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Thema: Euro-Krise

  1. #1
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    Standard Euro-Krise

    Wahrscheinlich ist das Problem und die Auswirkungen auch auf den einzelnen Bürger der EU nicht einmal in Ansätzen klargeworden. Angst macht mir, wie die Poilitik damit umgeht: Rettungsschirme und Euro-Bonds können das Grundübel der Währungsunion nicht beseitigen, nämlich, dass man ungleiche Staaten nicht gleich machen kann. Und jetzt wird auch noch so getan, als sei der Erhalt des Euro das Ziel und nicht der Gedanke, der dahinter steht. Das ist so, als würde man fordern, dass jeder Bürger die 100 Meter in 10 Sekunden läuft, weil das nicht klappt, verkürzt man die Strecke kurzer Hand auf 50 Meter und am Ende bleiben alle 10 Sekunden lang stehen. Merkel hat in ihrer jüngsten Regierungserklärung angekündigt, dass uns diese Krise noch sehr lange begleiten wird. Schön, dann stellt sich mir aber die Frage, warum man sich auf dieses Abenteuer überhaupt eingelassen hat, denn dass z.B. Griechenland bei Aufnahme in die Union bereits ein Wackelkanditat war, war doch bekannt. Ich will keine Politiker mehr, die nur die Katastrophen kommentieren, die sie selbst angerichtet haben.

    Wenn ich schon das Wort "Reform" schon höre, drehen sich bei mir die Fußnägel auf links. Erfahrungsgemäß endet hierzulande jede "Reform" im Desaster, in jedem Einzelfall aber in einer völlig unnötigen Belastung des Bürgers: Dosenpfand, Verbot von Glübirnen (für die neuen benöätigt man Giftmülldeponieen), Gesundheitsreform etc. Bei Licht betrachtet alles Schwachsinn, kostspieliger dazu.

    Was die Eurokrise angeht, wäre mein Vorschlag ganz einfach: Gebt jedem Land seine Währung zurück, löst das EU-Parlament und die sonstigen EU-Einrichtungen (EuGH, Patentamt etc.) auf und schon wäre der Bedarf an Steuergeldern, aus denen das alles finanziert wird, weit geringer. Wenn EU-Länder zusammenarbeiten wollen, dann kann dies auch im Einzelfall per Verträgen vereinbart werden, ohne dass es dafür eines riesigen Bürokratiemonsters bedarf.

    Den völligen Verzicht auf Fachleute im Parlament können wir uns nicht länger leisten, leider sind andere nicht in Sicht. Meinen Job könnte ich ja auch nicht ohne geprüfte Kenntnis ausüben. Dagegen gibt es belastbare Eingangsqualifikationen für Politiker nicht.

    So ich musste mich mal auskotzen, Danke für Eure Aufmerksamkeit.

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von RuppertTom Beitrag anzeigen
    ... So ich musste mich mal auskotzen, ...
    Zurück zum europäischen Merkantilismus !

  3. #3
    Ausgeschiedener User Gast

    Standard

    Zitat Zitat von RuppertTom Beitrag anzeigen
    (..) ganz einfach: Gebt jedem Land seine Währung zurück, löst das EU-Parlament und die sonstigen EU-Einrichtungen (EuGH, Patentamt etc.) auf
    Das wird garantiert nicht passieren. Wer von denen hat denn die Eier, einen (wenn auch vielleicht so nicht vorhersehbaren) Fehler (oder Fehlentwicklung) einzugestehen?

    Zitat Zitat von RuppertTom Beitrag anzeigen
    So ich musste mich mal auskotzen, Danke für Eure Aufmerksamkeit
    Gerne.


    _

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von Marinero Beitrag anzeigen
    Das wird garantiert nicht passieren. Wer von denen hat denn die Eier, einen (wenn auch vielleicht so nicht vorhersehbaren) Fehler (oder Fehlentwicklung) einzugestehen?
    _
    Nee, natürlich wird das nicht passieren, etwas Sinnvolles erwarte ich von der Gurkentruppe auch nicht mehr. ...aber man wird ja mal träumen dürfen.

  5. #5
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    Standard ...Alles wird gut, bzw. besser ( schlechter geht ja kaum )...

    Es gibt da ja Gott sei Dank den vom Volke immer noch geliebten " Überflieger " unseren Lügenbaron...
    Der weiss alles und kann alles ( zu ihm wurde ja hier auch schon " geklönschnackt " - es geht da
    aber aber momentan um KFZ-Elektronik - also fast passend zum Thema... )

  6. #6
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    Standard

    Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre....
    Der Euro hat Geburtsfehler. Aber nun ist er da. "Wenn man damals...", solche Sätze sind Quatsch und führen nicht weiter.
    Der Euro ist eine gute Idee. eine Währung macht das Zusammenwachsen von Wirtschaften und Gesellschaften nun einmal leichter.
    Das Problem ist, das der Starke dem Schwachen den Zins unten hält und der Schwache so verleitet wird, ordentlich geld zu leihen.
    Den Euro stabil kriegen wir nur über ausgeglichene Budgets. Alles Gemecker über Finanzmarkt, Ratingagenturen etc. ist Ablenkung.
    Ausgeglichene Budgets heißt: Sparen und mehr einnehmen. Also: Steuern nicht runter. Keine Subvention von E-Autos. Keine Subvention von Solardächern in regenreichen Gegenden wie Deutschland. Keine Herdprämie und kein kostenloses KiTa-Jahr. Keine steuerliche Bevorzugung von Geschäftswagen (Wer Audi fährt zahlt Audi), keine 7% Mwst. auf Schnittblumen und Burger außer Haus. usw. Mehreinnahmen auch durch konsequentes Erheben der jetzt schon geltenden Steuern. CDs kaufen, wo man sie kriegen kann.
    Ein weniger bitteres Rezept fällt mir nicht ein. C.

  7. #7
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    Standard

    Es gibt keinen Fehler, den man nicht korregieren könnte. Das, was eigentlich mi8t dem Euro intendiert war, kann man ohne ihn durch niederschwellige Maßnahmen, nämlich biaterale Verträge, genausogut erreichen. Die Zusammenarbeit dürfte auf dieser Ebene ebenso gut klappen wie bisher, nämlich mit Frankreich, Benelux und Skandinavien.

    Was die Subventionen angeht, bin ich allerdings völlig bei Dir. Es gibt keine Subvention, die den Wettbewerb nicht verzerren würde, daher A L L E abschaffen und zwar nicht nur national, sondern insgesamt. Ein irres Einsparpotential!!!

  8. #8
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    Zurück zur DM, haha. Das fehlte gerade noch. Verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von D bestimmt enorm. Das kannste dir Mal im Kleinen in der Schweiz angucken
    Subventionen sind das Gegenteil von Steuern. Fördern bestimmter Entwickelungen durch Zahlungen. Also an Argra- Industriebetriebe, Massentierhalter und ähnliches Gesindel. Frau Aigner stellt sich mit breiter Brust vor diese Subventionen.
    Und versucht zu Verhindern, daß dieses Geld dort abgezogen und in Richtung kleinbäuerliche Familienbetriebe gelenkt wird, die dann auch wirklich was für Landschaftschutz und Ökologie tun. Das will die EU durchsetzen. Gegen Aigner.
    So toll ist D ohne EU.
    Dein
    Twinsegler

  9. #9
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    Bis es das Paradies auf Erden gibt, wird es wohl noch etwas dauern.

  10. #10
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    Der Euro nutzt vor allem uns Deutschen, wir bezahlen weniger Zinsen und unsere Waren sind im Währungsbereich des Euro sehr viel billiger, als sie dies ohne Euro wären. Die Probleme, die im Moment diskutiert werden, sind seit der Einführung des Euro vorhanden, nur waren diese Geburtsfehler bisher nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Gerade wir Deutschen brauchen also eine Lösung, die den Euro möglichst erhält, andererseits aber diese Probleme umschifft.

    Das Kernproblem unserer Politik sehe ich im Moment darin, dass der politischen Führungskaste irgendwie die Verbindung zur ihrer demokratischen Basis (also uns, dem Volk) abhanden gekommen ist. In den letzten Jahren frage ich mich immer häufiger, wie national und auch in Europa Entscheidungen zustande kommen. Da wird sehr häufig ganz offensichtlich gegen die mehrheitlichen Interessen der Bevölkerung entschieden. Beispiele: Die Hotelsteuer, die Ablehnung der Ampelkennzeichung für Lebensmittel, die neuen Energielabels für Autos, selbst Steuererleichterungen sind vom Volk mehrheitlich nicht erwünscht, werden aber wohl kommen - dafür wird es mit den Bankenabgaben und Spekulationssteuern wohl nichts.

    Wie also kommen derart offensichtlich gegen unsere Interessen gerichtete Gesetze und Verordnungen zustande? Meine Antwort: Die politische Führung hört uns, das Volk, gar nicht mehr in dem konzentrierten Getöse, das die Industrie- Agrar- und Bankenlobbyisten um sie herum veranstalten. Selbst das mediale Getöse um so offenkundig ungerechte Umverteilung von Steuergeldern wie bei der Hotel-MwSt scheint die gar nicht zu interessieren - die sitzen sowas mittlerweile ganz lässig aus.

    Wie lässt sich das ändern? Womöglich geht es auf Dauer nicht mehr ohne großangelegte Demonstrationen. Ganz unabhängig von der Sache hat uns da Stuttgart21 wohl einen klaren Hinweis gegeben, auch die Wahlerfolge der Piraten dürften mit diesem Gefühl zusammenhängen, dass der aktuellen politischen Führungskaste die Verbindung zum Volk und dessen Willen völlig abhanden gekommen ist. Protestwählen macht auch weniger Mühe als selbst auf die Straße zu gehen.

    Handbreit ...

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