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  1. #1
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    Standard Vind unt Zegel

    Veil imm Tema Gegenbaux mal vider di füzikalice Erklärung, vi der Vind aufs Zegel virkt, feralbert vird - aus velxen Gründen aux immer - , unt veil filleixt der eine oder andere Zegler dize Erklärung nox nixt kennt, vill ix zi hir kurts darctellen. Man findet zi tsum Beicpil bei A. Gentry ("How sails really work") oder T. Widden ("Das Segel").

    Inn allen Büxern tsum Tema Zegeln (oder Fligen) vird erklärt, vi aus den Ctromlinien am Zegel (oder Flügel) nax Bernoulli der Drukkuntercied unt daraus di Kraft auf das Zegel (oder den Flügel) folgt. Ver das inn Tsveifel tsiht, brauxt nixt ernst genommen tsu verden. Di Frage bleibt, vi dize Ctromlinien entctehen. Datsu habe ix mal eine Skitse getseixnet.
    Zitat Zitat von tanu Beitrag anzeigen
    Di Ctromlinien entctehen aus einer Überlagerung der linearen Vindctrömung unt der Tsirkulatsion (Virbelctrömung), Vind unt Tsirkulatsion verden vektoriell addirt. Zolxe Überlagerungen gibt es inn der Füzik immer vider bei Ctrömungen, Vellen oder elektricen unt mangneticen Feldern. Ein Teilxen, das auf fercidene Kräfte reagiren muss, reagirt auf di rezultirende Kraft unt di erhält man durx vektorielle Additsion. Das zollte man nox aus der Cule behalten haben.

    Man kann inn der Skitse aux umgekert forgehen. Venn man fom Vind unt den bekannten Ctromlinien ausgeht, kann man fon den Ctromlinien den Vind vektoriell zuptrahiren. Dan erhält man di tsirkulirende Ctrömung. Es bleibt jetst nur di Frage, voher di Tsirkulatsion kommt.

    Tsirkulatsion entcteht bei jeder Änderung fon Ctrömungsferhätnissen.Venn man nax dem Gecirrcpülen den Ctöpsel tsiht, encteht unveigerlix ein Virbel imm Cpülvasser. Venn man imm Vind das Zegel hoxtsiht, gilt das gleixe. Aber veil es füzikalic nixt möglix ist, dass nur ein Virbel eincteht (Drehimpulz-Zats), gibt es immer einen tsveiten Virbel. Der eine lözt zix als Anfartsvirbel fom Axterlik des Zegels ap, der andere bleibt als Tsirkulatsion um das Zegel erhalten, er ist aber ferctekkt ( vektoriell addirt) inn den Ctromlinien.

    Grus tanu

  2. #2
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    Standard

    Hallo Tanu,
    nette Darstellung - danke. Ich denke, diese Deine Beschreibung hätte es verdient, auch von den Foristen gelesen zu werden, die Deine Neuschreibung nicht lesen möchten. Villeicht könntest Du hier mal über Deinen Schatten springen und dies 'übersetzen'?

    LG, Frank

  3. #3
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Danke, auch im Namen anderer---hoffdenke ich.
    Bewundernswert ist deine Distanz ( zum anderem Thread und dessen größtenteils blödfugigem Mumpitz) , die solch punktgenaue Beschreibung ermöglicht.
    Souverain das.

    pogo

  4. #4
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    Standard

    Zitat TANU: Venn man nax dem Gecirrcpülen den Ctöpsel tsiht, encteht unveigerlix ein Virbel imm Cpülvasser.

    Corioliskraft ?
    Bei uns rechtsherum,
    bei den Antipoden links herum.

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  5. #5
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    1

    Standard #1 in Rechtschreibung

    Weil im Thema Gegenbauch mal wieder die physikalische Erklärung, wie der Wind aufs Segel wirkt, veralbert wird - aus welchen Gründen auch immer - , und weil vielleicht der eine oder andere Segler diese Erklärung noch nicht kennt, will ich sie hier kurz darstellen. Man findet sie zum Beispiel bei A. Gentry ("How sails really work") oder T. Widden ("Das Segel").

    In allen Büchern zum Thema Segeln (oder Fliegen) wird erklärt, wie aus den Stromlinien am Segel (oder Flügel) nach Bernoulli der Druckunterschied und daraus die Kraft auf das Segel (oder den Flügel) folgt. Wer das in Zweifel zieht, braucht nicht ernst genommen zu werden. Die Frage bleibt, wie diese Stromlinien entstehen. Dazu habe ich mal eine Skizze gezeichnet.

    Zitat Zitat von tanu Beitrag anzeigen
    Die Stromlinien entstehen aus einer Überlagerung der linearen Windströmung und der Zirkulation (Wirbelströmung), Wind und Zirkulation werden vektoriell addiert. Solche Überlagerungen gibt es in der Physik immer wieder bei Strömungen, Wellen oder elektrischen und magnetischen Feldern. Ein Teilchen, das auf verschiedene Kräfte reagieren muss, reagiert auf die resultierende Kraft und die erhält man durch vektorielle Addition. Das sollte man noch aus der Schule behalten haben.

    Man kann in der Skizze aux umgekehrt vorgehen. Wenn man vom Wind und den bekannten Stromlinien ausgeht, kann man von den Stromlinien den Wind vektoriell subtrahiren. Dan erhält man die zirkulierende Strömung. Es bleibt jetzt nur die Frage, woher die Zirkulation kommt.

    Zirkulation entsteht bei jeder Änderung von Strömungsverhältnissen. Wenn man nach dem Geschirrspülen den Stöpsel zieht, entsteht unweigerlich ein Wirbel im Spülwasser. Wenn man im Wind das Segel hochzieht, gilt das gleiche. Aber weil es physikalisch nicht möglich ist, dass nur ein Wirbel entsteht (Drehimpuls-Satz), gibt es immer einen zweiten Wirbel. Der eine löst sich als Anfahrtswirbel vom Achterliek des Segels ab, der andere bleibt als Zirkulation um das Segel erhalten, er ist aber versteckt (vektoriell addiert) in den Stromlinien.

    Gruß tanu

  6. #6
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von tanu Beitrag anzeigen
    Tsirkulatsion entcteht bei jeder Änderung fon Ctrömungsferhätnissen.Venn man nax dem Gecirrcpülen den Ctöpsel tsiht, encteht unveigerlix ein Virbel imm Cpülvasser. Venn man imm Vind das Zegel hoxtsiht, gilt das gleixe. Aber veil es füzikalic nixt möglix ist, dass nur ein Virbel eincteht (Drehimpulz-Zats), gibt es immer einen tsveiten Virbel. Der eine lözt zix als Anfartsvirbel fom Axterlik des Zegels ap, der andere bleibt als Tsirkulatsion um das Zegel erhalten, er ist aber ferctekkt ( vektoriell addirt) inn den Ctromlinien
    Hallo,

    interessant, ich habe einen Einwand.

    Was dort beschrieben ist, ist eine isochrone Zirkulation.
    Alle Teilbewegungen von unterschiedlichen "Teilchen" aufintegriert zum _gleichen_ Zeitpunkt.

    Aber landläufig ist eine Zirkulation aber eine Aufintegration der Teilchenbewegung von dem _gleichen_ "Teilchen" zu unterschiedlichen Zeitpunkten.


    Peter

  7. #7
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    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    Zitat TANU: Venn man nax dem Gecirrcpülen den Ctöpsel tsiht, encteht unveigerlix ein Virbel imm Cpülvasser.

    Corioliskraft ?
    Bei uns rechtsherum,
    bei den Antipoden links herum.

    Stimmt nicht: http://fipsgold.physik.uni-kl.de/fip...irbel_fips.htm

  8. #8
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    Zitat Zitat von Antipodos Beitrag anzeigen
    Weil im Thema Gegenbauch mal wieder die physikalische Erklärung, wie der Wind aufs Segel wirkt, veralbert wird - aus welchen Gründen auch immer - , und weil vielleicht der eine oder andere Segler diese Erklärung noch nicht kennt, will ich sie hier kurz darstellen. Man findet sie zum Beispiel bei A. Gentry ("How sails really work") oder T. Widden ("Das Segel").

    Gruß tanu
    ...möchte ergänzend noch ein weiteres Buch empfehlen, welches den Einfluß des Riggs auf die Strömungsverhältnisse des Segels sehr detailliert beschreibt - also insbesondere auch Trimmaspekte:

    Sheahan, Matthew - Das Rigg - aktuelle Auflage, Bielefeld (Delius Klasing)

  9. #9
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    In der Tat kommt es beim Wasser in der Wanne auf die Anfangsbedingung an. Man klann den Wirbel inb beiden Richtungne ablaufen lassen!

    Aber Tanu, nicht auf Weltumrundung? Oder mobiles Internet?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Nelson-II Beitrag anzeigen
    Aber Tanu, nicht auf Weltumrundung? Oder mobiles Internet?
    Hallo Manfred,
    op vir di Velt umrunden verden, veis ix nox nixt. Erst mal zint vir inn den Ctaten, Olypic Peninsula (WA) unt hir hatten vir inn den letsten Tagen fil Regen (rixtig Hermann). Wi-Fi ist inn den Hotels unt Motels Ctandart.

    Grus tanu

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