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  1. #1
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    Standard 40 Meieln von Brunisse am 2. Juni

    Hallo Zeeländer,

    es gibt ja doch einige deutsche Namen in der Meldeliste und so wollte ich mal fragen ob jemand hier aus dem Forum an dem Duo Wettstreit am 2. Juni auf dem Grevelingen mitfährt.

    Ich habe keinen Platz mehr frei! Bei so einer kleinen Manschaftgröße ist das Boot schnell voll.

    Noch sind Plätze frei. Hier der Link zur Homepage: 40Mijl Van Brunisse
    Gruß Norbert

  2. #2
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    Standard Mit den Wölfen heulen?

    Nachdem ich die Teilnehmerliste gesehen hatte kamen mir Zweifel ob es richtig war sich für die 40 Meilen von Brunisse in die ORC Gruppe einzuschreiben. Denn das Niveau ist nun mal deutlich höher bei den nach ORC vermessenen Schiffen. Auf der anderen Seite ist unsere Boot nach ORC Club vermessen und damit haben wir ein gerechteres Rating als nach SW Cijfers Faktor (vergl. Yardstick). Diese Zweifel beruhten auf den sehr durchwachsenen Ergebnissen der letzen Regatten mit voller Crew.
    Bert mein Mitstreiter sagte: „Egal ob wir Letzter werden! Hauptsache Spaß beim Segeln und das Gefühl zu haben, dass wir unsere Bestes gegeben haben.“

    Das Boot war optimal vorbereitet, sauberes Unterwasserschiff alle störenden Kilos wie Rettungsinsel, Starkwindsegel, Sprayhood unnötige Leinen, Werkzeug Putzmittel, sind von Bord.
    Die Wettervorhersage war leider nicht sehr vielversprechend, ein laues Lüftchen mit 1-2 Beaufort das sich später zu einem „satten“ dreier mit bis zu 9Knoten Wind steigern sollte, war auch nicht gerade das was ich mir Wünschte. Ich hätte lieber einen gute 4-5 Beaufort gehabt, damit wir beiden Schwergewichte unsere Kraft und Kondition beim Starkwindhandling ausspielen konnten. So sah es eher aus, als ob wir uns katzengleich an Bord bewegen mussten, um keine Unruhe ins Schiff zu bekommen.

    Freitags Nachmittag überführe ich die REISE REISE von Colijnsplaat einhand nach Brunisse, Bert hatte beruflich noch Termine viel und kommt erst Samstagsmorgen an Bord. Meine Beste hatte auch besseres zutun als 8h im Hafen auf uns zu warten und wollte erst Samstagabend zur After-Sailing-Party dazu kommen.
    Samstagmorgen am Renntag hatte ich mir den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, damit ich noch alles in Ruhe vorbereiten kann, Plotter programmieren, Kaffee kochen, Schiff buglastig trimmen für den leichten Wind, Segel und Leinen anschlagen SPI Tasche auf den richtigen Bug vorbereiten und zum Briefing gehen um 6:45 Uhr.
    Vor dem Briefing gibt es für die Teilnehmer Kaffee und Wurstbrötchen. Bei Briefing wurden die Bahnen für die Gruppen genannt, noch die wichtigsten Hinweise wie UKW Kanal, Startprozedure, Rettungswestentragepflicht an und Abmelden der teilnehmenden Boote. Danach gab es noch für jede Crew ein reichhaltiges Lunchpaket. In Zusammenhang mit dem tollen Buffet am Abend ist das Startgeld mit 80 Euro damit nicht zu teuer.
    Der Wind ist wie vorhergesagt morgens noch sehr schwach mit 1-2 Beaufort aber segelbar. Nun gibt es kein zurück mehr und wir nehmen die Herausforderung an und wir fahren an den Start! Unser Start soll um 8:35 Uhr als zweite Gruppe erfolgen diese besteht aus den ORC 3-4 Booten, den First 31.7 und der J80 Einheitsklassen. Die ORC 1-2 Gruppe ist allerdings wieder so übermotiviert, dass sie einen Gruppenfehlstart hinlegt und alle Starts dadurch um 10 Minuten nach hinten verschoben werden.
    Uns ist es recht denn der Wind soll ja zunehmen. Unser Start klappt ganz gut wie sind ca. im Mittelfeld. Auf der ersten Kreuz reagiere ich noch recht nervös auf großen Winddreher und mache 2 Wenden zu viel. Damit liegen wir an der ersten Tonne nur noch in der zweiten Hälfte. Danach läuft es besser mit dem ersten SPI Kurs und der darauffolgenden langen Kreuz in Richtung Ouddorp fahren wir uns gut nach vorne ins erste Drittel des Feldes. Der zweite SPI Kurs ist teilweise zu tief für unseren Gennaker sodass wir wegkreuzen müssen und so die Tiefe der symmetrischen Spinnaker nicht halten können. Verlieren aber insgesamt nicht viel Raum.
    Die anschließende Kreuz lief allerdings nicht sehr gut. Hier machte ich ein paar Fehler sodass wir den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Nun kam auch noch Pech mit dem Wind hinzu und wir dümpelten mit unserem Gennaker hinterher. Zu allem Unglück wurden wir durch den von „hinten“ wieder stärker werdenden Wind von unserer Verfolgergruppe eingeholt. Die nächste Kreuz verlief wieder neutral. Beim letzten Spinnakerkurs in Richtung Ziel war uns der Wind wieder holt und wir konnten wieder gut aufholen. Einmal hatten wir soviel Glück mit einem Winddreher, das wir uns eine Halse sparen konnten genau zu dem Zeitpunkt als wir halsen mussten. „Bingo!“ Die letzten Meilen ging es immer höher an den Wind. Teilweise hatten wir 45° scheinbaren Windeinfall und waren kurz vorm SPI Bergen als dann doch wieder der Wind zu unseren Gunsten drehte. Diejenigen die nun zu früh den Spi eingepackt hatten verhungerten nun mit dem abschwächenden Wind. Wir huschten so grade noch mit 2,5 Knoten Speed über die wegen dem schwachen Wind vorverlegte Finishlinie. Danach sackte der Wind eine Stunde lang ganz weg, so das ein Großteil der 160 Yachten vortriebslos auf dem Grevelingen herumtrieben. Zum diesem Zeitpunkt hatten wir aber kein Gefühl an welches Stelle wir lagen im Feld.

    Insgesamt waren wir zufrieden und genossen den warmen sonnigen Nachmittag mit Blick auf die Ziellinie. Abends kam meine Beste angereist und mit einem reichhaltigen Buffet und ein paar Bieren freuten wir uns auf das Ergebnis. Die Liste zeigte die REISE REISE auf dem 7. Platz von 19 Booten. Damit sind wir vollauf zufrieden. Dieses Ergebnis ist gut für das Selbstbewusstsein.

    Fazit: Die 40 Mijl van Bru Duohanded ist ein perfekt organisierter Wettstreit, der von der 2 Personen Crew einiges abverlangt. Denn gerade bei so einem „engen“ Revier hat man mit der Navigation und dem häufigen Segelwechsel (4 mal Spinnaker / Gennaker setzen, bergen packen und wieder vorbereiten) und der großen Anzahl von Schiffen nicht viel Zeit sein Lunchpaket zu geniessen.

    Ergebnisslisten und Fotos auf: www.40mijlvanbru.nl
    Gruß Norbert

  3. #3
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    Standard Dabeigewesen

    Mach Dir mal keine Kopf um die ORC Felder. Das sind alles auch nur Hobbyisten. Die Toerklasse ist für die gedacht, die mal ein Ründchen ihre Bav Regattaluft schnuppern lassen wollen, aber sonst nie Regatten fahren. Leider schreiben sich die, die unbedingt Pötte wollen, auch mit "ORC-Booten" in der Toerklasse ein.

    Mir schien es z.B. so, als sei die ganze Truppe von Quantum Sails Zuidwest auf Kundenbooten (in der Toerklasse) verteilt, um denen Erfolgserlebnisse (dank der tollen Q-Sails natürlich) zu bescheren. Dann gewinnt eine Benny 25 als "Toerboot". Diese Einschreiberei in SW (Toer)klassen von "echten" Regattabooten nervt. Dann lieber ehrlich in ORC fahren.

    Die Regatta selber war überraschend taktisch anstrengend. Wir haben de facto 5:30 Matchraching gehabt - und beim letzen Shift etwa 1 Meile vor dem Finish verloren . Viele Löcher und Dreher, insgesamt wenig Wind, der uns mit dem Boot in "Urlaubsausrüstung" nicht gerade entgegenkam. Vielleicht hätten wir auch besser die Regattafock mitgenommen... .

    Insgesamt sicherlich ein "Aanrader", aber die 3 Tage (8h Hinfahrt Freitag, Regatta, 7h Rückfahrt Sonntag) mit knapp 10 Grad am Sonntag ging ziemlich auf die Kondition. Bei Bedingungen wie letztes Jahr (5 zunehmend 6 - 7) wäre es für uns bitter geworden. Die echten Einheimischen haben es mit Unterstützung der "Shore-Crew" doch etwas einfacher.

    Alex

  4. #4
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    Standard

    Hallo Alex,
    ja natürlich sind die ORC Piloten "Hobbyisten", aber schon recht gute!
    Das in den ungemessenen Hobbyklassen Boote herumwildern die da nicht reingehören ist auch richtig, das gibt es aber (leider) überall. Damit muss man Leben, genau wie mit seinem Rating.

    Hättest ja vorher mal Piep machen können, dann hätte man sich mal auf ein Bier treffen können....

    Die Logistik bei solchen Events mit Boot hin- und zurücksegeln ist natürlich ein wenig aufwendig, aber halt normal und ich finde es nicht lästig drei Tage zu segeln.
    Wobei der Sonntag zurück echt scheixxe kalt war für JUNI! Insbesondere wenn man Samstags noch in der kurzen Hose und T-Shirt im Cocpit gesessen hat.
    Gruß Norbert

  5. #5
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    Standard

    Ich schaue fast nie in dieses Forum - nach n paar Jahren hat man doch alles mal gelesen und kommentiert .

    Nächstes Jahr vielleicht (Mai/Juni ist leider knackevoll mit Regatten, da muss man auswählen was man fährt).

    ALex

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