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  1. #1
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    Standard Wantenspannung Selden Mast Bav. 34

    Hallo zusammen,

    habe am letzten Wochenende mein Boot wieder zu Wasser gebracht. Im Herbst habe ich den Abstand der Wantenspanner innen gemessen und notiert und jetzt wieder genau so eingestellt. Mast steht auch gerade. Da es sich um ein 2.Salingsrigg handelt sind Mittelwanten unterhalb der oberen Saling zur unteren Saling "gelinkt" an den Endbeschlägen der unteren Saling montiert. Die Spannung habe ich genauso gelassen wie sie war. Beim Segeln hoch am Wind kommen die ober und Unterwanten so wie in der Trimmanleitung nicht lose, haben aber merklich keine starke Spannung mehr. das ist wohl in Ordnung. Die Mittelwanten schlackern aber etwas das ist deutlich zu sehen. In der Selden Trimmanleitung steht nur das diese leicht anzuziehen sind, mehr nicht. Ist das ok wenn die leicht lose haben in Lee beim Segeln ?

    Danke

    fegerlein

  2. #2
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    Standard

    Das Problem hatte ich bei unserer 37 ger auch. Bei Welle fing dann der Mast an zu pumpen. Wir ziehen jetzt die Unterwanten bei unseren ersten Schlägen bei etwas mehr Wind jeweils in Lee handwarm an. Dazu knacken wir vorher das Achterstag auf max. Spannung damit wir eine Mastbiegung Richtung Heck bekommen. Letztes Jahr haben wir im Vorstag zusätzlich einen Toggel eingesetzt und den Mast noch weiter nach achten biegen können. Laufen jetzt noch mehr Höhe.
    Lass mal das Großfall mit einem Gewicht vorsichtig runter bis aufs Deck. Hier sollte der Abstand vom Gewicht zum Mastfuß zwischen 80 und 100 cm liegen und der Mast zwischen dem Unterwant und dem Oberwant eine leichte Biegung nach vorne aufweisen. Macht er das nicht, ziehe die Oberwanten- bei Maximal gespannten Achterstag leicht an ----unter beachtung der seitlichen Biegung. Hier dann eventuell mit den Unterwanten korrigieren. Dazu müsste ein Crewmitglied das ganze von vorne beobachten und entsprechende Anleitungen geben.
    Noch ein Tipp: Wir segeln ersteinmal 3-4 x ohne große Trimmeinstellung bei etwas mehr Wind und ziehen dabei- wie oben schon geschrieben die Wantenspanner mit Hand jeweils in Lee nach. Das erleichter nachher das Trimmen ungemein und schont das Material.

    Gruß
    Gerrit
    Der, der mit der Ostseewelle tanzt

  3. #3
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    Zitat Zitat von rana4sale Beitrag anzeigen
    ....Abstand vom Gewicht zum Mastfuß zwischen 80 und 100 cm liegen Gruß
    Gerrit

    ... Einheit vertauscht!?? ich tippe mal statt cm auf mm
    Gruß Norbert

  4. #4
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    Wer es wirklich genau haben möchte sollte auf einen Wantenspannungsmesser zurückgreifen. Im Fachhandel in diversen Ausführungen für unterschiedliche Wantendurchmesser zu erhalten. Bei mir hat sich ein günstiges mechanisches Instrument bestens bewährt. Gibt es zu Preisen von etwa € 70,-- bis € 150,-- im Fachhandel. Messung für den Stand des Mastes mittels Lot ist schwierig, erfordert absolute Windstille und völlig glattes Wasser. Hier messe ich mit einem langen Metermaß über das Großfall an definierte Punkte Back- und Steuerbord. Nach rund 4 Wochen und einigen Ausfahrten sollten alle Maße noch einmal überprüft werden. Man segelt einfach sehr viel entspannter :-))

  5. #5
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    Standard

    Hallo rana4sail

    Wenn ich das richtig verstanden habe ziehst du bei hartem Amwindkurs mit dichtem Achterstag jeweils die Wanten in Lee nach.

    Ich würde behaupten, dass du dabei - mit den leicht gepfeilten Wanten des Selden Riggs, den Mast zu stark nach hinten klemmst und jeden Meter den du am Wind "gewinnst", räumlich doppelt verlierst...

    Im Ernst, das darf ruhig im Lee mal leicht durchhängen, schliesslich willst du ja mit dem Achsterstag eine biegung erreichen, mit welcher du das Vorstag durchsetzt und somit automatisch die (nach hinten gepfeilte) Leewant entlastest. Der Mast sollte dabei aber naürlich nur zum Heck hin gebogen sein und keinen Geigenbogen seitlich aufweisen.

    Ich fahre mit tendenziell eher loserem Rigg, natürlich alles im Masse und gleichmässig.

    Gruss

    Adrian

  6. #6
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    Standard

    Tja das Thema leicht lose ist sehr relativ! Was ist leicht lose?

    Ich habe die Erfahrung bei meinen zwei Booten gemacht, dass ich bei der Dehler Optima immer etwas lose in den Wanten hatte. Habe einmal versucht dies komplett herauszuspannen, dass hat mich einen Spanner gekostet (zwei neue Oberwanten) und die Vorschottür ging nicht mehr zu.

    Bei der jetzigen First (10m Böötchen) mit Zweisalingsrigg und 10mm Oberwant (bis zur ersten Sailing) schlackert nix aber rein gar nix!

    Das bedeutet für mich, dass es auch Unterschiede in der Rumpfkonstruktion gibt. Also nicht jeder Rumpf ist dafür gebaut die volle Dröhnung Riggkräfte aufzunehmen ohne nachzugeben. So ähnlich hat es mir auch mal ein Rigger erklärt, bei einem Stahlboot schlackert nix, bei den GFK Booten kommt es drauf an!

    Vielleicht können hier noch andere Bavaria Eigner ihre Erfahrungen mitteilen. Natürlich möglichst gleiche Bauserie und Größe? Oder mal direkt bei Bavaria nachfragen? (Ich denke da wird nicht viel bei rumkommen)

    Am besten ist mal einen Rigger beauftragen, einmal das Setup zu machen. Dabei dem schön über die Schulter schauen und lernen. Kostet vielleicht 200,- Euro. Das ist gut investiertes Geld! Jedenfals besser als so komische Skipperhafenmanöveranlegetrainngs! (herrliches deutsches Kettenwort)
    Gruß Norbert

  7. #7
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    Standard

    Bei unseren Selden Rigg fing der Mast an zu ,,pumpen,, wenn wir zu lose geharen haben. deshalb haben wir jetzt auch in Lee immer Zug auf den Wanten.

    Bei unserer Optima 106 haben wir das genau so wie Norbert es beschriegben hat gemacht.
    Gerrit
    Der, der mit der Ostseewelle tanzt

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