Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Standard Neel 45 ausgezeichnet

    Die Yacht Zeitschrift "Sail Magazine" hat den trimaran Neel 45 mit dem Best Boat award 2013 ausgezeichnet:http://sailmagazine.com/sailboat-reviews/neel-45.

  2. #2
    Ausgeschiedener User Gast

    Standard

    Puuuh .... .... also so richtig kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen.

    Auch wenn er (lt. dem Text) massig Platz haben und gut segeln soll. Sieht oben aus wie die üblichen Fahrtenkats ... nur der Unterbau ist etwas filigraner.




    Quelle: http://sailmagazine.com

  3. #3
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Schiff mit Zimmern.

    http://www.neel-trimarans.com/en/nos-trimarans/neel-45/

    Könnte sich UBU wat von wechkucken--ach nee, der baut ja Millionärs-Origami-Jacht zum Billigliegen, zum späteren Recyclen/Wegwerfen hin modular konstruiert--hunderttausende in die Tonne.

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (06.12.2012 um 19:36 Uhr)

  4. #4
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Interessantes Boot

    Ich war 2010 in La Rochelle an Bord der NEEL 50 als sie vorgestellt wurde. Obwohl erst Baunummer 1, war sie schon (für franz.Verhältnisse ) ordentlich verarbeitet, voller pfiffiger, innovativer Ideen und Detaillösungen. Leider war die Werft zwischenzeitlich finanziell etwas in Schieflage geraten. Schön, dass es offensichtlich weitergeht und ihr neues Modell jetzt prämiert wurde. Die Jungs machten schon damals den Eindruck als würden sie was von ihrem Job verstehen.

    Die Gretchenfrage ist aber auch bei diesem Fahrtenmulti wie er beladen im Fahrtenmodus segelt. Hier wartet ja oft die bittere Enttäuschung wenn man nur die schicken Werbefilme mit dem leeren dahinglitschenden Boot gesehen hat. Wenn die NEEL beladen ihren Mittelrumpf noch über die 'Gleitschwelle' geliftet kriegt, wird der Tri im Vergleich zu den zweirümpfigen Wohnburgen erheblich bessere Segeleigenschaften haben. Das Seeverhalten dürfte allemal besser sein.

  5. #5
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    1

    Standard

    Ich habe mir ein solches Boot im August 2018 im Mittelmeer nach der Devise "demo or die" gechartert nachdem ich einen Test auf youtube von YACHT gesehen hatte.

    Wir sind von La Grande Motte bis nach Cadaquez und zurückgesegelt, 6 Tage lang.

    Bisherige Segelerfahrung: Opti, Pirat, Carter 33, New Colin Archer 40, Swede 55, also alles Klassiker.

    Das unwichtigste zuerst:
    Speed: Wir hatten oft unterwegs das Gefühl, nicht sehr schnell zu sein, das liegt aber daran, dass man relativ hoch über dem Wasser unterwegs ist. Unser Impeller war defekt insofern konnten wir die Geschwindigkeit nicht gut vom Ruderstand checken.

    Als wir im Etang de Thau unterwegs waren um die befreundete Segelschule des Skippers aufzusuchen, war das freundschaftliche Rennen bei 20 km/h Wind mit den Hobie Cats ein Blitzkrieg zu unseren Gunsten, ich denke schon, dass wir da ziemlich schnell waren.

    Ich denke, eine Dragonfly 28 ist noch viel schneller, aber was für kleine Raumverhältnise...(Gut, Quorning Boats verfolgt ein anderes Konzept. ...).

    Mir kam es jedoch nicht so sehr auf die Geschwindigkeit an: Meine Frau hat Angst vor Segelbooten und verfällt in Panik wenn ein Boot krängt und da ich sie an das Segeln heranführen wollte, erschien mir dieses Boot als eine feine Sache. (Honi soit qui mal y pense...)

    Mit Ausnahme einer Sache an Bord bin ich von diesem Schiff sehr angenehm überrascht gewesen: Das Solent Rigg ist eine Pest und die Wenden sind wirklich unangenehm aber das liegt nicht am Boot sondern an der Solent Besegelung. Ich würde mir eine üppige Selbstwendefock wünschen.
    Ansonsten: Die Leichtigkeit im Ruder, die gut durchdachte Anordnung der Beschläge, das Design, gefällt mir einfach alles.

    Betten: 4 der 10 möglichen Kojen sind unverschämt üppig (die auf dem Brückendeck) und den Sonnenaufgang aus dem Bett zu geniessen ist schon der Hammer. 2 der 10 Kojen sind "handelsüblich" (die im Vorschiff) und die 4 in den Amas sind ausreichend aber das Ambiente in den Amas ist natürlich das eines U-Bootes. Ausserdem roch es dort trotz üppigem Lüften sehr nach Chemie in den Seitenrümpfen.

    Den "Salon" vorne rechts haben wir gar nicht benutzt da wir immer draussen gesessen und gegessen haben aber bei Regen ist das vermutlich ein toller Ort zum Lesen oder Arbeiten. Ich bin früher alles mögliche gesegelt. Dies war mein erstes Mehrrumpfboot (ausser den Hobies) und da ist ein Punkt, der in dem Test der YACHT nicht besonders gewürdigt wird:

    Das Leben und Bewegen an Bord. Ich kenne das eigentlich so, dass alles über 4 Windstärken nur noch Seglern Spass macht und der Rest der Crew leise leidet. Prellungen und blaue Flecken werden still geduldet. Kochen ist eine Akrobatik. Toilettengang eine Zirkusnummer, wenn man Glück hat, ohne Zuschauer und eine der Grundregeln der christlichen Seefahrt lautet ja: "Du sollst an Bord nicht bequem sitzen".

    Hier an Bord fiel mir als erstes auf, dass der Herd keine Schlingerleisten hatte und ich dachte mir: "Das wird lustig." Als wir im Golf de Lyon unterwegs waren, war ich bei 30 km/h Windgeschwindigkeit (das sind Bft 5, oder?) etwas enttäuscht, als der Skipper das Gross wegnahm und fragte ihn, warum.

    Er meinte: "Wir sind schnell genug, Deine Frau kocht eine Tomatensuppe und ich weiss nicht, wie sicher sie auf den Füssen ist." Tja, das genau tat sie gerade, kochte ein Tomatensüppchen bei Bft 5 mit fast achterlichem Wind und 1 Meter hoher Welle. Ganz ohne Schlingerleisten auf dem Kocher und freihändig, als sei es das normalste der Welt.

    Ich habe dann doch wissen wollen, wie schnell so ein Boot nur unter Fock ist: Laut GPS waren es 13 Knoten und wir liefen ganz normal an Deck herum. Da das Boot fast so schnell wie die Wellen war, waren die ganzen Bewegungen des Bootes wie in Zeitlupe, sehr leise und sehr weich.

    Am Wind ist das Boot sehr schnell und mit den messerscharfen Bugs (Bügen?) werden die Wellen durchschnitten und es stampft sich nicht fest. Die Abdrift bei den recht hohen Aufbauten und fehlendem Schwert ist nach Angaben des Skippers "ca. 10°", die Sportversion des Schiffes mit Schwert hat kürzlich das ARC gewonnen, wird also vermutlich ganz gut Höhe laufen.

    Noch ein Punkt: die Platzverhältnise: Die sind wirklich üppig, innen und aussen. Das kann auch als Nachteil gewertet werden: Wenn es verdächtig still an Bord wird, muss man tatsächlich überlegen, wo alle hingegangen sind. Meine Frau ist Segelanfängerin und ich habe tatsächlich mal panisch das Boot nach ihr durchsucht (über Bord gegangen? weinend in der Koje? Kotzend in einem der beiden üppigen Badezimmer?)

    Ich hab sie dann auf einem der beiden Netze zwischen den Rümpfen gefunden. Schlief tief und fest wie ein kleines gesundes Tier und die Panik war mit dem Wasser, dass mit 13 Knoten unter ihr durchrauschte, im Golf du Lyon in unserem Kielwasser verschwunden.

    Welches Segelboot vermag solch einen Gesinnungswandel zu bewirken?Und: Die Geschwindigkeit ist nicht so wichtig. Hauptsache, man ist schneller als alle Anderen. In dieser einen Woche hat uns niemand überholt.

    Ich bin von dieser Yacht ziemlich beeindruckt.

  6. #6
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    2.291

    Standard

    mehrzahl von "dem BUG"---> "den BÜGEN"
    schöner bericht
    haribo
    https://forum.yacht.de/showthread.php?94010-mein-Auswanderungsversuch/page100

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