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  1. #1
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    Standard Religionsunterricht:

    "Grüne wollen Reform": "...Spitzenkandidat Robert Habeck bekräftigt jetzt die Absicht seiner Partei, im Falle eines Regierungswechsels den konfessionellen Religionsunterricht abzuschaffen.""Werte insgesamt (müssten) vermittelt werden". "Er halte nicht nur die Trennung in evangelischen und katholischen Religionsunterricht für falsch, sondern sogar die Trennung von christlichem und islamischem Unterricht." So die Tageszeitungen Schleswig-Holstein.

    Wieder so ein verspätetes Wahlkampf - Ei. Hat Herr Habeck nicht mitbekommen, worum sich die Bundesregierung und die islamischen Verbände seit Jahren bemühen: Neben dem bestehenden RU endlich einen sach- und fachgerechten Unterricht für Muslime zu unterstützen und zu fördern. Endlich weg vom Hinterhof Koranunterricht irgendwelcher teilweise radikaler Koranlehrer hin zur Unterweisung durch universitär ausgebildete Islam Lehrer in den Schulen.

    Wir müssen uns damit abfinden, dass der Islam mit dem kontinuierlichen Zurückweichen der christlichen Religionen und Traditionen die religiöse Gemeinschaft mit dem stärksten Zuwachs in der BRD ist. Jedes dritte Kind in unserem Land ist Muslima/Muslim. Und eines ist sicher: Muslime werden mit so einem Wischi-Waschi religiös philosophisch ethischen Vielfruchtgelee nicht einverstanden sein. Und sie tragen ihre Forderungen nachdrücklich vor. Nur bis S-H ist das noch nicht durchgedrungen - fragt mal in NRW nach oder in Berlin.

    Aber auch der traditionelle konfessionelle Religionsunterricht, wie er teilweise noch durchgeführt wird, sollte nicht ohne Not reduziert oder aufgegeben werden, denn unsere Geschichte und Gegenwart sind ohne die christlichen Religionen nicht zu verstehen.

    Die Menschenrechte, die Gesetzgebung, die Wissenschaften, bis zu 90% der klassischen und neuen Literatur, die Kunst, die Musik, die Architektur, der Kalender, unsere Sitten und Gebräuche, die ethischen Grundlagen - alles ist entscheidend von der christlichen Kultur geprägt, auch, wenn wir mit der gegenwärtigen Erscheinungsform der Kirchen unsere Probleme haben mögen, auch wenn es in der Geschichte grauenvolle Entgleisungen gegeben hat. Wir sind Teil des christlichen Abendlandes.

    Auch die Kritik und sachgerechte Auseinandersetzung mit der oder den Religionen gehört zum guten Religionsunterricht. Interne und externe Religionskritik sind in den Lehrplänen verwurzelt. Ludwig Feuerbach, Karl Marx und Sigmund Freud mit ihrer Kritik am Fundament und der Erscheinungsform der Religionen werden im RU behandelt.

    Behandelt werden ebenfalls junge und neu entstehende religiöse Gemeinschaften und Erscheinungsformen. Jugendreligionen hat man sie genannt oder Jugendsekten.

    Wer religiöse Strukturen erkennen und leben will, wer selbst einen Weg zu Gott oder zum Atheismus, zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen sucht, braucht guten Religionsunterricht. Er wird darüber hinaus vorbereitet für das Zusammenleben mit Menschen einer sehr viel entschiedeneren schnell wachsenden Religionsgemeinschaft mitten unter uns, die sich im öffentlichen Raum wachsenden Einfluss und zunehmende Mitgestaltung erobern wird.

    Es ist mir unverständlich, warum ein für mich bemerkenswerter und hoffnungsvoller Politiker ohne Not eine solche seit vielen Jahrzehnten bewährte Einrichtung wie den RU zusammen mit dem Koalitionspartner zerstören will.
    Geändert von Manfred.pech (19.04.2012 um 15:47 Uhr)

  2. #2
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    Harbeck sucht ja nur ALLES, um Leute dazu zu bringen, grün statt pirat zu wählen. Und ALLES um die Tür zur CDU zuzuschlagen. Mal sehen, was das wird. Ich profezeie: die CDU wird stärker als gedacht, Albig (SPD) wird auch stark, die beiden werden zusammen so um die 70% abgreifen, die FDP kommt rein, die Piraten auch, der SSW bleibt unter 5%, die Grünen erleben eine 5,1% Enttäuschung, die Linke bleibt satt draußen, die Nazis auch-und regieren wird eine große Koalition, weil es anders nicht geht.
    Zur Thematil hat Pech alles gesagt: Muslime werden NIEMALS Ethikunterricht haben wollen, das ist denen lattenhagen, deren Kids sollen den Koran lernen. Und christliche Kinder sollen auch ihre Traditionen lernen. wer nichts ist, kann sein Kind ja abmelden, geht ja heute auch schon, das kind kriegt dann eben Philosophie.
    Warum wollen eigentlich alle selbsternannten Aufklärer die Religionen aus dem öffentlichen Leben verbannen? Diese Phobie nimmt ja schon verfolgerische Züge an. C.

  3. #3
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    Ein großer Teil Zuwachs sind auch die Leute, die aus der Kirche ausgetreten sind. Und Religionsgeschichte sollte schon religionsneutral unterrichtet werden, also nicht im Religionsunterricht. Und das können Muslime auch anhören und lernen.
    Hinzu Ethik, Regeln für Zusammenleben. Auf Mauritius klappt das bestens!

  4. #4
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    Frage mal die Schüler. Die interessiert der Religionsunterricht in der Mehrzahl herzlich wenig. Abschaffen wollen die den aber nicht, beschert er ihnen doch quasi eine Freistunde, in der sie verschaufen können.
    Das ist ähnlich wie bei den Atheisten, die am Karfreitag gegen den 'ruhigen' Feiertag protestierten. Abschaffen wollen sie diese christlichen Feiertage nicht, nur nutzen können wie es ihnen beliebt.
    Fragt mal die Unternehmer, für die Abschaffung der Feiertage zahlen die der Kirche für jeden 'Gläubigen' freiwillig 5.000,--EUR. Da kann die Kirche gar auf die Kirchensteuer verzichten. Dem Selbstständigen ist jeder Sonn- und Feiertag eh ein Greuel, weil er die Einnahmen schmälert.
    Geändert von Firsty (19.04.2012 um 16:48 Uhr)

  5. #5
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Leider liegen die Ursachen für zunehmende Religionsferne weitaus tiefer und sind komplexer, als es oberflächlich erscheint. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein tiefgreifender negativer Wandel unserer Gesellschaft vollzogen. Wirtschaft und Medien haben ihr Ziel, den dummen, unkritischen Konsumenten, systematisch und recht erfolgreich verfolgt. Die Mißachtung moralischer und ethischer Grundsätze wurde Mode. Und zahlreiche Politiker, vor allem der Grünen und der SPD, sind allzu oft bereitwillig auf diesen Zug aufgesprungen. Die Verächtlichmachung der Ehe, die sogenannte sexuelle Befreiung mit dem ungeheueren Anstieg der Zahl der Alleinerziehenden (die Verwöhnen und Laissez-faire oft für Erziehung halten) sind nur einige Beispiele. Eine deutlich zunehmende Brutalisierung zeigt sich an diversen Vorfällen in U-Bahnstationen, bei Fußballspielen und bei der dramatisch gestiegenen Agressivität gegenüber Polizisten. Verkehrsregeln werden zunehmend ignoriert usw. In dieser egoismusorientierten Gesellschaft stören christliche Moralvorstellungen sehr und werden daher gern als antiquiert bezeichnet. Die meisten Kirchenaustritte erfolgen nicht wirklich aus religösen Gründen, sondern um Kirchensteuer zu sparen. Da man dies ungern zugibt, werden Fehler der Kirchen als Motive vorgeschoben. Die christlichen Kirchen stehen da auf ziemlich verlorenem Posten. Sie wirken müde und passiv. Die Christen haben sich selbst um ihre Orientierung gebracht. Dem steht mit dem Islam eine deutlich aktivere und teilweise agressivere Religion gegenüber, die auch schlichten Gemütern eine relativ einfache moralisch-ethische Richtschnur bietet. Ihre Anhänger sind überwiegend stärker von ihrer Religion überzeugt. Hinzu kommen vielfach eigentlich nicht religiös bedingte patriachalische Strukturen und eine meist sprachlich bedingte Ghettoisierung.
    Leider versuchen Politiker wie R. Habeck immer wieder, diese negativen Tendenzen zu nutzen. Die Abschaffung des Religionsunterrichts ist da nur ein Beispiel. Allerdings werden weder Religionsunterricht noch Ethikunterricht wirklich etwas verbessern. Sie arbeiten nur kognitiv. Gefestigte Moralvorstellungen können nur durch entsprechende Erziehung im Elternhaus erreicht werden. Das beispielhafte Handeln der Eltern läßt sich nicht durch Schulunterricht ersetzen.
    Gruß
    Wepi

  6. #6
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    .....Zur Thematil hat Pech alles gesagt: Muslime werden NIEMALS Ethikunterricht haben wollen, das ist denen lattenhagen, deren Kids sollen den Koran lernen. Und christliche Kinder sollen auch ihre Traditionen lernen. wer nichts ist, kann sein Kind ja abmelden, geht ja heute auch schon, das kind kriegt dann eben Philosophie.
    Ich finde, dass Philosophie als Ersatz für Religion nicht ganz passt.
    Es gibt ein Bedürfnis nach Religiösem, wenn das auch bei den Kid's noch nicht ausgeprägt ist. Man denke nur an den Sekten-Boom. Deshalb meine ich, dass es einen neutralen Religionsunterricht geben soll, der alle großen Religionen einbeziehen sollte (wie Nelson das angedeutet hat), um den jungen Menschen quasi eine Vergleichs- und Wahlmöglichkeit zu eröffnen. Wenn man sich trotzdem zum Atheismus hinwendet, geht das als Ergebnis des Vergleiches auch in Ordnung.
    Es gäbe einen gesunden Konkurrenzkampf zwischen den Lehren und Überzeugungen.
    Unterrichten dürften abwechselnd immer nur geprüfte Religionslehrer ihre eigene Religion.
    Religionsunterricht als einseitige Gehirnwäsche sollte damit nicht mehr möglich sein.
    Sollte eine Religion diese umfassende Informationsmöglichkeit ablehnen, dann erweist sie sich automatisch als intolerant und beweist damit ihre eigene Schwäche, indem sie Angst davor hat, den Vergleich nicht zu bestehen.
    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Warum wollen eigentlich alle selbsternannten Aufklärer die Religionen aus dem öffentlichen Leben verbannen? Diese Phobie nimmt ja schon verfolgerische Züge an. C.
    Eine extrem religionsFEINDLICHE Haltung beobachte ich immer wieder bei jenen, welche alternativ den alten Marx anbeten. Der duldet ebenso keine Götter neben sich, wie die anderen monotheistischen Religionen in ihrer fundamentalistischen Ausprägung. http://www.welt.de/politik/deutschla...-der-Welt.html
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (19.04.2012 um 18:26 Uhr)

  7. #7
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    Standard Ru

    @Marker
    RU ist keine Veranstaltung der Kirche in der Schule, obgleich er in der Regel von Angehörigen einer Religion durchgeführt wird. Die Curricula (Lehrpläne) sind so gestaltet, dass ein großer Freiraum für andere Überzeugungen besteht, dem der Lehrer Rechnung zu tragen hat. Und bitte, Schüler lassen sich nicht einfach vereinnahmen. Der Unterricht ist vor allem problemorientiert. Sein Ziel ist der mündige Erwachsene, der sich sowohl kognitiv als auch emotional affektiv in seiner religiösen Umwelt zurechtfindet.

    @Carsten S. und Wepi
    Respekt für eure Positionen und Analysen

  8. #8
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    Zitat Zitat von wepi Beitrag anzeigen
    Leider liegen die Ursachen für zunehmende Religionsferne weitaus tiefer und sind komplexer, als es oberflächlich erscheint. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein tiefgreifender negativer Wandel unserer Gesellschaft vollzogen. Wirtschaft und Medien haben ihr Ziel, den dummen, unkritischen Konsumenten, systematisch und recht erfolgreich verfolgt. Die Mißachtung moralischer und ethischer Grundsätze wurde Mode. Und zahlreiche Politiker, vor allem der Grünen und der SPD, sind allzu oft bereitwillig auf diesen Zug aufgesprungen. Die Verächtlichmachung der Ehe, die sogenannte sexuelle Befreiung mit dem ungeheueren Anstieg der Zahl der Alleinerziehenden (die Verwöhnen und Laissez-faire oft für Erziehung halten) sind nur einige Beispiele. Eine deutlich zunehmende Brutalisierung zeigt sich an diversen Vorfällen in U-Bahnstationen, bei Fußballspielen und bei der dramatisch gestiegenen Agressivität gegenüber Polizisten. Verkehrsregeln werden zunehmend ignoriert usw. In dieser egoismusorientierten Gesellschaft stören christliche Moralvorstellungen sehr und werden daher gern als antiquiert bezeichnet. Die meisten Kirchenaustritte erfolgen nicht wirklich aus religösen Gründen, sondern um Kirchensteuer zu sparen. Da man dies ungern zugibt, werden Fehler der Kirchen als Motive vorgeschoben. Die christlichen Kirchen stehen da auf ziemlich verlorenem Posten. Sie wirken müde und passiv. Die Christen haben sich selbst um ihre Orientierung gebracht. Dem steht mit dem Islam eine deutlich aktivere und teilweise agressivere Religion gegenüber, die auch schlichten Gemütern eine relativ einfache moralisch-ethische Richtschnur bietet. Ihre Anhänger sind überwiegend stärker von ihrer Religion überzeugt. Hinzu kommen vielfach eigentlich nicht religiös bedingte patriachalische Strukturen und eine meist sprachlich bedingte Ghettoisierung.
    Leider versuchen Politiker wie R. Habeck immer wieder, diese negativen Tendenzen zu nutzen. Die Abschaffung des Religionsunterrichts ist da nur ein Beispiel. Allerdings werden weder Religionsunterricht noch Ethikunterricht wirklich etwas verbessern. Sie arbeiten nur kognitiv. Gefestigte Moralvorstellungen können nur durch entsprechende Erziehung im Elternhaus erreicht werden. Das beispielhafte Handeln der Eltern läßt sich nicht durch Schulunterricht ersetzen.
    Gruß
    Wepi
    Das hast Du schön geschrieben, vor allem das mit dem Elternhaus. Kinder gehören nicht abgeschoben, sondern nach Hause zur Mutter!

    Ich bin zwar aus der Kirche raus, stimme Dir aber in Allem zu!


    http://www.welt.de/politik/deutschla...t-glauben.html

  9. #9
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    Zitat Zitat von Marker Beitrag anzeigen
    Ich finde, dass Philosophie als Ersatz für Religion nicht ganz passt.
    Es gibt ein Bedürfnis nach Religiösem, wenn das auch bei den Kid's noch nicht ausgeprägt ist. Man denke nur an den Sekten-Boom. Deshalb meine ich, dass es einen neutralen Religionsunterricht geben soll, der alle großen Religionen einbeziehen sollte (wie Nelson das angedeutet hat), um den jungen Menschen quasi eine Vergleichs- und Wahlmöglichkeit zu eröffnen. Wenn man sich trotzdem zum Atheismus hinwendet, geht das als Ergebnis des Vergleiches auch in Ordnung.
    Es gäbe einen gesunden Konkurrenzkampf zwischen den Lehren und Überzeugungen.
    Unterrichten dürften abwechselnd immer nur geprüfte Religionslehrer ihre eigene Religion.
    Religionsunterricht als einseitige Gehirnwäsche sollte damit nicht mehr möglich sein.
    Sollte eine Religion diese umfassende Informationsmöglichkeit ablehnen, dann erweist sie sich automatisch als intolerant und beweist damit ihre eigene Schwäche, indem sie Angst davor hat, den Vergleich nicht zu bestehen.

    ...
    Das mit der Gehirnwäsche finde ich gut. Ohne die kann man den vielen Unfug nicht ertragen.
    Meine Tochter war im christlichen Religionsunterricht, bis sie bei Kain und Abel fragte, wo die ihre Frauen herhatten. Damit war sie unten durch. Und ich habe sie dann aus dem Reli-Umterricht rausgenommen.

    Und ein gebildeter Mensch, der est mit über 20 den Unfug hört, kann nicht mehr bekehrt werden. Gott ist z.B. nicht im Blitz oder St.,Elms-Feuer wie früher.

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

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    Zitat Zitat von Nelson Beitrag anzeigen
    Das mit der Gehirnwäsche finde ich gut. Ohne die kann man den vielen Unfug nicht ertragen.
    Meine Tochter war im christlichen Religionsunterricht, bis sie bei Kain und Abel fragte, wo die ihre Frauen herhatten. Damit war sie unten durch. Und ich habe sie dann aus dem Reli-Umterricht rausgenommen.

    Und ein gebildeter Mensch, der est mit über 20 den Unfug hört, kann nicht mehr bekehrt werden. Gott ist z.B. nicht im Blitz oder St.,Elms-Feuer wie früher.
    Da muss Deine Tochter aber einen Religionslehrer erwischt haben, dessen Ausbildung nicht dem heutigen Stand kirchlicher Lehre und Forschung entspricht. Kein vernünftiger und gut ausgebildeter christlicher Religionslehrer würde versuchen, die Texte des Alten Testaments nur als historische Wahrheiten zu erklären. Sie enthalten sicher auch historische Fakten, aber die meisten Geschichten sind von Priestern o.ä. gegebene Antworten auf Fragen der Gläubigen, z.B. "Warum feiern wir Sabbat?" oder "Wie ist die Welt entstanden?", "Warum feiern wir ein bestimmtes Fest?","Woher kommt ein bestimmter Brauch?" usw. Im Religionsunterricht sollte klar werden, dass die Antworten Erklärungen sind, die sich gläubige Menschen vor Jahrtausenden ausgedacht haben. Dass es auch Berichte (vor allem im Neuen Testament) gibt (Auferstehung, Wunderheilungen), die viele (auch Pfarrer) nur schwer als Tatsachen akzeptieren können, verhindert nicht, die Kernaussagen des Neuen Testaments zu akzeptieren. Auch wer Wunder für unmöglich hält, kann sicher den ethischen und sozialmoralischen Forderungen des NT zustimmen, die allerdings sehr schwer zu erfüllen sind. Und vielleicht hat er das Glück, einmal selbst etwas zu erleben, das für ihn persönlich ein Wunder ist.
    Im übrigens befaßt sich moderner christlicher Religionsunterricht laut Lehrplan vorrangig mit durchaus realen Problemen der Schüler (Sexualität, Familie, Partnerschaft usw.) Auch die Information über die wesentlichen Fakten und Glaubenssätze anderer Weltreligionen gehören zum Lehrplan.
    Ich hoffe, der Religionslehrer Deiner Tochter war eine negative Ausnahme, wenn er versucht hat, den Schülern alttestamentarische Geschichten einfach als reale Ereignisse darzustellen. Gerade die Texte in den ersten Büchern Mose (die nicht von Mose, sondern von mindestens 3 verschiedenen Verfassern stammen) sind eine Sammlung von Bildern, die keinen naturwissenschaftlichen Anspruch erheben. Ein guter Religionslehrer weiß das und wird es entsprechend darstellen.
    Gruß
    Wepi

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