Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
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    Standard Marina 23 mit Wasser in der Bilge

    Hallo zusammen!
    Ich habe folgendes Problem und hoffe jemand kann mir helfen:

    Ich habe eine Marina 23 Bj 1979.
    Letztes Jahr hatte ich sie normal im Wasser, aufgrund des miserablen Wetters aber kaum genutzt. Als ich am Ende der Saison auf rausholen wollte stand in der Kajüte das Wasser knöchelhoch. Der Lautsprecher in der Decke funktionierte nicht mehr und es waren deutliche Schimmelspuren an der Decke.
    Jetzt habe ich die Deckenverkleidung komplett demontiert und anschließend das Deck mit dem hochdrucktreiniger gesäubert und auch einmal den Schlauch eine viertel Stunde drüber laufen lassen. Alles ohne Erfolg: kein Wasser innen. Jetzt habe ich aber innen die folgende Stelle gefunden. Sie befindet sich dort, wo der Kiel außen anfängt und besteht aus abgeblättertem Epoxi mit Rost.
    Nun zu den Fragen:
    1) kann eine solche Menge Wasser durch ein kleines Loch in der Decke kommen oder handelt es sich bei den pilzspuren um Kondenswasser?
    2) alternativ könnte die stelle innen in der Bilge das Problem sein. Wie kann man das rausfinden?
    3) kann man es nicht rausfinden: was tun? Nur von innen Glasfaser drüber oder außen am Kiel auch was machen? Was kann man denn am Kiel machen? Dort wo der Kiel auf die Bordwand trifft ist eine weiche silikonartige Masse. Muss die raus? Muss der Kiel auch von außen mit epoxi behandelt werden?
    4) ist das ein schlimmer Schaden? Ist v.a. der Rost bedenklich?
    5) wie teuer wird wohl so eine Reparatur?
    Bilder können zugemailt werden!
    Bin dankbar für jede Hilfe!
    Tom
    Geändert von Klein-Friedel (09.06.2013 um 14:53 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Hallo und willkommen im Forum
    Die Resonanz auf deine Frage ist ja bisher etwas zurückhaltend. Das könnte auch daran liegen dass keine Fotos vorhanden sind. Mit Bildern könnten technisch versierte Foristen evtl. etwas mehr zu dem Schaden und den Sanierungsmöglichkeiten sagen.
    Woher das Wasser kam ist aber auch mit Bildern per Ferndiagnose schwer zu sagen. Und dass, bei lange im Schiff stehenden Wasser, Schimmel an der Decke auftritt ist normal, egal wo das Wasser herkommt. Wie lange lag denn das Schiff ohne Aufsicht so im Wasser?
    Natürlich könnte z.B. ein undichter Kielbolzen zu einem Wassereinbruch führen, aber die sitzen normalerweise nicht direkt an der Kielvorderkante. Und das silikonartige Material kann ganz normale Dichtmasse sein, aber auch auf eine Notreparatur hinweisen.
    Das mit dem mailen ist keine gute Idee, das wird keiner (ich auch nicht) machen wollen. Ein Foto dem Posting anzuhängen ist aber nicht sehr schwer einfach mal ausprobieren.
    Mit besten Empfehlungen

  3. #3
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    Standard

    Hallo!
    Leider finde ich nicht heraus, wie das mit den Bildern geht. Irgendwie habe ich aber einen Blog aktiviert, der die Bilder enthält!
    Dieser wird oben auch angezeigt!
    Danke für die Hilfe schonmal vorab!
    Tom

  4. #4
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  5. #5
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    Hallo steggano!
    So, jetzt hat es mit den Bilder Geklappt!
    Eine frage: sollte es ein kielbolzen sein, wie wird dieser repariert? Nur von innen überlaminiert oder draußen alles auseinandergerissen? Mit welchen kosten müsste ich da theoretisch hypothetisch Pi mal Daumen rechnen?
    Viele dank nochmal!
    Tom

  6. #6
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    Das Unterwasserschiff auf dem zweiten Bild sieht aus wie ein schweizer Emmentaler. Ich schätze, nur mit einer Abdichtung des Kielbolzen alleine ist es da nicht getan.
    mfg

  7. #7
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    Standard

    Moin Friedel,

    zunächst: Durch das viele Wasser im geschlossenen und quasi unbelüfteten Schiff über eine längere Zeit sind alle möglichen Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden erklärbar. Kondenswasser dürfte sich zuhauf bilden. Gerade im Frühjahr, wenn tagsüber die Sonneneinstrahlung intensiv ist und es sich nachts wieder empfindlich abkühlt.
    Also erstmal alles gut trockenlegen, Spak und Schimmel beseitigen. Das hast Du ja schon getan.
    Nun die Frage, wo das Wasser herkam. Im Grunde könnte man das getrocknete Schiff abslippen und beobachten, wo es feucht wird. Gibt es im Bereich der Bilge eine Leckage, dürfte die sich schnell wieder durch neue Feuchtigkeit bemerkbar machen.
    Leider lassen Deine Beschreibungen und die Fotos darüber keinen Aufschluss zu. Entweder leckt ein Kielbolzen (wenig wahrscheinlich, wurde schon gesagt) oder vielleicht gibt es auch einen substanziellen Schaden im Laminat, welcher Wasser zieht oder ein Rumpfdurchbruch ist nicht in Ordnung (Seeventile, Motorwelle/Saildrive - hast Du sowas überhaupt?) - mehr kommt eigentlich nicht in Betracht. Dazu etwaige Beschläge, am U-Schiff eigentlich selten, aber auf einem Foto sehe ich einen Bolzenkopf am Kiel - was ist denn das?
    Das gesamte U-Schiff sieht mir merkwürdig aus, aber genaueres lässt die Fotoqualität nicht zu. Sind die Flecken Verfärbungen auf dem Anstrich? Ist der Anstrich überhaupt intakt? Was ist das für ein Anstrichaufbau?
    Sodann: Kann Regenwasser irgendwo eindringen? Schiebeluk? Steckschotten? Fenster? Püttinge? Sonstige Ursachen? Hier gibt es viel vielfältigere Möglichkeiten, auch wenn Du mit einem Schlauch getestet hast.

    Also, solange derart viel spekulativ ist, würde ich die Kiste tatsächlich erstmal durchgetrocknet und gereinigt ins Wasser setzten und dann genau beobachten.

    Grüße
    Andreas

  8. #8
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    Vieln dank erst mal an alle.
    Weiß denn jemand, was das für zwei knubbel sind, die auf der üebrsichtsaufnahme zu sehen sind und dann auf der detailaufnahme vergrößert dargestellt werden? ist das der kielbolzen? Und wiese wäre der unwahrscheinlich??
    nochmals vielen dank!
    tom

  9. #9
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    Standard

    Hallo Tom,

    jetzt erkenne ich es erst, auf der Übersichtsaufnahme habe ich die beiden Knubbel nicht bemert.
    Ich bezog mich auf das Statement von Steggano und Deine Beschreibung. Rissbildungen, Rost und auch sich ablösende Dichtmasse treten meistens zuerst an der Vorderkante des Kiels auf, dort befinden sich jedoch keine Kielbolzen, welche lecken könnten.
    An der Übersichtsaufnahme ist zu sehen, dass die beiden Knubbel etwa mittschiffs sitzen. Kann durchaus sein, dass das überlaminierte Kielbolzen sind. Allerdings wäre die Kielsohle für die Bootsgröße dann ziemlich breit. Ich kenne die Marina nicht, aber weil auch sonst keine Bolzenköpfe zu sehen sind, kann die Vermutung wohl zutreffen. Rissbildung und Rostspuren sind da, auszuschließen wäre eine solche Leckage wohl nicht. Wenn allerdings die Bolzenköpfe nur mit (sprödem!) Topcoat eingeschmiert worden sind, kann eine Rissbildung auch ohne besonderen Grund mit der Zeit auftreten und wenn ständig Wasser in der Bilge steht, kommt es von oben an die Bolzen und lässt diese rosten - auch das wäre also denkbar.

    Also zwei Vorschläge:
    1. Prüfe mit einer kleinen Bohrung, ob die Bolzen nur mit Topcoat überschmiert oder tatsächlich einlaminiert sind.
    Ist der Bohrkern nass, mach alles auf, was nass ist. Lasse einen Bootsbauer draufgucken, ob ggf. der Kiel abgenommen und neu eingedichtet werden muss. War der Bolzen nur mit Topcoat überschmiert, kannst Du ggf. sofern er trocken ist wieder selbst mit Topcoat drübergehen. War er überlaminiert, lasse lieber einen Profi ran.

    2. oder setze zunächst das Boot ins Wasser und schau nach, ob an dieser Stelle Feuchtigkeit oder gar ein Leck auftritt. Dann hast Du Klarheit.

    Grüße
    Andreas

  10. #10
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    Standard

    auch wenn die Schlauchmethode auf den ersten Blick dagegen spricht, schau dir mal vorsichtshalber die Durchführungen der Püttinge genau an. Die waren bei mir eine echte Schwachstelle.

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