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  1. #1
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    Standard Seltsames Rechtsverständnis...

    In zwei parallelen Diskussionen hier irritiert mich das Rechtsverständnis von manchen Diskutanten:

    Im Hafen nicht zahlen, weil der Hafenmeister nicht 24 Stunden kassieren kommt: kein Problem, selbst Schuld, ich richte mich doch nicht nach deren Zeiten usw.

    Den Motorkegel nicht setzten: oh weh, oh weh, gaaaanz schlimm und bösi-bösi.

    Was mich wundert: diese beiden Positionen schienen mir eben von denselben Personen vertreten zu werden?!

    Vielleicht irre mich ja, deshalb interessiert mich der direkte Vergleich der beiden Fragestellungen.

    1) darf man aus dem Gasthafen fahren ohne zu zahlen? Ja/Nein
    2) darf man auf den Motorkegel verzichten? Ja/Nein

    (Juristisch ist beides eindeutig "Nein")

    Meine Meinung:

    1) nein
    2) ja

    Neugierig,
    TO

  2. #2
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    Standard

    Nein,
    Ja

    Vic

  3. #3
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    Standard Rechtsverständnis

    1) darf man aus dem Gasthafen fahren ohne zu zahlen?

    Na klar! Wir sind mündige Segler, die für sich entscheiden können, ob der Liegeplatz im Hafen das geforderte Entgelt wert ist oder nicht!

    2) darf man auf den Motorkegel verzichten?

    Natürlich, wenn ich schon auf den Kegel verzichte, können die anderen mal auf ihre Kurshalteplicht verzichten.

    "2 x 3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
    Ich mach' mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ...."

    (Aus einem Lied der Tochter des Südseekönigs)

    Meine Antworten

    1) Nein.
    2) Nein.

  4. #4
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    Standard

    nein absolut nicht

    ja, wenn es die situation erlaubt
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

  5. #5
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    Standard

    1) ja, wenn kein hafenmeister zu finden , im urlaub, noch seine saison nicht begonnen oder schon beendet hat (habt ihr ein hafenmeister im norden im april gesehen?? die leute kucken dich mit grossen augen und wenn man glück hat ist der strom schon an) und dabei kein kassenautomat da ist. ansonsten never

    2) ja , wenn es eindeutiges verhalten ist oder man (wie man aus dem punkt eins erahnen kann) die einzige seele am wasser ist. wobei ich muss zugeben wir haben ihn immer gesetzt weil einfach keine mühe kostet und da der motor ja eher nur bei voller flaute läuft hat man zeit und von wenig zu tun kann man sich nett damit beschäftigen (die paar sek /min)

    gruss, i

  6. #6
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    Standard

    Meine Antwort :
    1) nein
    2) nein

    1) Hafengeld ist Bringeschuld!
    2) SeeStrO, KVR und SeeSchStrO sind gültige Verordnungen, verstoßen nicht gegen die Menschenrechte und unser Grundgesetz und sind somit wie jedes anderes Gesetz zu befolgen.

    Den Rechtsstaat gibts nicht á la Carte, sondern nur als Ganzes. Jeder der sich über geltendes Recht aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis hinwegsetzt, fördert diejenigen, die ein Grundrecht auf Sicherheit umsetzen wollen, was dann wieder in einen Überwachungsstaat und in Repression ausarten wird....

  7. #7
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    Standard

    @zweitetonne 100 %-ige Zustimmung...!

  8. #8
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    Standard

    Natürlich zahlt man Hafengeld. Kann man Situationen antreffen oder konstruieren, bei denen es unmöglich ist? Natürlich! Standard ist es aber nicht.

    Und ja, wir setzen normalerweise den Motorkegel. Wir betrachten uns nicht als bewegungslose "Bootstouristen", sondern Segelsportler und können uns dementsprechend auch mal kurz bewegen, um das Ding zu setzen. Ob andere das machen, würde unsere Entscheidung dabei sicher nicht beeinflussen, wir können selbst denken. Setzen wir ihn auch bei kurzfristigen Motorsegeleinsätzen (wo wir es natürlich trotzdem machen müssten) oder in völlig leeren Revieren? Meist nicht.

    Ich sehe drei Probleme:

    - Einerseits gibt es verschiedene Auffassungen, wie genau Regeln zu beachten sind. Z.B. wenn jemand ohne Motorkegel über die Förde fährt und der Auffassung ist, man würde ja sowieso sehen, dass er motort. Kann stimmen, kann aber auch schwierig sein für andere, dass zu sehen. Kann der entgegenkommende altgediente Motorbootfahrer das einschätzen, dass ich auch unter Motor fahre? Hängt also vom Urteilsvermögen des einzelnen ab.

    - Andererseits beobachte ich, dass viele, die eine etwas "liberale" Haltung zu den Regeln haben, sich nicht bewusst über Regeln hinwegsetzen (wenn ich es bewusst tue, dann kann ich im Zweifelsfall ja immer noch entsprechend richtig reagieren), sondern schlichtweg keine Ahnung haben. Wenn man darauf hinweist, dass sie etwas falsch machen, dann reden sie sich damit heraus, man solle es doch mal locker sehen.

    - Es gibt einen gewissen Herdentrieb. "Wenn die keinen Ankerball setzen, dann brauchen wir auch keinen". So in etwa. Mittlerweile ist der Herdentrieb wohl schon so ausgeprägt, dass Leute Angst haben, jemand zeigt mit dem Finger auf sie, weil sie Flaggenparade machen oder eben einen Motorkegel fahren. Für mich sind Leute, die sich darüber mokieren das Gegenteil von liberal.

    Holger

  9. #9
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    Standard

    Das wäre dann der wievielte Trööt zu dem Thema ?

    Brauch man wirklich noch mehr Bequemlichkeitsentschuldigungen,
    zur klaren Rechtslage wie:
    "aber eben grad mal", "eigentlich nicht so richtig, aber..."
    "wollte ja, aber..." oder "konnte grad nich, weil..."

    Muss man sich wundern, wenn die oberen Zerwalter dann gegensetzen:
    "Na, darfs noch ein bißchen mehr sein?" , "Tja, da könnte ja jeder kommen..."
    "wer nicht hören will, muss fühlen"

    Ja 2ndtonone so isset.
    Es nervt aber immens, wenn man immerwieder darauf hinweisen muss.
    Gesetzte und Regeln, welche unsere Sicherheit und ein vernünftiges Miteinander auf dem Wasser ermöglichen,
    gibts nicht beim Discounter nach Gusto, wie:
    Wenn es um Vorteile und die eigene Rechtsposition geht,
    dann nimmt man es gleich Palettenweise.
    Wenn es aber um unbequeme Befolgung und damit Rechtsposition anderer geht,
    da kommt die Schnäpchen- und Billigheimermentalität durch.
    Boß nicht zuviel machen, mir gehts ja gerade gut.

    irgendwie bin ich das Thema jetzt leid.

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von TransOcean Beitrag anzeigen
    In zwei parallelen Diskussionen hier irritiert mich das Rechtsverständnis von manchen Diskutanten:

    Im Hafen nicht zahlen, weil der Hafenmeister nicht 24 Stunden kassieren kommt: kein Problem, selbst Schuld, ich richte mich doch nicht nach deren Zeiten usw.

    Den Motorkegel nicht setzten: oh weh, oh weh, gaaaanz schlimm und bösi-bösi.

    Was mich wundert: diese beiden Positionen schienen mir eben von denselben Personen vertreten zu werden?!

    Vielleicht irre mich ja, deshalb interessiert mich der direkte Vergleich der beiden Fragestellungen.

    1) darf man aus dem Gasthafen fahren ohne zu zahlen? Ja/Nein
    2) darf man auf den Motorkegel verzichten? Ja/Nein

    (Juristisch ist beides eindeutig "Nein")

    Meine Meinung:

    1) nein
    2) ja

    Neugierig,
    TO
    Chapeau! Sehr gut auf den Punkt gebracht.

    1) Nein (wir zahlen IMMER Hafengeld, auch wenn wir es im April irgendwo unter einer Tür durchschieben müssen, wir wollen zumeist wieder kommen)
    2) N/ein mit Einschränkung, nur tritt schon die Frage kaum auf: motoren wir, nehmen wir die Segel runter, schon um sie zu schonen. Im Ausland bin ich in der Frage Sichtzeichen (Ball & Kegel) weniger pedantisch, ich gebs zu...

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