Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 44
  1. #1
    Registriert seit
    18.09.2012
    Beiträge
    370

    Standard Stabilität Hubkiel/Schwenkkiel

    Nabend leuts

    Mich reizt aufgrund unseres Revieres das Thema Hubkiel/Schwenkkiel (Schlei, westliche Ostsee, Dänische Südsee)

    Da ich auch gern in engen Gewässern kreuze (z.B. Schlei) bleibt die ein oder andere Grundberührung nicht aus (ich reize es halt bis zum letzten ende aus).

    wie empfindlich sind die diversen systeme bei Grundberührung ?


    Sind die Systeme dazu geeignet mit teil-geliftetem Kiel zu segeln ? die geringere Segeltragezahl ist klar, es geht mir um die Stabilität des systems ! Wie schauts aus wenn man mit leicht geleiftetem Kiel mit ordentlich speed aufläuft ?

  2. #2
    Registriert seit
    07.01.2009
    Ort
    wien
    Alter
    54
    Beiträge
    6.948

    Standard

    Zitat Zitat von Schliejung Beitrag anzeigen
    Wie schauts aus wenn man mit leicht geleiftetem Kiel mit ordentlich speed aufläuft ?
    keine sorge, die sind gebaut um mit viel speed auf grund zu laufen, ehrlich
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

  3. #3
    Registriert seit
    07.12.2011
    Ort
    München(D-By), Kos(GR)
    Beiträge
    2.802

    Standard

    bei der Feeling <<klick schiebt eine Grundberührung das Schwert einfach nach hinten/oben, ist mir schon selbst beim Fischen passiert...
    auf Felsen rumpeln wird aber auch dabei weder Gelcoat noch Schwert besonders goutieren...
    Bei halb aufgeholtem Schwert (+ 600 kg x Hebelarm) erhöht sich je nach Kurs zum Wind die Abdrift, kann man gut ausnutzen, um stabil Vorwind abzufallen
    Ganz aufgeholt soll auch ausreichend Stabilität bringen, aber bei Halbwind würde ich das nicht unbedingt ausprobieren wollen

    ich würde jederzeit wieder ein Kielschwertschiff kaufen, die Mölichkeiten (kleine, flache Häfen und nicht überfüllte Buchten anzulaufen sind es absolut wert, beim Segeln ist man auch nicht unbedingt langsamer, wenn man halt etwas abfällt und die Höhe durch mehr Geschwindigkeit wettmacht ist das unerheblich. Und Vorwind biste ohne Schwert gut 1 kn schneller
    www.skippertricks.de - clevere Tricks erfahrener Skipper

  4. #4
    Registriert seit
    01.09.2005
    Beiträge
    1.860

    Standard

    Kann ich so bestätigen: Dem Schwert unserer Feeling macht eine Grundberührung nichts aus, da es einfach nach oben schwenkt. Da wir sehr häufig in untiefen Gewässern (Waddenzee mit regelmäßigem Trockfallen, knietiefe Gewässer in Friesland, flache Ostsee-Buchten) unterwegs sind, schleift unser Schwert regelmäßig durch den Schlick oder Sand. Im Sand hört man's meist ganz gut, es rumpelt halt ein bisschen. Im Schlick bremst es nur etwas, man merkt erst spät, dass man ordentlich durch den Modder pflügt. Mittlerweile mache ich mir mehr Sorgen um die Motorkühlung, denn man saugt in flachem Wasser schnell irgendwelche Dinge an, die dann den Einlauf oder den Filter verstopfen.

    Nachdem die Anströmkante unseres Schwertes durch derlei Misshandlungen ziemlich bisschen ausgefranst war, habe ich dort im unteren Bereich ein passendes VA-Profil aufgeschraubt und das Ganze dann sauber verspachtelt. Nun geht auch nicht jedesmal, wenn es wieder mal schleift, Substanz verloren. Einmal sind wir in einem abgelegenen Kanal auch mit dem Schwert lautstark über sehr solides Unterwasserhindernis gepoltert. Es war ein Autowrack, wie sich später zeigte - auch dies hat keine nennenswerten Schäden am Schwert verursacht. Vielleicht sind wir ja nun nach vielen Jahren mit der Feeling ein bisschen sorglos geworden, aber eines steht fest: Die Schwert-Konstruktion scheint derartige Belastungen problemlos wegzustecken.

    Auch im Winterlager ist so eine Feeling praktisch: man braucht keine Leiter, da die Badeleiter ja bis zum Boden reicht. Und beim Segeln ist es so, wie Yachtango sagt: wenn man das Schiff ein bisschen laufen lässt, macht sie mit dem schlanken, gut profilierten und auf auf 2.2m gefierten Schwert mächtig Speed nach Luv. Bei ausreichendem Wind kommen da oft 4-5kn Knoten reine Luvgeschwindigkeit zustande - da müht sich mancher Skipper vergeblich, unter Motor beim Gegenanbolzen mitzuhalten.

    Selbst mit dem Schwert auf 1.5m, unser Standardtiefgang für viele friesische Gewässer, läuft sie noch so viel Höhe, dass man mühelos mit allen anderen, die dort unterwegs sind, mithalten kann. Erst unterhalb von 1,20 wird die Abdrift so groß, dass Kreuzen keinen rechten Spaß mehr macht - mit etwas Geduld geht es aber dennoch gegenan. Raumschots geht das Schwert ganz nach oben, das bringt bei mittlerem Wind etwas mehr als einen halben Knoten.

    Die Stabilität ist übrigens bei jeder Schwertstellung gegeben, denn die wird nicht aus dem Schwert geholt, sondern aus einer massiven Stahlplatte, die unten in den Rumpf eingelassen ist. Deshalb ist auch Trockenfallen völlig unproblematisch, denn dieser tonnenschweren Stahlplatte kann kein Stein was anhaben. Unschön ist es allerdings, bei etwas Seegang auf harten Sänden trockenzufallen. Dann nämlich knallt das Schiff beim Ablaufen des Wasser einige Zeit lang in jedem Wellental auf den Boden, den man zudem selbst immer weiter verdichtet und damit verhärtet.

    Man merkt es sicher: Wir sind nach wie vor von unserer Feeling begeistert und könnten uns mittlerweile kein anderes Schiff mehr vorstellen, denn dann blieben uns die schönsten und ruhigsten Ecken und Buchten ja versperrt - von den unvergesslichen Nächten im Watt mal ganz zu schweigen.

    Handbreit ...

  5. #5
    Registriert seit
    04.07.2003
    Beiträge
    6.412

    Standard

    Bei eine Schwertkielversion siehe oben.
    Die Hubkielversionen regagieren recht heftig auf Grundberührungen, da es auf Grund des Hebelarmes nahezu immer zu Verformungen im Kielkasten kommt.
    Die Schwenkkieler sind da recht unempfindlich, da das Schiff einfach mit der Bewegung des Kieles gebremst wird.
    Wie das ist, wenn man z.B. einen Stein überfährt und der Kiel wieder runter fällt, mag ich nicht ausprobieren.
    Da hätte ich bedenken, dass die Laminierung des Lagers nicht hält.
    Zu beachten gilt, dass ggf. das Ruderblatt bei aufgeholtem Kiel der tiefste Punkt des Schiffes sein kann. Das kann dann sehr unangenehm werden.

  6. #6
    Registriert seit
    14.02.2009
    Beiträge
    268

    Standard

    Bei einer Southerly ist der Schwenkiel (Gussmetall) im untergebolzten Kielballast gelagert. Heftiger Kontakt mit Steinen verursacht eine Kerbe im Kiel, mehr passiert nicht. Kiel rutscht in Schacht und fällt anschließend wieder runter. Bei Auflaufen liftet man einfach den Kiel per Hydraulik, danach geht's weiter mit Abdrift bei seitlichem Wind, aber ohne Stabilitätsprobleme.

    Southerly,
    der das schon heftig (auf Sand) geübt hat.

  7. #7
    Registriert seit
    01.09.2005
    Beiträge
    1.860

    Standard

    Firsty hat mit seiner Bemerkung zum Thema Ruderblatt völlig recht: _Das_ ist die Achillesferse dieses Schiffstyps. Unser Ruder ist bei einem minimalen Tiefgang von 0.75cm natürlich nur sehr kurz und zudem durch einen durchgegehenden Skeg geschützt. Allerdings haben wir diesen Skeg, auch schon reparieren müssen. Der ist nämlich zweigeteilt (um das Ruder ausbauen zu können), wobei das Unterteil mit dem am Rumpf angeformten Teil verbolzt ist. Genau hier hatte sich der Bolzen durch eine oder mehrere größere Kraftweinwirkungen verbogen. Ich hab' die Verbindung dann kurzerhand solide überlaminiert - nun ist Ruhe.

    Handbreit ...

  8. #8
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Hallo,

    wie segelt sich eigentlich eine Southerly?


    Peter

  9. #9
    Registriert seit
    14.02.2009
    Beiträge
    268

    Standard

    die Southerly 100 ist sicher kein Racer, ich würde sie eher als zügiges Fahrtenschiff einschätzen, und das auch bei hohen Windgeschwindigkeiten. Wir sind auf einer Nordseekreuz gegenan bei 5-6 23 sm auf einem Bug gesegelt, ohne das Ruder anzufassen (der Autopilot war schon überfordert), hat halt alles gepasst und man war überrascht. Ansonsten viel Platz zum Leben trotz seegängiger Ausrüstung. Eine Bav. bietet das z. B. nicht, der Preisunterschied ist dagegen aber deutllich.

    Southerly

  10. #10
    Registriert seit
    18.09.2012
    Beiträge
    370

    Standard

    Danke für die infos

    mich interessiert allerdings kein Kielschwerter (aber danke für die info).

    keine sorge, die sind gebaut um mit viel speed auf grund zu laufen, ehrlich
    ich ignorier mal deinen sarkasmus, mein Heimathafen ist Kappeln/Schlei und zur Ostsee bzw auf der Schlei sind die Fahrwasser selten breiter wie 100m eher deutlich schmaler. Da ich auch bei dichterem Verkehr es bevorzuge zu kreuzen statt im Fahrwasser zu motoren (ich kreuze auch im Fahrwasser) bin ich darauf angewiesen die Breite der Schlei recht häufig zu nutzen, sonst müsste ich alle 30 Sekunden ne wende fahren.

    Mich interessiert ne Beneteau 27.7 ne Rommel 33 oder ne malango 870 oder 999
    bzw ähnlich gebaute Yachten

    ich hoffe das ist nun verständlich (seascape interessiert auch, aber die Famlilie hätte gern ein wenig mehr Platz)

Ähnliche Themen

  1. Stabilität der Fußrelingschiene
    Von barta im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 02.06.2011, 17:57
  2. Neptun 22, Stabilität
    Von greatlakes skipper im Forum Kleinkreuzer
    Antworten: 77
    Letzter Beitrag: 29.09.2010, 09:25
  3. Stabilität/Personenzahl
    Von tidentoni im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 25.07.2010, 13:08
  4. Stabilität fehlt. Wer hilft mir ?
    Von sapeli im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.10.2004, 23:16
  5. Kentersicherheit, Stabilität von Kleinkreuzer
    Von palstek im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 10.02.2003, 13:35

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •