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  1. #1
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    Standard Bauqualität Beneteau

    Morgen Leute,

    ich habe für eine Beneteau First 31.7 ein neues Ruder bestellt.
    Als das Teil ankam sah es aus 5m Entfernung auch ganz gut aus. Bei näherer Betrachtung stellte sich raus
    1. Es gibt keine definierte Anströmkante: Das ist mehr eine Schlangenlinie entlang der Vorderseite
    2. Das Ruderblatt ist auf bb und stb unterschiedlich profiliert
    3. Die bb Seite des Ruderblattes ist in sich - von oben nach unten im hinteren Bereich - leicht konkav.

    Kommentar von Beneteau dazu: Das wäre ein Ruder in der Standard-Fertigungsqualität, und kein 'Regattaruder'.
    Meine Meinung: Entweder ein Ruder ist vernünftig profiliert oder nicht. So ein Teil würde ich noch nicht mal unter Beneteaus Billig-Charterlinie erwarten, geschweige denn bei den sportlichen Aushängeschildern.
    Von der Bauqualität eines Jefa-Ruders, gesehen auf der BOOT in Düsseldorf, jedenfalls meilenweit entfernt.
    Wie seht ihr das? Was ist eure Erfahrung mit Nachbau/Zubehör-Rudern?

  2. #2
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    Standard

    Einem Industriebetrieb wie Beneteau darf sowas nicht unterlaufen. Ein Ruder einer First - das ist nach eigener Darstellung der werft deren Regattalinie, mit der man first werden kann - muss Regattaqualität haben! Das ist so.
    Insgesamt komme ich bei Beobachtungen hier bei Bene/Jeanneau ins Zweifeln. Auf "meiner" Werft liegen zurzeit wieder zwei Boote dieses Herstellers, die nach Grundberührung (Stein) gerissene Bodengruppen haben. Das sind sehr umfangreiche Reparaturen, die Bodengruppen und große Teile der Inneneinrichtung müssen rausgeflext werden, Stringer eingesetzt, alles wieder hingeflickt und dann Inneneinrichtung eingebaut werden, die Kiele werden dazu auch abmontiert. Die Verbindung Rumpf-Bodengruppe ist ab Werft einfach mit etwas Polymatsche (Faserspachtel) gemacht. Das hält normalerweise wohl, aber ein Stein ist rasch mal erwischt, und diese Boote laufen nunmal viel in Charter. Carsten

  3. #3
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Hallo,
    Hallo,

    Nicht mit den zerwaltern dikutieren.
    Schick es zurück wegen mangelnder qualitaet
    Und benenne den relativen Fehler an mehreren flaechen


    Peter
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (22.04.2013 um 10:43 Uhr)

  4. #4
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    Return to sender!

    Mit dem asymetrischen Ruder kann man nicht vernünftig segeln. Wenn das Profil so ist wie beschrieben, wird es auf einem Bug Auftrieb, auf dem anderen Abtrieb entwickeln. Das gilt für "Race" wie für "Cruising".

  5. #5
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Einem Industriebetrieb wie Beneteau darf sowas nicht unterlaufen. Ein Ruder einer First - das ist nach eigener Darstellung der werft deren Regattalinie, mit der man first werden kann - muss Regattaqualität haben! Das ist so.
    Carsten, Beneteau ist VW und nicht Porsche. Die First Reihe ist regattageeignet, aber nicht regattafertig. Manche Exemplare sind so erfolgreich, dass man sagen kann, Beneteau baut die besten Serien-Regattaboote. Aber wenn man genau hin sieht, sind Regatta-Firsts durchweg upgegradet. Alle Winschen sind eine Nummer größer als die Serie, das betrifft auch die restliche Decks Hardware, die Kiele sind von Experten ins Profil gebracht, die nennen das fairing, die Ruder ebenfalls, häufig ausgetauscht gegen schlankere und tiefer Custom-Teile. Falle & Strecker alle ohne Mantel und neu, keine Serie und Segel al gusto.

    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Insgesamt komme ich bei Beobachtungen hier bei Bene/Jeanneau ins Zweifeln. Auf "meiner" Werft liegen zurzeit wieder zwei Boote dieses Herstellers, die nach Grundberührung (Stein) gerissene Bodengruppen haben. Das sind sehr umfangreiche Reparaturen, die Bodengruppen und große Teile der Inneneinrichtung müssen rausgeflext werden, Stringer eingesetzt, alles wieder hingeflickt und dann Inneneinrichtung eingebaut werden, die Kiele werden dazu auch abmontiert. Die Verbindung Rumpf-Bodengruppe ist ab Werft einfach mit etwas Polymatsche (Faserspachtel) gemacht. Das hält normalerweise wohl, aber ein Stein ist rasch mal erwischt, und diese Boote laufen nunmal viel in Charter. Carsten
    Die Firsts verlieren keine Kiele und sind als viel verdauende Arbeitspferde konstruiert. In den Staaten hat mal eine 40.7 den Kiel verloren und ist gesunken. Die sind aber auch mit über 9 Knoten auf eine Riff geballert. Kann X das ab? Oder HR oder Luffe?

    Letztes Jahr hat eine flatsch neue Charter Hanse eines Freundes von mir mit einer Chaos-Crew im Wattenmeer lustiges Sandbankhüpfen gemacht. Deren Bodengruppe war dann um 3 cm nach oben gedrückt. Auch da musste alles raus und nach 100kg neuem Laminat wieder rein. Du erwartest ja auch nicht von deinem Passatkombi, dass Du ständig mit 30km/h gegen Deine Gartenmauer fahren kannst und nur etwas Lack ab ist.

    Hans

  6. #6
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    Standard

    Coogor,

    hast Du eine explizite Aussage, dass es sich um ein neues Ruder handelt und nicht um ein aufgearbeitetes?
    Für mich hört sich Deine Beschreibung an, als ob es sich um Teil handelt, welches
    a) nach einer Beschädigung/Delamination geöffnet und erneut aufgebaut worden ist
    b) bei der regulären Fertigung die Qualitätssicherung nicht bestanden hat und als zbV auf die Seite gelegt wurde.

    Gerade Anströmkante und ein zumindest mit bloßem Auge symmetrisches Profil sind für mich Standard, Regatta hin oder her.
    Aber vielleicht bin ich da zu konservativ ;-)

    Grüße
    Andreas

  7. #7
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    Zitat Zitat von coogor Beitrag anzeigen
    Kommentar von Beneteau dazu: Das wäre ein Ruder in der Standard-Fertigungsqualität, und kein 'Regattaruder'.
    Meine Meinung: Entweder ein Ruder ist vernünftig profiliert oder nicht. So ein Teil würde ich noch nicht mal unter Beneteaus Billig-Charterlinie erwarten, geschweige denn bei den sportlichen Aushängeschildern.
    Ich war mal auf einer gecharterten 44 Fuss Benetau Oceanis, die fuhr asymmetrisch am Wind, BB höher als SB. Die hatte auch nur 1.65 Tiefgang und sicher so ein Ruder wie das, was sie Dir geschickt haben. Den meisten ist das egal, die zählen lieber die Klos an Bord. Das weiss auch Beneteau und deswegen hast Du so ein Ruder bekommen. Die Chance, dass sich jemand beschwert ist halbwegs gering.

    Zurückschicken. Und wenn sie sich nicht drauf einlassen, Dir eine ok-gutes zu schicken, muss Du das alte aufarbeiten lassen und von jemanden, der es kann "Fairen" lassen. Die Serienruder sind übrigens bei Beneteau nie besonders toll. Die, die auf Silber aus sind, lassen sich die Teile überarbeiten oder gleich ein neues, tieferes machen. Bei den 40.7 häufig gemacht.

    Hans

  8. #8
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    Standard

    Hier mal ein Foto von unserem Ruder,
    sieht für mich ganz ok aus, oder?? Ist eine Serien Beneteau First 33.7 Bj 1998. Ich denke da meine Vorbesitzer Cruiser waren, ist da nix nachbehandelt.



    Also wenn es da deutliche Unterschiede gibt (das hoffe ich für mich!) dann ein neues bestellen. Oder der Lieferant Sollen das Shapen einer Werft bezahlen (1000 Euro ist da nix!). Das die sagen das wäre normal ist klar die kommen ja auch bei 60% der Kunden damit durch.
    Gruß Norbert

  9. #9
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    Standard

    Genauso soll es aussehen.

    zu Danziger: Zur Klarstellung: die Boote haben keine Kiele verloren, sondern kaputte Bodengruppen, das sind tragende und aussteifende Innenschalen im Bodenbereich, die GfK Stringer oder Stahlrahmen ersetzen sollen und es auch tun, es sei denn: Bumms auf Stein. Und dann wirds teuer, weil die Werften nirgendwo rankommen. Gäbe es wie beim Auto Kaskoklassen, hätten diese Art Boote - da sind Bene-Jeanneau wohl nicht die einzigen- ganz schön hohe Nummern. Carsten

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Boote mit eingeklebten Innenschalen

    kauft man nicht! Das ist mein Rat, nachdem ich so ein Boot mal 8 Jahre hatte. Nur ein einlaminiertes Spantengerüst lässt einen sehen, was mit dem Rumpf bzw. dessen Außenschale Sache ist.

    Mast- und Schotbruch
    Saga

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