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  1. #1
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    Standard Die Bundesliga der Segler

    In Anlehnung an die erfolgreichste Fußball-Kicker-Truppe gibt es seit einiger Zeit auch
    eine Bundesliga der Segler. Man sollte annehmen, dass sich solch eine Liga aufbaut aus
    Kreisklasse, Bezirksklasse, Regionalliga, und so weiter, bis hin zur höchsten Klasse, aus
    der sich deutsche Meister herausschälen. Mir ist nicht bekannt, dass das bei den Seglern
    der Fall ist. Hat man etwa einfach nur die Spitze kopiert und den ganzen Unterbau aus
    Gründen einfach weggelassen ? Wie kommt man dan rein in die Bundesliga ? Ist die
    Nummer aus Schaumschlägerei entstanden und unter dem Baiser ist ein unsichtbares
    Nichts ? Wer weiß es ?

  2. #2
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    Standard

    Eins ist sicher : Multihull - Laberopas, ohne jegliche Kennung von Navigation etc. werden nicht in diese " Bundesliga " kommen
    ( außer es gibt da eine Extra - Kategorie : " Faßschwimmen " ) :-)

  3. #3
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    Da hatte ich am 05.06.2013 bereits einen Thread gestartet: http://forum.yacht.de/showthread.php...ferrerid=56902

    Fand aber nur geringstes Interesse in diesem "Ostsee-Segler-Forum"! So isses!

    Jo

  4. #4
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    JO, im Ostsee-Segler-Forum war das Thema wohl leicht verfehlt. Ich habe ein Wenig
    gegraben im Internet und fand schließlich das folgende Pamphlet:

    Die Idee hinter der „Deutschen Segel-Bundesliga“

    Die besten Segelclubs Deutschlands treten über eine ganze Saison hinweg in mehreren
    Regatten gegeneinander an. Jeder Club stellt dafür eine Mannschaft aus seinen besten
    Seglerinnen und Seglern zusammen; aus allen Bootsklassen, alt und jung, weiblich und
    männlich, mit und ohne Behinderungen – allein die Fähigkeiten zählen. Gesegelt wird um
    den Status des besten Segelclubs in Deutschland. Um diesen Titel zu erringen, muss ein
    Club über eine ganze Saison hinweg konstant Top-Leistungen erbringen.

    Der Modus

    Gesegelt wird in verschiedenen Wettkampfformaten (Fleet-Race, Match-Race) mit drei
    bis fünf Personen auf One-Design-Kielbooten. Der Kader eines Bundesligavereins
    umfasst bis zu 20 Seglerinnen und Segler. Jede Regatta – unabhängig vom Wettkampf-
    format – zählt gleich wertig für die Tabelle. Der Club mit den meisten Punkten nach der
    letzten Regatta hat die Bundesliga gewonnen.

    Die Bundesliga-Events 2013

    1) 07. bis 09. Juni 2013, Tutzing/ Starnberger See,
    Veranstalter DTYC

    2) 19. bis 21. Juli 2013, Travemünde/Lübecker Bucht,
    Veranstalter Travemünder Woche

    3) 30. August bis 01. September 2013,
    Hamburg/ Alster,
    Veranstalter NRV

    4) 27. bis 29. September 2013,
    Friedrichshafen/Bodensee,
    Veranstalter WYC

    5) 8. bis 10. November 2013,
    Berlin/Wannsee,
    Veranstalter VSaW

    Die Gründungsvereine

    Bayerischer Yacht-Club / BYC
    Berliner Yacht-Club / BYC
    Chiemsee Yacht Club / CYC
    Deutscher Touring Yacht-Club / DTYC
    Flensburger Segel-Club / FSC
    Konstanzer Yacht Club / KYC
    Lindauer Segler-Club / LSC
    Lübecker Yacht-Club / LYC
    Mühlenberger Segel-Club / MSC
    Norddeutscher Regatta Verein / NRV
    Schweriner Yacht-Club / SYC
    Segel-Club Hattingen / SCH
    Segelklub Bayer-Uerdingen / SKBUe
    Verein Seglerhaus am Wannsee / VSaW
    Warnemünder Segel-Club / WSC
    Württembergischer Yacht-Club / WYC
    Yacht-Club Radolfzell / YCRa

  5. #5
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    Geburtsstunde Deutsche Segel-Bundesliga
    Vereine gründen „Deutsche Segel -Bundesliga“

    09.04.2013

    Der deutsche Leistungssegelsport bekommt erstmals einen prestigeträchtigen Vereinswettbewerb:
    die „Deutsche Segel-Bundesliga“. Das Konzept der Bundesligen anderer Sportarten wird erstmalig
    in den Segelsport übertragen. Im ersten Jahr kämpfen 18 Segelvereine um den Bundesliga-Pokal
    und ermitteln den besten deutschen Segelclub.

    Bisher gab es im deutschen Hochleistungssegelsport keinen bundesweiten Clubwettbewerb mit hohem
    sportlichen Stellenwert. Das ändert sich ab Juni dieses Jahres mit der Einführung der „Deutschen Segel-
    Bundesliga“.

    Am vergangenen Sonntag gründeten 17 Segelvereine in Hamburg die „Deutsche Segel-Bundesliga“.
    Diese Bezeichnung muss noch vom Deutschen Segler-Verband genehmigt werden. Einen entsprechen-
    den Antrag stellen die Gründungsvereine in den nächsten Tagen. Mit der Organisation und Vermarktung
    der Bundesliga wurde die Sportvermarktungsagentur Konzeptwerft beauftragt.

    Höchste nationale Leistungsstufe im Segelsport auf Vereinsebene

    Bei nationalen und internationalen Wettkämpfen konkurrieren stets nur Segler miteinander, aber
    nicht direkt die Vereine. „Die Clubs sollen in der Bundesliga erstmals aktiv als Wettkämpfer in Er-
    scheinung treten“, beschreibt Projektmanager Benjamin Jeuthe von der Konzeptwerft die Idee.
    Oliver Schwall, Geschäftsführer der Konzeptwerft, ergänzt: „Die Bundesliga soll die höchste natio-
    nale Leistungsstufe im Segelsport auf Vereinsebene sein.“

    Im Premierenjahr kämpfen die Clubs bei fünf Bundesliga-Events à drei Wettfahrttagen von Juni bis
    November auf dem Starnberger See, der Lübecker Bucht, der Hamburger Alster, dem Bodensee
    sowie dem Wannsee um Punkte für die Bundesliga-Tabelle.

    Wettbewerb mit anderen Clubs macht Reiz aus

    Die Gründungsclubs freuen sich auf den ersten Vereinswettbewerb im Segeln. „Beim Deutschen
    Touring Yacht-Club ist der Regattasport ein wesentlicher Faktor. Mit der Teilnahme an der Bundesliga
    wollen wir damit Rechnung tragen“, erklärt Prof. Dr. Carl-Peter Bauer, der 1. Vorsitzende des DTYC
    aus Tutzing am Starnberger See, der das erste Bundesliga-Event veranstaltet.

    Sein Kollege aus dem Württembergischen Yacht-Club und Segel-Olympiasieger von 1976, Dr. Eckart
    Diesch, ergänzt: „Die Bundesliga ist optimal für die Repräsentation des Vereins durch seine Mitglieder
    und die Identifikation der Mitglieder mit dem WYC. Ich bin überzeugt, dass das Format Zukunft hat,
    weil es altersunabhängig und generationsübergreifend ist.“

    Die Stärkung des „Wir-Gefühls“ steht für alle Gründungsvereine neben dem Wettbewerb im Mittelpunkt
    ihres Engagements, so auch beim Lübecker Yacht-Club, der die Bundesliga auch „als Sprungbrett für die
    Jugend in den Hochleistungssegelsport sieht.“ Jens Kath, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Travemün-
    der Woche hat auch die Sicht des Veranstalters einer der Bundesliga-Regatten: „Den besten deutschen
    Club auszusegeln, ist sehr interessant für die Zuschauer der Travemünder Woche. Die Verbindung zwi-
    schen Verein und der Region wird gestärkt. Das Format passt gut in das Konzept der Travemünder Woche.“

    Auch die Vergleichbarkeit der Vereinsstärke reizt die Gründungsvereine. „Der Schweriner Yacht-Club ist
    dabei, weil das Bundesliga-Format und unser Leistungsanspruch gut zusammenpassen. Wir freuen uns
    auf das erste Event“, sagt Ingo Köhn, Teamleiter Segel-Bundesliga vom SYC.

    Die Gründungsvereine, die den Segelsport in ganz Deutschland repräsentieren, planen bereits ihre
    Teamzusammensetzung. „Durch die offene und generationsübergreifende Zusammenstellung des
    Clubkaders sehen wir die Möglichkeit, Segler aus verschiedenen Bootsklassen auch mit ehemaligen
    Leistungsseglern des Clubs zusammenzubringen“, beschreibt Holger Blumenkamp, Leistungssport-
    koordinator vom Segelklub Bayer-Uerdingen aus Krefeld.

    Neben den Gründungsvereinen trifft die Gründung der Segel-Bundesliga auch bei Leistungssportlern
    wie dem Berliner Robert Stanjek, Olympia-Sechster 2012 im Starboot, auf große Zustimmung: „Ich
    sehe großes Potenzial in der Bundesliga. Der Teamgeist, der in den Vereinsmannschaften entstehen
    wird, kann die Verbundenheit mit dem Verein unglaublich stärken.“

    Im Premierenjahr 2013 ist die Zahl an Startplätzen aus Kapazitätsgründen begrenzt. Die 17 Gründungs-
    clubs plus ein weiterer Verein, dessen Teilnahme noch bestätigt werden muss, bestreiten die erste Saison.
    Für 2014 werden wesentlich mehr Meldungen erwartet, weshalb die Planungen für ein Qualifikationsformat
    bereits laufen.


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Soviel Licht ins Gründungsgewusel soll zunächst genügen, um die Strukturen des Konstrukts freizulegen.
    Im Nebel bleiben Auswahl-Kriterien und Einladungsmodus für die Vereine sowie das Protokoll der Gründungs-
    versammlung. Nicht transparent ist auch das Vorgehen, sollten sich mehr Vereine als gewünscht für die Bun-
    esliga interessieren. Interessant ist der Hinweis auf eine „Konzeptwerft“. Mit dieser Sportvermarktungsagentur
    werde ich mich im nächsten Beitrag befassen.

  6. #6
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    Klickt man die „Sportwerft“ an, erscheinen dort unter „Wer wir sind.“
    10 Portraits mit Untertiteln:

    Geschäftsführende Gesellschafterin Dr. Kathrin Adlkofer
    Geschäftsführender Gesellschafter Arne Dost
    Geschäftsführender Gesellschafter Oliver Schwall
    Gesellschafter Jochen Schümann
    Projektmanagerin Elisabeth v. Brockdorff
    Projektleiter Benjamin Jeuthe
    Leiterin BD Ina Akkerman
    Leiterin Marketing Sabine Schöler
    Assistentin Sport Jennifer Küffner
    Assistentin Gesundheit Meike Wohltmann

    … sowie eine Anmoderation:
    „Molekularbiologin trifft “America’s Cup”-Gewinner. In unserem Team verbindet sich Know-how aus
    dem Profisport, der Gesundheitswirtschaft und dem Marketing. Unsere Stärke steckt in den Köpfen.“

  7. #7
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    Standard Lob der eigenen Truppe

    Am Dienstag dem 19. Juli 2013 titelt die Lübecker Nachrichten (LN) in ihrer Berichterstattung
    zur Travemünder Woche (TW):
    Bundesliga-Erfinder Oliver Schwall: „Travemünde hat alles getoppt“ und der fährt im Text
    fort:
    „… hat sich zum Vorzeige-Event gemausert und wir haben sie mit der Liga bereichert.“


    Wenn die Organisatoren der TW schon nicht anspringen und die Bundesliga loben, dann lobt
    man sich halt selbst.

    Doch zurück zu den Qualifikationsbedingungen der neuen Liga. Sollten mehr als die avisierten
    18 Vereine teilnehmen wollen, dann macht man die Zweite Bundesliga auf, mit Auf- und Ab-
    steigern sowie Relegationssegeln der Drittplatzierten. Das kann weiter gehen bis runter in die
    Kreisklassen – fehlt nur noch der DSV-Pokal, bei dem am ersten Segeltag Jeder auf Jeden
    treffen kann, bis hin zum Pokalsieger; und der darf dann den Super-Cup aussegeln gegen
    den deutschen Meister. Auf welchen Schiffen ? Das wird Gegenstand meines nächsten Bei-
    trags sein: Die Klasse der Schiffe - klasse Schiffe.

  8. #8
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    Standard

    Diese ganze Veranstaltung ist der peinliche Versuch, alternden Figuren der Segelszene dauerhafte Nebenerlöse zu sichern. Und da bleiben sie im Gespräch, Eitelkeit allerorten. Die ernsthaften Medien werden das - ggfs. von kleinen Randnotizen abgesehen - ignorieren. Die dem Sport nahestehenden Medien werden eifrig in das Horn blasen - also alles versuchen, um die schwindenden Auflagen zu stützen mit zusätzlichen Werbebotschaften, und nur um diese geht es. Die Homepage der Kieler Woche war eine erste Probe der künftigen Richtung in grauenhafter Qualität. Mäusekino bis zum Abwinken - Informationen nahe Null. Sinnvoller wäre eine laufende Wertung aller Ranglistenregatten von Jollen und Kielbooten der olympischen und eine Auswahl nichtolympischer Klassen je Verein / Club über die Saison. Da würden die wirklich besten Vereine und Aktiven mit dem Titel eines deutschen Meisters geadelt. Für die Nachwuchsarbeit der Vereine und die Qualität ihrer Mitglieder eine interessante Herausforderung. Diese langweilt mich jetzt schon.

  9. #9
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    Zitat Zitat von conketsch Beitrag anzeigen
    Ein Beitrag, der an Bösartigkeit kaum noch zu überbieten ist und der mit dem interessanten seglerischen Thema nichts zu tun hat.
    Ehe ich zu den Schiffstypen komme, schiebe ich noch ein paar Bemerkungen ein:

    @CONKETSCH
    Hätten Sie nicht zitiert, ich wüsste Nichts von dem Beleidigungsversuch, da ich dieses
    Mitglied für mich vom Platz und aus der Sicht genommen habe.

    @WOLLEBUCH
    Ich sehe das ähnlich wie Sie. Für den Erfinder der "Bundesliga" kommt erschwerend hinzu,
    dass er als damaliger Verantwortlicher zwei für den Youth-America's-Cup qualifizierten
    Jugendlichen die zunächst zugesagen Sponsoren-Gelder entzog. Die daraufhin vom ZDF in
    die Sportschau eingeladenen Qualifikanten plauderten lustig drauflos, ließen uns hinter die
    Kulissen gucken und schenkten uns reinen Wein. Bis schließlich das per Fernschalte ins Bild
    geholte Sportwerft-Mitglied Schümann Wasser in den Wein zu kippen trachtete. Das konnte
    nicht gelingen, denn die beiden jungen Männer hatten die Moderatorin auf ihrer Seite; der
    dreifache Olympia-Segler musste sich unverrichteter Dinge trollen, während die beiden Seg-
    ler zum Startgeld beim Youth-America's-Cup berichteten, dass sie die Summe inzwischen
    in privater Initiative selbst aufgetrieben haben.
    Geändert von Makis Enefrega (26.07.2013 um 13:24 Uhr)

  10. #10
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    Und jetzt alle mal wieder ein bisschen friedlicher …*ja?

    Wenn Bones nicht schneller gewesen wäre, hätte ich Blackpearl1 für seinen klar provozierenden Beitrag "'... Unsere Stärke steckt in den Köpfen.' – Das kann nicht jeder von sich behaupten." ebenfalls eine Verwarnung verpasst. Auch Baltic-Sailor war nicht sehr nett.

    Leute, es ist Wochenende. Entspannt euch! Oder geht doch einfach mal wieder Segeln!
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