Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Standard Nordseewoche / Rund Skagen

    Falls es jemanden interessiert, der nicht mitfährt (die Teilnehmer werden in den seltensten Fällen Forumsleser oder gar -schreiber sein) am Wochenende beginnt die Nordseewoche. Der krönende Abschluß ist wie jedes gerade Jahr das Pantenius Rund Skagen Rennen.
    Neben den üblichen Verdächtigen der deutschen Cruiser, die sich auf Streckenrennen bequemen ist unter anderen Spiegelchef Blumencron mit seinem Class40 dabei. Das Gerät ist eine Rakete - aber nur 12m lang. Gespannt sein darf man darauf, wie sich das Design gegen größere Rennyachten schlägt. Im allgemeinen sind die Forties langsamer als moderne 50 Fußer - aber nicht viel.
    Da wäre die neue Varuna, eien Ker 51. Der Kohleofen kann nur rattig schnell sein, da superleicht, superschlank, aber mit ziemlich breitem Deck, damit die Crew ausreiten kann. Viel Spaß auf den gut 500 Meilen rund um Skagen nach Kiel! Deutlich größer, also möglicherweise noch schneller, ist die Opal, eine Eliott 57. Ebenfalls Karbonofen mit Cantingkeel dürfte sie der kleineren Varuna locker Paroli bieten. Auf der Meldeliste ist auch Schokakola. Das Reichel & Pugh Design hat aber laut Gerüchteküche schon wieder einen Schaden (diesmal im Hafen liegend) davongetragen - Schade.
    Die beiden Karbonrenner müssen also allein zu zweit die Jagd auf die grau Eminenz eröffnen. Damit meine ich die "SEB", die im Volvo Oceanrace 2002 von Gunnar Krantz geskippert wurde. Das Boot fährt nun mit junger Rostocker Crew und ist mit knapp 20m Länge deutlich das größte Boot im Feld. Meine Einschätzung ist, daß es bei reichlich Wind auch das Zeug zum schnellsten Boot hat. Nur wenn es leicht weht, dann dürfte die altehrwürdige Dame Schwierigkeiten haben.

  2. #2
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    Standard

    Hallo Pogolino,
    dankeschön für die Einschätzung! So ist man wenigsten aufgewacht. Ach da ist doch was und kann es evtl live verfolgen. ICh weis nicht wie gut die Online Berichterstattung ist.
    Gruß Norbert

  3. #3
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    Standard "Varuna"

    Die in der Kieler Knierim-Werft gebaute KER50 ist fertig. Der Werft-Chef Gunnar Knierim,
    der seine Firma vor zehn Jahren umstrukturierte und sie vorwiegend auf High-Tech-Einzel-
    bauten spezialisierte, lobt das Schiff als sein Meisterstück und sagt ihm vollendetes Design
    nach. Er ließ das 15,5 mal 4,5 Meter große Karbon-Teil von Jason Ker kompromisslos auf
    Erfolg hin zeichnen zu dem einzigen Zweck, die Segel-Szene aufzumischen und Regatten
    zu gewinnen. Ker, der zuvor eine südafrikanische America’s-Cup-Yacht verantwortete, opti-
    mierte die neue „Varuna“ auf des Wertungssysteme IRC hin. Der Hamburger Unternehmer
    Jens Kellinghusen vertraute der Kieler Werft und gab ihr den Zuschlag mit der Auflage, in
    165 Tagen zu liefern. Mit hoher Präzision wurden Deck, Ruder und Schotten und andere
    Kleinteile gefräst und der Rumpf in Komposit-Kohlefaser-Laminat auf Nomex-Waben als
    Sandwich-Kern gefertigt. Das Gesamtgewicht soll 6,65 Tonnen nicht übersteigen, wovon
    allein 4,00 Tonnen auf den 3,75-Meter-Ballastteil mit Kiel-Finne und Bleibombe entfallen.
    Im aufgeräumten Cockpit laufen Fallen und Strecker meist verdeckt. Das Airfoil-Rigg wur-
    de von Hall Spars aus den USA geliefert. Die durchgehend schwarze Farbe bei fast allen
    Teilen des Schiffes ersparte der Werft eine Lage Farbe. Zwei Stander, der der Alster-Pira-
    ten und der des Norddeutschen Regatta-Vereins sorgen dafür, dass nicht Alles schwarz
    ist. Die Rund-Skagen-Regatta wird zur Jungfernfahrt des Schiffes und soll seine Hochsee-
    Tauglichkeit dokumentieren. Danach wird der Eigner mit einer komplett deutschen Mann-
    schaft bei der Kieler Woche auftreten. Neben dem Besuch anderer einschlägiger Veranstal-
    tungen in Europa ist auch ein Rennen geplant, bei dem die „Varuna“ auf die verschlafene
    Weltelite der Einrumpf-Segelei trifft: Sydney-Hobart. Jens Kellinghusen hat Alles am Schiff
    nach neuesten Geichtspunkten ausgerichtet. Es lässt sich nur noch verbessern, indem
    man das Blei im Kiel (falls IRC das zulässt) gegen ein Metall mit höherem Gamma aus-
    tauscht.
    Geändert von Makis Enefrega (24.05.2012 um 14:48 Uhr)

  4. #4
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    Standard

    Hallo Makis,
    schön abkopiert! Ich hoffe, dass eine deutsche Hochsseeyacht mal wieder international für Furore sorgt, denn bis dato sind die Ergebnisse eher bescheiden wenn man so die Highlights der Hochsee-Regatten ansieht. Round Britain, Fastnet Race, Sydney Hobart....

    Das eine KER das kann, hat die niederländische Tonnere de Breskens schon bewiesen

    Gruß Norbert

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von Makis Enefrega Beitrag anzeigen
    D..... das Blei im Kiel (falls IRC das zulässt) gegen ein Metall mit höherem Gamma aus-
    tauscht.
    ...das mit dem höheren Gamma finde ich auch Klasse !!

  6. #6
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    Es ist wirklich spannend. Die drei schnellsten Boote sind nach ORC fast gleich schnell. Und das Wetter soll von Starkwindkreuz am Anfang bis Flautenpoker im Kattegat gehen. Was glaubt Ihr, wer wird first ship home? Der ultraleichte Festkieler, der schlanke Cantingkeeler mit Innenausbausystem, oder das schwere große Wasserballastboot? Auf Helgoland liegen alle drei im gleichen Päckchen.

  7. #7
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    Moin Moin Pogolino,
    scheint als wenn die alte Volvo Ocean Race Dame weiß was Starkwind ist und dem schwarzen Kohlefaser Ritter momentan zeigt wie es geht!?

    Kann aber auch einfach daran liegen, dass die Crew besser ist.... wie so oft.
    Gruß Norbert

  8. #8
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    Varuna und Opal fahren Hause. ORC1 4te ist eine Beneslow 44.7. Daneben eine X442 und nicht weite weg eine alte Swan. Dazwischen eine X362. Ganz vorne ein alter VO60.

    Noch ist alles offen. Alte Dampfer aus den späten Nineties schlagen sich bergauf nicht schlecht. Für'n guten Platz muss nicht alles auf Kohle sein.

    Hans

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