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  1. #1
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Langkiel--das non plus ultra ?

    Mit seiner ausdrücklichen Genehmigung darf ich Störtes Rückschlüsse veröffentlichen:

    Aus meiner kleinen Welt, die gut sortiert und aufgeräumt ist!

    ...
    Grundsätzlich ist die Seetüchtigkeit des Menschen oberste Priorität, da die Boote in der Regel viel länger durchhalten.
    Aus diesem Grunde müssen 3 Rumpffaktoren beachtet werden_
    - Deplacement und Trägheit
    - Dämpfung
    - Stabilität

    Deplacement und Trägheit:
    Grundsätzlich gibt der Faktor des Deplacement/LWL-Verhältnisses Auskunft über für den Menschen ertragbare Bewegungen im Seegang. Ein großer Faktor verbürgt eine große Massenträgheit, d.h. langsame Bewegungen.

    Dämpfung:
    Spantform und Lateralplangröße beeinflussen in erheblichem Maße die Rumpfdämpfung (abklingende Schwingungsdämpfung). Der S-Spant ist, was das Dämpfungsverhalten angeht, die günstigste Variante. Verbunden mit einer großen Lateralfläche ergeben sich optimale Dämpfungseigenschaften.
    Grundsätzlich sind Schwingungsperioden unter 6 Sekunden dem körperlichen Wohlbefinden abträglich.

    Stabilität:
    Sie ergibt sich nicht nur aus dem Hebelarm und dem Gewicht der Kielbombe, sondern in erster Linie durch die Höhe des Gewichtsschwerpunktes.
    Grob:
    a) Gewichtsschwerpunkt unter der Schwimmwasserlinie = großer Stabilitätsumfang,
    b) Gewichtsschwerpunkt über der Schwimmwasserlinie = geringer Stabilitätsumfang.
    Im Sinusverlauf:
    a) Zunächst sehr stark ansteigende Stabilität (bis ca. 60°), dann wieder absteigend. Nulldurchgang bei ca. 120°. Zwischen 120° und 180° große negative Stabilität.
    Fazit: Sehr schnelle Bewegungen des Rumpfes (Schiff zu steif), Vorschiff wird zum Katapult. Schiff richtet sich durchgekentert ohne Fremdeinwirkung (Welle) nicht mehr auf.
    b) Sehr allmählicher Anstieg der Stabilität bis ca. 90° - 100°, danach zurückgehende Stabilität. Nulldurchgang bei ca. 170°. Zwischen 170° und 180° sehr geringe negative Stabilität.
    Fazit: Sehr moderates Verhalten bei Böen, keine schnellen Rumpfbewegungen. Schiff richtet sich ohne Fremdeinwirkung sehr schnell wieder auf.

    Längsstabilität:
    Davon kann man bei den neuesten Rumpfformen nicht mehr sprechen. Sehr spitz zulaufendes Vorschiff, ultrabreites Achterschiff. Endergebnis ist, dass diese Konstruktionen sehr schnell aus dem Ruder laufen (Sonnenschuss bei ca. 30° Lage) und deshalb nur eine geringe Bandbreite im Segeltragevermögen aufweisen (ständiger Vorsegelwechsel oder Reffvorgänge).
    Warum das so ist:
    Bei Neigung (Krängung) um die Längsachse taucht am Achterschiff mehr Volumen ein als beim Vorschiff, wodurch der Verdrängungsschwerpunkt nach achtern wandert. Da aber der Gewichtsschwerpunkt seine Lage beibehält, befindet sich das Boot nur dann wieder im hydrostatischen Gleichgewicht, wenn es entsprechend achtern aus und vorne eintaucht, also eine kopflastig vertrimmte Lage einnimmt. In gewissem Maße wird diese Tendenz durch die Segel verstärkt, deren Kräfte den Bug ins Wasser drücken.

    Vorbalancierte Spatenruder:
    Für Einhandsegeln absolut untauglich, da beim Anlegen der Steuerstand nicht eine Sekunde lang verlassen werden kann, unterwegs aufwändig, da sehr lebendig. Das macht vor der Haustüre bei kleinen Matchraces durchaus Spaß, auf Langfahrt ist das ein ausgemachter Unfug!
    Spatenruder reißen ab bei Materialermüdung, die aber schwer abschätzbar ist. Mir sind in den letzten Jahren auf der Flensburger Förde 3 Fälle bekannt geworden, die ich auch besichtigen konnte. Das ganze Procedere auf Langfahrt, weitab von Land und bei bewegter See, ein Albtraum.
    Jeder Skeg, auch der kleinste, trägt zur Richtungsstabilität bei.

    Etwas zur Rumpffestigkeit:
    Harte Gillung bei modernen Schiffen:
    Moderne Schiffe haben keinen Kiel, sondern einen Tragflügel, der hydrostatische- und dynamische Aufgaben übernimmt. Ein Kiel ist grundsätzlich Teil des Rumpfes. Durch S-Spantform wird der Überwasserrumpf harmonisch in den Kielbereich übergeleitet. So wird der Kiel ein Teil des Rumpfes. Unstrittig ist in der Fachwelt, dass es keine günstigere Kräfteeinleitung gibt, als jene durch den S-Spant.
    „Gillung“ bezeichnet den Winkel zwischen Kielansatz und Rumpf. Bei modernen Schiffen ist dies ein nahezu rechter Winkel. Man spricht von einer harten Gillung.
    Daher treten hier bei Belastung hohe Falzkräfte auf, die das Laminat überbeanspruchen.
    Der S-Spant verfügt über eine sehr weiche Gillung, weshalb die Kräfte harmonisch eingeleitet werden können.

    Kielfläche an Rumpf:
    Bei modernen Konstruktionen sehr klein, daher geringe Möglichkeit der flächigen Kräfteverteilung. Das bedeutet hohe Materialbeanspruchung, bei harter Grundberührung finden grundsätzlich Delaminierungen statt, auch wenn sie äußerlich nicht gesehen werden können.
    Kurz:
    Eine Dufour neuester Bauart z.B., die mit 6 Knoten auf einen Felsen auftrifft, hat einen nahezu irreparablen Strukturschaden.
    Der klassische Langkiel als Teil des Rumpfes stellt das überlegene Rückgrat desselben dar. Modernen Konstruktionen fehlt dieses Rückgrat gänzlich.

    Gerader, bzw. senkrechter Vorsteven:
    Der größte Unfug bei Fahrtenschiffen: Keinerlei Restauftrieb im Vorschiff bei Eintauchen des Stevens bei achterlicher Welle.
    Ergebnis: Unterschneiden des Rumpfes bis zum Mast ist normal. Schäden auch.



    Prozentualer Anteil der Zuladung:
    Da moderne Konstruktionen meist Leichtdeplacement-Yachten sind, ist der prozentuale Anteil der Zuladung im Verhältnis zum Leergewicht sehr hoch. Aufgrund der Spantform halten moderne Konstruktionen ihre Vorteile aber nur dann, wenn kleinlich darauf geachtet wird, dass sich die Schwimmwasserlinie nicht verändert. Taucht ein solcher Rumpf deutlich tiefer ein, wird er zur lahmen Ente, da das Heck enorm saugt.

    Fazit aus allem:
    - Der reine Segelspaß „vor der Haustür“ ist bei modernsten Konstruktionen deutlich höher
    - Die höhere Geschwindigkeit ist hauptsächlich „gefühlt,“ da diese Schiffe viel lebendiger sind
    - Schwere Langkieler sind auf Langfahrt wesentlich komfortabler aufgrund des menschenfreundlicheren Verhaltens
    - Der Bereich der positiven Stabilität ist bei Langkielern ungleich höher
    - Moderne Konstruktionen bleiben durchgekentert liegen, wenn keine Fremdenergie auf die Kielflosse einwirkt
    - Klassische Langkieler können wesentlich mehr Proviant und Wasser bunkern, ohne ihre Sicherheit zu gefährden
    - Die konstruktive Festigkeit des Rumpfes wird bei modernen Konstruktionen zu einer enorm schnellen Alterung der Rümpfe führen
    - Moderne Rümpfe sind zum Einhandsegeln ungeeignet.

    Abschließender Vergleich der Kathena Nui von Erdmann und der Asma von Stede, beide von Dübbel&Jesse, beide aus Alu:

    Erdmann verfügte immer über eine ganz erhebliche körperliche Grundkonstitution. Durch die Lebendigkeit des Rumpfes in den südlichen Breiten ermüdete er regelmäßig mehr als nötig gewesen wäre.
    Stede hat mit seinem Langkieler immer sehr komfortable Reisen unternommen, da sich sein Schiff wesentlich kommoder im Seegang verhalten hatte.


    Warum werden nur noch „Formel 1“ Schiffe auf dem Fahrtenschiffsektor angeboten?
    Weil die Rumpfherstellung ungleich schneller vonstatten geht, da „Wannen“ viel leichter zu laminieren sind und sich ganz leicht aus der Form heben lassen. Danach wird die Kielflosse an die Bodengruppe angebolzt und fertig.
    Klassische Langkieler wurden auch grundsätzlich in der Rumpf-Deckverbindung über die gesamte Rumpflänge zu einem Stück aufwändig zusammen laminieret. Das bedeutete einen erheblichen Mehraufwand beim Innenausbau; weil das „Dach“ schon drauf war.
    Ich persönlich schätze, dass sich Rumpfherstellung und Innenausbau in der klassischen geschlossenen Weise etwa in einem doppelt so hohen Preis spiegeln werden.
    M.E. handelt es sich gegenwärtig um eine nicht mehr ganz redliche „Verkaufshydrodynamik“, mit der erhebliche Kostenersparnisse begrifflich zu „modernen Rennmaschinen“ umgewidmet werden.
    Schätzungsweise verfügen noch nicht einmal 5% der Käufer über hydrodynamische Grundkenntnisse! Das ist gut für die Verkäufer!

    Warum m.E. im YF so viele Apologien bezüglich der eigenen Schiffe erfolgen:
    1. Man kauft ein Schiff vom „Hören und Sagen“, glaubt Laienaussagen über das Seeverhalten usw.
    2. Das großzügige Interieur überzeugt die Bordfrau.
    3. Weil keiner bei einem so teuren Gerät zugibt, sich für die eigenen Zwecke verkauft zu haben, erfolgt das Zurechtreden, bis es passt!

    Wie ich es gemacht habe:
    1. Wissenschaftlich mit der Materie auseinandergesetzt (Grundlagenforschung)
    2. Alle möglichen Konstruktionen unter den unterschiedlichsten Bedingungen gesegelt (empirische Forschung)
    3. Eine eigene Prioritätenliste entwickelt, worauf es mir ankommt, Bsp.: Segele ich immer auf Binnenseen, wäre ein klassischer Langkieler absoluter Quatsch!
    4. Der auf dem Markt für mich noch bezahlbare beste Kompromiss wird gewählt.
    5. Ergebnis war zuerst ein IF-Boot, 20 Jahre später eine Marieholm 32E

    Bis heute euphorisch begeistert von diesem Schiff, würde ich es nie verkaufen. Würde ich aber eine Erbschaft antreten, die nicht schlecht ist: Aufgrund der zusätzlichen Achterkabine (Gäste, Kinder) eine Fantasi 37!

    So, das ist ein ganz kleiner Auszug aus dem Reich der Hydrodynamik – und Statik!

    Gruß

    Störte


    Teilweise nicht schlecht, über viele seiner Beispiele und Schlussfolgerungen kann man allerdings nur den Kopf schütteln.
    Viele seiner Beispiele sind auch schlicht falsch.

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (05.12.2011 um 21:00 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
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    Beiträge
    2.183

    Standard

    Ach nöö Pogo nich schon wieder den gleichen alten doofen Flame. Den hatten wir schon so oft und alles is tausendfach gesagt.
    Langkiel ist ebenso wenig ein NonPlus Ultra wie jede andere Konstruktion. Jede die uns übers Meer trägt ohne abzusaufen hat ihre Berechtigung, ist deshalb aber noch lange nicht für jeden geeignet.

  3. #3
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Ich finde es interessant, wie man sich seinen subjektiven wie dogmatischen Schlussfolgerungen und selektiven Beispielen/Übertreibungen glaubend, zwangläufig verrennt ---immer alles mit einer alleinigen Kompetenz rechtfertigend.
    Einen Tellerrand, über den man hinweg blicken könnte, gibt es garnicht erst---seine Welt, eine geschlossene Dose.

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (05.12.2011 um 22:09 Uhr)

  4. #4
    Registriert seit
    03.11.2007
    Beiträge
    1.772

    Standard

    Und wenn dieser Thread nicht wieder in persönlichem Kleinklein zerhackt wird, hat er viel Potential.

    Stoertes Ansichten haben sehr viel Wahres. Einige Dinge sehe ich aber anders.

    Eine Kernwahrheit ist, dass die Industrie für den Markt Ihre Produkte herstellt. Der Markt möchte überwiegend komfortable, einfach zu bedienende Daysailer, die zum Hafenhopping gemacht sind und es erlauben darauf gemütlich (im Hafen) zu schlafen. Das ganze muss dann auch noch günstig herzustellen sein. Der Klassische Langkieler hat da keine Chance. Seine Herstellung ist, wie Stoerte richtig sagt, nur mit viel Materialaufwand zu machen. Hinzu kommt, dass klassische Langkieler bei gegebener Länge deutlich weniger Lebensraum bieten, und last but not least nicht bequem zu fahren sind, was die Manövrierbarkeit im Hafen betrifft. Der moderne Skipper baut sich in seine moderne36 Fuss Karre freiwillig ein Bugstrahldings ein. Wie soll er dann einen klassischen Langkieler rückwärts einparken?

    Dass Meter Yachten deutlich stabiler sind als die in den 60er Jahren folgenden IOR Boote, die im Prinzip schon dass sind was wir hier besprechen, nämlich grosse Jollen mit Ballastschwert, hat das Fastnet von '79 dramatisch gezeigt. Aber: Der Ferienbootfahrer mit schwerem Rollmast und Kurzkiel fährt nicht bei 12 Bft in der irischen See rum. Für die allermeisten ist die deutlich geringere Stabilität kein Thema. Für die Regattajungs aber doch und hier sind die Boote dann doch sehr stabil, fliegen relativ erst spät ab und tragen sehr viel Segel. Warum? Weil der Schwerpunkt tief liegt und die Wasserlinie relativ schmal ist. Das wird durch viel Tiefgang, viel Blei und leichtem Rigg/Segel möglich.

    Ich habe viele Jahre auf einem Boot mit ausgeprägtem V-Spant im Vorschiff und klassischem Löffelbug gefahren, als früher-70er Jahre 1-Tonner war das Boot bis zum Kiel im Unterwasserschiff ein klassischer Langkieler und ab dann eine typische IOR Konstruktion. Der V-Spant sorgt fraglos für ein angenehmes Verhalten im Seegang. Aber dass solche Boote trocken segeln kann ich nicht bestätigen. Der Löffelbug hat wenig Auftriebsreserven und die, die da sind, liegen alle über der Wasserlinie. Wenn die mal benötigt werden, ist das Vordeck unter Wasser. Meine neue Karre ist da viel anders. Die hat einen Rundspant im Vorschiff bis zum Bug, ein beinahe senkrechten Steven und im viel Reserveauftrieb unter der Wasserlinie. Das liegt vor allen daran, dass die Gesamtverdrängung des Rumpfs sich vom Bug bis ca. 1m vorm Heck gleichmässiger übers Boot verteilt. So eine Konstruktion hat ebenfalls ein angenehmes Seeverhalten, hat aber bei gleicher Gesamtlänge ein viel längere Wasserlinie.

    Die höhere Materialbeanspruchung durch untergebolzte Kiele ist fraglos da, wird aber in den allermeisten Fällen durch eine vernünftige Konstruktion prima aufgefangen. Dass ein Langkieler besseres Chrashverhalten hat, was Grundberührungen betrifft, stimmt sicherlich.

    Was keines Falls richtig ist, ist dass ein vor balanciertes Spatenruder für ein nervöses Steuerverhalten sorgt. Was richtig ist: Lange, freistehende Ruder mit viel Streckung sind sehr effektiv. Wenn das Boot aus irgendwelchen Gründen schlecht getrimmt ist, dann wird man mehr steuern müssen. Ist das Boot aber richtig getrimmt, dann sind solche Ruder sehr, sehr kursstabil. Sowohl meine alte IOR Dame, als auch mein neues Boot fahren am Wind stundenlang wie auf Schienen gerade aus. Kein Steuern erforderlich. Steuer festklemmen, fertig. Das Boot luvt an, wird weich, bekommt Leeruder, fällt ab, bekommt Druck, luvt an usw.... Die Wendigkeit aber ist dramatisch besser, als bei einem am Kiel angehängten Ruder und, was ich besonders wichtig finde, die Ruderkräfte sind sehr viel kleiner.

    Wenn ich eins der üblichen, modernen Ferienboote sehe, dann erinnern die mich eher an Campingmobile als an Formel 1 Rennwagen. Der Grund warum die so sind, wie sind, liegt am Markt. Und der fragt nicht nach klassischen Langkielern nach, maximal nach diesen schrecklichen Island Packets. Das ist schade, denn zu den schönsten Booten überhaupt zählen Meter-Yachten und Schärenkreuzer - alles Langkieler. Und Die Marienholm ist auch ein hübsches Bötchen, dass das Meeresbild positiv bereichert, was man von den allermeisten Joghurtbechern nicht sagen kann.

    Hans

  5. #5
    Stoerte Gast

    Standard

    Zitat Zitat von pogo Beitrag anzeigen
    Mit seiner ausdrücklichen Genehmigung darf ich Störtes Rückschlüsse veröffentlichen:

    [COLOR="blue"]
    ...
    pogo
    Zur Richtigstellung:


    Pogo hatte zunächst mit der Veröffentlichung der PN über PN an mich gedroht. Da ich das Drohpotential für meine Person nicht sah, habe ich ihm mit Hinweis auf seine Indiskretion mitgeteilt, dass er die PN veröffentlichen mag, es sind ja keine, mich oder andere kompromittierenden Inhalte dabei.
    Ich werde mich an dieser Diskussion auch nicht mehr beteiligen. Mag Pogo selbst die frei in den Raum gestellten angeblich falschen Angaben meinerseits durch griffige Erörterung verifizieren, mir ist es einerlei!
    Mögen Leute wie Pogo sich an Forenmitgliedern weiterhin abarbeiten, für mich ist hier Ende.


    Störte

  6. #6
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Stoerte Beitrag anzeigen

    Pogo hatte zunächst mit der Veröffentlichung der PN über PN an mich gedroht. Störte
    Das ist eine Lüge, eine aus deiner Dose geborene "Richtigstellung" .
    Ich habe in keinster Weise gedroht.


    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (05.12.2011 um 23:04 Uhr)

  7. #7
    Stoerte Gast

    Standard

    Zur Klarstellung der vorgeblichen Lüge, hier der entsprechende Textauszug aus der PN von Pogo:

    Ich werde die Rückschlüsse aus deiner kleinen Welt demnächst zur Diskussion stellen.

    pogo


    Und nun, Pogo, lass mich endlich in Frieden!

    Störte

  8. #8
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Exkurs ?

    Es ist Evolution. Die besten Schiffe sind "freie" Schiffe. Frei bedeutet unabhängig von jedweger Einschränkung zum Segeln entwickelt.
    Einschränkungen sind z. B. Wohnvolumen, Rennformeln und Mode.
    Selbst der klassische Langkieler ist ein reines Formelprodukt, das sich nur gehalten hat weil die verschiedensten Rennformeln dieses Unikum über Jahrzehnte bevorzugt haben.
    Der Bruch kam beim Wechsel zur IOR-Formel, innerhalb von zwei Jahren mutierte der Langkieler zum extrem beschnittenem Langkieler mit allein aufgehängtem Ruder, nach weiteren drei Jahren gab es nur noch Flossenkieler. Diese Biester kulminierten in extrem effektive Am-Wind Kampfmaschinen, am Ende raumschots gar gleitfähig.
    Und danach mit neuer Formel der nächste Bruch zum steilem Steven, momentan diktiert die Mode Chines.....
    Was bleibt, was ist gut ? Bei Onedesigns und vor allem möglichst freien Konstruktionsklassen, die immer bestrebt sind den besten Allrounder zu schaffen, wird man fündig (er).
    Guckt euch mal die Shark 24 an. Damals vollkommen frei entwickelt, 1956, viele unserer heutigen Schiffe ähneln im Grundkonzept diesem sehr, sehr gutem, auf allen Revieren bewährtem und recht schnellem Wurf.
    Insofern betrachtet sind viele der heutigen Schiffe garnicht so schlecht. Nicht alle Designer sind dumm und bedienen die Klientel nur mit dem was sie wollen aber nicht brauchen.

    Aber, nach Fontane:
    "Dies ist ein weites Feld Luise."

    pogo

  9. #9
    Registriert seit
    28.10.2002
    Beiträge
    2.183

    Standard

    Zitat Zitat von pogo Beitrag anzeigen
    Exkurs ?

    Es ist Evolution. Die besten Schiffe sind "freie" Schiffe. Frei bedeutet unabhängig von jedweger Einschränkung zum Segeln entwickelt.
    Einschränkungen sind z. B. Wohnvolumen, Rennformeln und Mode.
    ....
    Nein Pogo das sind sie nicht! Nicht für mich und wohl auch nicht für Störte. Darum arbeitet ihr euch aneinander ab. Die besten Schiffe sind die die an den Verwendungszweck am besten angepasst sind. Und DAS ist das weite Feld, Luise.
    Du willst einen High-Performance-Segler, kompromisslos ausschließlich zum schnellen Segeln aber unkomfortabel und nicht Langfahrttauglich? So einen habe ich an Deck, nennt sich Surfbrett. Macht einen Mordsspaß
    Oder einen Daysailer? Mit dem man Spass hat der aber keine Übernachtungsmöglichkeit bietet? So einen habe ich auch an Deck, nennt sich Opti, macht ebenfalls Spaß, nur anders
    Und das Gerät dass das alles trägt, und zusätzlich noch mich, meinen Hausstand und hin und wieder Besucher - Das ist ein Kompromiß! Weil es auf Zuladung, Wohnvolumen, Komfort, Sicherheit ankommt. Aber keine Sorge der Spass bleibt.
    Dein bestes - weil freies Schiff ist für mich komplett unbrauchbar weil nicht für meine Zwecke gebaut.
    Ebenso ist mein Boot vermutlich für dich komplett unbrauchbar.
    Darum ist diese Langkieler-Diskussion immer wieder sinnlos: alles hat seine Berechtigung, nur nicht für jeden!

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Tralala Beitrag anzeigen

    Nein Pogo .....Die besten Schiffe sind die die an den Verwendungszweck am besten angepasst sind. Und DAS ist das weite Feld, Luise.

    !
    So ungefähr, ungefähr, weil man den Verwendungszweck nicht zu sehr einschränken sollte.
    Sei es Seefreundlichkeit, max. Speed oder Wohnvolumen. Sich auf ein Attribut festzulegen bedeutet auch immer Nachteile bei den anderen Eigenschaften in Kauf zu nehmen. Insofern ist ein möglichst frei er/gewachsener Allrounder der beste Kompromiss.
    Das Boot wird keine eierlegende Wollmilchsau, aber alle Designprinzipien/kriterien zu dieser optimalen, freien Jacht sind vorhanden, viele seit Jahrzehnten, manche kommen durch neue hydrodyn. Kenntnisse via Racer hinzu, andere werden durch den Abwurf von formelbedingtem Ballast wiederentdeckt. Es gibt solche Schiffe auch, es sind allermeist keine Großserienschiffe und man muss sie vor allem als dem Ideal sehr nahekommende Schiffe erkennen.
    Ich habe oben die Shark erwähnt, sie kommt in ihrer Größe, ihrem Segment, dem Ideal sehr nahe. Kuckt was dieses seit über 50 Jahren unverändert gebaute Boot hat und kann. Sie hat vieles was heute neu, neu und gut.
    Das Streben zum "optimalem Design" schliesst natürlich nicht aus, daß es Eigner gibt für die ein objektiv betrachtet schlechter Kompromiss das beste Design ist und bleibt.
    Schlecht ist wenn dieses persönlich beste Prinzip mit allen Mitteln als non plus ultra verteidigt wird.

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (06.12.2011 um 00:43 Uhr)

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