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  1. #1
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    Standard Regatta-Start App

    Hallo zusammen,

    ich möchte hier mal auf eine interessante App zum Regatta-Start aufmerksam machen. Sie heisst Start2Win und berechnet ob man zu früh oder spät über die Startlinien fährt.
    http://www.nosedowncomputing.com/index.php/start2win

    Es gibt auch im Sailing Anarchy Forum eine Diskussion mit stark polarisierten Meinungen:
    http://forums.sailinganarchy.com/ind...pic=140226&hl=

    Was meint ihr dazu?

    Hannes

  2. #2
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    Standard

    Hallo Hannes,
    ich habe jetzt die von Dir vorgeschlagene APP nicht heruntergeladen und ausprobiert, aber ich habe eine andere APP Sailing Tactician die ich auch nie nutze.

    Ich kann dir aber versichern ich bin zu 100% ein Segel Elektronik Freak und Blink Blink Knöpfchen Drücker (also ein Segel Nerd), aber mittlerweile benutze ich bei der Regatta nur noch folgende Instrumente: Logge, Kompass, und Windwinkelanzeige und zum Starten eine GPS Uhr die meine Beste am Arm hat.

    Der Grund ist einfach der, dass wir Hobby Regattafahrer chronischen Crew Mangel haben und ich froh bin wenn ich 5-6 Mann an Bord habe. Der Taktiker der sich mit solchen App beschäftigen könnte um dadurch einen echten Vorteil zu haben fehlt so gut wie immer.

    Meine Beste gibt die Zeiten an und macht mittels Plotter und Race Charts die Navigation. Am Bug steht eine menschliche APP die mir mit dem Arm und den Fingern an der Hand anzeigt ob ich zu früh / spät starte. Die Flagge X auf dem Startschiff und der Funkspruch zeigt mir an ob die APP im Bugkorb recht hatte.
    Mein Bugkorb APP zeigt mir auch noch an ob ich anluven oder abfallen kann wegen anderer Boote.

    Kurz gesagt so eine APP lohnt sich nur wenn definitiv einen Taktiker an Bord hat der sich mit so etwas auskennt und die Daten interpretieren kann, und für nix anderes gebraucht wird vorm Start.
    Gruß Norbert

  3. #3
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    Standard

    Hallo Hannes,

    die von Dir bezeichnete App hat ein Bekannter von mir im Frühjahr benutzt.
    Nach einem Start drehte er ab und fuhr einen Neustart. "X" war auch gesetzt. Er war aber gar nicht gemeint.
    Die App hat ihn verladen - so metergenau ist die Ortsbestimmung dann offenbar doch nicht.

    Also, hübsche Idee, aber wie immer steckt der Teufel im Detail.
    Wir verlassen uns auf den Mann oder die Frau auf dem Vorschiff.
    Ihn oder sie bräuchten wir auch mit der App - irgendwer muss, wie oben geschildert, die Situation ja überwachen.

    Grüße
    Andreas

  4. #4
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    Standard

    Ein Teufels Detail habe ich auch noch.
    Man muss solche Apps ja kalibrieren. Das heißt vor dem Start, zum Pinend und Committee Boat, evtl noch die Windrichtung ermitteln damit mir die APP sagen kann welche Seite die Vorteilhaftere ist, wenn möglich noch die erste Bahnmarke eingeben (woher soll man die Koordinaten wissen wenn das kein festes Seezeichen ist??)

    Und wie gesagt, dass alles vor dem Start. Dabei geht viel Zeit verloren die man in der Regel nicht hat oder besser nutzen kann. Auf jeder Dickschiffregatta die ich kenne, starten immer mehrer Klassen in Abständen von 5- 10 min. Wenn man also nicht beim ersten Start ist, hat man maximal 5 Minuten zeit die APP zu kalibrieren, weil man rund 4-5 Minuten vor dem Start seine Position sucht, Gegner beobachtet und generell ein großes Gewusel an der Startlinie ist.

    Jetzt fällt mir noch ein Detail ein. Wenn die wichtigsten Daten wie entfernung und Zeitraum bis zur Startlinie nicht auf festinstallierten Displays (am bestem am Mast) angezeigt werden, dann muss der Taktiker auch noch ständig auf das Smartfon oder das Tablet schauen und die Daten rumschreien obwohl es vielleicht sinnvoller ist das Feld zu beobachten und nicht soviel zu rufen.

    Kurz und knapp ist Trumpf beim Rennsegeln. Da bietet sich englische Befehle gut an.

    We go!
    Hiking Please
    10, 9, 8, ........2, 1 Start!
    Gruß Norbert

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von norbaer Beitrag anzeigen
    .....
    Mein [B]Bugkorb APP ........
    ....ergänzt durch ein TEVIS ist unschlagbar!!!!

    Franz

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von norbaer Beitrag anzeigen
    Ein Teufels Detail habe ich auch noch.
    Man muss solche Apps ja kalibrieren. Das heißt vor dem Start, zum Pinend und Committee Boat, evtl noch die Windrichtung ermitteln damit mir die APP sagen kann welche Seite die Vorteilhaftere ist, wenn möglich noch die erste Bahnmarke eingeben (woher soll man die Koordinaten wissen wenn das kein festes Seezeichen ist??)

    Und wie gesagt, dass alles vor dem Start. Dabei geht viel Zeit verloren die man in der Regel nicht hat oder besser nutzen kann. Auf jeder Dickschiffregatta die ich kenne, starten immer mehrer Klassen in Abständen von 5- 10 min. Wenn man also nicht beim ersten Start ist, hat man maximal 5 Minuten zeit die APP zu kalibrieren, weil man rund 4-5 Minuten vor dem Start seine Position sucht, Gegner beobachtet und generell ein großes Gewusel an der Startlinie ist.
    Du solltest dir mal Deckman V9.1 anschauen...
    Normalerweise sind auf Regattabooten die Anzeigen miteinander vernetzt und dann bekommt man natürlich auch die wahre Windrichtung angezeigt. "Gepingt" werden müssen die Endmarken der Startlinie natürlich, aber jeder halbwegs erfahrene Regattasegler fährt vorher mehrmals die Startlinie ab, um zu ermitteln, welche Seite bevorteilt ist. Einen Zeitverlust gibt es dadurch überhaupt nicht. Und bei einem Start ohne festes Seezeichen für die erste Tonnenrundung wird dir der Kurs zur Marke auf dem Committee Boat angezeigt.

    Mit dem Einsatz von z.B. Deckman V9.1 kannst du dich locker aus dem Gewusel heraushalten, weil du einfach von hinten mit voll Schmackes angerauscht kommen kannst, während die meisten Boote vor der Startlinie Geschwindigkeit vernichten müssen, weil sie zu früh zu nah an der Linie sind. Wenn du so eine Unterstützung einmal hattest, willst du nicht mehr darauf verzichten...

    Unser Grauwal braucht solchen Schnickschnack aber sicher nicht...

  7. #7
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    Standard Der Traum vom 0 Start

    Hallo Speedolix,
    ist ja richtig was du schreibst, wir schreiben (sprechen) hier aber über eine Smartphone App (evtl, noch über eine App für ein Tablet). Genau damit gibt es ja keine Vernetzung, ich hatte dies aber auch schon erwähnt.

    Meine Erfahrung mit Starts hat mir gezeigt, dass es nicht wirklich etwas bringt. Letztes Jahr bei der Cowes Week wurde auf dem Boot auf dem ich mitsegelte teilweise ein Startprogramm benutzt und teilweise nicht. Nämlich nur dann, wenn der Mann an Bord war, der die vernetzte Nexusanlage mit den Daten füttern konnte.

    Gretchenfrage: Und wann haben wir die besten Starts und Rennergebnisse erzielt? Genau an den zwei Renntagen an denen wir einen proffesionellen Taktiker (ehemaliger Olympia Teilnehmer) an Bord hatten, der nur mit einem Handpeilkompass um den Hals bewaffnet war. Das TEVIS und die Erfahrung des Taktikers war durch die Technik nicht zu schlagen. (Grauwals Abkürzung: Two Eyes View Indicator System "richtig Franz?")
    Das ich als Segel Nerd so etwas schreibe.... ts ts ts.

    Und lassen wir auch mal die Kirche im Dorf lassen, wir Freizeityachties starten in der Regel in gemischten Startfeldern und auch wenn jeder von dem berühmten Nullstart träumt, wenn wir uns im Bereich 5-10 Sekunden aufhalten simma doch schon Happy. Das gilt erst recht für Tidengewässer. Das ist übrigens auch das Niveau bei den Starts der letzten Volvo Ocean Race Kampagne. Kann man sich wunderbar auf Youtube anschauen.



    Nochmal: Gute Mess- und Anzeigesysteme sind auch wichtig auf einer Regattayacht, sie bringen garantiert auch Vorteile wenn ein Taktiker sich damit auskennt und die Daten analysieren kann. Das ist aber kein "Nebenjob" für den Skipper der am Rudder ist, nebenbei nach die Strategie und Taktik macht und vor dem Start auch noch die APP Bedienen und beobachten soll.
    Gruß Norbert

  8. #8
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    Zitat Zitat von norbaer Beitrag anzeigen
    ...wir schreiben (sprechen) hier aber über eine Smartphone App (evtl, noch über eine App für ein Tablet). Genau damit gibt es ja keine Vernetzung, ich hatte dies aber auch schon erwähnt.
    Mit iRegatta sollte das via NMEA möglich sein. Leider muss ich noch bis Oktober warten, um das im Regattaeinsatz mit einem entsprechend ausgestattetem Schiff testen zu können. Werde dann berichten...

    Das Smartphone GPS ist für die letzte Minute zu ungenau.

  9. #9
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    Zitat Zitat von norbaer Beitrag anzeigen
    Nochmal: Gute Mess- und Anzeigesysteme sind auch wichtig auf einer Regattayacht, sie bringen garantiert auch Vorteile wenn ein Taktiker sich damit auskennt und die Daten analysieren kann. Das ist aber kein "Nebenjob" für den Skipper der am Rudder ist, nebenbei nach die Strategie und Taktik macht und vor dem Start auch noch die APP Bedienen und beobachten soll.
    Da stimmen wir völlig überein!
    Nur: Auf eine Yacht, die erfolgreich an Regatten teilnehmen will, gehört ein Taktiker und Navigator!
    Der Skipper (Steuermann) soll steuern und damit hat er genug zu tun.
    Übrigens: Viele Eigner, die an Regatten teilnehmen, meinen, sie als Skipper müssten am Ruder stehen. Dabei könnte es durchaus sein, dass ein anderes Crewmitglied dies besser könnte.
    Zu einer erfolgreichen Crew gehört auch immer ein entsprechendes Personalmanagement und eine klare Rollenverteilung...

  10. #10
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    Zitat Zitat von Trifit Beitrag anzeigen
    Mit iRegatta sollte das via NMEA möglich sein. Leider muss ich noch bis Oktober warten, um das im Regattaeinsatz mit einem entsprechend ausgestattetem Schiff testen zu können. Werde dann berichten...

    Das Smartphone GPS ist für die letzte Minute zu ungenau.
    Wir haben das iRegatta app und den Wifi Sender dazu, der das Nmea Signal an Bord abgreift. Benutzt haben wir es bislang bei einer Regatta testweise. Was du dafür brauchst: einen IT-savvy Kollegen, der das I-Phone am Ärmel trägt und auch die Zeit hat ab und zu da drauf zu schauen.

    Was ich gut finde: Wenn du die Polare deines Boots rein lädst, sagt es dir, wie dicht du an deinem Potential fährst. Wenn du über 100% bist, dann ist alles prima... Ok. Das macht Sinn. Alle anderen Funktionen kann mein Tack Ticks System auch, incl. Beschleunigung und Abbremsen um die Startlinie perfekt zu erwischen. Im Prinzip ist das auch besser als ein iPhone App, weil Du die Info am Mast hast, das GPS Signal kommt vom Plotter. Nach dem Start schaltet sich das System automatisch um, z.B. auf Header/Lift, was beim Kreunzen wichtig ist. Das alles geht aber nur dann richtig, wenn die Datenlage gut ist. So muss die Referenz-Windrichtung für Header/Lift stimmen. Die kann man das System aktualisieren lassen oder man sorgt selber dafür. Sorgt man selber dafür, ist das System genauer, aber nur, wenn man die "vorherrschende" Windrichtung auch getroffen hat.

    Das Starten mit Regatta-Apps, die Dir den Abstand zur Startlinie zeigen, geht nur dann gut, wenn 1. die Startlinie gross und das Teilnehmerfeld heterogen ist, was die Startfähigkeiten betrifft. Ist das Starterfeld homogen, sind das alles alte Kämpfer, sind die alle auch zur rechten Zeit an der Linie, das sind dann häufig nur 2-3 m Unterschied, da ist die Position deutlich wichtiger. Da sind Dinge wie freier Wind 1000 x wichtiger.

    Ansonsten gebe ich Norbert recht, TEVIS ist das wichtigste Instrument an Bord. Der ganze Elektronik Quatsch macht aus einem mittelmäßigen Segler maximal nur einen etwas besseren mittelmäßigen Segler.

    Hans

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