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  1. #1
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    Standard Törnbericht Franz. Polynesien 2011

    Für alle die den Winterblues bekämpfen, hier unser Resiebericht von der Südsee

    Sonntag18.09.2011

    Heute ist der Tag der Schiffsübernahme und wir freuen uns wahnsinnig. Wir sind gespannt wie das Schiff aussieht, wann es losgehen kann und wann alle an Board sein werden. Claudia und Ferry sind nun schon auf dem Weg nach LA. Dies ist schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Um 09.30 bekam ich einen Anruf vom Techniker von Dream Yacht, dass das Schiff bereit sei. Wir hatten jedoch unseren Transfer erst auf 10.45 bestellt und konnten das Schiff somit erst um 11.00 übernehmen. Pünktlich holte uns der Shuttle beim Hotel ab und die Spannung stieg. Bei der Ankunft im Hafen begrüssten wir voller Freude Erica, und konnten ihr vom Missgeschick der Anderen erzählen. Das Schiff ist ein Hammer, erst 6 Monate alt und super ausgestattet. Die Kabinen waren gekühlt und so konnte die Schiffsübernahme in angenehmer Temperatur von statten gehen. Die 2 Techniker erklärten das Schiff bis ins letzte Detail. Um 12.30 war die Übernahme abgeschlossen und wir genossen unseren ersten Poison cru, zubereitet von unserer Köchin Heiniti. Am Nachmittag wurde das Gepäck ausgepackt und die Kabinen bezogen. Nun hiess es aber ab ins Wasser und mit dem Dinghi fuhren wir zum Hafen raus und genossen das erste Bad im warmen Pazifik. Den ersten Apèro genehmigten wir uns auf dem Vorschiff und waren immer noch überwältigt von der Grösse des Kats. Zum Abendessen gab es Poulet Brust aus dem Ofen. Die Portionen waren noch definitiv zu gross. Aber das bekommen wir schon noch in den Griff. In der Zwischenzeit hatten wir die Bestätigung von Ferry, dass alle 4 Nachzügler genau 24 Stunden Verspätung hätten und morgen um 04.00 in Papeete ankommen sollten. Das war doch schon eine positive Nachricht. Wir schlossen das Boot für die Nacht ab, da wir am Quai lagen und man weiss ja nie. Morgen müssen wir um 03.00 auf, da wir die Nachzügler am Flughafen abholen werden.

    Montag, 19.09.2011 29 Seemeilen

    Wir konnten kaum schlafen, zu gross war die Aufregung, dass wir bald alle in die Arme schliessen konnten. Der kleine Bus wartete bereits in der Marine und wir fuhren zum Flughafen. Zum Glück war das kleine Restaurant schon geöffnet und so gönnten wir uns einen Kaffee vor der Ankunft des Air France Fliegers. Auf der Anzeigetafel war ersichtlich, dass die Landung pünktlich erfolgen würde. Wir nahmen die entsprechende Dokumente für unseren Hotelaufenthalt vom Reisebüro entgegen und warteten, bis die 4 Nachzügler durch den Zoll kamen. Ferry rief noch kurz an, da er den Namen unseres Bootes, Amazone, dem Einreisebeamten mitteilen musste. Aber dann waren sie da, etwas müde, aber glücklich, die lange Reise überstanden zu haben. Nach einer kurzen Wartezeit fuhren wir mit dem Bus zurück zur Marina und die Kabinen wurden bezogen, nachdem die Grösse des Schiffes mit Freude zur Kenntnis genommen wurde. Obwohl sie sehr müde waren, gönnten wir uns ein kleines Frühstück, beschlossen auszulaufen und Richtung Moorea zu segeln. Die riesigen Segel wollten ausprobiert werden, es fehlte allerdings der Wind, um in angemessener Zeit zum Ziel zu gelangen. Also mussten die Motoren ihre Hilfe leisten und mit 6kn fuhren wir der Westküste Moorea’s entlang. Bereits beim Passe de Taapuna sahen wir eine Gruppe Delfine. Später auf der Höhe des Passe Taota bei Moorea entdeckten wir 2 Wale, aber von beiden Tiersichtungen konnten wir leider keine Fotos machen. Als wir die Nordwestecke von Moorea umrundeten, wurden wir wacker durchgeschüttelt. Wind hätte es nun genug gehabt aber direkt von vorne und aufkreuzen wollten wir auch nicht mehr. So kämpften wir uns die letzten 4 Meilen unter Maschinen gegen die 2.5 – 3 hohen Wellen. Endlich war der Passe Tareu in Sicht und wir fuhren in die Opunohu Bucht, wo schon Kapitän Cook mit seinem Schiff lag. Heiniti zeigte uns einen windigen Ankerplatz, von wo aus wir mit dem Dinghi zu den Stachelrochen fuhren konnten. Nach dem Check ob der Anker sich gut eingegraben hat und mit einem Anruf bei Dream Yacht Charter beschlossen wir, die Nacht hier zu verbringen und die Überfahrt nach Huahine um einen Tag zu verschieben. Claudia, Ferry, Medea und ich fuhren als erstes Detachement mit dem Schlauchboot die lange Strecke (20 min) zum Ort, wo die Rochen sein sollten. Wir fanden den Platz nicht auf Anhieb und fragten einen Segler, welcher in der Nähe seinen Ankerplatz benützte. Wir waren nur ca. 200 m zu weit gefahren. Auf dem Weg dorthin halfen wir einem Kanufahrer welcher sein Paddel verloren hat aus seiner Not und endlich waren wir da, wo die Rochen sind (17°29.3S 149°54 W) Etwa 10 Rochen und 1 Schwarzspitzen Hai sahen wir aus nächster Nähe und konnten die Rochen sogar berühren. Uns fehlten die Worte. Nun mussten wir aber zurück zum Schiff, da Heiko, Bettina und Erica auch noch die Fahrt machen wollten. Sie hatten etwas ruhigeres Wasser, da sich der Wind etwas legte. Nach dem Mai Mai Fisch gingen alle recht früh zu Bett, da der Jetlag noch in den Knochen spürbar war.

    Dienstag, 20.09.2011/Mittwoch, 21.09.2011 104m

    Heute stand uns ein volles Programm bevor. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Dinghi und den Kajaks nochmals zum Platz mit den Rochen, da das Wasser noch nicht so wellig war. Heiniti gab uns Fischabfälle mit um die Rochen zu füttern. Kaum da waren wir schon von einem guten Dutzend umzingelt. Hatte man Fisch in der Hand, wurde man richtiggehend bedrängt von den schönen und samtartigen Tieren. Bei der Rückfahrt hatten die Wellen schon zugenommen und Medea und Heiko auf den Kajaks bekamen viel Wasser ins Gesicht und ins Boot. Erica machte uns den Vorschlag, den Nachmittag zu nutzen, um den Aussichtspunkt Point Belvedere zu besichtigen. Einer der tausend Orte, welche man gesehen haben sollte, bevor man stirbt. Nun bleiben uns ja nur noch 999. Wir fuhren ans Ende der Opunohu Bucht und bestellten uns ein Taxi, welches uns zum Aussichtspunkt und zu einer Kultstätte brachte. Da das Taxi noch brandneu war, wurde richtig vorsichtig und gefühlvoll gefahren. Das Abendessen nahmen wir Nahe beim Passe Tareu ein und befestigten alles für die lange Nachtfahrt. Heiko instruierte alle beim Nachtessen über die Vorsichtsmassnahmen und über das Wachegehen während der Überfahrt. Kurz nach dem Sonnenuntergang setzten wir bei 18 Knoten räumlichen Wind Volltuch und rauschten mit 9 – 10 Knoten Richtung Huahine. Der Himmel war wolkenlos und wir genossen die Nachtfahrt, welche für alle ausser Heiko eine Premiere war. Nach Mitternacht ergaben die ersten Hochrechnungen, dass wir viel zu früh ankommen werden, sollte der Wind weiterhin so blasen. Wir zogen das Grosssegel ein und nur mit Genua machten wir immer noch 6.5kn Fahrt. Auf der ganzen Fahrt gab es ein paar Regentropfen und wir sahen insgesamt 2 Schiffe in der Ferne. Alles verlief ruhig und so wie man es sich wünschte. Im Morgengrauen erblickten wir die Insel Huahine und setzen um 08.30 den Anker. Wir gönnten uns erstmals ein wohlverdientes Frühstück, bevor wir das kleine Dorf Fare besuchten und anschliessend verschoben wir das Boot in die südliche Bucht Avea, wo wir ein wohlverdientes Bad genossen. Wir genehmigten uns im Hotel am Ufer einen Drink und verbrachten den Nachmittag mit „Dolce far niente“. Heiniti schmiss den Grill mit einem „Vulkan“ an und wir genossen das leckere BBQ. Die Müdigkeit der vergangenen Nacht zollte ihren Tribut und so war schon relativ früh Nachtruhe auf dem Boot.

    Donnerstag, 22.09.2011 34m

    Wir sollten immer noch einen Tag einholen aufgrund unserer Verspätungen. So beschlossen wir gemeinsam die Flussfahrt in Raiatea zu verschieben und die Priorität auf Maupiti zu setzen. In der Laguna von Huahine nahmen wir unser Frühstück ein, während sich unser Schiff Richtung Passe Avapehi bewegte. Bei 14kn Wind setzten wir die vollen Segel und fuhren mit 8 kn Speed Richtung Raiatea, wo wir um 11.30 den Passe Teavapiti erreichten. Wir gönnten uns einen Badestopp und genossen Sushi zum Mittagessen. Nun hiess es aber weiter nach Uturoa, da unsere Vorräte ergänzt werden mussten. Unsere Köchin brauchte 1 Stunden. Mit vereinten Kräften gelang uns ein super Anlege- und Ablege Manöver, obwohl wir 13kn Seitenwind hatten. Das letzte Stück unserer Tagesreise führte uns zum Taravana Yachtclub auf Tahaa, welcher leider zurzeit geschlossen ist. Wir belegten eine Boje von Champon, der Perlenfarm und wollten dieser noch einen Besuch abstatten. Leider kamen wir zu spät und mussten unser Vorhaben auf den nächsten Morgen verschieben. Mit Fischlasagne und Salat beendeten wir einen wiederum schönen Tag.

    Freitag, 23.09.2011 26m

    Heute segeln wir zum Ziel vieler Träume. Aber zuerst besuchten alle ausser mir die Champon Perlenfarm und das Frühstück fand etwas später statt. Um 09.30 legten wir los und segelten bei schönstem Wetter und Winden um 15kn Richtung Bora Bora, welches sich schnell näherte. Die Wellen waren moderat und wir genossen die Überfahrt. Wir platzieren den Cat am Aussenrand der Baie Tehou, da wir nach dem Mittagessen und der Siesta die Rochen sehen wollten. Aber daraus wurde nichts, weil sie nicht da waren. So beschlossen wir mit dem Dinghi zur kleinen Insel Toopua zu fahren. Heiniti begleitete uns und wir nahmen noch die Fischabfälle mit. Kaum im Wasser, kamen die Rifffische in Scharen und waren ganz wild auf das Fleisch. Ich war schon im Dinghi, als Medea schrie „ eine Moräne“. Der Riesenfisch griff Heiniti an, und alle schwammen so schnell sie konnten zum Dinghi zurück. Zum Glück wurde niemand gebissen. Wir genossen auf dem Cat den schönen Sonnenuntergang und schon bald war Ruhe eingekehrt auf dem Boot.

    ein weiterer Teil folgt später

  2. #2
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    Hallo Muelle !

    Nachdem ich Ihren Bericht genossen habe freue mich darauf, bald die Fortsetzung zu lesen.
    Wir waren zuletzt 1974 dort, es muss sich inzwischen Einiges geändert haben im "Paradies".
    Zumindest hat Bora Bora seine Jüngfräulichkeit verloren, nachdem es in der Familie Brando
    zu Mord und Totschlag kam. Werden Sie nach dem Brando'schen Anwesen forschen ?
    Und wie heißt der Cat-Schifftyp, mit dem Sie unterwegs sind ?

    2 Anmerkungen:

    Moränen (französisch: moraine „Geröll“) sind die Gesamtheit des vom Gletscher
    transportierten Materials, im speziellen die Schuttablagerungen, die von Gletschern
    bei ihrer Bewegung mitbewegt oder aufgehäuft werden, sowie die im Gelände er-
    kennbaren Formationen.

    Aber Sie meinten sicher ...

    ... Muränen (Muraenidae) sind eine Familie aalartiger Knochenfische, die mit etwa
    200 bisher bekannten Arten in flachen tropischen und subtropischen Meeren ver-
    breitet sind. Da Muränen die paarigen Flossen und der Kiemendeckel fehlen, äh-
    neln sie äußerlich Schlangen. Muränen werden 17 Zentimeter bis vier Meter lang.

  3. #3
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    Zitat Zitat von muellep Beitrag anzeigen
    Nach dem Mai Mai Fisch gingen alle recht früh zu Bett
    Mahimahi (Coryphaena hippurus) tsu deutc Goldmakrele.

    Muränen zint fast immer inn irer Höle ferctekkt, man ziht nur iren Kopf. Dass zi ire Höle ferlassen, kommt nur zelten unt nur naxts for. Dort, vo zi fon Turisten gefüttert verden, können zi allerdings con mal unangenem aufdringlix verden (zo vi andere vilde Tire aux).

    MfG tanu
    __________
    Neucreibung Deutc

  4. #4
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    Hallo Makis Enefrega
    Danke für den Hinweis mit den Muränen. Nobody is perfect.
    Unser Schiff war eine Catana 50 OC

  5. #5
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    Samstag, 24.09.2011 31m

    Früh standen wir auf, denn es stand ein langer Weg vor uns und um 12.00 sollten wir vor der Einfahrt von Maupiti sein. Nach einem üppigen Frühstück verliessen wir Bora Bora und mussten zu Beginn die Motoren als Hilfsantrieb benützen. Aber schon kurze Zeit später und mit einem kleinen Regenschauer kam der gewünschte Wind und wir fuhren mit 7-8 kn Richtung Westen. Die Überfahrt verlief sehr ruhig und um 12.15 standen wir vor der Einfahrt, welche Respekt einflössend war. Der Captain Hut musste geopfert werden, da der Wind stärker war. Wir hatten etwa 2kn Strömung gegen uns, aber am Schluss war es relativ einfach. Hinter dem Motu Pitiahe setzten wir den Anker und genossen die Hamburger aus der Bordküche. Der Plan sah schnorcheln im Pass vor, aber der Wind war zu stark und die Wellen in der Lagune recht hoch, da beschloss ich bei einigermassen guter Sicht, das Boot Richtung Dorf zu verlegen. Gegenüber dem Handelspier ankerten wir auf 5 Meter Tiefe und beschlossen einen Inselrundgang zu machen. Die Freundlichkeit der Einheimischen überraschte wieder einmal mehr. Das Abendessen mit Roastbeef und Kartoffelgratin schloss einen wiederum schönen Tag ab. Heiniti besuchte ihre Mutter und wir planten, morgen den Gottesdienst zu besuchen.

    Sonntag, 25.09.2011

    Wir begangen den Tag etwas ruhiger, das Frühstück nahmen wir erst um 08.15 ein. Alle zogen heute die Sonntagskleider an und um 09.15 fuhren wir mit dem Dinghi zum Quai. Die Kirche war schon ziemlich voll, aber uns wurden 7 Plätze frei gemacht. Es war einmalig, den Gottesdienst zu erleben, obwohl er in Polynesisch abgehalten wurde. Die Gesänge gingen durch Mark und Bein. Nach dem Ende des Gottesdienstes wurden wir von einer ehemaligen Ministerin zum traditionellen Erdofenessen eingeladen. Eine Vereinigung aus Tahiti verbrachte ihre Jahresreise genau heute in Maupiti und belegte das Maison de Jeunes. Wir fühlten uns wirklich willkommen geheissen und waren gespannt auf das Mittagessen. Ich fragte mich, wann das Besteck verteilt wird, da schon alle Teller und Gläser aufgedeckt waren. Da wurden wir aber belehrt, dass das traditionelle Essen mit der Hand eingenommen wird. Da mussten wir nun durch. Es fanden angenehme Gespräche statt. Erica lernte den Schulpräsidenten kennen und ich unterhielt mich mit dem Schulbusfahrer. Wir wollten von ihm kleine Amulette kaufen, welche das Symbol für Maupiti sind. Leider hatte er schon alle verkauft. Er fuhr uns aber nach dem Essen mit dem Schulbus auf die andere Seite der Insel, wo wir bei einem lokalen Künstler die Halsanhänger kaufen konnten. Nachdem wir auf dem Schiff zurück waren, beschlossen Ferry und ich etwas schnorcheln zu gehen. In der Nähe des Schiffes gab es ein paar Felsen aber keine Fische. So fuhren wir zum Pass, wo wir einige sichteten. Die Strömung war aber so gross, dass wir unser Vorhaben schnell fallen liessen und wieder zum Cat zurückfuhren. Wir sahen aus der Ferne noch drei Rochen, hatten aber keine Chance, uns auf mehr als 5 Meter zu nähern. Die Fische sind hier nicht so zutraulich, wie an anderen Orten, was auch gut ist. Gemütlich liessen wir den Abend mit Poisson Cru ausklingen und freuen uns auf den morgigen Tag, welcher uns wieder nach Bora Bora bringen wird.

    Montag, 26.09.2011 59m

    Wir standen früh auf, da der Weg nach Bora Bora lang sein wird. Wind aus Ost bedeutet Kreuzen. Um 07.30 hievten wir den Anker und Heiniti’s Mutter stand am Quai, um uns zu verabschieden. Wehmütig schauten wir zurück, als wir den ruhigen Passe verliessen. Der Wind war moderat mit 15Knoten, wir machten aber wenig Höhe. Nach 30 Seemeilen waren wir immer noch 21 Meilen von Bora Bora entfernt. Unser Ziel wollte nicht näher kommen. Wir beschlossen, das Vorsegel einzurollen und mit Hilfe von Volvo fuhren wir direkt nach Bora Bora. Es dauert aber noch bis 17:30, bis wir an der Boje vor dem Bloody Mary festgemacht hatten. Ich fuhr mit Heiniti noch kurz nach Vaitape, da wir kein Brot mehr hatten. Das Abendessen war ein Gedicht. Wir beschlossen, dem Restaurant noch einen Besuch abzustatten, und gaben Heiko den Rat, falls er 2 Stege sehen sollte auf dem Nachhauseweg, doch einfach den Mittleren zu nehmen. Die Drinks waren so là là und um 21.30 wollte das Restaurant schliessen. Wir waren noch die einzigen Gäste. Also fuhren wir wieder in 2 Schichten zum Cat zurück und bald kehrte Ruhe ein auf dem Schiff.

    Fortsetzung folgt

  6. #6
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    Dienstag, 27.09.2011 11m

    Shopping war heute angesagt in Vaitape. Nach dem Frühstück verliessen wir die Boje und verlegten das Schiff an den Pier von Vaitape. Aus einer Stunde wurden am Schluss 3 Stunden und somit nahmen wir das Mittagessen noch am Pier ein. Es braucht halt alles seine Zeit und bis alle Dokumente ausgestellt sind noch mehr. Aber zum Schluss waren alle glücklich mit den getätigten Einkäufen und wir fuhren am frühen Nachmittag bei bestem Sonnenstand um die Insel herum. Heiko übernahm das Steuer und ich war für die Navigation zuständig. Wir wollten ja nicht mehr wie vor 3 Jahren eine Grundberührung haben. Langsam zogen wir an den grossen Hotelanlagen vorbei. Erica konnte ihr Hotel schon einmal aus nächster Nähe ansehen. Im Windschatten des Motu Taurere fanden wir einen traumhaft schönen Ankerplatz. Heiko, Bettina und ich inspizierten noch den Korallengarten und wir beschlossen diesen am nächsten Tag zu besuchen. Um 20.00 war schon wieder Schluss und die meisten gingen ins Bett. Ich denke wir dürfen das zuhause nicht erzählen, dass wir freiwillig so früh ins Bett gehen. Aber wenn man regelmässig um 06.00 aufsteht, und den ganzen Tag an der frischen Luft ist, wird man halt müde, wenn die Sonne untergeht.

    Mittwoch, 28.09.2011 19m

    Unser letzter Tag in Bora Bora stand uns bevor. Nach dem Frühstück verlegten wir das Boot zum Pointe Matira, dem südlichsten Punkt der Insel. Mit dem Dinghi besuchten wir den Korallengarten beim Piti uu Uta. Die Wellen waren aber relativ gross, so dass es keinen grossen Spass machte. Gegen 10.30 fuhren wir den Weg zurück zur Baie de Povai, wobei wir zwischendurch nur die Genua benutzten und trotzdem 8kn Speed hatten. Das Mittagessen nahmen wir westlich vom Punkt Raititi ein. Es war aber sehr böig und der Wind blies mit teils 25kn. Hier konnten wir die Nacht nicht verbringen, zu ungeschützt war unser Ankerplatz. Also beschloss ich, dass Schiff nach der Siesta in die Baie de Tehou zu verlegen. Heiko und Bettina fuhren mit den Kanus dorthin und verbrachten da einen Beachnachmittag. Am späteren Nachmittag erreichten wir unseren Nächtigungsort, aber auch hier war der Wind sehr gross und wir legten sicherheitshalber 40m Kette. Im Sonnenuntergang sahen wir die Paul Gaugin Bora Bora verlassen.

    Donnerstag, 29.09.2011 46m

    Heute war wieder etwas früher Tagwache, da wir zurück nach Tahaa mussten. Das hiess gegen Wind und Wellen. Nach dem Frühstück fuhren wir los und Bora Bora weinte zum Abschied. Es regnete ganz leicht. Natürlich kam der Wind genau daher, wohin wir wollten. Die letzten 16 Meilen fuhren wir unter Motor gegen Wind und Wellen, was uns wild durcheinander schüttelte. Das Wetter besserte sich aber und so beschlossen wir, dem Korallengarten von Tahaa einen Besuch abzustatten. Beim Motu Tautau setzten wir den Anker und fuhren mit dem Dinghi zum Schnorcheln. Am Nachmittag verlegten wir das Schiff in die Hurepiti Bucht, wo wir eine Boje von Vanille Tour belegten. Dies dürfte eine ruhige Nacht werden. Wir freuen uns schon auf Morgen, wenn wir mit Alain Plantier die Inseltour machen.

    Freitag, 30.09.2011 14m

    Früh standen wir wieder einmal auf, denn um 08.00 fand die Tour mit Alain Plantier statt. Wir wurden herzlichst begrüsst und genossen die Ausführungen in die Pflanzenwelt von Tahaa. Die Vanille Produktion konnten wir nicht sehen, aber in einem Shop wurde das schwarze Gold eifrig gekauft. Ganze 4 ½ Stunden dauerte der Ausflug, welchen auch Heiniti sehr genoss. Die Zeit rannte uns davon und wir mussten uns beeilen, da unser Ziel die Baje Faaroa war. Wir mussten los und in Uturoa setzten wir das Dinghi ab, damit Heiniti und ich die letzten Einkäufe tätigen konnten, während Heiko weiter Richtung Bucht fuhr. Schon bald hatten wir sie wieder eingeholt und um 16:30 lagen wir vor Anker in der einsamen Bucht. Kein anderes Schiff war zu sehen. Das Abendessen fand etwas früher statt, da wir auf 18.45 ein Taxi bestellt hatten, welches uns zum Hotel Hawaiki Nui fuhr, wo ein polynesischer Abend stattfand. Die Veranstaltung war ganz amüsant und mit dem gleichen Taxi ging es nach Schluss der Vorführung wieder zurück zum Schiff.

    Samstag, 01.10.2011 12m

    Unser letzter Tag auf dem Schiff. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Dinghi den Fluss hinauf zum verwilderten botanischen Garten. James, ein selbsternannter Führer, begleitete uns auf dieser Tour und zeigte uns den Weg. Wiederum unterschätzten wir die Zeit, und diese wurde etwas knapp. Wir hielten nach einem Badestopp Ausschau, aber die Strömungen an diesem Tag waren zu gross. So liessen wir es bleiben und fuhren zurück zur Tankstelle, wo uns Marco von Dream Yacht Charter bereits erwartete. Wir tankten 280 Liter Diesel und das Schiff wurde von Marco zurück zur Basis gebracht. Wir lernten Jérome kennen, den Basisleiter. Der Check out verlief ohne Komplikationen und zügig. Wir erhielten die Garantie zurück und konnten mit dem Packen beginnen. Erica verliess uns um 16.30, da ihr Flug sie um 17.35 nach Bora Bora brachte. Wir schauten noch den Fischern zu, welche Fische sie gefangen hatten. Die Differenz zum geschätzten Gewicht kürte den Sieger. Das letzte Abendessen wurde eingenommen und wir verbrachten die letzte Nacht auf dem Schiff mit einem wehmütigen Herzen.

    Sonntag, 02.10.2011

    Der Himmel über Raiatea weinte, als wir unser letztes Frühstück genossen. Wir mussten bereits um 07.15 zum Flughafen gehen, da unser Flug nach Papeete um 08.20 stattfand. Wir verabschiedeten uns von Heiniti und der Amazone. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Papeete flogen wir über Rangiori nach Manihi, wo wir um 13.35 ankamen.

  7. #7
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