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  1. #1
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    Standard Lebensdauer LED-Navi-Laterne

    "Die Lebensdauer von den LEDs scheint nahezu unbegrenzt zu sein (...)" (Bobby Schenk)

    Mir ist am Wochenende meine drei Jahre alte LED-Buglaterne eines bekannten Herstellers weggeraucht. Die rote LED sieht tatsächlich wie verschmort aus, die güne glimmte immerhin noch etwas vor sich hin. Benutzt habe ich das Ding deutlich unter 100 Stunden. Bis auf gelegentliche Seewasserspritzer ist ihr nie Schlimmes widerfahren.

    Meine Frage ist: Bin ich nun so ein Unglücksrabe oder ist nun die Zeit gekommen, in der die LED-Laternen der ersten Generationen ihren Geist aufgeben?

  2. #2
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    Diese ersten LED Laternen scheinen ziemlich empfindlich zu sein gegen schnellen Spannungsänderungen und kurzen Spannungsspitzen wie sie z.b. von manchen Acculadern abgegeben werden. In einem Holländischen Forum war davon auch die Rede. Auch inductions Spannungen von nahen Blitzeinschläge ( nicht am Schiff selber!) können anscheinend eine zerstörende Wirkung haben. Das sieht man z.b. auch bei Blitzanschlägen nahe an Häuser die über Inductionsspannungen Geräte zerstören können.
    Bei den neueren Typen hat man anscheinend einen Schutz dagegen eingebaut. es gibt aber z.b. von LED Lieferanten auch spannungs stabilisatoren die dasselbe bewirken.
    Ad

  3. #3
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    Bei vielen Leuchtenherstellern gab es anfänglich das Problem, dass das Wärmemanagment der LEDs nicht den Spezifikationen der Hersteller entsprach und die Dinger deshalb einen sehr frühen Hitzekollaps erlitten. Genauer: Der Betrieb mit hohen Temperaturen lässt die verwendeten GaAs-Halbleiter frühzeitig altern - und das macht sich in schnell abnehmender Lichtleistung bemerkbar. Inwieweit auch Deine Buglaterne von diesem Effekt betroffen ist, kann ich allerdings nicht sagen, aber als erster Erkllärungsversuch ist es ja mal ein Ansatz. Vielleicht ist der Hersteller ja zu einer kulanten Regelung zu überreden...

    Handbreit ...

  4. #4
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Die LEDs selber sind nach meinen Erfahrungen (in einem anderen Anwendungsfall als Signalleuchtmittel) tatsächlich nahezu unkaputtbar. Reihenweise ausgefallen sind in früheren Zeiten allerdings die Spannungsversorgungen, die mit dem Leuchtmittel eine untrennbare bauliche Einheit bilden. Die ansich noch funktionsfähigen LEDs waren dann immer mit wegzuschmeißen.

    Seit ein paar Jahren haben die Hersteller das Problem aber anscheinend im Griff, und sei es nur, weil sie eingesehen haben, dass Spannungsversorgungen nicht aus den billigsten Ramschbauteilen zusammengelötet werden dürfen.

    Mast- und Schotbruch
    Saga

  5. #5
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    Standard

    Vielen Dank für die Antworten!

    Ein Gewitter gab es in der Nähe des Bootes nicht. Es wurde auch kein Ladegerät benutzt. Ob der Generator des Bootsdiesels (VP MD 5) fürs LED gefährliche Spannungsspitzen erzeugen kann?
    Ja, oder es war tatsächlich ein fehlerhaftes Wärmemanagement, oder die interne Spannungsversorgung (vielleicht hat die ja eine zu hohe Spannung weitergegeben, denn die kaputte LED sah wirklich verschmort aus.)

    Zum Schluss ein Zitat (vom Mai 2012) aus einem Wohnwagenschrauberforum, das ich gerade gefunden habe. Hoffentlich bleibt das den Bootsbesitzern erspart:

    "ich habe hier schon einmal von durchgebrannten LED Positionslichter gelesen, war glaube ich ein Hobby WoWa.
    Scheint ein dauer Thema zu werden, über alle Hersteller."

  6. #6
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    Standard

    LED Posi der ersten Generation hatten ein Problem mit dem Strom&Spannungsmanagement im Bordbetrieb - extrem spürbar zB wenn zusätzlich ein Solarpanel am Start ist, denn das setzt die Spannung generell höher. Ich hatte nach nicht einmal 2 Jahren die erste defekte LED und nach 3 1/2 Jahren war der erste Satz komplett defekt. Allerdings habe ich vom Hersteller einen Komplettsatz des Nachfolgemodells kostenfrei bekommen ...

  7. #7
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    Standard

    Das trifft zu, ein Solarpanel ist angeschlossen, auch der Zeitraum von 2-3 Jahren bis zum Ausfall.

    Was ich aber nicht verstehe: Wenn es dunkel wird, ist das Panel doch fast inaktiv. Dann ist es bei mir doch eher der Stromgenerator des Motors, der gelegentlich für eine erhöhte Spannung sorgt.

    Aber wenn die neuen Generationen das abkönnen, ist das Problem ja behoben.

  8. #8
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    Standard

    Was lange hält, bringt kein Geld. Nach diesem Grundsatz scheinen die LED-Lampenhersteller zu handeln. Normalerweise haben LED's wie auch andere elektronische Bauelemente das ewige Leben. Wenn man sie allerdings nahe der spezifizierten Grenzen betreibt sinkt die Lebensdauer. Das merkt man nicht im Labor, sondern nur im alltäglichen Betrieb, wo die eine oder andere Spezifikationsgrenze erreicht oder auch mal kurzzeitig überschritten wird.
    Nahe des maximalen Stroms erzeugt eine Ehöhung des Stroms nicht im selben Maß mehr Licht, sondern auch bei LED's nur noch Wärme. Oder andersrum: eine mit dem halben Maximalstrom betriebene LED erzeugt noch fast genau so viel Licht, wie eine mit dem Maximalstrom betriebene. Dafür erzeugt sie kaum Wärme und lebt länger.
    In ein paar Jahren, wenn die meisten Bootsbesitzer ihren ersten Satz LED-Leuchten gekauft haben, werden also Lampen verkauft werden, die ein paar mehr LED's enthalten und die gleiche Lichtmenge mit dem halben Strom produzieren, und die wirklich das ewige Leben haben, wenn sich die Hersteller nicht noch was einfallen lassen, um das zu verhindern.

    Bernd

  9. #9
    Ausgeschiedener User Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Floin Beitrag anzeigen
    Ob der Generator des Bootsdiesels (VP MD 5) fürs LED gefährliche Spannungsspitzen erzeugen kann?
    Ja, kann er. Wenn die Lichtmaschine 13,8 V ins Netz bläst, ist das für die 12 V der LEDs ein bißchen zu heftig.

    Zitat Zitat von Floin Beitrag anzeigen
    Dann ist es bei mir doch eher der Stromgenerator des Motors, der gelegentlich für eine erhöhte Spannung sorgt. Aber wenn die neuen Generationen das abkönnen, ist das Problem ja behoben.
    Dass es neue Generationen von LEDs gibt, die das abkönnen, habe ich noch nicht gehört. Sie sollten eigentlich immer mit Spannungsregler betrieben werden.

    _

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Das ist es wohl,

    was Frorin meint:
    Zitat Zitat von Marinero Beitrag anzeigen
    Sie sollten eigentlich immer mit Spannungsregler betrieben werden.
    Blanke LEDs, aufgelötet auf Socklen ohne Spannungsregelung, werden zum Glück immer seltener. Ich vermute, dass sich die Anbieter von so liederlich auf den Markt gebrachten LED - Leuchtmitteln vor lauter Garantieansprüchen kaum mehr retten konnten.

    Die Ladeschlussspannung von Bleiakkus liegt bei 14,8 V. "Spannungsspitzen" sind deshalb in Bordnetzen unvermeidbar. Die vorgeschalteten Netzteile von vernünftigen 12 V - LED - Leuchtmitteln sind deshalb ausgelegt auf Versorgungsspannungen von 8 V bis 28 V.

    Mast- und Schotbruch!
    Saga

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