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  1. #1
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    Standard Propeller falschrum

    Hallo Ihr, gelegentlich hört man Schauergeschichten, daß irgendwo fernab vom nächsten Schiffsausrüster die Antriebsschraube verlorengegangen ist, und die dann für teuerstes Geld eingeflogen werden muß.
    Wenn man z.B. im eBay stöbert, gibt es da ständig diverse Propeller in verschiedensten Größen im Angebot, eigentlich gar nicht so teuer. Da könnte man sich doch zur Vorbeugung mit einer Ersatzschraube ausrüsten. Nun scheint mir der Preisunterschied hauptsächlich in der Drehrichtung zu bestehen: Die Linksdrehenden sind erheblich billiger als die Rechtsdrehenden. Nun habe ich an meinem Schiff, wie vermutlich allgemein üblich, einen rechtsdrehenden Propeller. Was spricht nun dagegen, im Notfall (!!), einfach einen linksdrehenden Propeller zu montieren, und den Schalthebel fortan einfach seitenverkehrt zu bedienen? Ich könnte auch einfach den Schalthebel direkt am Getriebe einfach um 180Grd drehen, dann geht der Schalthebel im Cockpit wieder richtigrum, keiner merkt was, nur die Hafenmanöver muß man dann etwas anders fahren.
    Vielen Dank
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #2
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    Ich habe das vor ca 14 Jahren gemacht und die Getriebeschaltung einfach umgedreht, somit läuft alles wie gewohnt

  3. #3
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    Naja, kommt aufs Getriebe an, es gibt Ausnahmen, da geht das nicht.

  4. #4
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    Das hängt davon an wie die Wellenanlage und das Getriebe ausgelegt sind. Hat man zwischen Schraube und Getriebe ein Staudrucklager geht es evtl. eher als ohne. Aber ohne Rücksprachen mit dem Getriebehersteller würde ich das nicht machen! Denn je nach Verzahnung und Aufbau ist es was ganz anderes, ob der Getriebeausgang bei Linkddrehung mit dem Druck der Schraube oder bei Rechtdrehung belastet wird. Bei Rückwärtsfahrt hat man da ja Zugbelastung, beides muss ein Lager im Getriebe abfangen, evtl. durch Schrägverzahnung der Zahnräder entlastet.

    Also kurz, Getriebehersteller kontaktieren vor solchen Basteleien!
    Handbreit
    Daniel

  5. #5
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    Hallo Dani, ich habe zwar den Getriebehersteller nicht kontaktiert (das geht vermutlich auch nicht, denn den gibts nicht mehr), habe aber die recht umfangreiche Einbau-, Reparatur- und Bedienungsanleitung. Das Getriebe ist nahezu symmetrisch, nur der Rückwärtsgang hat naturgemäß noch eine Vorgelegewelle, also 2 Zahnradübertragungen mehr. Ansonsten steht ausdrücklich drin: kein extra Zug oder Drucklager erforderlich. Trotzdem ist da noch ein ziemlich überdimensioniertes Drucklager installiert, das vermutlich ebenso Zugkräfte abfangen kann. Zudem hat mich das ganze ins Grübeln gebracht, ob das nicht von vorneherein falschrum eingebaut war, oder auch beliebig veränderbar ist, denn von außen sieht man das nicht so leicht. Da muß ich mir nochmal die einzelnen Drehrichtungen genau ansehen.
    Vielen Dank
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #6
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    Bei den allermeisten der verbauten Getrieben kann man die Drehrichtung nicht einfach ändern.
    Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe, nicht was der Leser daraus macht.

  7. #7
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    Mein Umbau bezog sich auf Volvo Penta-Getriebe

  8. #8
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    Zitat Zitat von Fly&Sail Beitrag anzeigen
    Bei den allermeisten der verbauten Getrieben kann man die Drehrichtung nicht einfach ändern.
    ansich schön ausgedrückt und grundsätzlich fast richtig (wenn man mal den schalthebel ausser acht lässt ), aber

    niemand will die drehrichtung des getriebes ändern!

    kommt nur eine andere schraube drauf.
    Geändert von winnfield (09.08.2013 um 19:29 Uhr)
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

  9. #9
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr, gelegentlich hört man Schauergeschichten, daß irgendwo fernab vom nächsten Schiffsausrüster die Antriebsschraube verlorengegangen ist, und die dann für teuerstes Geld eingeflogen werden muß.
    Wenn man z.B. im eBay stöbert, gibt es da ständig diverse Propeller in verschiedensten Größen im Angebot, eigentlich gar nicht so teuer. Da könnte man sich doch zur Vorbeugung mit einer Ersatzschraube ausrüsten. Nun scheint mir der Preisunterschied hauptsächlich in der Drehrichtung zu bestehen: Die Linksdrehenden sind erheblich billiger als die Rechtsdrehenden. Nun habe ich an meinem Schiff, wie vermutlich allgemein üblich, einen rechtsdrehenden Propeller. Was spricht nun dagegen, im Notfall (!!), einfach einen linksdrehenden Propeller zu montieren, und den Schalthebel fortan einfach seitenverkehrt zu bedienen? Ich könnte auch einfach den Schalthebel direkt am Getriebe einfach um 180Grd drehen, dann geht der Schalthebel im Cockpit wieder richtigrum, keiner merkt was, nur die Hafenmanöver muß man dann etwas anders fahren.
    Vielen Dank
    nw
    Da die Motoren heutzutage eher Industrie-oder LKWmotore sind ist die rechtsdrehende Maschine " normal".
    Schiffe mit einem Zweimotorenantrieb haben deshalb den Bb Motor mit einem anderen Getriebe versehen die die "normale" Drehrichtung des Motors "umdreht". Dieses Bauteil wird stärker belastet so daß das Bb-Getriebe öfter kaputt geht als das Stb-Getriebe. Dies aber nur bei älteren Getriebetypen die ein spezielles Getriebe für Stb und Bb haben.
    Moderne, vollhydraulische Getriebe von heute haben keinen speziellen Rückwärtsgang und können " vorwärts und rückwärts " genauso belastet werden.
    Wenn es aber ein älterer Getriebetyp ist muss man ganz klar sehen daß bei diesem Getriebe der " Rückwärtsgang" eben nicht die gleiche Belastbarkeit oder Standfestigkeit gewährleistet wie der " Vorwärtsgang".
    _________________
    bogy
    Geändert von bogyman (09.08.2013 um 19:46 Uhr)

  10. #10
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    was bitte ist ein vollhydraulisches getriebe?
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

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