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  1. #1
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    Standard 5 Regeln um Festliegern das Hafenkino zu versauen

    Moin zusammen,

    Gestern und heute wieder einmal grosses Hafenkino für uns bei An- und Ablegemanöver von Chartercrews. Zugegeben bei bis zu 35 kn Seitenwind...
    Verwunderlich... Immer wieder werden uns die gleichen Filme geboten, diese aber in immer wieder unterschiedlichen Farcetten.
    Wie versaue ich als Charterer den Festliegern diese grossartigen Augenblicke?

    1. Fender rein beim in die Box fahren. Ausnahme: Die Box ist deutlich breiter als das Schiff...
    2. nicht zu zaghaft rein und rausfahren. Vor allem nicht bei 30 kn Seitenwind. sonst landet man schnell am Ende der Boxengasse...
    3. Steuermann solte nicht versuchen, das Bugstrahlruder, den Gashebel, das Ruderrad und die Festmacherleine gleichzeitig zu bedienen. Lass deinen 7 Mitseglern noch etwas übrig von diesem Manöver.
    4. Versucht nicht die Vorleine über den Heckdalben zu legen wenn ihr vorwärts reinfahrt.
    5. fahrt nicht mit einem 46 fuss Schiff in eine 35 fuss-Box.

    Und weil es so schön ist noch eine Zugabe:
    6. versucht nicht rückwärts in die Box zu fahren, wenn ihr es nicht perfekt beherrscht. Vor allem nicht bei starkem Seitenwind oder Wind, der auf dm Bug drückt. Beherzige auch dabei Punkt 2.

    Erschreckend, mit wie wenig Grundwissen Seglergruppen sich fette Bavarias chartern. Wir legen mittlerweile 3 Kugelfender ans Heck, wenn wir nicht an Bord sind.

    Versaut uns das Hafenkino und trainiert bitte mehr!

    Bastian
    Geändert von fizzman (16.06.2013 um 23:00 Uhr) Grund: Fehler

  2. #2
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    blödsinniges Eignergetue so ein "Beitrag".
    Geh weiter warmduschen und gut ist.

  3. #3
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    Auch Eignern ist bisweilen etwas Demut anzuraten. Wir segeln seit bald 35 Jahren unsere eigenen Schiffe, trotzdem fällt einem erst in dem Moment, in dem man mal ein Charterschiff bewegt, auf, wie abschätzig sich Eigner (leider sogar manchmal aus dem eigenen Verein) gegenüber Chartercrews wohl leider generell verhalten.

    Sicher gibt's Chartercrews, die mit den Booten wie beschreiben nicht richtig klar kommen. Die Frage ist aber, wie gut man mit den im Beitrag genannten Booten überhaupt klar kommt:
    - die sind extrem anfällig für Seitenwind (darum haben leider auch so viele moderne Bugstrahlruder, weil deren Eigner nämlich auch nicht mit ihnen anders klar kommen)
    - das Vorschiff taucht so wenig ein, dass das Bugstrahlruder mehr Lärm als Leistung bringt,
    - anlegen geht nur oft nur noch rückwärts, weil in Vorwärtsfahrt das Ruder kaum angeströmt wird, weshalb das Schiff schlecht dreht
    - das Fenderproblem ist leider oft zu beobachten, unabhängig davon, ob Charter oder Eigner.

    Wenn man wirklich das Hafenkino bei 35 kn Wind entbehren will sollte man vielleicht mit anfassen gehen? So mit den Händen? Da war doch mal sowas wie Seemannschaft, die das erfordert.
    Nein, das war kein guter Beitrag.

  4. #4
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    Klasse Beitrag. Bin auch Eigner, sitze aber nicht auf meinem Ar;;; wenn eine Yacht bei 35 kn Seitenwind es versucht in einer Box anzulegen. Helfen ob Chartercrew mit modernem Boot, wie vorher beschrieben, oder aber Eigner mit kleiner Crew, die auch ihre Schwierigkeiten haben unter diesen Umständen anzulegen. Ich jedenfalls bin immer froh wenn mir jemand behilflich ist und nicht nur blöde glotzt und sich für etwas besseres hält.
    Chartern ist halt eine etwas andere, vielleicht bessere Art eine Yacht zu segeln. Spart einen Haufen Unkosten und ein Charterer segelt immer die neuesten Yachten, ausgerüstet mit allem was das Herz begehrt. Am ende der Charter gibt er den Pott zurück und kümmert sich einen Sch... über die Sachen die zu reparieren sind.
    Muss dann der Eigner bezahlen und nicht der Vercharterer.
    Einer geht noch rein - Hau wech den Scheiss

  5. #5
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    Standard

    Bei 35 kn Wind rein oder raus aus einer engen lausigen Marina ? Das erfordert auch den ganzen Eigner , wenn er denn nicht gerade im Cockpit sitzt und sich über ungeübte Gelegenheitssegler mokiert. Ich finde es spannender, den Könnern bei schwierigen und geglückten Manövern zuzuschauen und mir dabei eine Scheibe abschneiden um es selber auch mal so zu probieren und dann evtl. zu beherrschen. Segeln und Wassersport generell soll allen Spass bringen, da ist angesichts der Masse schon mal Toleranz, Rücksichtnahme und nicht zuletzt tatkräftige Hilfe angesagt! Was die vorherige Aussage zum Chartern betrifft ,so stimmt das nicht ganz; das Material ist oft verschlissen, manchmal defekt und nicht repariert, weil sich der Vercharterer (!) aus Personal,Zeit- u. Geldmangel sich einen Sch..... oder zu spät um das defekte Boot kümmert .

  6. #6
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    Ich halte mich ja, nach 40 Jahren mit zahllosen Charter- und 3 eigenen Booten, für einen vergleichsweise geübten Steuermann. Aber 35kn Seitenwind nötigen mir bis heute Respekt, höchste Aufmerksamkeit und ein ausführliches und detailliertes Briefing meiner ebenso geübten Mannschaft ab. Noch mehr Respekt habe ich aber vor Gelegenheitsseglern, die so eine Nummer mit einem wildfremden Boot und offenkundig wenig Erfahrung meistern müssen. Über die mache ich mich nicht lustig und beglotze sie auch nicht sensationsgierig, sondern versuche, so gut es eben geht, zu helfen. Ich bin zwar alt, aber nicht zu alt, um mich daran zu erinnern, wie dankbar ich bis heute für ein paar gekonnte Handgriffe von Helfern bin.

    Handbreit ...

  7. #7
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    Am Wochenende hats auch in NL ordentlich geblasen, auch im Hafen bis 30 kts.

    Die allermeisten Hochleistungseigner sind überhaupt nicht raus gefahren, selten war so wenig los auf dem Wasser. Warum egtl, wenn man das Boot gut kennt? War ein toller Tag zu Segeln.

    Mit dem eigenen Boot in die eigene Box zu fahren, ist keine Kunst.
    42!

  8. #8
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    Zitat pogolino:
    "Meine Theorie ist, daß die Zahl der Segler in Deutschland über die letzten vier Jahrzehnte nahezu konstant geblieben ist und nur haufenweise Wassertouristen dazugekommen sind (was keinesfalls nur von Nachteil ist, ganz im Gegenteil). Weiterhin gehe ich davon aus, daß die meisten Menschen ganz gut einschätzen, was sie sich zutrauen können und was nicht. Den Glauben daran verliere ich nur samstags in Heiligenhafen am Chartersteg."

    SCNR

    Naja, chartern bedeutet ja ganz oft: Einer (eher küstenfremd angesiedelt) hat gaaanz viele wichtige Scheine und die Erfahrung von 300 Motormeilen. Oder ähnlich. Und dann muss eben der gesamte Kegelclub erfahren, wie toll segeln ist, was aber bedingt, dass man ein 48Fuß Schiff braucht. Da kann man gar nicht anders als Unterhaltungskünstler sein....

    Bei 35kn hat jeder Probleme, manchmal ist die Maschine zu schwach, selbst zum Aufstoppen, manchmal trifft man den Pfahl eben mal nicht gleich beim Festmachen, oder irgendwas hängt noch wo, das können Eigner auch nicht immer besser. Absichtlich handelt niemand so. Aber man kann ja helfen, das könnte helfen.

  9. #9
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    @ 4five: schöner Beitrag.

    freut sich
    Vic

  10. #10
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    Zitat Zitat von Makani Beitrag anzeigen
    Bei 35kn hat jeder Probleme
    Allerdings haben Einige auch bei 5kts Probleme, Eigner wie Charterer. Und ich auch, wenn ich nen schlechten Tag erwische.....kein Manöver ist so einfach, als dass man es nicht ordentlich versauen könnte.

    Der Threadstarter hat aber teilweise recht: Manche Skipper machen den ein oder anderen grundsätzlichen Fehler und sich damit unnötig das Leben schwer. Ohne Fahrt im Boot kann man nicht manövrieren; und wenn die Box 4, breit ist und das Boot mit Fendern 4,3, dann wird es nicht passen.

    Und manche Helfer - so jedenfalls meine Beobachtung - meinen es zwar gut, tragen aber zum Missglücken eines Manövers auch mal bei. Neulich durfte ich bei ca 25kts cross an einem Aussensteg festmachen, dem freundlichen Helfer die Heckleine übergeben mit der "Bitte", einfach schnell belegen. Statt zu belegen wird versucht (gut gemeint), mich näher ran zu ziehen. OK, Chuck Norris hätte das sicher geschafft, aber als "Normalo" zerrt man kein 39ft Boot mit 9t bei ordentlich Seitenwind irgendwo hin. Was dann kommt, ist zwangsläufig Kino.....
    42!

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