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  1. #1
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    Standard Kräfte an den Stagen

    Gibt es irgendwo eine Übersicht über die Größe der Zugkräfte an den Stagen in Abhängigkeit/ Zusammenhang mit der Segelfläche?
    Was nutzt dem Seemann all sein Geld, wenn er am End´ins Wasser fällt...

  2. #2
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    Zitat Zitat von skippersteffen Beitrag anzeigen
    Gibt es irgendwo eine Übersicht über die Größe der Zugkräfte an den Stagen in Abhängigkeit/ Zusammenhang mit der Segelfläche?
    IMHO hat der Zug auf die Wanten nichts mit der Segelfläche zu tun. Auch kleine Segelflächen können bei entsprechenden Winddruck die Kränkung bewirken.
    Da können nur Kränkungs-Stabilitätskurven weiterhelfen, bzw. die Verdrängung (das Gewicht) des gesamten Schiffes, d.h. leichte Schiffe wenig Zug - schwere Schiffe (mit viel Ballastanteil) viel Zug.

    Ob dabei mit einem höheren Zug zu rechnen ist, als das komplette Schiff selbst verdrängt, entzieht sich meiner Kenntnis (vermutlich aber nicht!).
    besser eine heiße Yacht als eine kalte Wohnung!

  3. #3
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    Zitat Zitat von Sailing-Skipper Beitrag anzeigen
    IMHO hat der Zug auf die Wanten nichts mit der Segelfläche zu tun. Auch kleine Segelflächen können bei entsprechenden Winddruck die Kränkung bewirken.
    Da können nur Kränkungs-Stabilitätskurven weiterhelfen, bzw. die Verdrängung (das Gewicht) des gesamten Schiffes, d.h. leichte Schiffe wenig Zug - schwere Schiffe (mit viel Ballastanteil) viel Zug.

    Ob dabei mit einem höheren Zug zu rechnen ist, als das komplette Schiff selbst verdrängt, entzieht sich meiner Kenntnis (vermutlich aber nicht!).
    Unterschied statisch-dynamisch!

  4. #4
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    Zitat Zitat von Sailing-Skipper Beitrag anzeigen
    .......Da können nur Kränkungs-Stabilitätskurven weiterhelfen, bzw. die Verdrängung (das Gewicht) des gesamten Schiffes, d.h. leichte Schiffe wenig Zug - schwere Schiffe (mit viel Ballastanteil) viel Zug.

    .......
    Als der durchgeknallte H.G. Strepp Anfang der Siebziger(?) noch für die Yacht "PS-Geflüster" (später KW-Geflüster) schieb, hatte er auch einen Beitrag zur Dimensionierung eines Vorstags. Er füllte eine Seite mit höherer Mathematik und kam im letzten Absatz zum Knalleffekt:
    Die alten Bootsbauer sagten, dass man das komplette Schiff am Vorstag hochheben können muss, das reicht. Dieser Erfahrungswert deckte sich 100%ig mit der Mörderrechnung von Strepp.

    Gruß Franz

  5. #5
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Die alten Bootsbauer sagten, dass man das komplette Schiff am Vorstag hochheben können muss, das reicht. Dieser Erfahrungswert deckte sich 100%ig mit der Mörderrechnung von Strepp.

    Gruß Franz
    Das würde heissen, dass ein 5 Tonnen schwerer 40 Fuss Racer mit 100m2 am Wind eine geringere Belastung auf der Vorstag hat, als ein 12 Tonnen Stahleimer ähnlicher Länge mit 70m2 am Wind?

    Hnas

  6. #6
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Das würde heissen, dass ein 5 Tonnen schwerer 40 Fuss Racer mit 100m2 am Wind eine geringere Belastung auf der Vorstag hat, als ein 12 Tonnen Stahleimer ähnlicher Länge mit 70m2 am Wind?

    Hnas
    Jau, allerdings ist bei dieser antiquierten Rechnung der Cantingkeel natürlich nicht berücksichtigt.
    Es leuchtet doch auch ein, dass die Massenträgheit die enscheidende Größe ist. Beim Cantingkeel erzeugt die allerdings ein größeres Moment.

    Gruß Franz

  7. #7
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    Zitat Zitat von Gastleser Beitrag anzeigen
    Die wesentliche Größe bei der Berechnung des Riggings ist meines Wissens das maximale Righting Moment.

    Für den, den es interessiert, mal ein Beispiel aus dem Leben gegriffen:

    40 Fuß Performance Cruiser: 6 to Gewicht, 8.500 kgm max RM, Vorstag Rod #17, ca 8.000 kg min Bruchlast
    Schönes Beispiel aus der Praxis!
    Wenn man die alte Bootsbauerweisheit mit den heutzutage üblichen größeren Breiten und dem daraus resultierenden höheren Moment beschickt (oder gar dem des Cantingkeel) kommt das doch gut hin.

    Gruß Franz

    PS: Wir sollten aber die gesetzlichen Einheiten verwenden

    Für "Gewicht", Masse => kg (t)
    für Momente => Nm (daNm)
    für Kräfte => N (daN)
    (die in Klammern sind zulässig, jedoch nicht Ableitungen daraus, z.B. Megatonnen)
    1kg drückt mit 9,81N auf seine Unterlage (also ca. mit einem daN)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Sailing-Skipper Beitrag anzeigen
    Ob dabei mit einem höheren Zug zu rechnen ist, als das komplette Schiff selbst verdrängt, entzieht sich meiner Kenntnis (vermutlich aber nicht!).
    du kannst aus zwei kräften ein moment errechnen (moment= kraft x hebelarm)

    beispielsweise aufrichtmoment = kielgewicht x abstand von auftriebsschwerpunkt bis kielschwerpunkt
    entspricht
    kentermoment = zugkraft in einer wante x abstand von wante bis mast

    und für den fall das folgende berechnung: der erste hebelarm (abstand) geteilt durch den zweiten hebelarm einen grösseren wert ergibt als die vergleichsrechnung: gesamt-schiffs-gewicht geteilt durch kielgewicht ..... errechnest du dann eine zugkraft in der wante welche grösse wird als das schiffsgewicht....

    also bei schmalen schiffen mit tiefem kiel und/oder hohem kielgewichtsanteil kann und wird die zugkraft in einer wante (und auch die stauch-druckkraft im mast) grösser werden als wenn man das gewicht des schiffes an dieser wante aufhängen würde

  9. #9
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    Zitat Zitat von Gastleser Beitrag anzeigen
    Die wesentliche Größe bei der Berechnung des Riggings ist meines Wissens das maximale Righting Moment.

    Für den, den es interessiert, mal ein Beispiel aus dem Leben gegriffen:

    40 Fuß Performance Cruiser: 6 to Gewicht, 8.500 kgm max RM, Vorstag Rod #17, ca 8.000 kg min Bruchlast
    Das denke ich aus. Aber dann hat der Stahleimer mit seinen 12 Tonnen und seinem höher liegendem Schwerpunkt (er kann nur 70m2 am Wind sinnvoll tragen) ein geringeres aufrichtendes Moment und könnte ergo dünnere Stage als die 40 Fuss Regattakiste verkraften. Wo ist da der Denkfehler? Franz?

    Hans

  10. #10
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Das denke ich aus. Aber dann hat der Stahleimer mit seinen 12 Tonnen und seinem höher liegendem Schwerpunkt (er kann nur 70m2 am Wind sinnvoll tragen) ein geringeres aufrichtendes Moment und könnte ergo dünnere Stage als die 40 Fuss Regattakiste verkraften. Wo ist da der Denkfehler? Franz?

    Hans
    da ist erstmal kein denkfehler, in wirklichkeit wird der konstrukteur des stahleimers aber eben mehr sicherheit in die stagen einrechnen, er plant beispielsweise mit einer längeren haltbarkeit, reizt das material nicht so aus, wählt nicht so festes aber etwas günstigeres material usw und im ergebniss kann er damit dann oft auch auf dickere stagen kommen als der racer....

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