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  1. #1
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    Standard Rumpfgeschwindigkeit vs. Erreichbare Geschwindigkeit

    Hallo zusammen,
    Gibt es eine Möglichkeit, aus der Rumpfgeschwindigkeit auf den echt erreichbaren Top- Speed zu extrapolieren?

    Mein altes Boot hatte Rumpfgeschwingkeit 5,5 knoten, lief raumschots bei Wind aber gern mal 7 Knoten.
    Mein neues (altes) hat knapp 8 Knoten Rumpfgeschwindigkeit.....
    Auf was darf ich hoffen?

    Alte YS: 110
    Neue YS: 92
    Beide aus den 70ern, also IOR.

    Erstmal,
    TO

  2. #2
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    Gratuliere zum neuen Boot!

  3. #3
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    dreisatz: 8*7/5,5=10

  4. #4
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    Zitat Zitat von TransOcean Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Gibt es eine Möglichkeit, aus der Rumpfgeschwindigkeit auf den echt erreichbaren Top- Speed zu extrapolieren?
    Hallo Allein,

    Nein.

  5. #5
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    dreisatz: 8*7/5,5=10
    Vergiss das!
    Das alte Boot war im Stande zu einem Teilsurf bei recht moderaten Winden. Das wird beim neuen Boot viel schwieriger es sei dann du Fahrst es wie ein Cupper mit entsprechender Beseglung und Crew. Das Boot muss nun einmal auf der Bugwelle gehoben werden und aus dem Bugwellental raus. Und das ist natürlich bei einem viel grösseren Schif sehr viel schwieriger.
    Deshalb gehen ja auch Jollen so schnell schon bei recht leichten Winden.
    Aber etwa 10% über der Rumpfgeschwindigkeit wird wohl realistischer sein.
    Ad
    Geändert von BlankenAd (21.06.2012 um 10:13 Uhr)

  6. #6
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    Hmmm...
    also, ich wäre seeeehr verblüfft, wenn das alte Boot zu einem "Teilsurf" in der Lage war.
    Das saß tief und fest in seinem Wellental, und keine Macht der Welt hätte es da rausbewegt (*).
    Neun Meter lang, über sechs Tonnen schwer ... das Gleitvermögen war sehr eingeschränkt.
    Bei sieben Knoten, und gaaaaaanz selten mal fast knapp beinahe acht, war die Heckwelle über dem Auspuff der Heizung an der Mitte des Heckspiegels, und die Bugwelle macht einem Kieler Lotsenboot mit Biernot Konkurrenz.
    Aber: es ist eben ab fünf Beaufort raumschots kein Problem gewesen, die sieben zu knacken...





    (*) Vor Gibraltar bei acht Meter Welle habe ich im "echten" Surf über 15 Knoten erreicht - aber das zählt wohl nicht...
    Geändert von TransOcean (24.06.2012 um 18:26 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von TransOcean Beitrag anzeigen
    Hmmm...
    also, ich wäre seeeehr verblüfft, wenn das alte Boot zu einem "Teilsurf" in der Lage war.
    Das saß tief und fest in seinem Wellental, und keine Macht der Welt hätte es da rausbewegt (*).
    Neun Meter lang, über sechs Tonnen schwer ... das Gleitvermögen war sehr eingeschränkt.Aber: es ist eben ab fünf Beaufort raumschots kein Problem gewesen, die sieben zu knacken...
    deine zahlen passen nach meiner meinung nicht so gaaaaanz zusammen

    du gibst die alte verdränger rumpfgeschwindigkeit mit 5,5 kn an bei einem 9m langen boot -----> 5,5kn das entspräche einer LWL von nur 5,1m, das währen schöne überhänge aber sicher kein IOR entwurf

    wurzel(5,1) x 2,43 = 5,5

    kann es sein das die LWL deines alten bootes eher etwas über 8m betrug und die rumpfgeschwindigkeit also entgegen deiner annahme schon nahe 7kn lag,

    dein schweres schiffchen eben guten wind brauchte um seine rumpfgeschwindigkeit zu erreichen ???

  8. #8
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    Zitat Zitat von TransOcean Beitrag anzeigen





    (*) Vor Gibraltar bei acht Meter Welle habe ich im "echten" Surf über 15 Knoten erreicht - aber das zählt wohl nicht...
    Doch das zählt. Es zeigt eines deutlich auf: vergiss Rumpfgeschwindigkeit, wenn es steil und lang genug bergab geht. Da kommt auch ein Folkeboot über 10 Knoten und das ist sonst genauso Verdränger in Reinform.
    Von der Rumpfgeschwindigkeit auf die erreichbare Geschwindigkeit zu schließen hält keiner genaueren oder gar wissenschaftlichen Betrachtung stand. Zuerst kommt die Frage, welche Welle im Spiel ist. Zuerst sollte man die Welle vielleicht außer acht lassen.
    Für die in Glattwasser erreichbare Geschwindigkeit lassen sich die üblichen Verdächtigen unter den Paramatern zu Rate ziehen: Masse, Schwerpunkt (in Z-Richtung), benetzte Fläche, Effiziens des Lateralplans, Segelfläche, Unterwasserschiffbeschaffenheit, Güte der Segel, bremsende Anhänge, Spantform, Wasserlinienaustrittswinkel...
    Bis zur Rumpfgeschwindigkeit kommt man damit schonmal weiter. Wohl dem, der ungefähr bewerten kann, inwiefern mehr Segelfläche nützt, da die Stabilität (resultierend aus Masse, Schwerpunkthöhe und Formstabilität, also KM) schnell zum limitierenden Faktor für die tragbare Segelfläche wird.
    Die Rumpfgeschwindigkeit berechnet man vorteilhafterweise auch nicht anhand der Konstruktionswasserlinienlänge, sondern mit der virtuellen oder der IMS Länge (bekommt man aus dem ORC Meßbrief). Das primäre Wellensystem hat zumindest noch nie was von einer CWL gehört.
    Bei IOR Rissen ist einem damit schonmal bis zu Halbwindkursen geholfen (wahrer Wind natürlich!) Fährt man raumschots, kann man auch älteren Rissen Geschwindigkeiten über der eigentlichen Rumpfgeschwindigkeit zumuten. Ordentlich Crew auf der Kante, aufmerksam getrimmt und schon fährt das Boot aus den späten siebzigern mit 8 Knoten Rumpfgeschwindigkeit auch mal glatte zehn bei 110° TWA. Hier spätestens schlägt die Stunde von leichten Booten, mögen sich auch schon ein paar Jahrzehnte alt sein. Auf solchen Kursen sind moderne Cantingkeeler unschlagbar. Da fährt der Imoca dem 20 Fuß längeren Maxi um die Ohren.
    Die Welle runter kommt eine andere Komponente ins Spiel. Erstmal kann man sagen: vor dem Winde frisch und froh, segelt auch ein Bündel Stroh. Besagtes Bündel kann respektable Geschwindigkeiten erreichen, die Frage ist nur, ab wann es sich überschlägt. Hier kommt dann sowas wie Ruderblatt in Größe, Form und Abstand vom Pievotpoint ins Spiel. Ebenso der Kiel in Form und Längspositionierung und natürlich dei Rumpfform ganz allgemein (Gurtmaße, Austrittswinkel...)
    Aber die ganze Geschichte ist ein wirklich weites Feld. Am Besten man segelt los und freut sich, wenn es schnell ist.

  9. #9
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    Hängt auch von der Wasserlinienfläche ab. Verdränger erreichen den grössten speed unter Genua bei ca. 120-135° Windeinfall
    Schiffspeilung.

  10. #10
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    Mein Verdränger braucht aber Grosssegel und Genua um Speed zu machen!

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