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  1. #1
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    Standard Volvo Penta - Qualität und Service unterirdisch

    Liebe Sportsfreundinnen und Sportsfreunde,

    das mir gegenüber aufgezeigte Geschäftsgebaren von Volvo Penta (VP) nimmt mittlerweile unverfrorene Züge an. Mit diesem Beitrag wende ich mich daher an die Seglergemeinschaft um ebenfalls Geschädigte zu finden und andere vor ähnlichem Schaden zu bewahren.

    Was ist passiert:

    1.) In 2009 habe ich in meine Comfort 32 durch einen VP-Vertragshändler eine neue Antriebsanlage einbauen lassen. Im Rahmen eines sogenannten Refits wurde dabei die alte Antriebsanlage durch einen Saildrive S130 und eine Antriebsmotor D1-20 ersetzt.

    2.) Während meines Urlaubs in Schweden im Jahr 2010 fiel der Saildrive nach nur 60 Betriebsstunden mit einem Totalschaden aus. Im Rahmen der Garantie beorderte mich VP - Germany in die nächstgelegene VP-Vertragswerkstatt um den Saildrive auszutauschen. Die Reparatur wickelte VP direkt mit deren Vertragswerkstatt ab, sodass ich weder Unterlagen zum Auftrag noch zur Rechnung erhielt. Dies stellte zu diesem Zeitpunkt für mich kein Problem dar, schien doch bis auf eine Woche Urlaubsunterbrechung alles in Ordnung.

    3.) Nachdem ich wieder in Deutschland angekommen war, stellte ich jedoch fest, dass vier von acht Bolzen, welche den Klemmring der Saildrivemanschette sichern, lose waren und sich mit der Hand einfach aus der Bohrung ziehen ließen. Zudem wurden auf dem Umfang des Klemmringes und im GFK-Saildrivefundament wahllos zusätzliche Bohrungen eingebracht. Man hatte versucht Feingewinde in das GFK-Fundament zu schneiden, um darin gewöhnliche Maschinenschrauben festzuziehen. Als dies misslang, bohrte man Gewinde und Klemmring solange auf bis man feststellte, dass dieser Weg nicht zum Erfolg führt. Anschließend bohrte man einfach an einer anderen Stelle neue Löcher, aber auch dieser Versuch blieb ohne Erfolg.

    Diesen Schaden teilte ich umgehend VP-Germany mit, diese beorderten mich auch daraufhin, mit dem Hinweis auf die akute Gefahr des Sinkens, umgehend zu einer VP-Vertragswerkstatt. Bis dahin ging ich davon aus, dass VP den Schaden reguliert und sich im Innenverhältnis mit der ursächlichen VP-Vertragswerkstatt in Schweden auseinandersetzt.

    Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die schwedische VP-Vertragswerkstatt versucht hatte einen neuen Klemmring zu verbauen, für den keine Metallverstärkungen im Saildrivefundament eingelassen waren. Den zuvor verbauten Klemmring, welchen sie problemlos hätten weiterverwenden können, haben sie einfach weggeschmissen.

    4.) Bis dato belaufen sich die von mir getragenen Kosten für die Reparatur des Saildrivefundamentes (erfolgte in Deutschland), Sachverständigengutachten, Rechtsbeistand etc. auf ca. 10.000 Euro. Volvo Penta hat bisher keinen Beitrag zur Lösung des Problems beigetragen. Die für die Schlechtleistung ursächliche VP-Vertragswerkstatt in Schweden ist telefonisch nicht mehr zu erreichen, Einschreiben werden nicht entgegen genommen bzw. ungeöffnet zurückgeschickt.
    VP-Germany weigert sich bis dato einen Kontakt zu der schwedischen VP-Vertragswerkstatt herzustellen. Da ich über keinerlei Unterlagen zur Auftragsabwicklung verfüge, ist der Klageweg gegenüber der schwedischen VP-Vertragswerkstatt ausgeschlossen. Der Austausch des Saildrives erfolgte durch VP-Germany im Rahmen der Garantie, VP hat die Werkstatt beauftrag und bezahlt. VP-Germany weigert sich jedoch, mit dem Hinweis man hätte die Unterlagen schlichtweg verloren, mir diese Auftragsunterlagen zur Verfügung zustellen. Für ein globales Unternehmen wie VP eine peinliche Aussage. Es ist äußerst unglaubwürdig, dass ein Unternehmen zahlungsbegründene Unterlagen für Buchungen i.H.v. ca. 9.000 Euro einfach verliert, zudem verstößt diese Buchführung gegen das HGB.

    5.) Darüber hinaus stellte ich in 2010 nach 80 Betriebsstunden an dem D1-20 einen massiven Ölverlust fest und meldete diesen Mangel ebenfalls im Rahmen der Garantie bei VP an. Bis heute sind mehrere erfolglose Reparaturversuche (Wechsel diverser Dichtungen, Austausch der Ölwanne, etc) unternommen worden. Mittlerweile wurde Motor durch einen Spezialisten aus dem Hause VP besichtigt, auch dieser ist hilflos und hat den Ausbau (Tausch?) des Motors vorgeschlagen. Damit würde die Antriebsanlage aufgrund der Qualitätsmangel von VP ein drittes Mal ein- und ausgebaut werden müssen. Die Eigner unter euch wissen, dass ein derartiger Eingriff immer mit Kollateralschäden verbunden ist.

    Zusammenfassung:

    - Die von mir erworbenen Produkte der Marke Volvo Penta weisen eine Ausfallrate von 100% auf.
    - Volvo Penta akkreditiert kriminelle Vertragswerkstätten und deckt deren Machenschaften.
    - Das Geschäftsgebaren von Volvo Penta ist nicht nur kundenfeindlich, es widerspricht auch diametral den propagierten Kernwerten wie Qualität, Service, Kundenzufriedenheit und Umweltfreundlichkeit (Ölverlust => Bilge => Bilgenpumpe => außenbords?)

    Wer hat ähnliche Erfahrungen oder Ratschläge zur Lösung der Probleme? Ich bin mir sicher nur mit Öffentlichkeit und als organisierte Gemeinschaft von Geschädigten haben wir gegenüber Volvo Penta eine Chance.

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit seglerischem Gruß

    Sebastian Schröder

  2. #2
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    Zitat Zitat von volldagg Beitrag anzeigen
    die alte Antriebsanlage durch einen Saildrive S130 und eine Antriebsmotor D1-20 ersetzt.
    War die alte Anlage zufällig mit dem S110 ausgestattet?
    www.haar-bootsmotoren.de

  3. #3
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    Ja, die alte Anlage war mit einem S110 ausgestattet. Der dabei verbaute 8-Loch-Klemmring wurde jedoch für den S130 weiterverwendet. Im Lieferumfang des Austausch-Saildrive S130 befand sich der mittlerweile standardmäßige 12-Loch-Klemmring. Die schwedische Werkstatt versuchte nun diesen 12-Loch-Klemmring zu verbauen, obwohl das Saildrivefundament nicht über, die für die zusätzlichen vier Gewindebolzen erforderlichen, Metallverstärkungen im GFK verfügte. Entweder hätte sie den vorhandenen 8-Loch-Klemmring weiterverwenden oder das GFK-Fundament entsprechend ertüchtigen müssen. Der Versuch Fundament und Klemmring mit wahllosen Feingewinde-Bohrungen ins GFK zu verbinden war absolut unfachgerecht.
    Dieser Umstand befreit jedoch weder Volvo Penta noch dessen Vertragswerkstatt von der Pflicht zum Schadensersatz.

  4. #4
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    Sind vielleicht auch alles Einzelfälle, aber jetzt, nach diesem Beitrag, bin ich mir nicht mehr so sicher:

    - Mein Nachbarlieger hat einen nagelneuen VP: Der läuft wohl und ist auch dicht, dafür räuchert er uns aber morgens beim Frühstück and Deck mit blauem Öldunst ein. Der soll im Winter repariert oder notfalls getauscht werden.

    - Auf Borkum beklagte letzte Woche ebenfalls ein Eigner den Ölverlust seines neuen VP - er hätte jetzt eine Flasche Spülmittel im Motorraum, um die Sauerei über das Bilgewasser unauffällig zu entsorgen.

    - Der 2 Jahre alte VP eines Freundes bleibt von Anfang an gelegentlich im Leerlauf einfach stehen. Die Werkstatt kriegt das wohl bisher nicht in den Griff.

    - Ein anderer Eigner aus unserem Hafen hat auch schon den 2. Motor innerhalb eines Jahres eingebaut bekommen, hat nun aber immerhin keine weiteren Probleme mehr.

    Mittlerweile bin ich ganz froh, dass wir unseren alten Braunen nur überholt und nicht etwa gegen einen neuen Grünen getauscht haben.

    Handbreit ...

  5. #5
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    Da scheint mir bei Volvo Penta tatsächlich ein systematisches Qualitätsproblem vorzuliegen. Ich kann jedem nur raten die Finger von Volvo Penta zu lassen und wenn möglich die gute alte Technik überholen zu lassen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von volldagg Beitrag anzeigen
    Ja, die alte Anlage war mit einem S110 ausgestattet. Der dabei verbaute 8-Loch-Klemmring wurde jedoch für den S130 weiterverwendet. Im Lieferumfang des Austausch-Saildrive S130 befand sich der mittlerweile standardmäßige 12-Loch-Klemmring.
    Aus gewissen Gründen möchte ich mich auf eine rein technische Bewertung beschränken

    1. Den 8 Loch Ring gibts nicht mehr!

    2. Bei der umrüstung auf den 12er Ring gibts (meiner Meinung nach) genau 2 Möglichkeiten.

    A. die 4 zusätzlichen Löcher ignorieren

    B. die Löcher bohren

    Dazu kann man M8 Gewinde ins GFK Schneiden aber nur bis zum 2. Schneider! dh den letzen Schnitt läßt man weg, so mache ich es.

    Man könnte das neue Fundament (teilweise) einbauen (war dir sicherlich zu teuer)

    Man könnte Gewindebuchsen mit Epoxy einkleben. (Haben wir schon gemacht wenn das schneiden schief ging)



    Warum da ein "schweizer Käse" hinterlassen wurde kann ich technisch nicht nachvollziehen und will ich auch nicht bewerten
    www.haar-bootsmotoren.de

  7. #7
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    Mal aus Neugierde, hast Du Erfahrung mit der Haltbarkeit solcher Gewinde? Ich meine damit in erster Linie, wenn mal eine Demontage notwendig sein sollte.
    Bislang habe ich in solch einem Fall wegen der Demontierbarkeit helicoil-Einsätze eingeklebt.

  8. #8
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    Auf den beiden Schiffen meines Vaters und auf meinem akt. waren bzw ist ein Volvo Penta verbaut.

    Bisher nicht ein einziges Problem.

    Das Volvo Penta allerdings nicht hilft wundert mich schon. Das ist ein klassicher Betriebshaftpflichtschaden!

  9. #9
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    Zitat Zitat von mussi1975 Beitrag anzeigen

    Das ist ein klassicher Betriebshaftpflichtschaden!
    Für wen? Für Volvo-Penta oder die Werkstatt in Schweden?

  10. #10
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    @divefreak ... Aus gewissen Gründen möchte ich mich auf eine rein technische Bewertung beschränken



    Alle genannten Optionen wären akzeptabel gewesen. Wie gesagt, beim Refit wurde der alte 8-Loch-Klemmring weiterverwendet. Aus mir unerfindlichen Gründen hat die schwedische Werkstatt versucht den neuen 12-Loch-Klemmring zu verbauen, anstatt den vorhandenen 8-Loch-Klemmring weiterzuverwenden. Leider wurde ich darüber nicht informiert, man hat den Pfusch einfach verschwiegen und mich erstmal losfahren lassen.
    Es ist mir unerklärlich, wie man als Fachwerkstatt davon ausgehen kann, dass ein ins GFK geschnittene Feingewinde, eine ausreichende Festigkeit besitzt um Maschinenschrauben mit dem notwendigen Drehmoment anzuziehen.

    Wie gesagt, dieser verpfuschte Austausch beruht einzig auf der miserablen Qualität von Volvo Penta. Wie kann ein derartig simpler Maschinenbau, wie dieser Saildrive, nach 60 Betriebsstunden mit Totalschaden ausfallen. Ich hatte keine Wahl, VP hat mich zu dieser schwedischen Werkstatt beordert um dort den garantiemäßigen Austausch durchzuführen. Ich habe diese Werkstatt weder beauftragt noch bezahlt. Volvo Penta muss die folgen seines Handelns verantworten, wie jede andere juristische Person auch.
    Geändert von volldagg (25.08.2011 um 14:11 Uhr)

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