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  1. #31
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    35kn Grundwindstärke ? Kann man von Böen bis Mitte 40er ausgehen...... Sauber....
    Ein paar Beiträge äußern Unverständnis darüber, warum die "Dicken" im Hafen liegen....
    ich sage: weil es teuer wird.
    Auch wenn die Crew erfahren und seefest ist, man mit wirklich kleiner Segelfläche Spaß hat......
    -Die Segel gehen schon mal kaputt
    - Auch der Rest vom Schiff unterliegt gehörigen Belastungen, 2006 ist mir bei solchen Bedingungen auf Dem Weg von Anholt nach Greena das Vorstag gebrochen, auf gecharterten 44er-X.
    Ich meine: schier grenzenloses Vertrauen in die Technik und Mechanik ist unter solchen Bedingungen nicht angesagt.
    Sprich: ich halte es für vernünftig bei widrigen Bedingungen auch einfach mal nen Hafentag zu machen, und somit allen auch das Hafenkino zu ersparen.
    Gruß Sailingbear

  2. #32
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    Zitat Zitat von SailingBear Beitrag anzeigen
    Sprich: ich halte es für vernünftig bei widrigen Bedingungen auch einfach mal nen Hafentag zu machen, und somit allen auch das Hafenkino zu ersparen.
    Grundsätzlich hast Du sicher recht. Nur am Samstag zB war 33 zwar mehrfach auf der Uhr, aber auch nicht mehr. Und im geschützten Bereich Osterschelde/Grevelingen hat man zwar ein kurze, unangenehme Welle, aber nichts, was einen wirklich durchschüttelt. Wenn man dann die Segelfläche anpasst, ist weniger Last im Boot als bei nem guten 4er unter Vollzeug.

    Mir ging es auch weniger darum, den "Eignern" vorzuhalten, dass sie bei ordentlich Wind nicht mehr raus fahren, das kann jeder für sich selber entscheiden. Ich meine nur, manche Eigner sollten nicht so sehr auf ihre dolle Erfahrung und Fähigkeit, ihr Boot zu führen, pochen, wenn sie genau dann im Hafen bleiben, wenn es mal ein wenig anspruchsvoller wird und "Eignerqualitäten" gefragt sind.
    42!

  3. #33
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    Zitat Zitat von conketsch Beitrag anzeigen
    Schon mal daran gedacht bei 8 Bft. Seitenwind gar nicht in die Box zu gehen, sondern sich hinter der Box längsseits an die Pfähle zu legen. Dann kommt der Wind kompfortabel von vorne. Alles ist ganz entspannt. Anschließend wird das Boot über Hand in die Box geholt. Dafür hat man zwei lange Leinen und die Winschen. Vorne eine lange Leine auf den Steg, möglichst weit nach Luv. Achtern eine Leine auf den Luvpfahl. Und schon geht es los. Auch Leinenarbeit gehört zur Seemannschaft. Aber wo lernt man die? Wer ab 7 Bft bei Seitenwind in die Box brettert, für den kann das Anlegemanöver schon ganz schön teuer werden.
    geht leider nur wenn kein d boote "übersteht" , was dank kleinen boxen, grossen schiffen und den lieben murphy meist der fall ist
    , und auch meist mit bug/ anker vorne. abgesehn das man die ganze gasse blockiert sobald das eigene boot gewisse breite hat.

  4. #34
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich hast Du sicher recht. Nur am Samstag zB war 33 zwar mehrfach auf der Uhr, aber auch nicht mehr. Und im geschützten Bereich Osterschelde/Grevelingen hat man zwar ein kurze, unangenehme Welle, aber nichts, was einen wirklich durchschüttelt. Wenn man dann die Segelfläche anpasst, ist weniger Last im Boot als bei nem guten 4er unter Vollzeug.

    Mir ging es auch weniger darum, den "Eignern" vorzuhalten, dass sie bei ordentlich Wind nicht mehr raus fahren, das kann jeder für sich selber entscheiden. Ich meine nur, manche Eigner sollten nicht so sehr auf ihre dolle Erfahrung und Fähigkeit, ihr Boot zu führen, pochen, wenn sie genau dann im Hafen bleiben, wenn es mal ein wenig anspruchsvoller wird und "Eignerqualitäten" gefragt sind.
    Ich meine die Argumentation geht daneben. Gute Seemannschaft bedeutet doch nicht, bei möglichst viel Wind zu segeln sondern so (ggf auch dann) unterwegs zu sein, wenn das Schiff sicher zu führen ist. Dies umfasst Haltbarkeit des Materials, Befindlichkeit der Besatzung und auch die Manöver sicher fahren zu können.

    Wenn da wirklich 33 kn (8 Bft) war muss man unterstellen, dass ein Schiff dann nur unter besonderen Bedingungen seemännisch sicher zu führen ist. In der Realität sind aber 35 kn im hohen Topp weit oberhalb 10 m Höhe viel weniger Bft. Bei 16 m Masthohe beträgt der Fehler schon ca 25% (merke, Bft wie alle amtlichen Windgeschwindigkeiten werden auf 10 m normiert....)

  5. #35
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    Zitat Zitat von Buntesegel Beitrag anzeigen
    Wenn da wirklich 33 kn (8 Bft) war muss man unterstellen, dass ein Schiff dann nur unter besonderen Bedingungen seemännisch sicher zu führen ist.
    Nochmal, 33kts Peak, abgelesen auf Windanzeige, Geber im Top, wo sonst und das ganze im Endeffekt auf nem Binnenrevier, also letztlich Laborbedingungen.

    Wenn das Material damit Probleme haben sollte, hats auf einem Segelboot nichts verloren. Hats aber auch nicht, das Rigg ist so ausgelegt, dass es allein Wind nicht runterkommt, Spis und Gennis mal aussen vor. Das Segel mag ein wenig "leiden", dann hätts kein Segel werden dürfen. Kaputt geht's nur, wenn man laienhaft viel zu viel stehen hat.

    Crew? Hat tlw. im Cockpit nen Nickerchen gemacht, ist ja auch gemütlich hinter der Sprayhood. Nirgendwo steht geschrieben, dass man mit 40Grad Krängung segeln muss.

    Objektiv ist der Wind also kein Problem. Raue See kann Crew und Schiff mürbe machen, Wind allein nicht.

    Und wenn Du Seemannschaft ansprichst: Dazu gehörts imho auch, mal die Grenzen auszuloten oder zu verschieben. Auf den allermeisten Revieren kann man nicht davon ausgehen, dass der Wetterbericht immer stimmt, sondern es kann überraschend mal 6-8 werden und der nächste Hafen ist noch Stunden entfernt. Was soll man als Skipper dann machen? Wimmernd in der Ecke sitzen, Mayday rufen, sich abbergen und das Schiff alleine in den Hafen fahren lassen? Kaum.
    42!

  6. #36
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich hast Du sicher recht. Nur am Samstag zB war 33 zwar mehrfach auf der Uhr, aber auch nicht mehr. Und im geschützten Bereich Osterschelde/Grevelingen hat man zwar ein kurze, unangenehme Welle, aber nichts, was einen wirklich durchschüttelt. Wenn man dann die Segelfläche anpasst, ist weniger Last im Boot als bei nem guten 4er unter Vollzeug.

    Mir ging es auch weniger darum, den "Eignern" vorzuhalten, dass sie bei ordentlich Wind nicht mehr raus fahren, das kann jeder für sich selber entscheiden. Ich meine nur, manche Eigner sollten nicht so sehr auf ihre dolle Erfahrung und Fähigkeit, ihr Boot zu führen, pochen, wenn sie genau dann im Hafen bleiben, wenn es mal ein wenig anspruchsvoller wird und "Eignerqualitäten" gefragt sind.
    Nun, wir hatten am Samstag den Beneteau-Cup vor Stavoren. In der Startphase wurde abgebrochen, da Böen bis 40 kn über das Regattafeld fegten. Danach gingen wir auf Standby, allerdings ging der Wind in Böen nicht unter 34 kn im Hafen (!), so dass die Regatta endgültig abgeblasen wurde. Wir hatten also unsere Erlebnisse an diesem Wochenende, bevor am Abend dann die Anlegeabenteuer im Hafen für Beschäftigung gesorgt haben.
    Am Sonntag waren übrigens noch zwei Charteryachten auf den Vrouwensand bis ans Rote Kliff gefahren (Wassertiefen bis 50 cm). Da konnten wir dann auch nicht mehr helfen...

  7. #37
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    Zitat Zitat von fizzman Beitrag anzeigen
    allerdings ging der Wind in Böen nicht unter 34 kn im Hafen (!), so dass die Regatta endgültig abgeblasen wurde.
    ok, da wäre ich wohl auch nicht mehr unbedingt rausgefahren........und ist ja auch immer noch nen anderer Schnack, wenn man versucht, möglichst schnell zu segeln.

    Vrouwensand hat auch schon Profis eingesammelt.

    Ist aber halt auch so, dass meine Alutonne so einen "massiven" Eindruck macht, dass einem Wind allein kein Kopfzerbrechen machen muss. Obwohl der Unterschied so gross fast nicht ist, verhält sie sich deutlich sanfter mit ihren ca 9.5 to als die Oceanis mit ihren rund 7to.
    42!

  8. #38
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    Zitat Zitat von hasardeur Beitrag anzeigen
    geht leider nur wenn kein d boote "übersteht" , was dank kleinen boxen, grossen schiffen und den lieben murphy meist der fall ist
    , und auch meist mit bug/ anker vorne. abgesehn das man die ganze gasse blockiert sobald das eigene boot gewisse breite hat.
    Man kann gegen alle Formen des Anlegens auch Gegenargumente finden. So ist das Leben/Segeln. Hälst du mich eigentlich für naiv? Selbstverständlich kann ich nicht an Heckpfählen längsseits gehen, wenn aus den Boxen noch die Hecks anderer Schiffe überstehen. Dann würde ich aber auch nicht an Pfählen anlegen, sondern an Hecks. Davon habe ich aber nichts geschrieben.
    Dass ein Boot mit 3,50 m Breite eine 10m breite Boxengasse "blockiert" halte ich für eher unwahrscheinlich, denn es bleibt immer noch eine Boxengasse von 6,50 m vorhanden. Außerdem will ich an den Heckpfählen nicht dauerhaft parken (aber auch das wäre im Notfall eine Lösung), sondern würde die Heckpfähle so schnell wie möglich wieder freimachen. Wenn auch das nicht geht, muss ich mir halt noch was anderes einfallen lassen. Bevor ich aber mein Boot ramponiere, denke ich erst mal über die Situation nach und peile die Lage, treffe dann die Entscheidung über das zu fahrende Manöver, bereite das Schiff vor (Fender weg und Leinen zurecht legen) und leite dann das Manöver ein. Vorrangig ist für mich aber, jede Art von An- und Ablegemanövern ab gewissen Windstärken zu vermeiden.
    Geändert von conketsch (18.06.2013 um 22:44 Uhr)

  9. #39
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    Zitat Zitat von Acer Beitrag anzeigen
    Nochmal, 33kts Peak, abgelesen auf Windanzeige, Geber im Top, wo sonst und das ganze im Endeffekt auf nem Binnenrevier, also letztlich Laborbedingungen.

    Wenn das Material damit Probleme haben sollte, hats auf einem Segelboot nichts verloren. Hats aber auch nicht, das Rigg ist so ausgelegt, dass es allein Wind nicht runterkommt, Spis und Gennis mal aussen vor. Das Segel mag ein wenig "leiden", dann hätts kein Segel werden dürfen. Kaputt geht's nur, wenn man laienhaft viel zu viel stehen hat.

    Crew? Hat tlw. im Cockpit nen Nickerchen gemacht, ist ja auch gemütlich hinter der Sprayhood. Nirgendwo steht geschrieben, dass man mit 40Grad Krängung segeln muss.

    Objektiv ist der Wind also kein Problem. Raue See kann Crew und Schiff mürbe machen, Wind allein nicht.

    Und wenn Du Seemannschaft ansprichst: Dazu gehörts imho auch, mal die Grenzen auszuloten oder zu verschieben. Auf den allermeisten Revieren kann man nicht davon ausgehen, dass der Wetterbericht immer stimmt, sondern es kann überraschend mal 6-8 werden und der nächste Hafen ist noch Stunden entfernt. Was soll man als Skipper dann machen? Wimmernd in der Ecke sitzen, Mayday rufen, sich abbergen und das Schiff alleine in den Hafen fahren lassen? Kaum.
    Ok, was ich angenommen hatte.... 33kn Peak auf nem 20 m Mast gemessen sind etwa 6 Bft ( lassen wir mal die Spitzen als Mittel durchgehen, ziehen 30 % Für die Strecke über der Referenzhöhe 10 m ab, bleiben so was bei 25 kn. So arbeitet man in der Meterologie... Also halb so schlimm, für manche aber schon zu viel, was wesentlich vom begleitenden Wellenbild abhängt.
    Zum zweiten Punkt, natürlich sollten Schiff und Mannschaft auch 8 Bft True aushalten: Seemannschaft verbietet aber, da mal zur Probe reinzusegeln, ohne entsprechende Vorbereitung. Es gibt Leute, die das anders sehen, das weiß ich sehr wohl. Aber das macht es nicht richtig.

    Over & Out

  10. #40
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    Standard Übung macht den Meister

    Sehr interessante Beiträge! Mein Revier ist die Nordsee und hier verfügen wir weitestgehend über Fingerstege, die auch bei Starkwind ein recht komfortables Anlegen ermöglichen. Im Zweifel immer in die Spring rauschen, dann klappt es. Aber auch da hat man schon gesehen, wie geübte Crews die Klampe verfehlt haben und dadurch zu schnellem Handeln gezwungen wurden. Ich habe vor 3 Jahren als relativ erfahrener Nordseesegler mein Boot aus Kröslin geholt und war bei der Überführung gezwungen, meine ersten Erfahrungen mit Pfählen zu machen. Mein Crewmitglied war diesbezüglich auch sehr unerfahren und so haben wir uns sogar bei Leichtwind tlw. ziemlich blöd angestellt, was zum Glück ohne Folgen blieb. Aber schließlich klappte es immer besser und mit zunehmender Erfahrung erhöhte sich auch die Sicherheit bei den Manövern. Was ich sagen will: Übung macht den Meister! Ob sich ein Nordseesegler anfangs in der Ostsee zurechtfinden muss und die Anlegemanöver erst lernen muss, oder ob sich ein Ostseesegler zum ersten Mal in der Nordsse mit Gezeiten, Strömung und Wattenmeer auseinandersetzen muss. Mit zunehmender Erfahrung fällt es leichter! Und diese Erfahrungen haben Chartercrews oft nicht, zumal sie meistens nicht nur im Revier unerfahren sind, sondern auch im regelmäßigen Umgang mit einem Boot. Daher tendiere auch ich zu etwas mehr Verständnis, bin selber dankbar für jede helfende Hand und biete sie auch jedem.

    Sea you...

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