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  1. #1
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    Standard Gummiabrieb vom Keilriemen

    Seit diesem Jahr habe ich nach längerem Motoren immer etwas Gummistaub im Motorraum (VP D1-20). Ich gehe davon aus, dass das Abrieb vom Keilriemen ist. Je höher die Drehzahl, desto mehr Staub.

    Der VP-Mensch, der im Oktober die Inspektion gemacht hat, meinte, dass das normal bzw. kein Problem sei. Ich finde es trotzdem ärgerlich bis beunruhigend.

    Die Keilriemenspannung kontrolliere ich regelmäßig.

    Kann das normal sein?

    Oder liegt es vielleicht daran: Ich hatte einmal ziemlich viel Seewasser in der Motorbilge. Dabei ist wohl die untere Riemenscheibe nass geworden und leicht korrodiert. Auch die Lichtmaschine hat am rotierenden Lüftungsblech kleine Rostpunkte. Die Riemenscheibe habe ich mit Ferronet und Zahnbürste gereinigt und sie sieht fast wie neu aus.
    Kommt der Abrieb evtl. von der nicht ganz perfekt glatten Riemenscheibe?
    Oder dreht sich die Lichtmaschine zu schwer weil irgendwelche Teile korrodiert sind? Wie wahrscheinlich ist so etwas?

    Gibt's noch andere Gründe?

    Der Motor hat jetzt ca. 380h gelaufen. Anfang des Jahres, bei ca. 260h habe ich den Keilriemen getauscht - eben wegen dem Abrieb - aber der neue reibt sich genau so ab.

  2. #2
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    Standard

    Sieht bei meinem Yanmar genauso aus, scheint normal zu sein.

    Gesendet via Tapatalk.
    Handbreit - Ralf

  3. #3
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    Standard

    Der Abrieb wird durch Schlupf hervorgerufen
    Woher dieser Schlupf bei richtiger Keilriemenspannung kommt ist unklar.
    Bei unserem vorherigen Motor legte sich der schwarze klebrige Staub überall ab, kroch in jede Ritze und war schwer zu entfernen.
    Beim derzeit eingebauten Motor ist nichts(!) zu erkennen. Nach 170h und einer Saison habe ich ihn mit dem Staubwedel sauber gemacht.
    Der Abrieb ist also nicht gottgegeben.
    Meine Vermutung: Die Flanken der Riemscheiben sind uneinheitlich. Dadurch ist die Auflagefläche nur zum Teil genutzt und Material wird abgetragen.
    Leider kann ich kein Verfahren nennen, mit dem man den Flankenwinkel mit angemessenem Aufwand prüfen kann.

    Möglich: Die Riemenscheibe mit PE-Folie (Frischhaltefolie oder Maler-Abdeck-Folie) abdecken und die Riemennut auf einem kurzen Stück mit Epoxyspachtel ausfüllen. Nach dem Aushärten das "Klötzchen" als Schablone für die anderen Scheiben nutzen.

    Oder einen erfahrenen Praktiker fragen: René, wat is´

    Gruß Franz

  4. #4
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    Standard

    Deiner Theorie folgend, würde ich ein Stück (Länge=Keilriemenscheibenumfang) Keilriemenflanke mit Kreide 'weiss' machen und von Hand drehen. Dann kann man das Tragbild recht gut beurteilen.
    Ansonsten würde ich diese Unart den Schwingungen höherer Ordnung eines Motors zuordnen.
    Es ist ein Irrglaube, dass eine Keilriemenscheibe der Kurbelwelle im Betrieb nur in eine Richtung dreht. Sie osziliert mehr oder weniger.

  5. #5
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    Hallo,
    vielleicht schrittweise bei der Suche nach dem Gummiabrieb vorgehen.
    Ich würde mit einem Metalllineal oder ähnlichen die Ausrichtung der Keilriemenscheiben
    zueinander überprüfen, um so ein "verkanten" des keilriemes zu vermeiden.
    Weiterhin das Laufbild überprüfen, tragen die Flanken des Keilriemes oder sind die
    Scheiben derart eingelaufen, dass der Keilriemen in der Nut aufliegt?
    Gewisser Abrieb durch Schlupf ( z.B. beim Starten des Motors mit erhöhter Drehzahl)
    ist immer möglich, dazu sollten natürlich auch die Lagerung der Lichtmaschine usw.
    kontrolliert werden...
    Gruss

  6. #6
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    Zitat Zitat von Firsty Beitrag anzeigen
    Es ist ein Irrglaube, dass eine Keilriemenscheibe der Kurbelwelle im Betrieb nur in eine Richtung dreht. Sie osziliert mehr oder weniger.
    Das solltest du mal näher erläuteren. Wenn der Keilriemenscheibe an der Kurbelwelle hin und her drehen würde täte das ja die Kurbelwelle samt Kolben und rest der beweglichen Teile auch.
    Und das ist natürlich nicht der Fall. Wenn du aber meinst das die . Umlaufgeschwindigkeit der Kurbelwelle samt Scheibe nicht ganz konstant ist stimmt das. Deshalb zeigt ja auch jeder motor mehrt oder weniger Vibrationen . Diese werden aber auch vermindert durch die Kontragewichten an der Kurbelwelle und bei manchen Bootsmotoren sogar von speziellen , in Gegenrichtung laufende , Ausgleichwellen mit Gewichten.
    Übrigens sind diese Vibrationen heftiger je geringer die Zilinderzahl was den grösseren Verschleiss bei vielen kleinen Bootsmotoren erklären kann.
    Ad

  7. #7
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    Standard

    Mit 'Kontergewichten' kann man nur Massenkräfte 1. Ordnung eleminieren. Ansonsten sind schon Massenunterschiede (z.B. Kolben, Pleuel) für Vibrationen mit veranwortlich. Erst ein 6. Zylinder-Reihenmotor hat von Haus aus keine Vibrationen.
    Um die Massenkräfte höherer Ordnung in den Griff zu bekommen, verbaut man eben Ausgleichswellen.
    Ein weiterer Punkt für Vibrationen ist die Massenträgheitsachse des gesamten Antriebes. Wenn dann die Lager ungünstig positioniert sind, rüttelt es halt. Und bei Segelschiffen sind sie meist ungünstig positioniert. Dem kann man in gewissen Masse mit gut abgestimmten Öldrucklagern begegnen.
    Die Japaner haben seiner Zeit mit Ausgleichswellen im Automobil-Serienbau angefangen und haben auch versucht die Massenträgheitsachse messtechnisch zu ermitteln. Allerdings sind die möglichen Fehler in den Messverfahren so hoch, dass ich beweisen konnte, dass der Winkel durch den Schwerpunkt ohne weiteres positiv oder negativ sein konnte und nicht nachweisbar war. Ob man das heute mit FE hinbekommt, weiss ich nicht.
    Zum Thema Drehschwingungen hilft vielleicht dieser Artikel . Diese tatsächlich gegenläufige Drehbewegung ist messtechnisch nachweisbar und führte eben zu den Mehrmassenschwungrädern, die Verschleissteile sind und meist nicht die Lebensdauer eines Motors haben.

  8. #8
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Oder einen erfahrenen Praktiker fragen: René, wat is´

    Gruß Franz
    Er hat die Lösung doch schon selbst erkannt....

    Aber die kostet ein wenig Geld...
    www.haar-bootsmotoren.de

  9. #9
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    Zitat Zitat von Firsty Beitrag anzeigen
    Es ist ein Irrglaube, dass eine Keilriemenscheibe der Kurbelwelle im Betrieb nur in eine Richtung dreht. Sie osziliert mehr oder weniger.
    Was es alles gibt, -bzw. geben soll
    besser eine heiße Yacht als eine kalte Wohnung!

  10. #10
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    Gummiabrieb durch Keilriemenalterung könnte ich mir auch vorstellen!

    Ich habe meinen letzten Keilriemen als Reserve 2008 (Zeitdauer im Lager ?) gekauft und diesen 2010 montiert.
    Dieses Jahr hatte ich auch einen verstärkten Abrieb, habe aber auch viele Meilen gemacht!

    Wenn man die Motorschwingungen (bei mir ein 3-Zylinder) mit einbezieht, würde mich interessieren nach wieviel Motorstd. sollte man die Motor-Gummidämpfer wechseln?

    Gruß Hartmut

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