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  1. #1
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    Standard Isolation und Heizung auf Kleinkreuzer

    Moin alle zusammen,

    Bin derzeit gerade auf der Suche nach einem kleinen Kajütkreuzer (7 bis 8m) für's Wohnen. Werde im Frühjahr nach Göteborg gehen, Liegeplatzgebühren scheinen mir das geringere Übel gegenüber einer Wohnung. Und überhaupt, wer will schon auf festem Land wohnen...

    Spass beiseite, hier kommen ein paar Probleme, über die ich mir Gedanken gemacht habe:

    Ein Bootsrumpf, ob Stahl, Holz oder Plaste kühlt einfach sehr schnell aus, und speziell im Winter wird das problematisch mit Schwitzwasser und Heizungen. An Bord wohnen und atmen bringt bei geschlossener Kajüte ziemlich viel Wasser in die Luft, und je kälter die Umgebung desto schlimmer. Außerdem kühlt Wasser die ganze Hütte noch schneller aus. Hier also die Fragen:

    1. Womit, und wie dick einen Bootsrumpf isolieren?
    2. Bis zu welcher Höhe über der Wasserlinie?

    (3. Wie am besten heizen?)
    (4. Wie am besten lüften?)
    Die letzten beiden Fragen sind vielleicht schon für sich allein Material für einen neuen Thread.

    Über fachkundige und informative Antworten würde ich mich freuen.

    Grüße aus Amsterdam,
    LT
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  2. #2
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    Nur kurz: Isolation ist wohl eine Wissenschaft für sich, gerade bei Stahlbooten. Lusitg wirds, wenn sich die Feuchtigkeit zwischen Isomaterial und rumpf einnisten kann.....

    Hzg: Kommt drauf an, ob Landstrom zur Verfügung steht. Im Hafen nehme ich meist kleine Ölradiatoren mit ca 650 Watt. Zum schnellen Aufheizen bei Minusgraden wird die Webasto zusätzlich angeworfen und ein guter Elektroheizlüfter.

    Wenn man an einer 16A Absicherung hängt, ist die max. elektr. Heizleistung entsprechend begrenzt. Und bei den fliessenden Strömen sollte dann auch die Elektroinstallation an Bord über jeden Zweifel erhaben sein.

  3. #3
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    Dass die Isolation korrekt verklebt werden will und auch Schwitzwasserablauf von oben gesichert sein muss, ist klar. Hinter der Isolierung soll nur noch Stahl/Holz/Plaste und dann (See-)Wasser kommen.

    Das mit der Heizung ist eine gute Orientierung, da kann ich mal mit rechnen. Und Elektro ist sowieso noch mal eine eigene Kiste (im wahrsten Sinne des Wortes), da lass ich dann lieber den Fachmann ran.
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  4. #4
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    Standard

    Zum Wohnen, also als Dauerzustand würde ich mir einen guten und leisen Elektrolüfter mit Thermostatregelung, alternativ einen kleinen Radiator kaufen, sofern der Stromanschluss und der KW-Wert es hergeben. Der Verbrauch einer Dieselheizung im Dauerbetrieb ist nicht zu unterschätzen.

    Gesendet via Tapatalk.
    Handbreit - Ralf

  5. #5
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    Danke Ralf, ich werde solche Sachen mal durchrechnen müssen, was Stromverbrauch etc. anbelangt. E-Netz und Batterien sollten ja auch entsprechend ausgelegt sein.
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  6. #6
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    Hallo LT
    Da du Göteburg aufführst, solltest du auch klären, oder vorbereitet sein, das es in den Häfen keinen Strom in der Wintersaison gibt. Da sind fast alle aus dem Wasser und dann werden die Bürgersteige hochgeklappt.
    Ganz limitierte Anzahl von Häfen im Betrieb in der Zeit.
    Gruß
    Bernhard

  7. #7

    Standard

    Moin moin,

    ich habe eine Dieselheizung an Bord, die wie zu Hause Wasser erwärmt per Rohrleitungen im Schiff verteilt und dann per Wärmetauscher und kleinem Gebläse die Wärme wieder abgibt.
    Dann hatte ich mir genau vor einem Jahr auf der Hanseboot noch zwei Heizlüfter von Ecomat gekauft, aufgrund eines Artikels in der Yacht kurz vorher. Die sind zwar ziemlich teuer aber saugut. Die beiden Lüfter dienten im letzten Winter als Frostwächter und zwischendurch um mal schnell die Kabine oder Salon warm zu bekommen, ohne gleich die Diesel-Heizung anzuwerfen .....
    Drei Heizstufen hat das Gerät, 450 Watt, 750 Watt und 1200 Watt sowie je nach Ausführung noch unterschiedliche Gebläsefunktionen.
    Bei 450 Watt kann man auch wunderbar schlafen, da man fast nichts hört.... Regler auf eine Temperatur von z.B. 10 Grad einstellen und das Gerät springt nachts an, ohne zu stören... so ein Schiff kühlt doch verdammt schnell aus.

  8. #8
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    Standard

    Moin
    Zur Heizung ist ja schon ne Menge gesagt, zu Isolation:
    Der Trick bei ner Isolation von Stahl(diffusionsdicht) liegt da drin, das der Kondensationspunkt in die Isolierung gelegt wird. Da darf dann allerdings keine Feuchtigkeit hinkommen, Dampfsperre. Die entsprechenden Formeln ergoogelst dir selbst, vorher musst du dir allerdings noch Gedanken über den Temp.bereich machen, für den deine Iso ausgelegt ist.
    Theoretisch kein Hexenwerk, auf nen Stahlboot steckt aber Teufel im Detail in Form von Spanten, Rahmen etc. Ne Alternative ist eine Hinterlüftete Isolierung, die trägt aber ziemlich auf.
    Einfach mal Styropor, Schaum oder so als Iso zu benutzen, geht zwar auch, allerdings mit massiver Gefahr von Unterrostung
    Gruß
    Hans

  9. #9
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    Standard

    Die edelste Art der Energie, Strom, zum Heizen zu missbrauchen ist okonomisch und okolöogisch Barbarei.
    Wenn es darum geht an fünf oder zehn Tagen im Jahr morgens mal die Temp. im Salon zweistellig zu machen kann man das tolerieren (machen wir auch), aber sonst?
    Bei einem kleinen Boot, wie von Dir geplant, würde ich einen Diesel-(oder Petroleum-)ofen vorziehen. Der braucht keinen Strom und macht keinen Lärm (Refleks, oder so)

    Gruß Franz

  10. #10
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    Standard Dieselheizungen

    Vielleicht in dem Zusammenhang auch wichtig zu wissen: die üblichen Dieselheizungen von zum Beispiel Webasto stammen aus dem KFZ- Bereich, wo sie nur den Kaltstart überbrücken sollen.
    Sie sind nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt und geeignet!
    Webasto sieht für seine Heizungen nach max. 600 Stunden eine Grundüberholung bzw. den Austausch des Brenners vor. Das sind beim Auto ca. 10 Jahre, aber im Dauerbetrieb nur vier Wochen....

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