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  1. #11
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Genauso soll es aussehen.

    zu Danziger: Zur Klarstellung: die Boote haben keine Kiele verloren, sondern kaputte Bodengruppen, das sind tragende und aussteifende Innenschalen im Bodenbereich, die GfK Stringer oder Stahlrahmen ersetzen sollen und es auch tun, es sei denn: Bumms auf Stein. Und dann wirds teuer, weil die Werften nirgendwo rankommen. Gäbe es wie beim Auto Kaskoklassen, hätten diese Art Boote - da sind Bene-Jeanneau wohl nicht die einzigen- ganz schön hohe Nummern. Carsten
    Carsten, ich habe so ein Franzosenteil. Die hat unter den Bodenbrettern Holme in Längs- und Querrichtung, keine Innenschale. Die sind aufgebaut wie U-Träger mit der offenen Seite zum Boden, die Flanken sind ca. 20cm hoch und der Holm 15cm breit. Dabei entstehen richtige, tiefe Bilgen. Überall wo die Träger nicht sind - und das sind ca. 75% der Rumpfbodenfläche - schaust du auf den nackten Boden. Jetzt kann man natürlich diskutieren, ob ein Stahlrahmen wie X und Salona den haben, besser ist. Fakt ist aber, die Konstruktion meiner Karre ist steif genug, dass trotz Rod und Nullbewegung im Rigg plus 30 Grad Krängung die Türe der Vorpiek nicht klemmt oder plötzlich aufgeht. Die wird auch Grundberührungen normal gut abkönnen. Aber halt nur bis zu einem gewissen Grad. Irgendwann ist Schluss und der Schaden groß. Auch ein Stahlrahmen wird da an seine Grenzen kommen.

    First sind keine X aber tauglich das Fastnet oder Sydney-Hobart zu gewinnen. Das ändert freilich nichts an Coogors blödem Ruder-Problem. Das wäre bei X nicht passiert, aber dafür kostet bei Beneteau alles gut 50% weniger. You get what you pay.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Konstruktiv sind die Teile ordentliche Schiffe. Im Detail geht es besser.

    Hans

  2. #12
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    Hans, gut das Du es klar gestellt hast...sie sind also nicht alle gleich. Die, die ich meine sind keine First, sondern eine SO 32 und eine ca 40 Fuss lange Bene, wohl Oceanis, Typ weiß ich nicht. Da ist es anders. Da sind mächtige Bodengruppen als Einklebschale drin mit Versteifungen in Profilform. Die muss man im Schadensfall erst öffnen, um an den Außenrumpf zu gelangen.
    Ach: Glaube bitte nicht, ich hätte eine X Brille, und alles was die machen, wäre für mich das Nonplusultra. Der Stahlrahmen ist wohl gut, aber Sikafugen zum Verkleistern von Montagespalten, dünne Furniere auf Möbeln u.a.m. haben die auch. Carsten

  3. #13
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Hans, gut das Du es klar gestellt hast...sie sind also nicht alle gleich. Die, die ich meine sind keine First, sondern eine SO 32 und eine ca 40 Fuss lange Bene, wohl Oceanis, Typ weiß ich nicht. Da ist es anders. Da sind mächtige Bodengruppen als Einklebschale drin mit Versteifungen in Profilform. Die muss man im Schadensfall erst öffnen, um an den Außenrumpf zu gelangen.
    Die Farr Firsts haben einen runden U-Spant für maximal wenig benetzte Fläche. Das wird bei der First 31.7 als ehemalige Figaro1 auch ähnlich sein. Bei so einem U-Schiff musst Du die Bilge ordentlich hochlegen, bis du einen sinnvollen Kajütboden hinbekommst. Vorteil: Schnell. Nachteil: Platz und Stehhöhe fressend. Die vergleichsweise tiefe Bilge kann man dann nutzen, um ordentliche Holme rein zu zimmern, was hoch belastete Regattabooten gut gebrauchen können.

    Bei der Oceanis-Reihe ist das Kundenprofil völlig anders: Platz, Platz, Platz. Die haben auch nur 10cm Bilge und wohl die von Dir beschriebene Innenschalenkonstruktion. Das macht bei der Anforderung auch Sinn, sonst verlierst du Platz. Meine 40 Füsse sind von innen nur knapp 34 Fuss gross. Das ist bei den schnellen Skandinaviern auch nicht anders. Horses for courses.

    Hans

  4. #14
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    Zitat Zitat von Andreas120 Beitrag anzeigen
    Coogor,

    hast Du eine explizite Aussage, dass es sich um ein neues Ruder handelt und nicht um ein aufgearbeitetes?
    Für mich hört sich Deine Beschreibung an, als ob es sich um Teil handelt, welches
    a) nach einer Beschädigung/Delamination geöffnet und erneut aufgebaut worden ist
    b) bei der regulären Fertigung die Qualitätssicherung nicht bestanden hat und als zbV auf die Seite gelegt wurde.
    Ja, das Ruder ist erst auf Anforderung gefertigt worden.

    Gerade Anströmkante und ein zumindest mit bloßem Auge symmetrisches Profil sind für mich Standard, Regatta hin oder her.
    Aber vielleicht bin ich da zu konservativ ;-)
    Nein, sehe ich genau so.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Carsten, Beneteau ist VW und nicht Porsche. Die First Reihe ist regattageeignet, aber nicht regattafertig. Manche Exemplare sind so erfolgreich, dass man sagen kann, Beneteau baut die besten Serien-Regattaboote. Aber wenn man genau hin sieht, sind Regatta-Firsts durchweg upgegradet. Alle Winschen sind eine Nummer größer als die Serie, das betrifft auch die restliche Decks Hardware, die Kiele sind von Experten ins Profil gebracht, die nennen das fairing, die Ruder ebenfalls, häufig ausgetauscht gegen schlankere und tiefer Custom-Teile. Falle & Strecker alle ohne Mantel und neu, keine Serie und Segel al gusto.
    So macht man das im allgemeinen. Mein erstes Ruder war auch verlängert, was auch entsprechende Wirkung gebracht hat, aber leider auf kosten der Balance und des Ruderdrucks. Scheiss Arbeit von der Werft. Im Rahmen des Refits letztes Jahr wollte ich das überarbeiten (lassen), was aber aus zeitlichen Gründen nicht geklappt hat. Da die Werft keine rechte Idee hatte wie man das vernünftig hinbaut und* der Rückbau auf original teurer war als neu hab ich micht für neu entschieden.

    Die Kiele sind bei der First meist ganz OK, was aber nicht der Detailoptimierung im Wege steht. Bei uns am Ijsselmeer fährt eine gepimpte 31.7 rum, die ist auf der Bahn praktisch nicht zu kriegen. Kiel und Ruder optimiert, Rodrigg etc.

    Was die Bodengruppe angeht: Bin vor Jahren auch mal auf eine unbetonnte Buhne gerauscht, das sah auf den ersten Blick grausam aus. Wenn sich ein recht steifes Stahlskelett zwischen zwei weichen Yoghurtbechern verdreht, geben die Becher nun mal nach. Die Innenschale aufgeflext (nix Innenausbau raus!) und alles sauber durchlaminiert, das hält jetzt besser als vorher. Beim Crash hatte ich einen Bootsbauer an Bord, der hat sich alles angesehen und grünes Licht gegeben. Wir haben die Saison dann noch so zu Ende gesegelt.

    DAnke für die Tips, das bestärkt mich darin, das Teil zurück zu senden.

  6. #16
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    Hmmm, noch mal zurück zu Thema Innenschalen bei First.
    Wenn ich das richtig verstanden habe hat die 40.7 und die 31.7 keine Innenschale, richtig?
    So ein Mist, wieso hat den meine 33.7 eine?
    Die ist zwar nur im Bereich des Salons, aber seitdem ich das Boot habe suche ich verzweifelt ein Süsswasserleck. Und wegen der bekanackten Innenschale komme ich einfach "noch" nicht dahinter (im warsten Sinne des Wortes) wo das Wasser herkommt.

    Ich werde wohl nicht umhinkommen zunächst mal eine USB Endoskop kamera zu kaufen um evtl. zu erkennen woher das Wasser überhaubt kommt. Es ist nicht viel Wasser, aber auf Dauer lästig, immer mit einer Pumpe und dünnen Schlauch zwischen der Innenschale und Rumpf, das Wasser abzusaugen.

    Einfach stehen lassen und warten bis der Wasserpegel so hoch ist, dass es in den Bilgensumpf läuft möchte ich nicht.

    Und wie schont erwähnt im Vorschiff und Achterschiff ist hatt die 33.7 auch keine Innenschale.
    Gruß Norbert

  7. #17
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    Zitat Zitat von norbaer Beitrag anzeigen
    Die ist zwar nur im Bereich des Salons, aber seitdem ich das Boot habe suche ich verzweifelt ein Süsswasserleck. Und wegen der bekanackten Innenschale komme ich einfach "noch" nicht dahinter (im warsten Sinne des Wortes) wo das Wasser herkommt.
    Kenn ich das Problem. Kipp mal Lebensmittelfarbe in den Trinkwassertank, dann kannst Du evtl nachvollziehen wo das Wasser her kommt. Bei mir war der Übeltäter das Überdruckventil am Warmwasserboiler: Auf den letzten Stößen der Wasserpumpe hat das Ventil leicht geöffnet und ein bischen Wasser abgelassen. Neues Ventil hat nichts gebracht - ich hab eine Entwässerung nach aussen gelegt. Seitdem ist trocken.

  8. #18
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    Ja, das hat nichts mit First zu tun, sondern allgemein: dieses blöden Überdruckventil am Boiler und Wasser in der Ecke. Meine Lösung: einen PVC Schlauch an das Ventil geklemmt, diesen in Toilettenraum geführt, in dem so eine Kiste für Gummistiefel und so ist. In der endet er. Auf sein Ende kommt ne leere Colaflasche, eine stabile aus Pfandkiste. Dahinein entwässert das Ventil nun. Ist da was drin, kipp ich das aus. Carsten

  9. #19
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    Haha! Die Warmwasserboiler Warmduscher. Habe auch so ein Ding und letztens meine Bilge komplett geflutet, weil ich beim Einlassen des Wassers in die Tanks vergessen hatte das Auslassventil (Winterlager....) des Boilers zu schließen.

    Das Blöde dabei: Ich brauche 6 Mann auf dem Bug um die letzte 10 Liter aus den Holmen zu bekommen. Denn nur wenn die Kiste schräg liegt läuft auch alles in die Bilge. Carsten, Danke für den Colaflaschen-Tip, hatte so was früher an meinem '68 Mini und dessen Kurbelgehäuseentlüftung.

    Norbert, die First 33.7 ist eine Besonderheit der .7 First-Reihe insofern, weil die Gene ihres Rumpfs aus der Oceanis-Reihe kommen. Die Designer waren Berret/Racoupeau, die auch heute noch für Beneteau jede Menge Kisten machen. Wie wir von anderen gempimpten Booten wissen, z.B. Hanse 350 Lot Jon, kann das sehr erfolgreich sein. Nur haste halt jetzt diese Innenschale.

    Hans

  10. #20
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    Danke für den Boiler Tipp! Denn hätte ich vor 2-3 Jahren gebrauchen können. Seitdem ist an dem Schlauch der dezent das Wasser zwischen Rumpf und Innenschale leitete, eine stilechte französiche PET Wasserflasche aus dem Hause Evian.

    Ist ja auch nicht so das ich nicht gesucht habe aber leider nur teilweise erfolgreich war:

    1. Am durchgesteckten Mast kommt bei Starkregen nur ein kleines Rinnsal (wird durch ein Schwammtuch aufgefangen)
    2. Wartungsdeckel des Wassertanks war leicht undicht. Das fiel nur bei Lage und vollem Wassertank auf. Ist nun dicht!
    3. Wellendichtung von Volvo Penta verschliessen. Kam nur Wasser rein wenn der Motor lief. Ist ausgetasucht
    4. Boilerdruckventil siehe PET Flaschenlösung
    5. Motorsteuerpanel leicht undicht. Kam nur Wasser rein bei Wasserschlauchputzanfällen oder wenn mal ganz wüst gegenan bebolzt wurde und die Gischt bis ins Cockpit spritzt. Ist auch dicht.
    6. ....unbekannt!??

    @Hans, nu mach mir mein Rennpferdchen nicht madig! Wir sind diesen Winter endlich auf einen aufsteigenden Ast und fahren einstellige Ergebnisse (bei +-25 Booten in der Klasse).

    aber wenn ich mal groß bin..................... in einigen Jahren dann gibt es keine Kompromisse mehr!


    Morgen gehst erst mal lecker bis anfang Mai im Tourenmodus segeln. Entweder Finde ich es irgendwann oder auch nicht... C'est la vie!
    Geändert von norbaer (23.04.2013 um 11:15 Uhr)
    Gruß Norbert

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