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  1. #1
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    Standard Marinediesel vs Marinisierung

    Hallo zusammen,

    ich will einen in die Jahre gekommenen Perkins 4108 mit 45PS durch einen "moderneren" Diesel austauschen und frage mich welchen Vor- oder Nachteil ein marinierter OM601 eines 190D hat. Eingebaut werden soll das ein einen 30 Jahre alten Langkieler mit 14t Verdrängung.

    An sich sind die Marinediesel (Vetus und Co.) langsam drehende Industriemotoren mit hohem Drehmoment. Der OM601 sollte meiner Meinung aber ausreichen, oder übersehe ich da was?
    Wäre es möglich das der PKW-Diesel vielleicht eine höhere Drehzahl und ggf. mehr Kraftstoff benötigt?

    Danke

  2. #2
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    Rein von der Auslegung müsste das bei allen OM 601-Motoren klappen, da im Bereich von 3000 rpm das höchste Drehmoment zur Verfügung steht.
    Ich denke aber, dass die thermogesteuerte Kraftstoffvorwärmung und der hydraulische Ventilspielausgleich im Wassersportbereich ein Problem werden können.
    Die Marinisierung wird vermutlich teurer als ein Marine-Motor.

  3. #3
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    Danke, habe den Preis für die Marinisierung noch nicht kalkuliert, sie wird aber sicher drunter liegen. Es sei denn ich nehme einen günstigeren China Diesel.
    Ich glaube nicht das es mit der Kraftstoffvorwärmung oder dem hydraulischen Ventilspielausgleich Probleme gibt, da die Betriebstemperatur die gleiche sein sollte.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Firsty Beitrag anzeigen
    Rein von der Auslegung müsste das bei allen OM 601-Motoren klappen, da im Bereich von 3000 rpm das höchste Drehmoment zur Verfügung steht.
    .
    Drehmoment ja aber Ps nein. Die wird immer bei der maximalen Drehzahl angegeben.
    das musst du also bei dem Vergleich einkalkulieren.
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  5. #5
    Ausgeschiedener User Gast

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    Zitat Zitat von BlankenAd Beitrag anzeigen
    Drehmoment ja aber Ps nein. Die wird immer bei der maximalen Drehzahl angegeben.
    das musst du also bei dem Vergleich einkalkulieren.
    Ad
    Na ,na, na, das sieht auf den Blättern mit der Drehmomentverlaufkurve aber etwas anders aus
    Grüsse - Norbert

  6. #6
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    Das habe ich getan. Bei 3000 rpm stehen so ungefähr 35 kW an. Die maximale Leistung wird so ungefähr bei 4600 rpm erreicht und liegt dann über 50 kW.

    @Nicknolte: Man beachte die Ölpumpe, die in allen angedachten Betriebszuständen noch Öl fördern muss. Darüber hinaus dürfen die Kurbelwelle bzw. die Kurbelwellenwangen nicht im Öl pantschen. Das führt dann zum Aufschäumen des Öls und dann dürfte der Ventilspielausgleich schnell am Ende sein.
    Auch zu beachten ist, dass der Zylinderkopf aus Alu gefertigt ist. Ich glaube nicht, dass der mit Salzwasser klar kommt. D.h., in jedem Fall Zweikreis-Kühlung. Eine passende Getriebeglocke muss auch noch her.
    Zum China-Motor, wenn es dann nicht nationale (Europa-) Gedanke ist, glaube ich, dass die Chinesen viel gelernt haben.
    Fast alle namhaften Hersteller von BMW bis Honda haben dort Motor bauen lassen.
    Fragen Sie mal den Grauwal, der hat eine Motorrevision gerade hinter sich und kann sicher über günstige Marinemotoren (m.W. nicht aus China) etwas sagen.

  7. #7
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    Habe mal das Leistungsdiagramm angehängt, bei 2500U/min stehen 32KW an. Sollte eigentlich ausreichen, oder?

    om601-603.jpg

  8. #8
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    Zitat Zitat von Firsty Beitrag anzeigen
    jedem Fall Zweikreis-Kühlung.....
    Zum China-Motor, wenn es dann nicht nationale (Europa-) Gedanke ist.
    Zweikreiskühlung wird es in jedem Fall. Und ja das ist immer ein Europa-Gedanke im Spiel. Allerdings weis ich heute nicht mehr was wo wirklich hergestellt wird.

  9. #9
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    Ich glaube kaum das es noch Schiffsdiesel gibt die in Europa hergestellt werden. Vielleicht Bukh noch?
    Die anderen sind meist Japanische oder Koreanische Industrie Motoren.
    Und nicht nur die Yachtmotoren. Auch die ganz grossen kommen aus Korea!
    Da kann man Europa minded sein aber es ist nun einmal fact das wir heute eine Weltwirtschaft haben was leider nicht immer nur vorteilhaft ist.
    Und die meiste Elektrionic kommt heute auch aus China. Auch die bekannte nicht billig Marken .
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  10. #10
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    was erwartest Du Dir von Deiner Wahl?
    Vermutlich doch eine Ersparnis... und da haette ich so meine Zweifel...
    Wenn Du einen der ueblichen Verdaechtigen einbauen laesst (Yanmar, VP, Lombardini, etc.), bekommst Du ein Komplettpaket, incl. Garantie. Da passen die gelieferten Komponenten einigermassen gut zusammen, und die Mechaniker wissen auch, wie man die in einen engen Motorraum bekommt (Umbau der Anbauteile).
    Wenn ein Bastler marinisiert, muss er alles neu "erfinden", und das wird selten was... auf keinen Fall billiger... Motorisierung besteht nicht nur aus Motor und Kuehlkreislauf... faengt an mit der Aufstellung (schau mal, was die "Fuesse" bei VETUS kosten), geht weiter mit dem Getriebe und der Verbindung Getriebe zu Motor, der zum Motor passenden Schraube, etc.
    Wenn Du alles einzeln kaufst, zahlst Du drauf... und stehst doch ohne Garantie da...

    Wenn dann irgendwann eine Reparatur faellig ist: Die Mechaniker im Hafen kennen die klassischen Bootsmotoren, und haben auch ihre festen Lieferanten, die Ersatzteile in kurzer Zeit senden werden. Wenn Du da mit einem Motor ankommst, fuer den die kein Werkstatthandbuch haben... liegst Du eine Weile im Hafen fest, und musst selber bei den Autowerkstaetten betteln gehen... und die koennen gerade bei Daimler (hatte mal einen Uralt 240 D - wunderbares Fahrzeug) arrogant sein...
    Geändert von Okokea (11.06.2012 um 22:08 Uhr)

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