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  1. #1
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    Standard WLAN / WiFi an Bord

    Hier mal das thema neu aufgemacht und um die Werbung erleichtert.

    @Ironlady: keine Werbung bitte,

    Zitat Zitat von ironlady Beitrag anzeigen
    Wlan. Hier mal ein paar grundsätzliche Erfahrungen aus der Praxis auf der IRON LADY
    Die Herstellerangaben variieren ja bei den Entfernungsangaben um Kilometer. Prinzipiell sind bei Verbindungen dieser Frequenzen Sichtverbindungen möglich. In Plastikbooten im Boot wie draußen, in Metallbooten nur mit aussenliegender Antenne. Sichtverbindungen kennen wir alle ja vom VHF. Sprich. In einer gewissen Höhe, Masthöhe, 25-50km. Da die WLAN Antennen aber nach Gesetz nur mit 30mWatt senden werden daraus 30-100 Meter. Mehr nicht! Mit Richtantennen kann man die Reichweite einfach potenzieren, was aber am Ankerplatz unsinnig ist, weil die Boote sich drehen. Nachführende Richtantennen sind extrem teuer und auf dem Markt auch noch gar nicht vorhanden, soweit ich weiß. Somit ist der Platz an der Sonne, oben auf dem Mast das Optimum um Reichweite zu bekommen. Wie beim VHF. Rundstrahler muss sein. Oder man liegt eh fast immer in der Marina, dann kann man eine Richtantenne an der Reling anbringen.

    Grundsätzliches Problem bei dem Betrieb der WLAN Empfangsantennen ist allerdings die lange Kabelverbindung ins Innere zum Boot:

    1. USB Anschlusskabel hat eine maximale Länge von 5m. Darüber hinaus gibt es je nach Computerhardware und anderer angeschlossener USB Geräte undefinierbare Probleme. Oft hin bis zum Blue Screen, also Totalausfall des Systems bei Windows.

    2. Koax Kabel Anschlußleitung hat den Nachteil, dass der Verlust an Energie pro Meter so hoch ist, dass der Gewinn einer tollen Antenne oben auf dem Mast oder der Reling im Inneren des Bootes nicht mehr ankommt. Der Meterpreis für das Kabel und die Steckverbindungen sind extrem hoch.

    3. LAN. Billiges Netzwerkkabel verbindet zum Beispiel die LunaWLANnet oben fest am Masttop angeschraubt. Die ganze WLAN Empfangselektronik ist in der Antenne integriert. Der Anschluss an der Antenne ist ein handelsübliches LAN Kabel, welches durch den Mast nach unten ins Boot geführt wird. Das Kabel kann ohne weiteres bis hundert Meter haben. Ohne Verluste, da nur das reine Internetsignal ins Boot gelegt wird. Stabilisierten Strom bekommt die hochintelligente Elektronik am Masttop durch das gleiche Kabel von unten. Dort kann es direkt an einen beliebigen Rechner angeschlossen werden, einfach in die Netzwerkbuchse einstecken. Oder weiter verteilt werden über einen Hub oder kleinen Wireless Accsess Point. Dann können beliebig viele Geräte, wie Notebooks, Iphones oder andere WLAN fähige Smartphones, Ipads etc. kabellos im Internet surfen. Das Optimum für Charterboote auch an Nord und Ostsee.

    So. Der Unsinn mit den Reichweiten liegt immer darin, dass die angegeben werden um zwei Antennen miteinander zu verbinden, die baugleich sind. Sprich, die XXX kann sich mit einer anderen XXX über 3,5km mit Rundstrahler verbinden. Ich rufe in den Wald und einer im Wald hört mich genauso, wie ich ihn höre. Die Realität allerdings ist, dass meist eine der Stationen schwächer ist als die andere oder ruft aber in eine andere Richtung ruft. Oft werden von den Hotspots Richtantennen benutzt und um die von hinten zu bekommen muss ich lauter schreien. Also Booster. Aber das mit den Boostern funktioniert nur in eine Richtung, dass die Person im Wald mich besser hört. Aber die Person im Wald (WiFi Antenne der Marina) wird nicht lauter zurückschreien, nur weil ich so laut schreie. Also: Mit einer 2-5 Watt Antenne kann mich der Hotspot zwar toll empfangen, aber mein Empfang wird dadurch nicht besser. Alle Systeme sind mit Realtek, Ralink oder Atheros Chipsätzen aufgebaut und alle haben zusätzlich ein gleiches Verhalten. Um so mehr Ausgangspower, um so weniger Empfindlichkeit. Ich habe mindesten 6 USB Antennen getestet, bis ich die XXX entwickelt habe. Als optimale Ausgangsleistung hat sich 1 Watt herausgestellt. Hierbei liegt das Verhältnis zwischen Senden und Empfangen in einem vernünftigen Verhältnis zu den den üblichen Bedingungen in Marinas und Ankerplätzen.

    Um so weiter weg von der Einwahlstation, um so schlechter hört man sich, um so schlechter wird die Verbindung. Das ist wohl jedem klar. Das liegt daran, weil dann beide Stationen automatisch die Übertragungsgeschwindigkeiten herabsetzten. Mit der XXX sind mir gute Verbindungen noch bis zu 4km in Braslien möglich gewesen. Darüber hinaus hat es keinen Spass mehr gemacht im Internet zu surfen, allerdings konnte ich noch Problemlos e-mails abrufen.

    Die meisten WLAN Netze in Deutschland sind gesperrt. Sprich, nicht öffentlich. Da wo der Segler oder Camper hinfährt sieht das anders aus. Restaurant und Cafes, locken mit WiFi Zeichen an der Tür. Für ein Bier erhält man oft das Passwort für das Netz, bei der Marina umsonst, von anderen Seglern ebenfalls und irgendwie bekommt man heutzutage fast überall ein Netz.

    In manchen Ländern, wie zum Beispiel in Südafrika gibt es eine attraktive Alternative. Internet übers Handy, also G3/UMTS. Das macht dann Sinn wenn man für die Zeit des Aufenthalts Datenpakete ohne Laufzeitvetrag erwerben kann. Das geht in Südafrika sehr gut. Zum Beispiel ein Gigabyte für ca 25 Euro. Man braucht nur ein 3G Handy und ein Verbindungskabel zum PC. Software gibt es meist umsonst. Leider sind günstige Datenpakete wie in Südafrika eher selten. Oft wollen die Telefongesellschaften einen Vertrag mindestens über 6 Monate. Auch sind die Verbindungsqualitäten oft eher schlecht als recht.

    [...]
    Michael
    www.ironlady.de
    Geändert von segelgunnar (09.12.2011 um 16:26 Uhr)
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  2. #2
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    Standard

    wer öftersenselben Plätzen verweilt, kann ja mit einem Repeater beste Ergebnisse erzielen, nur braucht man dafür halt Konfigurationsdaten des Senders, die kriegt man nicht ohne Weiteres

    Ansonsten ist UMTS/HSDPA/3G usw. bei den mittlerweile (in Europa) fast überall erhältlichen Mobilkarten (auch per prepay) hervorragend. manchmal gegen 17 BUhr, wenn alle vomSTrand kommen bis 20 Uhr (Abendessen in den Hotels9 etwas überlastet, aber ansonsten gut.
    In Österreich gibt es ein Netz von Hutchinson, das geht auch in vielen anderen Ländern, ich glaub Italien und Neuseeland/Australien.
    Man muss halt mal rumschauen

  3. #3
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    Das was Ironlady vorträgt ist wohl nicht mehr so ganz aktueller Stand. Habe eine mit 10 m Koaxkabel ausgestattete wlan-antenne. Das Kabel ist in der Mitte teilbar. Habe ich sonst immer mit gestörten Verbindungen zu kämpfen gehabt, läuft dieses Teil vorzüglich. War aber auch nicht ganz billig. Incl. aller Kosten 250 Euro. Seht selbst www.radiolabs.com WaveRVMarineXL

  4. #4
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    Zitat Zitat von steuermann Beitrag anzeigen
    Das was Ironlady vorträgt ist wohl nicht mehr so ganz aktueller Stand. Habe eine mit 10 m Koaxkabel ausgestattete wlan-antenne. Das Kabel ist in der Mitte teilbar. Habe ich sonst immer mit gestörten Verbindungen zu kämpfen gehabt, läuft dieses Teil vorzüglich. War aber auch nicht ganz billig. Incl. aller Kosten 250 Euro. Seht selbst www.radiolabs.com WaveRVMarineXL
    Die Frage wäre. Bekommst Du dadurch 'nur' Wlans verstärkt oder kannst Du auch 'stärker' senden ?
    Und, noch viel wichtiger für mich jdfs, bekommst Du auch Handymasten verstärkt ?

    Gio

  5. #5
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    Also Giovanni,

    in der Produktbeschreibung heißt es, daß die Antenne beim Senden mehr als das 60fache der im laptop eingebauten wifi-card verstärkt. Der Empfang soll danach um 35 dB verstärkt sein. An sich gebe ich nicht viel auf diese Anpreisungen, aber kürzlich hat mir hier ein kanadischer Langfahrtsegler und zgl. Amateurfunker, der das Vorgängermodell benutzt, nur zu diesem Teil geraten. Ich besitze die Antenne erst drei Wochen, bin aber begeistert. Ich habe den direkten Vergleich zum Betrieb mit nur eingebauter wifi-antenne. Während damit ständig der Betrieb zusammenbrach, läuft der Empfang mit Zusatzantenne ununterbrochen störungsfrei. Die Software ist sehr umfangreich, waren doch 65 MB zu downloaden. Wie sich das mit handy-funkmasten verhält - keine Ahnung. Aber ich hatte beim Setup der Software ein Problem, email geschrieben und innerhalb von 10 Minuten hatte ich eine individuelle Antwort. Wäre vlt sinnvoll, wenn Du dort direkt anfragen würdest sales@radiolabs.com

    Klaus

  6. #6
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    Standard

    Die meisten WLANS, die ich hier in Asien finde, sind verschlüsselt. Daher ist das zumindest hier keine Option einen Verstärker dafür zu haben. Wir haben vor ein paar Tagen einen auf nem Nachbarschiff eingerichtet. Ja , er zeigt die Wlans und sie waren auch besser erreichbar, aber in keins kamen wir rein. Deswegen arbeitet hier auch jeder mit ner internet prepaid ...
    Aber dafür wärs interessant, denn oft ist nach ein paar Meilen Abstand zum Masten Schluss.
    Danke für die Info.
    Zu Pactor. Das war mir immer zu kompliziert und es ist gar nicht so billig, wie man denkt. Man braucht ja auch einen Provider (ich erinnere mich an einen in der Schweiz) und das Gerät und Verstärker usw.
    Ich hab mit SAThandy gute Erfahrung gemacht, ist auch nicht billig , aber IMMER einsatzbereit und mails kann man ach schreiben, bzw Gripfiles holen...

    Gio

  7. #7
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    Zitat Zitat von Giovanni Beitrag anzeigen
    Die meisten WLANS, die ich hier in Asien finde, sind verschlüsselt. Daher ist das zumindest hier keine Option einen Verstärker dafür zu haben. Wir haben vor ein paar Tagen einen auf nem Nachbarschiff eingerichtet. Ja , er zeigt die Wlans und sie waren auch besser erreichbar, aber in keins kamen wir rein. Deswegen arbeitet hier auch jeder mit ner internet prepaid ...
    Aber dafür wärs interessant, denn oft ist nach ein paar Meilen Abstand zum Masten Schluss.
    Danke für die Info.
    Zu Pactor. Das war mir immer zu kompliziert und es ist gar nicht so billig, wie man denkt. Man braucht ja auch einen Provider (ich erinnere mich an einen in der Schweiz) und das Gerät und Verstärker usw.
    Ich hab mit SAThandy gute Erfahrung gemacht, ist auch nicht billig , aber IMMER einsatzbereit und mails kann man ach schreiben, bzw Gripfiles holen...

    Gio
    Fahre nach America, da ist WiFi frei für alle an den meisten Plätzen

  8. #8
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    In der Karibik gab es auch sehr viele offene Hotspots. In Portugal immerhin noch einige davon.
    In Deutschland ist das ja leider mal wieder ueberreguliert worden.

    Im Ausland gibt es aber auch imme rnoch viele WEP verschluesselte Hotspots, die sind ja quasi auch offen

    Ich verwende auch einen per USB Kabel (5m) angeschlossenen AWUS Wlan Adapter mit groesserer Rundstrahl-Antenne.
    Damit kommt man zumindest aus dem bootseigenen Stoernebel raus und die Anzahl der verbindbaren Hotspots waechst dramatsich an. Ich kann fuer die Euro jedem den Versuch raten.

    Ferner habe ich einen Mini-WLAN-UMTS Hotspot von Trekstor. In diesen stecke ich eine lokale SIM Karte und so habe ich ein eigenes WLAN fuer bis zu 5 Gaeste, bzw. devices.

    Pactor verwende ich meist fuer Positionsreports, wenn ich weit weg vom Land bin und um kurze EMails zu senden (ueber Amateurfunklizenz). Iridium nutze zum telefonieren abseits der Kuesten. (Allerdings rudert mein iridium Telefon gerade mit Janice ueber den Atltantik (www.rowforsilence.com).

    Jedes Komm.-Medium hat seine spezifischen Vor. und Nachteile.

    Viele Gruesse

    Micha

  9. #9
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    Ich mag kein WLAN oder anderes Netz an Bord, finde ich so überflüssig wie 42" Flachbildschirm im Salon ...

  10. #10
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    Wäre auf Deinem Böötchen auch etwas übertrieben, aber hat hier überhaupt jemand nach Deinen Abneigungen gefragt ? Wenn Blauwassersegler sich austauschen, dann solltest Du aufhorchen. Grib-files, Ersatzteibeschaffung, online-banking und vieles mehr läuft alles durch ein Netz. Diese Möglichkeit ist ein Segen für Blauwassersegler in der heutigen Zeit.

    Es lacht über soviel Unverstand und grüßt der steuermann

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