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  1. #11
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    Hans, hier bin ich mal nicht Deiner Meinung, vielleicht, weil wir als Verein selbst einen Hafen betreiben, auch da unsere Hafenmeister nur begrenzt da sind und das Prellen der Zeche deshalb gern genommener Vorwand ist. Die Liste ist ok. Wer zahlen will, zahlt. Da ist ein Briefkasten in Ärösköbing. Da kann man Geld reintun und Anschrift und Bootsname hinterlassen. Wer es will, tut es. Die Kameraden auf der schwarzen Liste wollten nicht. Schlaumeier auf Egotrip. Boot für 60 tsd. unterm Po und keine 150dkr. Hafengeld übrig. Vor allem, wenn man weiß, wie sehr so ein Verhalten das Rechtsempfinden der meisten Dänen verletzt. Da wird Gemüse nach wie vor auf Treu und Glauben mit Zigarrenkiste am Strassenrand verkauft, und jeder tut da seine Kronen rein, wenn er sich ne Tüte Porree oder so nimmt. Carsten

  2. #12
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    Als Carsten postete war ich noch am schreiben. Damit hat sich der Punkt spät Ein und Auslaufen komplett erledigt.
    Hallo Carsten, nicht nur das Rechtsempfinden der Dänen, auch meines wird durch das Verhalten der Zechpreller stark verletzt.
    Mit besten Grüßen

  3. #13
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    Zitat Zitat von sehbaer Beitrag anzeigen
    Wie die Skandinavier so sind:
    Praktisch und direkt!
    Sind die deutschen Finanzämter nicht auch so direkt?

    War neulich in einem FA und bin erschrocken, da direkt am Eingang die Hinweise aushingen wer welche Steuern zu entrichten hat und nicht auffindbar ist...

  4. #14
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    Es gibt Häfen, da wird es einem Recht schwer gemacht, das Hafengeld zu bezahlen. Wenn kein Hafenbüro zu sehen ist, keine Umschläge ausliegen, es keinen Automaten gibt und kein Hafenmeister rumgeht, dann werde ich auch keine sonderlichen Mühen unternehmen Geld loszuwerden, das offenbar keiner haben will.

    Ich finde die duale Lösung (Hafenmeister + Automat) immer noch am besten. Ist aber leider auch die teuerste.
    Früher klopfte es um 7 Uhr oder noch früher an Bord und der Mann mit Käppi stand am Bugkorb. So früh scheinen die Hafenmeister heute nicht mehr aufstehen zu wollen, was ich verstehen kann. Dadurch entsteht naturgemäß ein gewisser "Schwund".

    Klar gibt es Zeitgenossen, die machen sich einen Sport daraus, Hafengeld NICHT zu bezahlen. Manche tun es aber auch unfreiwillig, weil es einfach keine vernünftige und leicht erschließbare Möglichkeit gibt es zu tun.

    Das öffentliche Anprangern ist eine zweischneidige Sache. Zu schnell landet man unschuldig auf so einer Liste. Mir ist in Holland auch schon mal der Hafenmeister mit dem Schlauchboot hinterhergefahren, weil er dachte, ich hätte nicht bezahlt - trotz deutlich sichtbarem Aufkleber am Want, der das Gegenteil bewies.

    Ein Hafen, der solche Listen aushängt, auch wenn ich dem einen gewissen Charme nicht absprechen kann, würde bei mir vermutlich selbst schnell auf eine "Blacklist" kommen.

    Man denke nur mal an die vielen Charterboote. Da wird dann die nichtsahnend einen solchen Hafen anlaufende Crew für die Versäumnisse des Vorcharterers verantworlich gemacht. So kann es eigentlich nicht gehen.
    Michael
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  5. #15
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    Hallo,

    ich kann die Reaktion mit der "schwarzen Liste" vollkommen nachvollziehen, da es tatsächlich inzwischen ein Volkssport geworden ist, die Liegeplatzgebühr zu prellen.

    Ist übrigens auch keine Dänische Eigenheit, gibt es auch in Deutschland, z.B. Timmendorf/Poel und auch beim Wasserwanderrastplatz in Wismar.
    Gruß vom Hobbit

    Beneteau Oceanis 281
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  6. #16
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    Zitat Zitat von MichaelK Beitrag anzeigen

    Man denke nur mal an die vielen Charterboote. Da wird dann die nichtsahnend einen solchen Hafen anlaufende Crew für die Versäumnisse des Vorcharterers verantworlich gemacht. So kann es eigentlich nicht gehen.
    Klar, viel sinnvoller wäre es, die Gebühren für die dummen die zahlen zu erhöhen, damit es wieder passt.
    Ok., ich zahle auch gerne weniger als mehr, halte mir allerdings auch immer vor Augen, dass andere auch ihre Leistungen bezahlt haben wollen, weil sie davon leben müssen.
    Die Vercharterer werden schon was sagen, wenn ihre Schiffe nicht mehr erwünscht sind.
    Das Argument 'ich hatte keinen Briefumschlag, den muss man verfügbar machen' empfinde ich mehr als albern. Da nimmt man ein Blatt Papier, Geld reingefaltet und ab in den Briefkasten.
    Btw., ich habe selber schon erlebt, dass ein Hafenmeister morgens bei Dienstantritt zwei leere Umschläge aus seinem Kasten fischte. Ich halte das Anprangern für richtig. Hat doch was, wenn der Stegnachbar darüber berichtet.

  7. #17
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    ich find's okay.
    aber das (mit dem finden) soll jeder halten, wie er mag.
    Vic

  8. #18
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    Zitat Zitat von Firsty Beitrag anzeigen
    Klar, viel sinnvoller wäre es, die Gebühren für die dummen die zahlen zu erhöhen, damit es wieder passt.
    Ach weißt du, wenn ich mich jedesmal darüber ärgern wollte, daß manche auf Kosten anderer es sich gut gehen lassen, dann käme ich vor lauter Ärgern nicht mehr zum Segeln...
    Michael
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  9. #19
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg Beitrag anzeigen
    Hans, hier bin ich mal nicht Deiner Meinung, vielleicht, weil wir als Verein selbst einen Hafen betreiben, auch da unsere Hafenmeister nur begrenzt da sind und das Prellen der Zeche deshalb gern genommener Vorwand ist. Die Liste ist ok. Wer zahlen will, zahlt... Carsten
    Seine Zeche nicht zu zahlen ist Zechprellerei und kein Kavaliersdelikt. Punkt.

    Jemanden für eine Straftat vorzuverurteilen ist keine Straftat, aber durch den Grundsatz "in dubio pro reo" keine feine Art sich zu benehmen, oder, um es drastischer zu sagen, zeugt von klarem Fehlgefühl was Demokratie & Rechtsstaat betrifft. Es gibt, wie MichaelK sehr schön ausführt, viele Gründe, warum es zu falschen Namen auf so einer "Blacklist" kommen kann. Ich würde das nie riskieren wollen. Collateral Damage ist in unserem Rechtssystem nicht vorgesehen, ich möchte auch keinen Schaden nehmen, siehe Kant.

    In unserem Falle hieße es, das man es ok finden müsste, sich selber unschuldig auf so einer Blacklist zu finden. Das würden die meisten Blacklisbefürworter verneinen. Ok, man muss kein Fan von Kant sein, aber unsere Rechtsphilosphie beruht auf dem KI.

    Dann stelle ich mir vor wie ich sauer hingehe und Yachtnamen auf eine Liste schreibe, die schön im Computer setzte, darauf achte, das die Überschrift dicke Fonts hat, mich mit dem Ding beschäftige. Dann gehe ich aus meinem Büro raus und häng die Liste auf.

    Spätestens beim Aufhängen wüsste ich, dass das der falsche Weg ist, da war doch die Dehler 31, da hat der Jupp gesagt die sind einfach abgehauen, sind die das wirklich - noch mal Jupp fragen?... Ok. die Typen von der X waren arrogante Schnösel, die wussten genau sie tun.

    Dann hänge ich das Ding nicht mehr auf.

    Ich gehe wieder hoch ins Büro und setzte einen neuen Zettel auf, gerne auf Deutsch, damit die dt. Großstädter es auch lesen können: Wegen permanenter Zechprellerei: Wer das Liegegeld nicht bezahlt muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen!

    Hans

  10. #20
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    Zitat Zitat von Danziger Beitrag anzeigen
    Seine Zeche nicht zu zahlen ist Zechprellerei und kein Kavaliersdelikt. Punkt.

    Jemanden für eine Straftat vorzuverurteilen ist keine Straftat, aber durch den Grundsatz "in dubio pro reo" keine feine Art sich zu benehmen, oder, um es drastischer zu sagen, zeugt von klarem Fehlgefühl was Demokratie & Rechtsstaat betrifft. Es gibt, wie MichaelK sehr schön ausführt, viele Gründe, warum es zu falschen Namen auf so einer "Blacklist" kommen kann. Ich würde das nie riskieren wollen. Collateral Damage ist in unserem Rechtssystem nicht vorgesehen, ich möchte auch keinen Schaden nehmen, siehe Kant.

    In unserem Falle hieße es, das man es ok finden müsste, sich selber unschuldig auf so einer Blacklist zu finden. Das würden die meisten Blacklisbefürworter verneinen. Ok, man muss kein Fan von Kant sein, aber unsere Rechtsphilosphie beruht auf dem KI.

    Dann stelle ich mir vor wie ich sauer hingehe und Yachtnamen auf eine Liste schreibe, die schön im Computer setzte, darauf achte, das die Überschrift dicke Fonts hat, mich mit dem Ding beschäftige. Dann gehe ich aus meinem Büro raus und häng die Liste auf.

    Spätestens beim Aufhängen wüsste ich, dass das der falsche Weg ist, da war doch die Dehler 31, da hat der Jupp gesagt die sind einfach abgehauen, sind die das wirklich - noch mal Jupp fragen?... Ok. die Typen von der X waren arrogante Schnösel, die wussten genau sie tun.

    Dann hänge ich das Ding nicht mehr auf.

    Ich gehe wieder hoch ins Büro und setzte einen neuen Zettel auf, gerne auf Deutsch, damit die dt. Großstädter es auch lesen können: Wegen permanenter Zechprellerei: Wer das Liegegeld nicht bezahlt muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen!

    Hans
    Das ist in der Tat der rechtstaatliche Weg und auch der richtige. Es gibt nur ein kleines Problem, das Androhen von strafrechtlicher Verfolgung wird niemanden erschrecken, weil das a) Jahre dauert und b) die Verfahrenskosten wesentlich höher sein werden, als die eigentliche Schuld.

    ich hätte den Satz "Wegen permanenter Zechprellerei: Wer das Liegegeld nicht bezahlt muss mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen!" anders formuliert :
    "Wegen des permanenten Nichtbezahlens der (Gast-)Liegegebühren, sehen wir uns gezwungen die Liegegebühren um 15% zu erhöhen! Bedanken Sie sich dafür recht herzlich bei den Zechprellern !"

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