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  1. #1
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    Standard Was gilt als Eigner als Fahrlässigkeit?

    Hallo Leute,

    kann mir jemand sagen was als Bootseigner als Fahrlässigkeit gilt? Bin am überlegen mir
    eine Yacht zu kaufen und würde gerne wissen ab wann eine Versicherung aussteig?

    Mir fällt dazu ein z.B. Trunkheit etc., vielleicht weiss hier jemand so richtig Bescheid und kann mir dazu
    vielleicht einen Input geben - danke!

    LG
    Franz

  2. #2
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    Standard

    Ist wie im Strassenverkehr, es gibt Regeln und Bestimmungen. Wer sich nicht daran hält, handelt fahrlässig.
    Lernt man quasi in der 'Fahrschule' (Segelschule).

  3. #3
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    Standard

    Meine Versicherung fordert den jeweils notwendigen Schein. Mach den und Du lernst eine Menge über Fahrlässigkeiten. Dann würde ich unbedingt erstmal mit Leuten segeln gehen, die wissen was sie tun. Alleine aus Selbstschutzgründen lernst Du so im Laufe der Zeit, was man besser nicht macht. Youtube zeigt davon auch jede Menge.
    Handbreit - Ralf

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von Tiger75 Beitrag anzeigen
    ... kann mir jemand sagen was als Bootseigner als Fahrlässigkeit gilt? Bin am überlegen mir
    eine Yacht zu kaufen und würde gerne wissen ab wann eine Versicherung aussteig?
    Fahrlässigkeit ist i.d.R. versichert. Die Versicherungen steigen erst bei grober Fahrlässigkeit aus.
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  5. #5
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    Standard

    ...dem Bronskyschen Beitrag kann man voll zustimmen. Wer es genau wissen will, suche mal in den Juristischen Datenbanken nach Urteilen zu diesem Thema ! Ich vermute aber, dass der Fragesteller dann vor lauter lesen und verstehen, wohl kaum noch zum Segeln kommen wird und sich so die Frage auch erübrigt.

  6. #6
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    Standard

    habe mal mit meinem versicherer darüber gesprochen.
    grobe fahrlässigkeit kommt super selten vor. also z.b. wenn du vorsätzlich in swe eine tonne nicht nimmst und es zum schaden kommt. dann muss man aber so doof sein und dem versicherer sagen, dass man absichtlich abgekürzt hat. sonst zahlt der versicherer, weil nur fahrlässigkeit ohne vorsatz vorlag.

    nicht so viel überlegen: boot kaufen, segeln, glücklich sein!!!

  7. #7
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    Standard

    Das Vorliegen einer fahrlässigen Handlung von Dir ist quasi Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein Haftpflichtschaden zustande kommen kann... genau dafür brauchst Du überhaupt die Versicherung.
    Bei der Kaskoversicherung ist es ähnlich, aber weiter gefasst. U. a. ist da auch fremdes Verschulden (wenn der Verursacher nicht in Anspruch genommen werden kann) oder Witterungs"verschulden" (Tornado verwüstet den Yachthafen) inkludiert.

    Nicht versichert sind Vorsatz und "grobe Fahrlässigkeit", wobei diese Begrifflichkeit ein weites Betätigungsfeld für Juristen ist.

    Darunter können fallen
    - (Voll)Trunkenheit
    - Auslaufen ohne Positionslichter und anschließend Kollision
    - Auslaufen mit Seekarten von 1912 und den Dampfer am Wrack eines 1990 gesunkenen Fischkutters versenken
    ... oder dergl.

    ... im Prinzip alles Dinge, die ein normaler, umsichtig agierender Mensch ohnehin nicht machen würde.

    Ansonsten siehe Excos! ;-)

    Grüße
    Andreas

  8. #8
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    Standard

    Es gibt einen Ordnungswidrigkeitskatalog für KVR / SeeSchStrO usw.
    mit Geldstrafen etc.

    aber selbst die Verletzungen nach dem Katalog sind nicht in jedem Falle als grob fahrlässig anzusehen.
    Da wird man mit Verletzung der seemännischen Sorgfaltspflicht und Regeln der guten Seemannschaft
    auch nicht immer weiter kommen.
    Denn Vorsatz nachzuweisen ist situationsbedingt schwer.

    Aber in einigen Fällen ist auch im Kleingedruckten der Versicherung schon vieles erkennbar.
    Das sollte man sowieso vorher genau studieren,bevor man abschließt,
    und nicht nur die Beitragssumme vergleichen.

    Im übrigen ist auch hier dein Ansatz verkehrt.
    "ab wann die Versicherung aussteigt?"
    besser wäre:
    "was ist alles versichert ?"

    und fahrlässig wäre es,
    sich ohne Praxis nur auf den Schein zu verlassen.

    Handbreit...
    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  9. #9
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    Standard

    Auch wenn es mir schwerfällt,
    nachtsegelers Beitrag "und fahrlässig wäre es,
    sich ohne Praxis nur auf den Schein zu verlassen." ist richtig !

    Ich zitiere erneut : YACHT 7/2011, Seiten 51-55, "Seglers Recht", von Lasse Johannsen :
    Bei den Sorgfaltspflichten (Seemannschaft) eines Schippers werden immer höhere Anforderungen gestellt :
    Auf Seite 54, 3. Spalte, letzter Absatz wird ein Anwalt wie folgt zitiert :
    "Navigationsfehler, die eigentlich jedem passieren können, werden mittlerweile" vor Gerichten (Anm. 2ndtonoe) " als grob fahrlässig angesehen.... Ein Teufelskreis, denn meist beginnt das Sammeln umfangreicher Praxis erst nach dem Erwerb des Führerscheins" !

    Wer es genauer wissen will, lese es selber nach oder bestelle den Artikel bei der Yacht-Redaktion.....

    Bin ich froh, dass ich das Segeln gelernt und meine Erfahrungen machen konnte, bevor dieser ganze Schiffssicherheitskram aufkam.....

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    ...Ansonsten siehe Excos! ;-)

    Grüße
    Andreas
    Hab doch noch garnichts geschrieben....

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