblichen Leisten sind nur 1 m lang.
    Und dann habe ich bisher nirgends etwas über die Eigenschaften der verschiedenen Formen gefunden. Also ich möchte vorbalancierte Blätter bauen und überlege ob es günstiger ist längere aber dafür schmalere Blätte zu machen, wie bei den VO-Racern, oder wie bei den Originalblättern ( habe ich leider nicht ) etwas kürzer aber eben breiter.

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Holztoeter Beitrag anzeigen
    Hallo, ich bin neu hier und habe aber schon in einigen Beiträgen gesucht und gestöbert.
    Nun habe ich da mal ne Frage, vielleicht wisst Ihr mehr.
    Ich möchte mir eine neue Ruderanlage (Doppelruder) bauen und dachte da an ein Compsit aus Kiefer verstärkt mit Alustreifen und um Gewicht zu sparen die Ruderfläche aus Hartschaum zu Shapen. Das Ganze dann mit Glas laminieren. Nur was nehme ich für Schaumplatten bzw woher? würden die druckfesten Platten vom Baumarkt gehen? Ich hatte auch an Balsa als Alternative gedacht aber der Holzlieferant hat auf meine Anfrage nicht geantwortet denn die Handelsüblichen Leisten sind nur 1 m lang.
    Und dann habe ich bisher nirgends etwas über die Eigenschaften der verschiedenen Formen gefunden. Also ich möchte vorbalancierte Blätter bauen und überlege ob es günstiger ist längere aber dafür schmalere Blätte zu machen, wie bei den VO-Racern, oder wie bei den Originalblättern ( habe ich leider nicht ) etwas kürzer aber eben breiter.
    Erstens brauchst du für ein gutes Ruder ein entsprechendes Profil , ein sogenanntes NACA Profil.
    Dieses ergibt die besten Eigenschaften beim geringsten Widerstand.
    Siehe mal diese Beispiele: http://www.google.nl/images?q=naca+p...&aqi=&aql=&oq=
    Was der Konstruktion angeht . Einfach ein Profil bauen ist längst nicht alles. Du musst auch dafür sorgen das eine gute Kräfteübertragung zwichen Ruderschaft und Ruder möglich ist. Deshalb mus es Verbindingen geben zwischen Schaft und Aussenseite vom Ruder z.b. durch grp Rippen.
    Als Füllung solltest du keinesfalls PU Schaum oder Balsa nehmen weil diese auf Dauer viel Wasser aufnehmen können wenn mal kleinere Haarrisse in der Aussenhülle entstehen ( und die entstehen fast immer!) und nicht wirklich wasserfest sind.Viele Ruder ältern Schiffe haben darum Ruderprobleme! PVC Schaum wie Divinycell ist da viel Besser.
    Ein gutes Ruder bauen ist eine Wissenschaft für sich und ich würde da lieber einen Fachkundigen zuziehen.
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  3. #3
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    Hallo
    Der Tip mit dem Kernmaterial war Klasse. Die techn. Ausführung sehe ich nicht als das Problem, Ich bin seit über 30 Jahren Schreiner und habe eine eigene Werkstatt, die Profile kenne ich und ich hatte auch schon Ruderblätter gebaut.
    Mich interessiert eben das Material und welche Form die günstigere ist, also schmal und lang oder kurz und breiter. Ich vergaß zu erwähnen das es angehängte Ruder sind, also die Befestigung ist gegeben. Primär geht es um die vermeidung des Ruderdruckes auf raumen Kursen. Letzt habe ich eben Steckruder und eine ziemlich schwere Aufnahme der Blätter aus Edelstahl. Da hängen bestimmt 25 - 30Kg hinten dran und die erzeugen eben noch einen ziemlichen Druck. Also es besteht Handlungsbedarf.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Holztoeter Beitrag anzeigen
    Hallo
    Der Tip mit dem Kernmaterial war Klasse. Die techn. Ausführung sehe ich nicht als das Problem, Ich bin seit über 30 Jahren Schreiner und habe eine eigene Werkstatt, die Profile kenne ich und ich hatte auch schon Ruderblätter gebaut.
    Mich interessiert eben das Material und welche Form die günstigere ist, also schmal und lang oder kurz und breiter. Ich vergaß zu erwähnen das es angehängte Ruder sind, also die Befestigung ist gegeben. Primär geht es um die vermeidung des Ruderdruckes auf raumen Kursen. Letzt habe ich eben Steckruder und eine ziemlich schwere Aufnahme der Blätter aus Edelstahl. Da hängen bestimmt 25 - 30Kg hinten dran und die erzeugen eben noch einen ziemlichen Druck. Also es besteht Handlungsbedarf.
    Bei ruder ist es genau so wie bei Flügel. je länger und schmaler , desto effizienter. Deshalb haben z.b. Albatrosse und Segelflugzeuge so langen Flügel.
    Nur werden die Schmalen Ruder dann recht lang was abhängig des Segelreviers natürlich Probleme geben kann.
    Weil die langen schmalen effizienter sind kann die Fläche auch kleiner sein als bei kurzen breiten Ruder.
    Aber wie gross diese Fläche sein soll is viel schwieriger zu sagen , ist aber wichtig den u.a. das bestimmt den Trimm das Bootes.
    Zur vermeidung des ruderdruckes sollte das Ruder vorbalanziert sein , das heisst das etwa 10-20% der Fläche sich vor der Drehachse befinden sollte. Aber auch das ist nicht so einfach zu berechnen. mann kann auch anfangen mit 25% und dan eventuell bei unzufriedenheit wieder etwas abschleifen bis der ruderdruck zufriedenstellend ist. Überhaupt kein Ruderdruck ist ja auch nicht gewünscht.
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  5. #5
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    Moin Holztoeter,
    mein Tipp: lange schmale Ruderblätter. ca. 8% Vorflosse oder im Kopf leicht geneigt, wenn von oben in die Kasette gesteckt. Makaroni und Abachi Leisten wechselseitig verleimt, in Form gebracht und überlaminiert mit Glasgewebe und Epoxyharz. ggfs bei hoher Belastung (Du sagst nichts über das Schiff, vermutlich Kat) auch Carbonfasergewebe verwenden. Der Ruderdruck kommt wohl nicht von der schweren Aufnahme des Ruderkopfes. Evtl. zu wenig vorbalanciert. Zur Aufnahme würde ich eine Kasette aus Carbon und PVC Schaum fertigen bei welcher die Pinne direkt verbunden/anlaminiert ist. So speckst Du hinten glatt 20+ kg ab.

  6. #6
    Ausgeschiedener User Gast

  7. #7
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    Zitat Zitat von Manfred7 Beitrag anzeigen
    Moin Holztoeter,
    mein Tipp: lange schmale Ruderblätter. ca. 8% Vorflosse oder im Kopf leicht geneigt, wenn von oben in die Kasette gesteckt. Makaroni und Abachi Leisten wechselseitig verleimt, in Form gebracht und überlaminiert mit Glasgewebe und Epoxyharz. ggfs bei hoher Belastung (Du sagst nichts über das Schiff, vermutlich Kat) auch Carbonfasergewebe verwenden. Der Ruderdruck kommt wohl nicht von der schweren Aufnahme des Ruderkopfes. Evtl. zu wenig vorbalanciert. Zur Aufnahme würde ich eine Kasette aus Carbon und PVC Schaum fertigen bei welcher die Pinne direkt verbunden/anlaminiert ist. So speckst Du hinten glatt 20+ kg ab.
    Mmmm lecker. dan kann man das Ruder essen wenns nicht passt!
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  8. #8
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    Also erstmal Danke, da sind einige Gedanken die sich mit meinen kompensieren lassen.
    Das Boot ist eine Sportster und da hat sich der Vorbesitzer das Ganze viel Zeit und Geld kosten lassen Steckruder zu bauen(bauen lassen?) wo die Ruderköpfe und die Pinnen aus Edelstahl sind und die Blätter mit Holzkern und mit Kohle laminiert nur eben ohne vorbalanciert zu sein. Die Ruderbeschläge jetzt noch weiter zu zu verändern um die Blätter negativ zu stellen geht zu lasten der Stabilität. Und dann hat man eben nach der Lokomuffmethode gearbeitet>alles aus einem Stück gefeilt. Original sind Spatenruder vorgesehen aber da ist mann nicht so flexibel mit dem Tiefgang.

  9. #9
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    Standard

    Ich habe im letzten Winter für eine Jolle nach der "Modellflugzeug"-Methode ein Ruder gebaut:

    Das obere und das untere Profil wird aus einem Sperrholzbrett ausgesägt und auf ein passendes Schaumstück aufgeklebt. Als Schaum eignen sich diese feinporigen, harte (oft blauen) Schaumplatten aus dem Baumarkt. Nun nimmt man einen Heißdrahtschneider und zieht ihn bei eingeschaltetem Strom über die Sperrholz-Endprofile. Wer es ganz ordentlich machen will, hobelt sich noch aus Abachi eine stabile Nasen-Profilleiste, die vorne auf den entsprechend abgeschnittenen Schaum geklebt wird. So erhält man in kürzester Zeit ein formtreues und ultraleichtes Bauteil, dass nur noch mit ein paar Lagen dickem Gewege überlaminiert werden muss. Wichtig: Bei den geschlossenporigen Styrolschäumen muss mit Epoxidharz und entsprechend ausgerüsteten Geweben gearbeitet werden. Wenn man außen ein leichtes Gewebe wählt und zum Schluss auch noch Abreißgewebe auflegt, muss man auch fast nicht mehr spachteln und schleifen. Außerdem kann man vorher auf dem Schaum irgendwelche Kunstwerke aufmalen/-spritzen, das Laminat ist (zumindest in den ersten Jahren) ja transparent. So ein Heißdrahtschneider ist notfalls schnell aus ein paar Leisten zusammengebaut oder in der i-Bucht zu kaufen.

    Handbreit ...

  10. #10
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    Vorbalancierung und Steckruder schließt sich normalerweise aus, da ja die Ruderachse meist vor der Kassette ist. Theoretisch könnte man vielleicht die Ruder nach vorn anstellen, was aber auch nur semi-optimal ist und bei Doppelrudern auch ein prima Krautfänger (wir haben eine Einstein mit Doppelruderanlage) ...

    Also ich würde es wohl so lassen ... und eher einen leichteren Motor montieren, wenn das Gewicht hinten zu groß ist ... oder vielleicht die schwere Aufhängung "etwas" perforieren lassen ...

    Im Übrigen sind Rommel-Schiffe ja relativ ausgeglichen bzw. lassen sich über den Segeldruckpunkt recht gut balancieren. Also vielleicht den Mastfall etwas verringern (der ist bei der Sportster schon recht gewaltig)


    Zitat Zitat von Holztoeter Beitrag anzeigen
    Also erstmal Danke, da sind einige Gedanken die sich mit meinen kompensieren lassen.
    Das Boot ist eine Sportster und da hat sich der Vorbesitzer das Ganze viel Zeit und Geld kosten lassen Steckruder zu bauen(bauen lassen?) wo die Ruderköpfe und die Pinnen aus Edelstahl sind und die Blätter mit Holzkern und mit Kohle laminiert nur eben ohne vorbalanciert zu sein. Die Ruderbeschläge jetzt noch weiter zu zu verändern um die Blätter negativ zu stellen geht zu lasten der Stabilität. Und dann hat man eben nach der Lokomuffmethode gearbeitet>alles aus einem Stück gefeilt. Original sind Spatenruder vorgesehen aber da ist mann nicht so flexibel mit dem Tiefgang.
    Geändert von jofraja-3 (23.08.2011 um 21:49 Uhr)

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