Versuch einer Berechnung. Hier wird in sehr kurzer Zeit die Bewegungsenergie einer Proa in Zerstörungsenergie umgewandelt.
Die Formel: F (Kraft in Newton) = p (Impuls) / t (Kontaktzeit des Aufpralls
unter 1 sec, Annahme hier 0,5 sec)
F = p/t
Der Impuls (p) der Proa berechnet sich aus ihrer Masse (kg) und
ihrer Geschwindigkeit (m/sec).
Die Formel: p (Impuls) = Masse (in kg) X v (Geschwindigkeit in m/sec).
Für die Proa nehme ich das Idealgewicht von 1000kg und die
Geschwindigkeit von 20kn = 10,28 m/sec an.
Der Impuls ist demnach 1000 x 10,28 = 10280kgm/sec.
Die Kraft des Aufpralls ist F = p/t (s.o.) also F = 10280/0,5 = 20560N
Der Wert ist vergleichbar der Kraft, die notwendig ist, um etwa 2000kg
zu heben. Diesem Wert entspricht die Zerstörungsenergie. Dabei bleibt die
Annahme, dass der 1m dicke, möglicherweise 10m lange, vollgesogene Stamm
eventuell nachgeben könnte, unberücksichtigt.
Es wird deutlich, dass bei einer Kollision die Flosse zerstört wird. Auch der Rumpf kann das kaum
überstehen, wenn er dem Stamm nicht ausweichen kann.
da manfred der ironie weniger zuträglich ist,
muss ich davon ausgehen,
dass er das ernst meint,
nun weiss ich lediglich nicht,
ob ich darüber mich beruhigt zurücklehnen kann,
oder doch besser beunruhigt sein sollte,
Geändert von mike stolle (19.06.2013 um 21:24 Uhr)
http://www.studiobunker.de/vector_foil_proa_test4.htm
wenn wir uns nun dieses beispiel verdeutlichen, ist ein 1 m dicker baumstamm wahrscheinlich sicherer als eine vectordingsdaproahahahahaha!!!!!!!![]()
ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten
Nun eine Berechnung ist nur etwas wert, wenn der Ansatz stimmt. Und der stimmt hier nicht, weil die Masse der Proa nicht gestoppt wird, sondern in eine Kreisbahn gezwungen. Wenn wir annehmen würden , dass die Masse in einem Punkt konzentriert ist, und ein sehr starker Kielsprung vorliegt (das Boot also extrem leicht dreht), dann würde praktisch gar keine Kraft auf die Flosse wirken wenn sie kollidiert. Natürlich stimmt diese Annahme nicht, wenn man sie so extrem formuliert. Die Realität wird der Annahme aber mehr oder weniger nahe kommen. (je nach Ausführung) Entscheident ist ein geringes Trägheitsmoment um die vertikale Achse (also leichter Ama , leichte Flosse, leichte Rumpfenden), und ein ein wendiger Rumpf. (das beisst sich mit der grossen Streckung).
Es ist also komplexer. Aus dem Bauch heraus würde ich annehmen, dass in der Praxis die Flosse eine solche Kollision nicht überleben wird. (Ich hatte das früher schon mal erwähnt) Und wenn sie sie überlebt, wird die Proa anschliessend wahrscheinlich den Wind von der falschen Seite haben, was bei starkem Wind, und einem kleinen Schwimmervolumen auch problematisch wird. So oder so, sicher ein Erlebnis, auf das man lieber verzichten möchte.
Der beste Schutz vor Zerstörung ist auch hier nicht eine möglichst starke und steife Konstruktion, sondern das gezielte Einsetzen von Elastizitäten an der richtigen Stelle. Man braucht eine möglichst grosse Energieaufnahme. Ein Autofahrwerk würde auch bei einem mittelgrossen Schlagloch zerstört werden, wenn es keine Federung hätte und keine Luftreifen.
Loony
Geändert von loony (19.06.2013 um 23:26 Uhr)
Ein paar klärende Worte hierzu.
Weniger Biegung= weniger Widerstand ist sicher richtig.
Durch das Verhältnis Gewicht zu Volumen niveliert sich die Flosse nur im Stillstand, wenn sie nicht arbeitet. Man kann das also vernachlässigen. Die arbeitende Flosse stellt sich IMMER auf die richtige Eintauchtiefe ein, wenn die Geometrie stimmt. Ich habe es versucht, sie mit Gewalt auszutauchen. Es geht nicht.
Die Eintauchtiefe wird durch gar nichts beeinflusst, ausser durch den Winkel ihrer Aufhängung, und der sollte so gewählt sein, dass er die Eintauchtiefe NICHT beeinflusst (also nahe 0Grad). Sie wird nicht beeinflusst durch den Segeldruckpunkt und nicht durch die Windstärke. Die Flosse kümmert sich, was die Eintauchtiefe angeht um sich selbst.
Die Zeichnung macht es klar. Die Kraft F(Flosse) steht rechtwinklig auf der Strecke "l" und halbiert sie. Das ist das entscheidende. Wenn sie NICHT rechtwinklig steht, dann entsteht eine zusätzliche Kraft nach unten oder oben. Auf diese Weise nivelliert sie sich. Dazu ist besonders der Teil der Flosse wichtig, der sich in der Nähe der Wasseroberfläche befindet. denn er verändert den Winkel der Strecke "l" wenn sich die Eintauchtiefe ändert.
so falsch ist die 1/2 sec nicht, ich komme im ersten ansatz auf 3/4 sec:
wenn der radius des kreises, also seitlicher abstand schiffsschwerpunkt-aufprallpunkt 5m beträgt, dann wäre auch der zu drehende kreisradius für die berechnung 5m, nach 3 sec wäre bei der anfangsgeschwindigkeit eine runde gedreht
die masse des schwerpunktes also nach 3/4 sec aus ihrer ursprungsrichtung komplett abgestoppt, bzw zur seite umgelenkt (was nebenbei hohe zentrifugalkräfte bedeutet)
mike zurücklehnen allein reicht für die abbremsung in einen kreis also eher nicht aus, mit nem sicherheitsgurt überstehst dus aber vermutlich ohne innere verletzungen, was ja auch schon mal was ist