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  1. #1
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    Standard Benötige Tipps und Hinweise zur Klepper FAM

    Wie schon an anderer Stelle angekündigt habe ich mir gestern eine Klepper FAM angesehen und sie anschließend auch gekauft.

    Im großen und ganzen ist das Boot in einem recht guten Zustand, hat aber dem alter entsprechend einige kleinere Mängel. Ich habe mir über die ein oder andere Problemlösung schon Gedanken gemacht und würde gerne mal eure Meinung dazu hören.

    1. Revisionsluke am Heck ist undicht und kaputt


    Lösung: Ich werde die Nieten ausbohren und eine neue Öffnung einsetze.

    Problem: Wie soll ich die neue Öffnung befestigen? Wie mache ich die Öffnung komplett Dicht? Mit Silikon?


    2. Das Gelcoat in den Ablaufrinnen im Cockpit ist rissig.


    Lösung: Ich werde das Gelcoat an den Stellen runterschleifen und weißen Gelcoatspachtel auftragen (z.B das hier)

    3. Fenstergummis sind Spröde und haben an einer Stelle sogar einen Schlitz.


    Problem: Wie kann das Problem am unkompliziertesten lösen? Gibt es eine Art Füllmasse dafür? Silikon wäre sicher nicht optimal?
    Geändert von PrivateTorben (08.10.2012 um 14:12 Uhr)

  2. #2
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    4. Die Scheuerleiste ist am Bug kaputt.

    Lösung/ Problem: Scheuerleiste an der Stelle entfernen, defektes GFK mit Gelcoatspachtel schützen und dann? Fender davorhängen?


    5. Vermutlich sind die Lenzöffnungen zum Innenraum hin nicht ganz dicht


    Problem: Mit welchem Mittel kann ich die Auslässe dicht mit dem Rumpf verkleben?


    6. Schrammen und Kratzer im Gelcoat.

    Lösung: Gelcoat polieren und anschließend wachsen. Größere Risse ausschleifen und mit Gelcoatspachtel schließen.

    Problem: Welche Politur und Wachs könnt ihr empfehlen? Kann man dafür auch PKW-Mittel nehmen?

    7. Riss im GFK im Kojeneingang

    Lösung: Rissende aufbohren, mit GFK Spachtel verschließen und anschließend mit Gelcoat-Spachtel beschichten.
    Geändert von PrivateTorben (08.10.2012 um 14:10 Uhr)

  3. #3
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    8. Schrauben durch das GFK (von Beschlägen) lassen Wasser hindurch.
    Problem: Wie kann ich sowas abdichten?
    Geändert von PrivateTorben (08.10.2012 um 14:12 Uhr)

  4. #4
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    9. Innenraum ist feucht und spackig.

    Lösung: Alles Abdichten, Innenraum trocknen lassen. Alte Innenverkleidung durch neue ersetzen und den Rest neu streichen.

    Problem: Welche Innenverkleidung ist zu empfehlen? Mit welchem Mittel klebe ich es fest? Mit was für einer Farbe kann man das Boot von Innen am besten streichen?

    10. Holzruder hat Macken

    Lösung: Weiches Holz und Lackreste entfernen, Schleifen und Lackieren.

    Problem: Sollte ich das fehlende Holz durch Holzspachtel ersetzen? Muss es ein bestimmter Lack sein?
    Geändert von PrivateTorben (08.10.2012 um 14:14 Uhr)

  5. #5
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    Erstens: Glückwunsch & viel Spaß.
    Zweitens: Bei Fam-spezifischen Fragen dürftest Du hier: http://www.fam-kv.de/www/, die Adresse der Klassenvereinigung, fündig werden. AUßerdem: http://www.bacherly-herby-club.de/di...fam/index.html
    Drittens: Bei allgemeinen Fragen zur Restaurierung sind mittlerwiele recht viele Bücher zum Thema "Refit" (scheußliches Word, früher hieß das: "Ein Boot fertigmachen") erschienen, bei D&K, Palstek und auch bei van der Linden zum West-System (ist aber übertragbar). AUf der Hanseboot gibt es in diesem Jahr übrigens auch ein "Refit"-Specal.

    Viertens, ein paar Hinweise zu den Punkten:
    Zu den meisten kann ich nichts sagen, da ich bisher nur Holzboote hatte, daher nur zu
    (3) => neue Fenstergummis sollte es als Profile geben, Alternative wäre, Fenster aufzuschrauben.
    (4) AUch Scheuerleisten gibt es als Profile (z.B. www.willbrandt.de/ oder ACRÜ), Fender davor ginge aber auch.
    (8): Trocknen lassen, ggf. Brösel herauspulen und durch angedickten Epoxyspachtel um die Schrauben ersetzten (Achtung: AUfpassen, dass es wirklich nur lokale Schäden sind und nicht das ganze Deck saniert werden sollte), Loch mit Epoxy versiegeln, Schraube mit Dichtungsmasse einsetzen, aber zuerst nur handwarm anziehen, nach vielleicht einem Tag festdrehen
    (10) komplett abziehen, Holzreste ggf. stabilisieren (Voss G4/G8 [G4 nur, wenn farbig gepönt werden soll, da stark UV-empfindlich]), mit Epoxy/Filler spachteln, ggf. Glasfasermatte darüber schleifen, schleifen, schleifen, primern, schleifen, ...
    Oder den ganzen Quatsch gleich neu bauen.

    Viel Spaß! Klingt alles machbar.
    Geändert von rwe (08.10.2012 um 16:48 Uhr) Grund: Teppfihler

  6. #6
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    Hi,

    ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber das Foto unter Pkt. 2 zeigt m.M. abplatzende Farbe. Den Fotos nach zu Urteilen wurde das Boot bereits lackiert, und das relativ schlecht. Man sieht das auch ganz deutlich am Foto mit der Revisionluke.
    Da kommt wohl etwas mehr Arbeit auf dich draufzu als nur Gelcoatspachtel zu verschmieren.
    Keine Angst, alles nicht so schlimm. Mit Geduld wird das schon wieder. Viel Spass und Erfolg mit dem Boot wünscht

    Leisure 17
    Leisure 17
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  7. #7
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    Hallo Leisure 17,

    ich vermute auch, dass der letzte Farbauftrag recht stümperhaft gemacht wurde. Risse im Gelcoat deuten ja wohl auch auf zu dicken Auftrag hin. Ich habe allerdings auch nicht vor das 35 Jahre alte Boot in einen Neuzustand zu versetzen, dafür fehlt mir Zeit und Geld. Ich habe jedoch vor Schönheitsreparaturen vorzunehmen um weitere Schäden zu vermeiden.
    Wenn du Tipps zur Umsetzung hast würde ich mich freuen.

    Gruß PT

  8. #8
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    Zitat Zitat von PrivateTorben Beitrag anzeigen
    Hallo Leisure 17,

    ....Risse im Gelcoat deuten ja wohl auch auf zu dicken Auftrag hin....

    Gruß PT
    Nein, Risse im Gelcoat deuten meistens auf Alterung und / oder Überlastung hin. Gelcoat ist eine sehr dünne harte Schicht um das GFK vor Wasser zu schützen. Wird das GFK überlastet beginnt es sich leicht zu verformen / biegen ( elastisch, nicht plastisch ). Da das Gelcoat sehr hart ist, kann es diese "leichten" Verformungen nicht verkraften und fängt an stark belasteten Stellen an zu brechen / reißen. Diese Stellen findest du hauptsächlich in der Plicht, an den Püttingen, Mastfuß, Relingsstützen, Klampen.
    Diese Stellen solltest du prüfen und ggf. von unten verstärken. Wenn "MAN(N) es vernünftig machen will, sollte das Boot nach der Reparatur der Risse auch neu lackiert werden, da du ansonsten Teilweise frisches GC und teilweise alte Farbe am Boot hast.
    Ich hab das selbe Thema auch mit meinem ersten Boot durch, ist aber schon viele Jahre her ( war ne Leisure 17 ).
    Ich hab die "alte" damals neu lackiert. Die Leisure schwimmt noch heute bei uns am See und sieht noch immer toll aus.
    Machs vernünftig, die Mühe lohnt sich bestimmt. Man hat doch danach viel mehr Freude am Schiff.

    Gruss Leisure 17
    Leisure 17
    Skippi 650C - GER 65 / Hobie Cat 14 / Nacra 5.2

  9. #9
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    Hey,

    ich benötige noch einmal euren Rat. Gleich vorweg, ich erhebe nicht den Anspruch das Boot in einen Neuzustand zu versetzen. Ich möchte das Boot nur so weit herrichten, dass ich damit die nächsten 3 Jahr segeln kann.

    Ich habe das Problem, dass meine FAM schon einmal überlackiert wurde.
    Der Lack hat einige Macken, diese möchte anschleifen und dann überlackieren. Z.B. damit. Anschließen nochmals glätten und hiermit polieren und versiegeln.

    Wie kann ich Kratzer, die bis auf die darunterliegende Schicht reichen füllen? Ich habe überlegt sie nach dem Ausschleifen entweder mit Gelcoatspachtel, oder Polyesterspachtel zu füllen und anschließen mit Lack zu beschichten. Welche Variante haltet ihr für besser? Lassen sich Gelcoatspachtel und Polyesterspachtel mit dem o.g. Lack lackieren?

    Die nächste Frage die ich mir Stelle ist, ob ich die verstärkten und mit Polyesterspachtel gespachtelten Risse im GFK (z.B. im Kajüteingang) erst mit Gelcoatspachtel beschichten muss oder ob der Lack an dieser Stelle direkt auf den Polyesterspachtel aufgetragen werden kann.

    Gruß PT

  10. #10
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    Wenn Du 3 Jahre segeln willst, dann mache nichts, denn so schnell geht die Kiste nicht unter. Ansonsten sind solche Boote wenn ich mir die Bilder vergrößert ansehe im Grunde Sondermüll. Sicherlich gibt es immer wieder welche, denen Ihre Arbeitszeit nichts wert ist, die dann mit gewaltigen Aufwand solchen Sondermüll optisch aufbereiten. Nur das ändert nichts, es bleibt Sondermüll. Auch wenn solche Boote in der Regel zum symbolischen Preis von 1,- Euro immer wieder angeboten werden, weil einer glaubt das lässt sich mit ein paar Euro erledigen, geht der Preis nicht auf.
    mfg

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