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  1. #21
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    Zitat Zitat von MichaelK Beitrag anzeigen
    Ach, immer wenn ich das jetzt sehe, denke ich an den nächsten Starkwind und schöne Welle
    Ach, immer wenn ich solche Kommentare lese, denke ich an Tage wie gestern: satte 6 Nummern auf der Innenförde mit gepflegten Böen, bis 8 Windstärken bei Kiel Leuchtturm. Unsere MiWo-Regatta hatte immer noch 11 Teilnehmer. Jetzt darf mal geraten werden, wie viele der "mein Boot ist ja so seetüchtig und toll bei Welle"-Fraktion noch zu sehen waren...;-)) Die entsprechenden Vertreter unseres Vereins fragten im Hafen ungläubig, ob wir denn wirklich bei dem Wetter noch 'rauswollen.

    Teewes: Ich glaube, die Zahl der Leute, die das Einhandsegeln gewollt betreiben, ist eher gering. Ich mache das ganz gerne im Zuge von Überführungen, bin aber nicht unbedingt darauf aus, das immer zu machen. Irgend jemand schrieb hier, man würde - insbesondere mit kleinem Boot - dann schräg angesehen. Das kann ich gar nicht bestätigen, denn es gibt z.B. in unserem Verein jede Menge kleinerer Boote die öfters einhand bewegt werden. Oft segeln die Männer nämlich irgendwann alleine, weil die Ehefrauen keine Lust (mehr) haben. Insofern ist das hier ein ganz normales Bild.

    Auch wenn Du geschrieben hast, Du wüsstest schon, wie man lernt und Scheine macht, bringe ich hier mal den Hinweis an: Unser Verein bietet mittlerweile auch praktische Segelausbildung für Erwachsene an. Wenn so etwas im Raum Kiel interessant ist, melde Dich gerne per PN bei mir.

    Holger

  2. #22
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    Naja, ich gehöre zB bewusst zu den Einhandseglern und auch noch auf heutzutage als relativ klein diffarmiertem Schiff (30ft). Lass die Anderen einfach reden und freu dich des Lebens / Segelns!

  3. #23
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    Zitat Zitat von Teewes Beitrag anzeigen
    Hallo liebes Forum,



    Was will ich hier nun erfragen, nun, wo man lernen und Scheine machen kann weiss ich. Mich treibt was anderes um. Im Gegensatz zu den meisten mir bekannten Seglern strebe ich eigentlich weniger das Gemeinschaftserlebnis an. Ich ertappe mich eher dabei, wie ich mir vorstelle, mit einem kleinen Boot (bewohnbar, aber deutlich unter 10 Meter) einfach nur kleine Touren zu den schönsten Badebuchten, Inseln und Häfen meiner Heimat zu unternehmen, bei Laune vielleicht mal etwas weiter für ein Wochenende. Und zwar allein. Raus in die Natur, Wind und Wellen, stressigen Job vergessen. Ankern, was feines auf dem Trangia brutzeln, in der Sonne faulenzen oder schwimmen. Sozusagen als mein Refugium.

    ?
    Schönes Ziel, was Du Dir da gesteckt hast. Um das zu erreichen, stehen Dir ungeahnt viele Bootsytpen zu Verfügung. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man auf einem kleineren Boot viel mehr davon wahr nimmt. Man ist näher dran. Man ist eher Wind und Welle ausgeliefert, spürt alles viel intensiver. Je kleiner das Boot, desto mehr Hafentage hat man. Aber who cares? Man hat Zeit, ist am Meer, auf dem Boot - es könnte schlimmer sein.
    Lass Dich von diesen ganzen Scheinen nicht verwirren. Machs wie unsere Nachmarn in Skandinavien. Lerne Segeln. Wo auch immer.
    DIGGER. Kleiner segeln, größer leben.
    www.diggerhamburg.com

  4. #24
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    hallo, bin neu hier, hänge mich aber gleich mal hier rein.

    auch wenn das thema nicht von mir ist, sage ich schon mal danke für all die beiträge, denn meine wünsche treffen sich mit denen von teewes.

    frage an die "fachleute" hier : eine Delanta 27, (oder auch Delanta 76) schwebt mir vor. hat jemand erfahrungen die er mit mitteilen kann ? die Delanta hat ja steuerrad (hydraulisch) und soll so gut geeignet sein für einhandsegeln !?!

  5. #25
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    hallo Teewes, hallo Leute - mir gehts genau so wie T. Wenigstens 2 Wochen im Jahr will ich Einhand unterwegs sein. In aller Ruhe. Wenigstens eine Woche fahren wir auch als kleine 3köpfige Familie. Beides schön. Aber so ganz alleine fast am schönsten...
    10 Jahre lang bin ich mit einem Freund mitgesegelt, so ca. 2 Wochen im Jahr. Ostsee, Müritz, Adria. Das war dann meine "Schule". Segelscheine wollte ich nicht machen (Zeitgründe etc.) Nun will ich auf eigenem Boot fahren und habe mir vor einer Woche eine Varianta 65 gekauft. Das Boot schein mir für meine Zwecke perfekt zu sein (ich habe lange geguckt, gesucht und ausgewählt). Die wird in aller Ruhe segelklar gemacht und dann gehts raus. Segelrevier Boddengewässer und Ostsee um Rügen. Nie mit Angst, aber mit viel Respekt. Vor See, Wetter und meinen eigenen Fehlern. Vorsichtig, aber mit Hingabe und Spaß.
    Also, raus und aufs Boot! Grüße, Felix

  6. #26
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    Nee, da hat der Maki schon recht. Mit einer soliden Grundausbildung und dem notwenigen Respekt vor Wind und Wellen lernt man schnell was man sich selbst zutraut oder auch nicht. Das Schiff kann in der Regel mehr aus die Crew.

  7. #27
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    Zitat Zitat von segeln2014 Beitrag anzeigen
    frage an die "fachleute" hier : eine Delanta 27, (oder auch Delanta 76) schwebt mir vor. hat jemand erfahrungen die er mit mitteilen kann ? die Delanta hat ja steuerrad (hydraulisch) und soll so gut geeignet sein für einhandsegeln !?!
    Fürs Einhandsegeln ist m.E. eine Pinnensteuerung besser geeignet als eine Radsteuerung. Die Pinne nimmst du zwischen die Beine und hast dann beide Hände frei. Beim Rad geht das nicht. Mal abgesehen davon daß Radsteuerung auf so einem kleinen Boot ohnehin Quatsch ist, egal ob Einhand oder Crew.
    Michael
    http://www.sioned.de

  8. #28
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    Hoi Teewes,
    ich schreibe mal wie es bei mir war; vielleicht kannst Du etwas für Dich herauslesen.

    Als ich Mitte 40 war kamen meine Hamburger Gene durch: ich (Mitteldeutsche) wollte segeln. Seitdem bin ich auf dem Weg... auf dem Wasser.

    Ich machte meine erste Kojencharter im Urlaub. Schon dabei plante ich, das Segeln richtig zu lernen.

    Am Anfang war der Jollenkurs mit Binnenschein (A); meine neue Firma hat eine BSG Segeln mit Ausbildungskursen.
    Dazu gleich der kleine Motorbootschein (B).

    Dann bin ich mit der BSG meine erste Yacht-Ragatta gefahren, und wir haben alle 3 Preise abgeräumt ;-)
    Folge: Yacht-Segeln lernen.

    Spätesten hier muss ich einfügen: Es geht mir um das Wissen und Können; die Scheine sind nur der Lern-Druckpunkt.
    Auf Elba beim DHH gönnte ich mir einen Lernurlaub mit SKS-Prüfung (C); nicht ganz billig, aber man lernt sehr konzentriert.

    In den nächsten 5 Jahren habe ich mit der BSG immer wieder Jollen und Yachten gechartert: Binnenseen, Rhein, Maas, IJsselmeer, Ostsee, Mittelmeer und dabei ca. 25 Bootstypen kennengelernt.
    Dass es keine Eigner-BSG ist, sondern die Boote gemeinsam gechartert werden, ist von großem Vorteil: echte Wassersportler, keine Eigentumsmentalität, viel gegenseitige Unterstützung.

    Aber ich lernte auch die Crew-Findungs-Prozesse kennen:
    Immer eine anders gemischte Bemannung, jeder eine interessante Geschichte, überraschende Erlebnisse und man ist nie allein in fremden Hafen.
    Es ist auch selten echte Ruhe an Bord - einer hat immer gerade seine "Selbstfindungsphase".
    Und wenn dann gerade ein feiner Abendwind über Wasser kommt, quatscht der dich garantiert zu.

    Mit Wasser und Wind allein zu sein - das ist das, was ich suche auf einem Boot.
    Es war an der Zeit für ein eigenes Boot: Blick in die Häfen ;-) und aufs Konto ;-(

    Die Auswahl traf ich nach Eckpunkten und Gefühl:
    Ein sportlicher Segler musste es werden - Einbaumotor - etwas Luxus - licht und schön - nicht zu groß, eben Einhand für mich.

    Es wurde eine First 265 und mit ihr der Umschwung vom Mitsegler zum Skipper.
    Dieser Schritt macht einem alle Verantwortung auf einmal klar, und man wird vorausschauend sehr vorsichtig.
    Aber es ist ein tolles Gefühl, und ich liebe es.

    Freizeit teilt sich jetzt 50 zu 50 auf, in Arbeiten am Boot und in Segeln.
    Da ich Ingenieur bin mit handwerklicher Ausbildung (und meine Erfahrungen mit dem Yachtservice NL hatte) setze ich meine Installationen und Ideen selbst um. Endlich kann ich wieder sehen, was ich tue. Alles ist machbar.

    Einhand-Segeln lernt man langsam und mit Geduld: nimmt zuerst ein kleines Boot, mach kleine Schritte . . .
    Die Holländer nennen es "Spelevaren" ( Spielendes Boot-Fahren).

    Es gibt noch mehr, was Holländer anders machen als deutsche Segelschulen.
    Sie schauen zuerst, was Wind und Wasser gerade mit dem Boot machen - diese Bewegung wird einfach in die gewollte Richtung "umgelenkt". Und schon ist es getan!

    Auf Sicherheit bin ich nun zuerst bedacht, viel mehr als beim "nur" Mitsegeln.
    Zur Zeit habe ich eine sehr gute Hilfe an Bord; meinen Sohn, der auch Handwerker ist und zunehmend das Wasser liebt.
    Mit ihm an Bord ist es angenehm entspannt; wir können uns auch auf 8 Meter gut in Ruhe lassen.

    Und es geht immer weiter...dieses Jahr bekommt das Boot einige Verbesserungen und ich gönne mir einen Rettungsinsel-Kurs.
    Wen es einmal richtig gepackt hat, der ist durch nichts mehr aufzuhalten.

    So war das; ich hoffe es ist etwas für Dich dabei.
    Geändert von spifall (18.08.2013 um 13:47 Uhr) Grund: Fehlerteufel ;-)
    __(\_____*
    s p i f a l l

  9. #29
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    Wer, zumindest anfangs, eher autodidaktisch an die Sache herangehen will, findet in NL das perfekte Umfeld. Dort gibt es nicht nur Charterboote in jeder Größe und Qualität, die man ganz problemlos ohne irgendwelche Scheine ausleihen kann und fahren darf. Wer damit zunächst auf den Seen, später auf dem Ijsselmeer und schließlich im Watt und auf dem offenen Meer ein paar Wochen lang unterwegs war, hat schon einen schönen Überblick über die verschiedenen Boote, Reviere, Manöver und das Segeln unter unterschiedlichsten Bedingungen gewonnen.

    Wenn man dann schon etwas besser weiß, was man genau will, kann man immer noch über die Art und Anzahl irgendwelcher formaler Qualifikationen nachdenken und sich dann z.B. auch mit größeren (genauer: stärker als 15PS motorisierten) Schiffen in Deutschland und dem Rest der Welt frei bewegen.

    Bei uns im Hafen (in NL) liegen übrigens auch Leute aus Lübeck. Seit 6 Jahren fahren sie nun regelmäßig nach Stavoren/Friesland. Aber die nächste Saison wollen sie jetzt wirklich in der Ostsee verbringen. Wir werden sehen.

    Handbreit ...

  10. #30
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    Mach nen sks Schein, geht auf ein skippertraining mit 5 vollidioten, da kannst du am besten lernen, wie man es nicht machen soll. Nimm dir dann ein Boot und Segel los, So hab ich das gemacht, hatte 600 Meilen auf dem Buckel und jetzt Segel ich nur noch einhand, es gibts nichts besseres.

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