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  1. #1
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    Standard Fischer Panda Generatoren

    Hat jemand hier praktische Erfahrung ( längerfristig ) mit Fischer Panda Generatoren ?

    ___________________
    bogy

  2. #2
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Fischer - Panda, Erfahrungen

    Den ersten habe ich 1994 gekauft und in ein Boot eingebaut. Es handelt sich um einen 4 kVA Generator mit Kurzschlussläufer und einem Farymann - Motor als Antrieb. Er hat eine doppelten Wicklung für Dreh- und 1 Phasenwechselstrom, was damals wegen Klimaanlagen noch üblich war. Der Generator bereitete bis 2000, da habe ich das Boot verkauft, keinerlei Probleme und lief immer zuverlässig. Je nach Last war die Frequenz etwas höher als bei Netzstrom (so 51 bis 54 Hz) aber das bereitete keinem Gerät Probleme. Auch mit induktiven Lasten kam der Generator gut zurecht. Mein Ex - Boot liegt im gleichen Hafen wie meine aktuellen. So weiß ich, dass der Jockel immer noch läuft.

    Seit einem Jahr habe ich im Segelboot den aktuellen Panda 5000i. Mit der 12.000 BTU Klimaanlage spielt sich der. Dank Inverter und lastabhängiger Drehzahl wird er auch nicht laut. Der Kubota - Diesel läuft zudem recht vibrationsarm, dank Ausgleichswellen. Elektrisch Kochen mit Induktionsplatten und Mikrowellenherd ist auch kein Thema. Ich schwebe wieder im 7. Energiehimmel.

    Zur Haltbarkeit kann ich nach einem Jahr noch nichts berichten, aber die Erfahrungen mit dem ersten Panda lassen Gutes erwarten.

    Viele Grüße
    Saga

  3. #3
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    Standard

    Vielen Dank Saga für deine schnelle, ausführliche Information.
    Fährst du deine Klimaanlage jetzt über einen Inverter oder wie ist das zu verstehen ?
    ________________
    bogy

  4. #4
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Hallo bogyman,

    der 5000i ist von Haus aus dafür ausgelegt, mit einem Inverter zusammenzuarbeiten.

    Der Generator wird mit Permanentmagneten erregt. Wir haben es demnach mit einem Synchrongenerator zu tun, weil die Frequenz der Spannung immer der Drehzahl des Induktors entspricht. Die Ständerwicklung hat 3 Phasen. Der im Generator produzierte Strom hat eine Spannung, die abhängig ist von der Drehzahl und der Last. Die Spannung kann zwischen 250 und 330 V betragen. Die Frequenz ist auch nicht konstant, sondern eben - wie bei allen Synchrongeneratoren - abhängig von der Drehzahl und liegt zwischen 250 und 400 Hz. Der Generator liefert demnach an seinem Klemmbrett nichts, was wir brauchen können.

    Nun kommt der Inverter ins Spiel. Der ist im Lieferumfang drin und unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtsystems. Der Inverter macht aus dem, was der Generator liefert, sauberen, einphasigen Sinuswechselstrom mit 230V (im arithmetischen Mittel) und 50 Hz, also normalen Haushaltsstrom, so wie er sonst auch aus der Steckdose kommt.

    Wird nur wenig Leistung angefordert, läuft der Diesel mit mäßigen 2200 U/min. Je mehr Leistung benötigt wird, um so schneller dreht er. Das ist der Trick, der Lärm und Diesel spart. Ich habe bei Testläufen nach dem Einbau übrigens zur Klimaanlage auch noch Heizlüfter laufen lassen müssen, um den Generator an seine Leistungsgrenze zu bringen. Die Klimaanlage alleine reizt ihn nur zu ca. 1/3 aus.

    Die Methode, Generatoren ab Werk mit Invertern zusammenzuschließen, ist übrigens nicht neu. Der Honda EX 350, gebaut vor bald 30 Jahren, hatte auch schon so eine Technik. Das aktuelle und wohl bekannteste Modell ist der Honda 20i.

    Viele Grüße
    Saga
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (14.07.2013 um 23:36 Uhr)

  5. #5
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    Standard

    Interessant, Saga.
    Ist der Inverter integriert oder ein Gerät welches man außerhalb der Kapsel installiert?
    ____________
    bogy

  6. #6
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Der Inverter ist ein separates Bauteil, welches über einen recht langen, fertigen Kabelbaum mit dem Generator verbunden wird. Damit er von der Abwärme des Generators nichts abbekommt, habe ich ihn in einen anderen Raum des Bootes eingebaut.

    Nähere Details findest Du hier:

    http://www.fischerpanda.de/datasheet..._Motor_144.htm

    Im Download - Bereich sind auch alle Infos zum Einbau im *.pdf - Format erhältlich.

    Schöne Grüße
    Saga

  7. #7
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    Standard

    Hallo Saga danke für deine infos, mich wundert dass meine Frage hier ein so geringes Echo findet. Ist der Panda so selten oder welchen Generator haben andere Nutzer eingebaut?
    Der Preis ist ja für einen Einzylinder mit 2800 U/pM nicht gerade ein Schnäppchen oder?
    ______________
    bogy

  8. #8
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    Standard

    Guten Abend, Saga !

    Das wäre auch meine Frage gewesen.

    Du erinnerst Dich Vielleicht. ich denke wie haben die gleichen Yachten.

    Mal so ganz grob geschätzt, was kostet Deine Anlage denn so? Wenn es geht, etwas aufgeschlüsselt . Danke.

  9. #9
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Die Sache mit dem Preis

    ist es nicht alleine, bogyman.

    Ich bin ja schon einige Jahre in diesem Forum dabei und weiß deshalb, dass seeeehr viele von uns meinen, ein wahrer Segler braucht ein nacktes Boot, den Wind, die See und sonst nichts. Wer mehr will, gar Komfortansprüche stellt (Stehhöhe unter Deck ist schon Luxus!) ist kein wahrer Segler. Wir hatten schon Debatten darüber, ob ein Landanschluss 230 V ~ nötig ist oder nicht. Den Minimalisten nehme ich ihre Haltung nicht übel (umgekehrt bin ich da nicht so sicher), aber für mich sind Komfort und Spaß am Segeln (oder besser: Reisen mit einem Segelboot) kein Widerspruch.

    Der Panda kostet schon seine Euronen. Er ist aber auch so gebaut, dass einem Liebhaber exzellenter Technik, wie mir, das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich die Bauweise und die technischen Daten betrachte. Jedes Detail belegt, da waren Leute am Werk, die mit Leidenschaft einen erstklassigen Generator bauen wollen. Schon das sandgestrahlte Luftfiltergehäuse ist eine Augenweide. Wie die Schwungscheibe des Diesels durch den Induktor ersetzt und die Wicklung des Generators samt Generatorgehäuse an den Motorblock angefügt wurde, einfach herrlich. So etwas muss man freilich erkennen und würdigen können. Wer nur den Stand seiner Segel im Kopf hat, wenn die Sprache auf Segelboote kommt, hat für solche Schönheit (hier als Ausdruck perfekter Ingenieurleistung gebraucht) keinen Sinn. Auch das erklärt nach meiner Meinung, warum in unserm Forum mit technischen Themen dieser Art kein Blumentopf gewonnen werden kann. Aufreger sind höchstens die Probleme, welche vernachlässigte Flautenschieber ihren Eignern bereiten.

    Zurück zum Preis des Panda:
    Das geringe Kistenmaß, wichtig bei beengten Platzverhältnissen, das sehr gute Leistungsgewicht, die Laufkultur (wohl kein anderer liegender Diesel in der Leistungsklasse hat Ausgleichswellen) und die leistungsabhängige Drehzahl sowie die Zweikreiskühlung haben mir letztlich die Entscheidung leicht gemacht. Umgerechnet auf die Nutzungsdauer schrumpft der Mehrpreis auf eine vernachlässigbare Größe zusammen.

    Ich habe mir auch sehr lange überlegt, ob ich einen Generator in meinem 37 - Fuß Bötchen unterbringen kann oder nicht. Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht die Führung der Abgasanlage. Wenn Du die Einbauhinweise von Fischer - Panda gelesen hast, weißt Du, was ich meine. In einem Motorboot mit tiefem V ist die Lage des Wassersammlers kein besonderes Problem. In einem eher kleinen Segelboot ohne Bilge, aber mit U - Spant, schon. Ich habe das Problem so gelöst, dass ich gleich hinter der Hauptmaschine von einer sehr großzügigen Gästekabine ca. 70 cm Breite abgezwackt und mit einer neuen Abtrennung versehen habe. Mein Boot hatte ich mit nur zwei Kabinen bestellt, so dass das kein besonderes Problem war. Sollten wir tatsächlich mal Gäste haben, haben die immer noch eine Schlafstatt, die ungefähr Abmessungen wie in einer 32 Fuß - Jacht hat. Der Wassersammler konnte mit dem vorgeschriebenen Abstand zum Zylinderkopf genau unter dem Generator platziert werden. Schräglagen, egal um welche Achse, sind so auch kein Problem.

    Letztlich:
    "Der Preis ist ja für einen Einzylinder mit 2800 U/pM nicht gerade ein Schnäppchen oder?"

    Ob Ein- oder Zweizylinder ist eigentlich egal, meine ich. Es kommt darauf an, welche elektrische Leistung man haben möchte oder welche man braucht. Bis etwa 5 kVA sind die Generatoren aller Anbieter von Einzylindern angetrieben. Wer mehr braucht, braucht auch eine Antriebsleistung, die mit marktüblichen Einzylindern nicht mehr zu schaffen ist. Dann gehen aber auch die Masse und der Platzbedarf rapide in die Höhe, die Kosten auch. Wie berichtet, für mein Boot und meinen Strombedarf ist der 5000i genau die richtige Wahl gewesen. Die Kosten sind bezahlt und vergessen, die Freude an perfekter Technik bleibt.

    Schöne Grüße
    Saga
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (17.07.2013 um 23:04 Uhr)

  10. #10
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    Standard

    Hallo Saga,
    natürlich gibt es heutzutage Menschen die mit leuchtenden Augen von der Seilzugbremse des Käfer-Standartmodells schwärmen aber da sind wir schon etwas weiter
    Im Yachtmarkt werden ja nicht sehr viele Generatoren diesen Typs angeboten, beim surfen habe ich aus Übersee dieses Produkt entdeckt- ein ZWEIzylinder in einfacher, robuster Bauausführung.http://www.polardcmarine.com/polarpo...s/8080p-40205/
    Der Preis ist aber ähnlich dem Panda hoch. Die el. Ausführung ist ähnlich dem Panda allerdings wird dort nur der Motor wassergekühlt.
    Kann man deine Begeisterung in die technische Ausführung auch auf die polnische Wertarbeit übertragen oder bleibt da ein Fragezeichen ?
    Die Alternative wäre zu diesem Typ des Generators tatsächlich ein kleiner " normaler " Generator mit ungefähr der Hälfte des Pandakaufpreises.
    _______________
    bogy
    Geändert von bogyman (17.07.2013 um 23:43 Uhr)

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